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Wie geht man mit Schicksalsschlägen um, Lena Kupke? Die Autorin im Gespräch

Shownotes

Lena Kupkes erster Roman „Pause“ hat es bis in die Top Ten der Spiegel-Bestsellerliste geschafft. Die Comedienne und Autorin, die sich inzwischen ganz aufs Schreiben konzentriert, erzählt darin von der 36 Jahre alten Hannah, die nach einem Zusammenbruch zu ihren Eltern zurückkehrt. Im Podcast „Talk mit K“ des „Kölner Stadt-Anzeiger“ spricht Kupke mit Anne Burgmer über ihren Weg zur Autorin und darüber, warum es manchmal einfach Zeit braucht, um Schicksalsschläge zu verarbeiten.

In „Pause“ geht es um Familiendynamiken, unterschiedliche Generationen und die Frage, wie wir Liebe zeigen. Hannah möchte über alles sprechen, ihre Eltern gehen mit schwierigen Situationen lieber pragmatisch um. Kupke erklärt, warum unerfüllte Erwartungen nicht automatisch bedeuten, dass man jemandem nicht wichtig ist. Gleichzeitig sei es entscheidend, Menschen in schweren Zeiten nicht allein zu lassen, nur weil man nicht weiß, was man sagen soll. Eine wichtige Botschaft ihres Romans lautet: „Du weißt nicht, wie stark du bist, bis du stark sein musst.“ Kupke möchte damit vor allem Frauen Mut machen. Nicht jede schwierige Lebensphase müsse sofort als Depression oder Burn-out eingeordnet werden. Manchmal brauche es schlicht Zeit, um Erlebtes zu verarbeiten, statt möglichst schnell wieder funktionieren zu müssen.

Wie wichtig es ist, über schmerzhafte Erfahrungen zu sprechen, weiß Kupke auch aus eigener Erfahrung. Sie hat öffentlich über ihre Fehlgeburten gesprochen und das Thema auf der Comedy-Bühne aufgegriffen. Das Tabu führe häufig dazu, dass Betroffene sich isoliert und allein fühlten. Die Reaktionen auf ihren Auftritt hätten ihr gezeigt, wie tröstlich es sein kann, zu merken, dass andere Ähnliches erlebt haben. Im Gespräch geht es außerdem um Frauen in der Comedy-Branche, den Einfluss von Social Media und Kupkes Erfahrungen zwischen Großstadt und Land.

Dieser Podcast wird Ihnen kostenfrei vom „Kölner Stadt-Anzeiger“ bereitgestellt. Wir freuen uns, wenn Sie unseren unabhängigen Lokaljournalismus mit einem digitalen Abonnement unterstützen. Alle Informationen erhalten Sie hier.

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Transkript anzeigen

00:00:00: Ich hab nur eine neue Seite an mir erlebt.

00:00:02: Und zwar die Impulsive, und nee noch nicht mal impulsiv?

00:00:05: Deswegen ist es eigentlich noch schlimmer, die Temperamentvolle weil ich bin eigentlich total sachlich und diplomatisch.

00:00:10: aber ich habe jetzt gelernt dass es wo ein Bereich gibt bei dem mich das nicht kann und das ist tatsächlich über Pause war ich da so...ich lieb das so und ich kann das offensichtlich gar nicht loslassen wenn Leute auch in Rezensionen was schreiben oder sagen was nicht stimmt.

00:00:37: Hallo und herzlich willkommen zu Talk mit K, dem Talk-Podcast des Kölner Stadtanzeigers der nur eine Regel hat.

00:00:48: Meine Kollegin Sarah Brassack und ich laden im Wechsel – und manchmal auch gemeinsam – interessante Menschen aus der Stadt mit K ein.

00:00:55: Jeden zweiten Donnerstag ist neu früher was jede Woche aber ab jetzt jeden zweiten Donnersdag um sieben Uhr gibt es eine neue Folge!

00:01:02: Und ich freue mich sehr dass Sie heute dabei sind.

00:01:05: Zu Gast ist Lena Kubke, die Standup-Komedien Schauspielerin und seit kurzem auch Bestsellerautoren.

00:01:11: Ihr erster Roman Pause hat es bis in die Top-Ten der Spiegelbestzellerliste geschafft.

00:01:16: Dazu möchte ich hier ganz herzlich gratulieren und darüber, über Ihre gesamte Karriere wollen wir heute sprechen.

00:01:23: Herzlich willkommen liebe Lena!

00:01:24: Wie schön dass du da bist!

00:01:25: Vielen Dank Anna!

00:01:26: Ich freue mich sehr!

00:01:28: Du hast mal gesagt oder geschrieben?

00:01:29: Schreiben ist mein Traumjob.

00:01:32: Hast du das Gefühl, also du hast ja schon länger geschrieben auch davor aber so ein Roman mit dem eigenen Namen drauf.

00:01:38: Hast du da das Gefühl dass es jetzt irgendwie so einen Punkt den Du auf Deiner internen Bucketlist abpacken kannst?

00:01:44: Äh ne, aber weil ich keine interne Bucketlisten habe... Aber das war auf jeden Fall ein ganz großer Traum von mir und ich finde es richtig schön, und ich weiß mich sehr glücklich zu schätzen dass das geklappt hat.

00:01:58: Also als die Chance bekommen habe und dass dann auch noch mir das so Spaß gemacht hat und dann auch nochmal so Anklang findet.

00:02:05: also das ist einfach ein Traum.

00:02:08: Wir wollen über den Roman gleich reden.

00:02:09: Ich würde aber gerne erst ein bisschen über dich reden, damit die Leute wissen mit wem sie es eigentlich zu tun haben und wie dein Weg so war der dich dann irgendwann mal zu diesem Roman geführt hat.

00:02:19: du bist in Aachen aufgewachsen?

00:02:20: Nein!

00:02:21: Nein stimmt auch nicht habe ich das aber geboren.

00:02:23: Und ich bin auch keine Schauspielerin

00:02:25: Es geht ja schon gut los Wobei, so ein bisschen manchmal.

00:02:29: Du hast auch an der Studiobühne

00:02:30: und so?

00:02:31: Genau, aber da war ich ja auch schon als Regisseurin ... Ich hab da auch gespielt.

00:02:36: Nee, ich bin nur in Aachen geboren.

00:02:38: Ich bin am Niederrhein aufgewachsen.

00:02:40: Ach!

00:02:42: Aber du hast in Bauen studiert.

00:02:43: Ja das stimmt.

00:02:44: Gott sei Dank meine ganze Recherche.

00:02:48: Da kannst du nichts für, das ist wahrscheinlich Wikipedia oder so?

00:02:50: Genau,

00:02:50: diese Fakten wollte ich mir bei Wikipedia randschaffen genau neben allem was ich sonst zu gelesen und gemacht habe.

00:02:56: Du hast aber Geisteswissenschaften studiert

00:03:00: also Anklistik Englisch Studies und Geschichte.

00:03:03: Da geht es dir wie mir, das habe ich auch studiert.

00:03:06: Also ich hab Geschichte, Germanistik und Skandinavistik studiert und ich hatte immer die Erfahrung gemacht wenn man so ein Studium macht... Das ist sehr schön weil man das eigentlich immer, dass machen nur Leute, die das nach ihren Interessen machen.

00:03:16: Gleichzeitig ist das ja, wenn man das nicht auf Lehramt macht laufen zumindest bei mir liefen da sehr viele Leute rum wo man dachte was genau willst du denn eigentlich mit dem Studium hinterhermachen?

00:03:25: Wie war das denn bei dir?

00:03:26: Hast du das mit einem klaren Ziel studiert?

00:03:28: hast du gedacht oh ich mach das jetzt mal, wir haben mich das interessiert.

00:03:31: und dann gucke ich wie war das?

00:03:33: Also mein klares Ziel war irgendeine Art Abschluss, weil ich da wohl sanften Druck aus dem Elternhaus hatte einen Abschluss herzubringen.

00:03:43: Und dann bin ich ... Da hab' ich das auch geschafft.

00:03:46: und dann dachte ich, ich wusste aber schon immer währenddessen, dass es eigentlich nicht das was ich machen will Auch wenn die, muss ich sagen so gerade Literatur fand ich wirklich interessant.

00:03:56: Ich liebe auch die englische Sprache.

00:03:57: also waren schon Sachen bei denen mich interessiert haben Aber das war jetzt nie solch drin aufgegangen.

00:04:02: meine Leidenschaft war.

00:04:03: Ich habe schon viel durchs Fenster geguckt oder woanders und als ich das dann beendet hatte, dann war wirklich für mich der Punkt und so ok wie kümmere ich mich jetzt um das?

00:04:15: Und wie realisiere ich jetzt das was ich eigentlich machen möchte?

00:04:20: Dann hat es eigentlich so angefangen Mit meinem eigenen Weg, würd ich sagen.

00:04:24: Und hattest du einen Plan für dich?

00:04:25: Also wusstest du schon ganz genau ... Du willst dahin, wo du vielleicht gelandet bist, hast du dir was anderes vorgestellt?

00:04:31: Wie bist du das dann angegangen?

00:04:33: Ich finde, Rückwirken kann man ja immer alles romantisieren.

00:04:36: Weil klar, ich saß in Vorlesung und hab Texte geschrieben.

00:04:39: Aber das wär mehr so eine Ausflucht.

00:04:41: Nee, ich hatte ... Kein, es war nicht klar und nicht greifbar.

00:04:45: Ich glaube sonst hätte ich das vielleicht auch schon früher verfolgt weil mir das persönlich schwierig gefallen ist in diesem künstlerischen Bereich genau ein greifbaren Plan.

00:04:52: Weil ich hatte...ich komme auch aus keiner Künstlerfamilie.

00:04:55: Ich hatte keine...ich glaube ich hätte dann so einen Vorbild gebraucht um überhaupt zu wissen wie macht man das?

00:04:59: Wo geht man hin?

00:05:00: Wo findet sowas statt?

00:05:01: Wie funktioniert sowas?

00:05:02: Das wusste ich alles überhaupt nicht!

00:05:04: Und man muss ja auch sagen dass war halt zwei tausend neun, zweitausend zehn.

00:05:07: da war jetzt auch noch nichts mit Social Media, dass man sich darüber quellen Inspiration herhören, wie kommen das andere Leute gemacht?

00:05:15: Also es war ja so ein ganz anderes Informationsbeschaffungssystem.

00:05:19: Und dann habe ich einfach angefangen, bin ich wirklich so ... hab ich selber recherchiert.

00:05:25: Dann hab ich irgendwie an der UDK in Berlin Theaterpädagogik recherchieren und dann bin ich da auch hingefahren.

00:05:32: Ich hab aber ganz klar gemerkt, der Pädagogikteil ist ja gar nicht zu mich!

00:05:35: Also ich will keine Pädagogen sein, aber der Schauspielteil.

00:05:39: Da haben sich die Dozenten schon ... Wenn man eingeladen wurde, sehr umfangreiches Aufnahmeverfahren.

00:05:47: Das war tatsächlich auch die Begründung vom Spauspieler- haben gesagt, hey du musst das hier weitermachen.

00:05:50: Du hast Talent und je nach Pädagogik habe ich dann auch rausgekickt.

00:05:53: aber auch zu Recht so!

00:05:56: Und ich habe angefangen bei der Studiobühne Köln Theaterkurse zu belegen.

00:06:02: Das war richtig toll damals.

00:06:04: es konnte man als Studentin machen kostenlos Und das waren auch Dozenten, die an den Schauspielschulen in Köln unterrichtet hatten.

00:06:13: Also ich kann der Studiobühne Kölner gar nicht genug danken und da habe ich Leute kennengelernt und dann habe ich immer mehr erfahren.

00:06:19: wie geht es?

00:06:21: Und so kam dann eins zum anderen, dass ich angefangen habe selber zu spielen.

00:06:25: Dann selber Theaterstücke zu schreiben, zu inszenieren und immer mehr zu schreiben.

00:06:30: Dann kam kurz oder kam die Stand-up Comedy dazwischen aber ja auch das erste Buch was zwar ein Sachbuch war aber billettristisch und so ging es dann Schritt für Schritt über Jahre Jahre Jahre weiter.

00:06:44: Das Schreiben war aber auch schon, da ging es auch schon um Humor.

00:06:47: Also das waren jetzt irgendwie keine Dramen oder... Sondern da hast du auch schon sozusagen den Weg, den du dann nachher anders eingeschlagen bist, hast du schon so langsam beschritten?

00:06:56: Ja, aber auch alles genau!

00:06:57: Ich habe einfach Theaterstücke geschrieben und die waren lustig.

00:07:02: Es war aber nicht, da steckte keine Strategie dahinter, sondern ich hab einfach das geschrieben, worauf ich Lust hatte.

00:07:09: Das macht Spaß und irgendwie funktioniert das.

00:07:12: Und ja, das waren so die ersten Schritte.

00:07:15: Ich finde es immer spannend bei Leuten, die Humor beruflich machen.

00:07:19: wann ist der Punkt dass man sagt Ja ich kann das!

00:07:22: Ich stelle mich auf eine Bühne weil ich glaube viele Leute denken euch Fühlt mich eigentlich ganz lustig, ich kann auch super Geschichten erzählen.

00:07:29: Aber das ist ja noch mal was anderes, ob man jetzt im Freundeskreis auf der Party immer eine lustige Geschichte erzählt oder ob man auf der Bühne ein großes Publikum über einen längeren Zeitraum wirklich nur mit dem, was man da erzählt unterhalten muss.

00:07:40: Ich bin da immer total fasziniert, dass man sich das traut.

00:07:42: also wie war das bei dir?

00:07:44: Wann hast du gemerkt okay das könnte vielleicht wirklich etwas für mich sein.

00:07:48: Also ich kann das erst mal komplett bestätigen in der Beobachtung.

00:07:52: Ich hab diese Leute auch mehrfach kennengelernt, die gesagt haben ne echt mir voll witzig um Freundeskreis und dann stellst du dir auf eine Bühne und denkst ja da gehört halt auch Handwerk dazu aber das ist ja auch normal.

00:08:04: wie war das bei mir?

00:08:05: also bei den Theaterstücken waren das so dass sich da das erste Mal gemerkt habe ah ich schreib was zuhause und wenn das dann auf der bühne stattfindet dann lachen leute.

00:08:14: das war die allererste erfahrung wo ich dachte Humor auf der Bühne, aber das war natürlich in Theaterstücken.

00:08:21: Stand-up Comedy ist eine ganz andere Disziplin und da wurde ich wirklich zu meinem Glück geschubst und habe dann einfach gemerkt dass sich das irgendwie mir Spaß macht und irgendwie dass das funktioniert auch wenn ich so improvisiere und dann hab' ich mich immer mehr mit der Thematik beschäftigt was Stand up Comedy überhaupt is und dann einfach angefangen zu lernen und das so zu verstehen als eigenes Genre.

00:08:45: Aber du musst mal über deinen ersten Auftritt erzählen, denn wenn ich das jetzt richtig ... Du hast es selber erzählt.

00:08:50: Deswegen muss es eigentlich stimmen!

00:08:52: Ja

00:08:52: ja, also ich kann ja auch lügen, oder?

00:08:57: Aber so wie du das erzählt hast war das mehr- oder weniger zufällig.

00:09:01: Also ich finde die Vorstellung dass man irgendwo Ich glaube, es war so ein Open-Mike-Arm.

00:09:05: Und dass man dann plötzlich sagt ... Ja also deine Freundin mit der du da warst hat gesagt ja hier!

00:09:10: Weil als der Moderator fragte will nicht mal jemand?

00:09:13: So scherzt das halt eigentlich eher.

00:09:14: und dann hat er eine Freundin gesagt ja her!

00:09:16: Die Lena, die macht das.

00:09:18: Die vorstellen mich da auf so eine Bühne zu stellen, finde ich so krass!

00:09:20: Wie war das denn?

00:09:21: Ja,

00:09:22: ich krieg jetzt noch schweißnasser Hände wenn du das erzählst.

00:09:24: Weil ich wirklich dann total aufgeregt war.

00:09:27: und aber ich liebe halt die Bühnen.

00:09:29: Ich liebe halt Bühner mit Mikrofonen Und ich mag auch ins kalte Wasser geschmissen zu werden weil ja ich weiß nicht irgendwie da werde ich so lebendig und dann geht mein Gehirn auch richtig an.

00:09:39: also ich brauche das schon glaube ich auch so ein bisschen einen Zeitdruck oder Adrenalinkick Und ich hab mich ja dann erst mal beim ... bei diesem Auftritt wirklich, habe ich einen kleinen Monolog aus meinem Theaterstück genommen.

00:09:51: Das war praktisch so die Okay hier kenne ich mich aus und dann hab ich improvisiert.

00:09:57: Es war ein wohlwollender Rahmen also es war ja ein Open Mic wo klar war dass Leute einfach das auch zum ersten Mal ausprobieren.

00:10:06: Dann ist es so wenn du auf der Bühne stehst man muss ja irgendwas machen.

00:10:12: Und dann war es ja aber offensichtlich so gut, dass du gedacht hast ... Ja.

00:10:14: Kommt das mach ich jetzt weiter?

00:10:15: Genau!

00:10:16: Dann fängst du nämlich Feuer.

00:10:17: Wenn du dann stehst und dann funktioniert es irgendwie unter den in der Relation, da war es noch nicht geschehen.

00:10:25: Du hast das eben selber gesagt, dass so als du mit dem Studium fertig warst oder in der Zeit, sagen wir mal ums Jahrzehnte, da war Social Media noch nicht so ein Riesenthema.

00:10:33: Jetzt ist das ein Riecenthema!

00:10:35: Ich kann zum Beispiel auch sagen, dass du mir jetzt zum ersten Mal aufgefallen bist bei Falsch also so Clips von Falschs aber lustig.

00:10:41: dann habe ich mir die irgendwann, hab' ich mir dann bei YouTube mal die ganze Sendung angeguckt.

00:10:45: was würdest du sagen wie... Also es war im Jahrzehnzehnten dieser erste Auftritt.

00:10:50: Wie wichtig ist das heute dieses ganze Feld Social Media?

00:10:55: Du machst auch bei Instagram sehr lustige kleine Clips, wenn man in dem Berufsfeld nach oben will.

00:11:01: In welchen Berufsfelden?

00:11:02: In

00:11:03: deinem, der Stand-up Comedy?

00:11:04: geht das ohne Social Media überhaupt noch?

00:11:06: Also ich muss dazu zur Ehrlichkeit sagen... Ich bin wirklich jetzt ausschließlich Autorin.

00:11:11: So diese ganze Stand-up komme, die mache ich eigentlich seit zwei Jahren nicht mehr.

00:11:14: Aber ich kann das trotzdem beantworten.

00:11:17: Ja total wichtig!

00:11:18: Das ist eigentlich wie... Das ist ein bisschen peinlich vergessen.

00:11:22: Wo seid ihr normales noch mal bei Linkit?

00:11:24: Oder was?

00:11:24: Wie heißt es?

00:11:26: LinkedIn.

00:11:27: Und Instagram ist das gleiche für Leute auf der Bühne stehen.

00:11:31: Es ist praktisch wie so eine oft eine Bewerbungsmappe, die erstmal sagt was habe ich gemacht?

00:11:36: Was mache ich?

00:11:37: Wer bin ich?

00:11:38: Sich vorstellen.

00:11:39: Es ist so ne lebende Bewerbungsmappe wenn man so will.

00:11:43: Und jetzt muss ich selber mal nachfragen weil diese falsch aber lustig Clips zum Beispiel oder da warst du da jetzt in den letzten zwei Jahren auch nicht mehr doch!

00:11:52: Ich war einmal noch letztes Jahr im Oktober und genau das ist ja kein Stand-up.

00:11:58: Ja gut das stimmt du hast recht dass es natürlich

00:12:00: Genau, aber da bin ich jetzt auch schon seit einem Jahr nicht mehr.

00:12:03: Das heißt du hast dich jetzt zuletzt auf Schreiben

00:12:06: voll

00:12:07: konzentriert?

00:12:07: Ja klar!

00:12:07: Und ist das... also ich will natürlich gleich über diesen Roman unbedingt drehen und das machen wir ganz ausführlich.

00:12:14: Aber ist das was wo du sagst Da bin ich so richtig angekommen oder sind das so verschiedene Facetten in dir die du weiter eigentlich?

00:12:22: Also willst du noch andere Sachen weitermachen?

00:12:24: Äh also ich ähm gut.

00:12:27: komplexe Frage große Frage Ich bin sehr glücklich mit dem Schreiben.

00:12:32: Sehr, sehr glücklich!

00:12:33: Ich will auch weiterschreiben und irgendwann gerne mal eine Serie oder ein Film schreiben.

00:12:41: Also ich habe das allein auch an den Prozess gemerkt des Buchschreibens noch nie für etwas so intensiv und hart gearbeitet wie diesen Roman.

00:12:51: Daran merke ich einfach dass da viel mehr Weiß ich nicht, Feuer, Leidenschaft.

00:12:55: Was auf immer Motivation drin steckt.

00:12:58: als jetzt in Stand-up Comedy.

00:12:59: bei Stand up Comedy hatte ich ja nie einen Wunsch auf Solo Tour zu gehen.

00:13:03: Nie!

00:13:03: Ich fand das super schön und ich werde das bestimmt auch wieder machen weil ich liebe Comedy Und...ich finde es toll ist da natürlich auch mal was mit Lebensumständen zu tun.

00:13:14: Aber gerade bin ich sehr glücklich mit dem Schreiben.

00:13:18: Muss sagen brauche ich bin aber auch nicht nur diese Autorin die so für sich ist in ihrem Kamerlein sitzt, sondern ich liebe schon auch Comedy, Mikro, Kamera.

00:13:30: Das mag ich schon auch sehr aber so richtig ein friedliches Gefühl in mir und so einen Aufgeladen werden ist schon sehr am Schreiben.

00:13:40: ja

00:13:41: Du hast mal in einem Podcast erzählt, dass du früher total angstfrei gewesen seist.

00:13:45: Also unter anderem irgendwie so mit achtzehn einfach deinem Crush nach London hinterher... Was

00:13:50: hast du gehört?

00:13:51: Ja viel habe ich sehr,

00:13:52: sehr viel hab' ich gehört!

00:13:54: Das fand ich total interessant weil du dann nämlich da auch erzählt hast das Erlehmung glaube ich früher, dass die... Ja guck mal, du weißt aber immer noch.

00:14:04: Ja klar weiß du, du warst ja

00:14:05: auch mit dem nur mit acht zu essen kommen.

00:14:06: Na natürlich.

00:14:09: Show

00:14:09: aus Campen.

00:14:10: Ja, und es war gut, hast du erzählt?

00:14:11: Das kann ich auch sagen!

00:14:13: Also dein Vater wollte dich erst nicht fahren lassen aber das hat dann funktioniert.

00:14:16: Aber was ich dich eigentlich fragen wollte ist... Ich glaube dass viele kennen das ja mein Junge ist natürlich weil man noch nicht so viel Lebenserfahrung hat, dass man irgendwie ein bisschen angstfreier und das hat sich schon verändert mit dem Alter werden.

00:14:28: und dann frage ich mich wie ist das wenn man so einen Job macht wie du wo man sich auch etwas trauen muss also gerade wenn man frei beruflich unterwegs.

00:14:35: Also ich will gar nichts sagen, dass sich das verändert hat Gar nicht.

00:14:39: Also du meinst diese Risikobereitschaft, ne?

00:14:42: Ja oder eben nicht so Angst

00:14:43: zu haben

00:14:44: vielleicht auch.

00:14:47: Das begleitet mich wirklich.

00:14:48: Ja also das einzige wo Angst reinkommt sind in ja wer man irgendwie so eine kranken geschichte oder so miterlebt hat oder da so einschnitte hat.

00:14:58: dass habe ich auf jeden fall.

00:14:59: die die begleiten mich aber Manifestieren sich dann eher oder äußern sich in so eine Sorge, aber ich bin kein engstlicher Typ.

00:15:13: Wenn man nicht aus einer Künstlerfamilie kommt wo man das vielleicht gewohnt ist mit diesem freiberuflichen Leben war das was, was dich am Anfang irgendwie beschäftigt hat?

00:15:23: Das eben klar war dass es so ein Job.

00:15:25: da kriege ich jetzt nicht jeden Monat mein festes Gehalt sondern Das läuft vielleicht mal besser, mal weniger gut.

00:15:31: Wie hat sich das für dich entwickelt?

00:15:32: Ja total!

00:15:34: Also ich hab mich schon oft nach einer finanziellen Sicherheit gesehen und so eine Vorhersehbarkeit auf jeden Fall.

00:15:43: Aber das haben alle meine Freunde, Die freiberufliche Künstlerinnen sind, die haben das alle.

00:15:50: Also es sei denn, sie sind jetzt so A-Level ... Dann hast du andere Sorgen.

00:15:54: Aber so, die hat das alle klar!

00:15:56: Da sagt ja niemand von denen, oh, das ist ja mega geil, dass ich keine Rentenversicherung hab oder keine

00:16:02: ...

00:16:04: So eine, das

00:16:04: meine ich super.

00:16:05: Genau,

00:16:06: mega!

00:16:07: Also da werd' ich ja alive, das sagt ja keiner.

00:16:10: Klar sind das Themen natürlich aber man macht's halt trotzdem und das ist der Punkt weil einen zu traurig machen würde.

00:16:19: Ich habe diesen Dokumentarfilm gesehen, was haben wir gelacht und ich hab auch dazu mit Bettina Böttinger und auch mit Hella von Sinnen gesprochen.

00:16:27: da geht es um Frauen in der Humorbranche in den Neunzigern also schon noch mal zu einer sehr anderen Zeit aber trotzdem wie.

00:16:32: das ist ja immer ein großes Thema Frauen in dieser Branche.

00:16:35: Wie hast du das erlebt?

00:16:36: Hat sich das Hat sich das verändert, hat sich das verbessert oder ist das Gefühl da immer noch ordentlich aufholen?

00:16:44: Dass wir wirklich so eine faire Chance für alle haben.

00:16:48: Also, was genau meinst du mit der Branche?

00:16:49: Meinst du die Autorinbranche?

00:16:52: Was meinst Du...

00:16:53: Klar.

00:16:53: Da ging's ja jetzt in dem Film.

00:16:55: In diesem Dokumentarfilm geht es vor allem um Frauen im Fernsehen.

00:16:57: Ich meine generell ich weiß zum Beispiel das Carolin Kierbe-Kost hat ja auch dieses Buch geschrieben.

00:17:02: Es kann nur eine geben dass das am Anfang bei ihr so war wenn sie zu irgendeiner Show sollte wo mehrere auftraten.

00:17:07: Mixed Show ist ihr dann oft gesagt wurde ach nee schade wir haben jetzt schon ne Frau deswegen haben wir für dich sozusagen keinen Platz mehr.

00:17:16: Das habe ich mich gefragt, ob das so eine Erfahrung ist die du auch gemacht hast wenn du zum Beispiel irgendwo aufgetreten bist wo jetzt mehrere Comedians waren oder bei irgendwelchen Shows.

00:17:27: Nee, ich kam ja auch viel, viel später.

00:17:30: Und also, im Jahr zwei Tausendsechzehn habe ich angefangen, deswegen kann ich jetzt nur über die Zeitspanne als Zeitzeugen berichten.

00:17:37: und da war es eher so was uns allen aufgefallen ist, also uns weiblichen Kolleginnen das immer die männlichen Kollegen in der Mehrzahl waren.

00:17:46: Das war damals so, das reguliert sich aber auch gerade und hat sich schon gereguliert.

00:17:50: Da ist definitiv.

00:17:52: Und das, was mich somit am meisten genervt hat war ... dass sobald eine Frau erzählt hat, waren das Frauenthemen.

00:18:00: Mhm.

00:18:02: Bei einem Mann wurde nie gesagt, es sind Männerthemen.

00:18:05: Das, was Männer machen ist universell und das hat mich gestört.

00:18:09: Das hat mich wirklich gestört, eher inhaltlich ja.

00:18:12: Glaubst du, das verändert sich?

00:18:14: Ich hoffe

00:18:15: doch!

00:18:15: Also ... Das dauert aber, es hat auch viel Stand-up Comedy grundsätzlich in Deutschland mit so einer Sozialisierung von Humor zu tun.

00:18:26: Dass Deutsche das sehr lieben wenn's moralisch ist und richtig ist dass die immer erst mal skeptisch sind.

00:18:33: also die müssen irgendwie erstmal so reinwachsen in eine Offenheit und Lockerheit und Lässigkeit und ihnen auch so eine Bereitschaft zu lachen Aber die kommt!

00:18:44: Aber das ist halt die jüngere Generation so ein generativer Wechsel, der da stattfindet und der passiert nicht innerhalb von fünf Jahren.

00:18:52: Aber das schon so viel passiert ist sehr schön zu beobachten und zu

00:18:56: sehen.".

00:18:58: Du hast es gesagt?

00:18:58: Das ist dein erster Roman!

00:18:59: Du hast davor aber schon mal einen Buch geschrieben, also ich schreibe jetzt Zeitungsartikel, das ist natürlich ein völlig anderes Format und ich denke mir immer wenn ich mir jetzt vorstellen müsste so'n Buch anzufangen Da wäre die Hemmschwelle so groß, weil ich die ganze Zeit denken würde.

00:19:16: Oh Gott!

00:19:17: Hoffentlich ist das gut genug.

00:19:18: Ich kriege das irgendwie hin?

00:19:20: Wie war es bei dir?

00:19:21: also wann wie ist das beim ersten Buch entstanden um die Idee oder der Plan so ein Buch zu schreiben?

00:19:27: und dann eben auch Wann war der Moment wo du gesagt hast okay jetzt wird's ne Roman?

00:19:32: Also das sind zwei verschiedene Sachen.

00:19:34: Genau,

00:19:34: ich meine ... Ich wollte erst mal das erste Buch und dann habe ich zwei Fragen in einer verkauft.

00:19:38: Okay!

00:19:39: Dann brauche ich vielleicht gleich noch deine Hilfe?

00:19:41: Ja.

00:19:41: Beim ersten Buch kam wirklich ganz ... also was heißt es wirklich?

00:19:45: Es kam ein Verlag auf mich zu und hat gesagt hey hast du Lust einen Buch zu schreiben?

00:19:50: und da war einer der glücklichsten Momente in meinem Leben weil ich dachte, ich dachte erst so ist das ... nee Nee, das ist ... nee.

00:19:57: Das ist wirklich echt!

00:20:00: Und da hab ich mich einfach so Luftsprünge auf dem Bett gemacht und das Lattenrost ist kaputt gegangen.

00:20:08: Da mussten wir ins Krankenhaus.

00:20:10: Nein, muss mir nicht, ich war.

00:20:12: Ich bin zähl.

00:20:13: Gut.

00:20:13: Genau, das habe ich mich total gefreut.

00:20:16: Das hab ich auch schon billetristisch geschrieben.

00:20:18: Ja.

00:20:20: Jetzt bei dem Roman.

00:20:21: Ähm, habe ich erst mal die erste Frage.

00:20:24: Können wir einen Punkt machen oder hab' ich was vergessen?

00:20:26: Ich hab das Gefühl, ich hab was vergessen.

00:20:27: Nee

00:20:27: eigentlich nicht!

00:20:28: Also es war genau die erste frage, wie kam's überhaupt zum ersten Rundwert... Ach und

00:20:31: wenn man denkt, man ist gut genug oder was?

00:20:32: Ja genauso,

00:20:33: ich finde halt, weil ja so ein Buch ist ja sowas Großes und dann denk ich mir eben beim Schreiben hast du doch wahrscheinlich zumindest oder ich hätte das halt die ganze Zeit so um Gottes Willen

00:20:42: Ist das denn jetzt

00:20:42: auch gut genug, was ich hier mache?

00:20:44: Das hatte ich beim Roman am Anfang.

00:20:46: Ja.

00:20:47: Weil beim Roman ... Ich war auch so oder ich bin ein ganz großer Fan von der Verlegerin und ich dachte die ganze Zeit... Und sie hat mir einfach so eine tolle Chance gegeben und ich wollte sie immer nicht enttäuschen.

00:21:00: Richtig

00:21:03: schnell!

00:21:05: Ich war schon so erstaunt, weil als ich das Konzept geschrieben hab und auch eine kleine ... Das waren irgendwie drei Seiten.

00:21:12: Die ersten drei Seiten!

00:21:14: Und die war so feuer in Flamme.

00:21:16: Dann dachte ich mir schon immer, ja, es ist ein bisschen übertrieben, aber die hat nur drei Seiten gelesen.

00:21:21: Alle haben gesagt, die ist Profi, die erkennt das.

00:21:24: Die sieht darin was.

00:21:26: Und ich dachte mir, hoffentlich hat sie sich ... Jetzt haben die mich hier zum Essen eingeladen.

00:21:34: Und da dachte ich schon, okay.

00:21:38: Da war ich auf jeden Fall angespannt und das hat sich dann auch immer so.

00:21:43: zwischendurch ist, dass man immer aufgeblitzt mit meinem Lectoren ... Ich hatte erst ein Lector in den Lektoren und beide zusammen, dass ich dann auch zwischndurch ... Es gibt ja auch Phasen wo man einfach durchballert und denkt, ich habe schon Lieblingspassagen.

00:22:00: Das hat man irgendwie Immer noch mal, aber die waren ... Ich wurde einfach super begleitet von denen.

00:22:06: Dass das auch so ein Prozess ist und es gab immer schon Sachen, wo ich dachte, nee, finde ich schon gut!

00:22:13: Ich find's gut!

00:22:14: Also, ich finds gut ja...

00:22:17: Wie ist diese Pause heißt dein Buch?

00:22:20: Und deiner Haupttygo heißt Hannah und die ist thirty-six.

00:22:23: Deswegen kann ich mir vorstellen, dass die Verliererin den Einstieg sehr gut fand weil du gehst gleich mitten rein.

00:22:28: also sie hat so einen Zusammenbruch und das wird auch sehr plastisch geschildert.

00:22:33: Also man ist wirklich direkt so reingeschmissen in die Geschichte.

00:22:37: Dann ist eben die Frage als sie dann klar ist, sie will jetzt aus dem Krankenhaus raus.

00:22:41: was macht sie denn eigentlich?

00:22:42: Und dann fährt sie zu ihren Eltern.

00:22:44: Sie wird abgeholt oder...

00:22:46: Genau!

00:22:46: Sie wird von ihren Eltern richtig, sie wird von ihrem Eltern abgehult auch weil ihr Freund das alles nicht richtig auf die Kette kriegt.

00:22:52: Und sie ist dann erst mal in Lüneburg bei ihren Eltern, also wieder zu Hause.

00:22:57: Wie ist

00:22:57: die

00:22:58: Idee genau entstanden für die Hannah und ihre Geschichte?

00:23:03: Ähm ... wie ist die Idee entstanden?

00:23:08: Ich saß irgendein ... Also, die ist wirklich ... ähm... ich weiß noch ganz genau, wie die entstanden ist.

00:23:17: Das klingt so scheier.

00:23:18: Jetzt bin ich gespannt.

00:23:20: Ich war auf so ein Meditations-Rick.

00:23:25: Natürlich!

00:23:27: Wie sich das gehört?

00:23:29: Hast du einen Matzschalatze getrunken

00:23:31: und hast dir gesagt ... Nein, okay wow, man merkt, du bist euch gar nicht vom Fach, weil das ist ja stimulierend.

00:23:37: Ah, oh Gott.

00:23:38: Siehst du?

00:23:39: Ja, Meditation ist ... ja jetzt bin ich raus.

00:23:41: Scheiße!

00:23:41: Nee, du hast dich direkt verraten,

00:23:43: das wär Matschalate gewesen.

00:23:44: Du siehst du, du hasst dich direkt vorraten wirklich im ersten Satz.

00:23:50: Nein und da saß ich und dann hab' ich irgendwie gedacht, äh, Hannah, also ich will irgendwie so eine Figur die in einer... Also die man nicht in ihrer besten Verfassung trifft Das fand ich gut.

00:24:06: Und wer bleibt dann für dich da und die dann wirklich wieder vorübergehend in ihrem Elternhaus in der Kleinstadt landet, obwohl sie eigentlich im Berlin lebt?

00:24:17: sich ein Leben aufgebaut hat, was nicht mehr funktioniert.

00:24:20: Und ich fand es irgendwie so rührend.

00:24:22: So eine weibliche Figur mit thirty-six, weil ist auch noch mal anders, ob die Thirty-Six oder die Twenty-Sig?

00:24:26: Weil das einfach andere Themen sind.

00:24:28: Das ist einfach ne andere Konstellation.

00:24:30: Das fand ich spannend.

00:24:31: und dann zu gucken ja wie bemüht ihr sich aber dies eigentlich auch am Ende ihrer Kräfte und wer's da und trotzdem ist sie aber irgendwie selbstironisch Leben, was man sich da irgendwie aufgebaut hat.

00:24:47: Was aber so ein bisschen ... Ein in dem Moment nicht mehr trägt und nicht mehr hält und wo man was ändern muss.

00:24:54: Und wo man so durchgeschleudert wird.

00:24:55: Das wollte ich zeigen!

00:24:57: Nicht so eine taffe ... Die ist total taf, weil die hält richtig viel aus.

00:25:02: Aber das erfährt man erst nach und nach.

00:25:05: Und es ist vielleicht auch jemand, der von außen falsch einsortiert wird?

00:25:10: Das fand ich irgendwie spannend.

00:25:11: so eine ... Weil das mehrere Facetten über sie zeigt, die ja ganz viele kennen.

00:25:17: Das ist nicht eindimensional.

00:25:19: Dann wird's ja spannend wenn es schwierig wird.

00:25:23: Du hast den Roman diesen Satz vorgestellt du weißt nicht wie stark du bist bis du stark sein musst.

00:25:28: Das ist ja eine sehr klare Botschaft, in der aber auch ganz viel steckt finde ich.

00:25:34: Warum ist es immer, wenn man so etwas eben dann nochmal extra vorne sozusagen drauf schreibt?

00:25:38: Ist ja klar das ist mir besonders wichtig!

00:25:40: Warum war dir das besonders wichtig?

00:25:42: Weil dass ein Selbstbewusstsein impliziert was ich insbesondere Frauen mitgeben möchte weil ich selber Sachen erlebt habe die bei denen ich resilient werden musste und das auch, also muss dann auch nicht selber diese Erfahrung gemacht haben.

00:26:04: Das ist tatsächlich ein Satz den habe ich selber so erfahren und gelernt dass sich dachte krass das kann man gar nicht aushalten und ich weiß gar nicht weil ich finde so viel oft kommt von außen so ach krass du stark wär ich aber nicht.

00:26:17: oder boah bist du stark als wenn das eine Wahl wäre.

00:26:20: aber manchmal wird einem einfach vom Leben was zugespielt.

00:26:24: das hat man sich nicht ausgesucht.

00:26:27: Jeder kennt das, jede Person kennt.

00:26:29: Das kriegt irgendwann vom Leben was zugespielt und dann musst du damit klarkommen.

00:26:32: Und die Frage ist wie?

00:26:35: In diesem Moment merkst du ja ... Du weißt erst, wie stark du bist bis du stark sein musst!

00:26:41: Ja, und das wollte ich mitgehen weil da klingt für mich auch eine Zuversicht drin und auch ne Anerkennung und ein Selbstbewusstsein.

00:26:51: Kleine Werbeunterbrechungen in eigener Sache.

00:26:53: Hier ist Sarah Brassack stellvertretende Chefredakteurin des Kölner Stadtanzeiger.

00:26:57: Wir berichten in der gedruckten Ausgabe oder im E-Paper des Kölner Stadtanzeiger sowie auf ksdr.de täglich intensiv über alles wichtige, was in Köln passiert – aber natürlich auch in der Region, Deutschland und der Welt!

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00:27:27: Und jetzt geht's weiter mit dem Podcast.

00:27:32: Wie schwer oder leicht war es für dich, den Ton dieser Geschichte zu finden?

00:27:36: Denn es geht um sehr viele sehr ernste Themen.

00:27:38: Aber man muss eben doch auch sehr oft lachen gerade... Ich finde grade bei diesen Erzählungen und Beschreibungen so aus dem Elternhaus also wenn man das selber so kennt dass man wieder nach Hause fährt und mochte das zum Beispiel sehr mit den Hausschuhn und den Fliesen.

00:27:50: Also die Eltern sagen jetzt zieht er endlich Hausschuhe an ist doch viel zu kalt oder die Mutter als sie dann die Spülmaschine einräumen will sagt nein ich habe da mein eigenes System.

00:27:58: was gibt's zu hundert Situationen wo ich dachte ja Das kommt mir alles sehr bekannt vor.

00:28:03: Und da musst du ja auch oft lachen.

00:28:04: gleichzeitig eben, es geht um sehr ernste Themen.

00:28:07: wie war das für... Also wie hast Du den Weg für Dich gefunden?

00:28:10: Wie Du mit welchem Ton Du diese Geschichte erzählen willst?

00:28:12: Aus dem Bauch raus!

00:28:14: Ich glaube ich wenn man da verkauft rangeht also oder ich könnte so nicht arbeiten.

00:28:18: Ich habe das einfach aus einem Bauch heraus gemacht und dass ist schon glaube ich eine grundsätzlich eine Perspektive die mich persönlich begleitet, dass ich immer so auch die witzigen Sachen in ernsthaften Themen finde oder da irgendwie das besonders wahrnehme.

00:28:36: Und was schon bewusst war ist, weil ich es selber gerne lese etwas berührendes aber nicht beschwert.

00:28:45: Und bist du jemand, also es gibt ja so Leute die SchriftstellerInnen, die sagen ich leg das vorher alles.

00:28:51: Also für mich habe ich ganz genau festgelegt wie sich diese Geschichte entwickelt und manche sagen wenn ich irgendwann die Figur hab' und weiß wie sie ist und wie die spricht und was die tut dann lasse Die auch ein Stück weit die Geschichte entwickeln.

00:29:04: Wie war das bei dir beim Schreiben?

00:29:05: Beides!

00:29:06: Ich wusste, dass ist der Anfang... Das passiert und das ist das Ende.

00:29:10: Das war ganz klar für mich.

00:29:12: Und dann haben wir aber oder habe ich ja aber beim Schreiben war dann irgendwann klar, hab' ich zu meinem Lektor gesagt, boah mir fehlt Wärme und dann habe ich noch eine neue Figur erfunden.

00:29:21: Dann habe ich die Hellen erfunden.

00:29:22: Ah, das ist

00:29:24: die Nachbarin.

00:29:25: Genau!

00:29:27: Das sind dann teilweise in den Passagen so wo man denkt ah ja ok jetzt sagt sie das, jetzt findet da noch das und das statt.

00:29:35: aber das grobe Gerüst hatte ich immer dynamisch offen flexibel war.

00:29:40: jetzt fehlt Wärme oder der den Onkel gab es auch also diesen To... ach jetzt ist Beulich.

00:29:47: Es gibt noch eine Eskalation, sagen wir so.

00:29:52: Also es gibt zwei Eskalations und die erste war nicht geplant.

00:29:55: Die kam aber dann weil ganz klar war ah wir brauchen diese Eskalaion um klar zu machen dass das dass das Verhalten der Eltern keine persönliche Absage ist in der innerhalb der Beziehung zu der Tochter, sondern einfach Aufschluss über eigene Grenzen gibt.

00:30:14: Eigene Defizite.

00:30:16: Ich glaube du sprichst ein Thema an was mich beim Lesen sehr beschäftigt hat weil es mich generell sehr beschäftigte.

00:30:21: also man muss sagen das eine sehr nette und das mache ich jetzt nicht irgendwie blöd sondern einfach eine nette Familie und die sind auch gehen auch durchaus liebevoll miteinander um.

00:30:32: Auf der anderen Seite ist es eben so, dass da eine ganz große Sprachlosigkeit in dieser Familie herrscht wenn's um schwierige Themen geht.

00:30:39: Sei es jetzt Streit.

00:30:41: also das Streitenmuster ist eigentlich, wenn sie sich streiten dann gehen Sie auseinander und dann kommen Sie irgendwann wieder zusammen und dann tun Sie so als sei nichts gewesen oder wenn schlimme Dinge passieren.

00:30:50: Und das hat mich... Das ist sowas was mich total beschäftigt weil ich das Gefühl habe, dass das bei so vielen Leuten ist und das war für mich sozusagen Die Frage, wie man miteinander kommuniziert war eigentlich fast das Oberthema dieses Romans für mich.

00:31:04: Würdest du das unterschreiben?

00:31:06: Ja total!

00:31:07: Also für mich ist auch das Obertherma sind Familiendynamiken und das impliziert das ja und generative Unterschiede.

00:31:13: Und es ist ja gerade dass das viele... also man soll ja eigentlich nicht so Generationen spezifisch nur denken und alles zuschreiben, aber was ich schon viel von Leserinnen gespiegelt bekomme ist das so typische Millennialverhalten und Boomer Eltern.

00:31:31: Und gerade im Umgang mit Gesprächigkeit ist das halt oft interessant, weil die Eltern von Hannah jetzt sind sehr pragmatisch.

00:31:42: Die gehen weiter und reden sich nicht wund, wie sie selber sagen würden.

00:31:48: Und Hannah vermisst eben das!

00:31:50: Ich finde es eigentlich so interessant, denn sie hat eine ganz bestimmte Erwartung an ihr Familie Und wenn diese Erwartung ist, nämlich ich möchte eigentlich über alles reden und ihr sollt alles ansprechen.

00:32:03: Und in dem Moment, in dem diese Erwaltung nicht erfüllt wird fühlt sie sich traurig oder fühlt es sich allein gelassen oder so.

00:32:14: Im Laufe des Romans zu merken dass du zwar Erwartungen haben kannst an Leute und die darfst aber nicht gleich setzen mit Liebe weil du musst auch immer noch der anderen Seite die Chance geben und die Offenheit, die Liebe auf eine andere Art und Weise zu zeigen.

00:32:30: Und auch eigene Mechanismen zu haben wie man selber funktioniert vielleicht auch aus Selbstschutz, vielleicht bestimmt aus einer eigenen Geschichte heraus oder aus einer anderen Sozialisation heraus.

00:32:43: und dass es eben keine Absage ist.

00:32:47: Da würde ich sagen habe ich schon ein großes Verständnis für für den Hauptcast, würde ich sagen.

00:32:54: Und Sarah erlebt das ja auch mit ihrer Schwester.

00:32:56: Die sind eine Generation aber die Schwester ist jetzt nicht, dass sie sagt wir setzen uns mal einen Sitzkreis und reden zwei Stunden.

00:33:05: Diese Unterschiede gibt es in jeder Familie.

00:33:07: also das ist ja das Zusammengewürfelte an der Familie im Gegensatz zu einem Freundeskreis, dass man da eben Unterschiede hat.

00:33:13: Aber am Ende denke ich mir Hannah hat so ein krassen Luxus weil Sie kann bei ihren Eltern sein.

00:33:21: Wie viele Leute haben das nicht?

00:33:24: Und die setzen sich auf ihre Art und Weise miteinander auseinander, und auch gerade Silvia weiß ja ganz genau – und das teilt sie am Ende sehr liebevoll mit – Hannah ich weiss du willst das!

00:33:37: Ich habe da eine, ich kann dir das nicht geben aber ich lieb dich über alles.

00:33:42: Ja, für mich ist das... also ich würde jetzt zu weit gehen weil es auch sehr persönlich ist.

00:33:48: Für mich ist dass deshalb so schwierig weil ich kann sehr gut über Gefühle reden und ich finde interessant was du gesagt hast.

00:33:56: bei mir ist eben oft so dass sich dann das Gefühl aber wenn Leute das gar nicht machen wollen können Also Ich finde das dann schwer auszuhalten weil ich das natürlich schnell damit gleichsetze dann das Gefühl habe, du machst es deshalb nicht.

00:34:11: Weil ich dir nicht wichtig genug

00:34:12: bin.".

00:34:13: Und das ist ja auch da ein großes Thema?

00:34:15: Genau!

00:34:15: Das wäre eine bewusste Entscheidung um dir weh zu tun.

00:34:18: und das ist es nicht.

00:34:20: und deswegen musste diese andere Eskalation sein weil Hanna da praktisch beobachten kann ach die Verhalten sich da auch so das hat gar nichts Das ist gar keine Absage an mich persönlich, sondern das ist deren Umgang.

00:34:34: Dass es wie die durchs Leben gehen, dass es wie sie sind – das hat nichts mit der Liebe zu mir zu tun und nichts mit mir!

00:34:40: Das ist nicht eine aktive Entscheidung, das und das wollen wir unserem Kind nicht geben.

00:34:44: Das ist es überhaupt nicht.

00:34:46: Und das war mir extrem wichtig.

00:34:48: Und noch ein anderer Punkt ist nämlich der Inner Circle.

00:34:51: Ich weiß nicht ob du davon mal gehört hast?

00:34:53: Nee.

00:34:54: Es ist so... Der Inner Circle innerhalb einer Familie, also bei Hannah ist das dann sie ihre Schwestern und ihre Eltern.

00:35:02: Und eigentlich im Laufe des Lebens entfernt man sich so ein bisschen weil die Kinder werden erwachsen, aber die sind so... Also familie-gohlig ist so eng geblieben was einerseits schönes war, sind so eng geblieben.

00:35:15: Vielleicht ein bisschen zu eng aber Empathie im Inner Circle ist extrem schwierig.

00:35:20: Es ist viel einfacher empathisch zu sein mit einer Nachbarin Mit einer Freundin Mit ner Cousine als mit jemandem der einem so nahe ist.

00:35:30: und das is auch etwas Was ich in Pause zeige dass was fast einen schmerzt weil man immer wieder sowohl bei dem Vater, bei Wolfgang als auch der Mutter.

00:35:42: Bei Silvia merkt die Leiden es zerreißt denen das Herz und das ist so schmerzhaft für sie dass die allein auch schon deswegen nicht in der Lage sind da das offen anzusprechen weil die zum inner circle gehören.

00:36:00: und das is etwas was ich auf jeden Fall auch kenne, dass wenn innerhalb einer Familie wirklich was Tragisches passiert und man liebt sich so sehr.

00:36:11: Das zerreißt einem füreinander das Herz und das macht es manchmal so schwer über Sachen zu reden.

00:36:19: Und das ist im Endeffekt auch wieder eine Liebesaktion, dass die so eng sind in der Zirkel.

00:36:22: Kann man halt drüber reden?

00:36:23: Ob sie mit thirty-six noch so eng sein sollten aber die lieben sich wirklich ohne Ende.

00:36:29: Nee, das Gefühl hatte ich auch.

00:36:31: Ich denke dann halt immer eben aber bei den Leuten die du so liebst würde ich mir eben immer wünschen dass man doch dann genau... Also ich finde man kann das ja auch sagen!

00:36:39: Man kann ja sagen es zerreißt mir gerade jetzt.

00:36:41: Aber es macht sie auch Silvia?

00:36:42: Ja das macht sie am Schluss nach der Eskalationstufe.

00:36:46: Genau und das ist ja sozusagen finde ich auch sinnbildlich denn über dieser Geschichte von Hannah schwebt ein Thema dass für sie super wichtig ist und eben auch sehr, sehr schmerzhaft war.

00:36:58: Dass aber nicht an einer einzigen Stelle ausgesprochen wird.

00:37:01: Dennis ist klar, also Paul das ist ihr Freund.

00:37:05: Und Sie leiden darunter, dass die eine Fehlgeburt hatte?

00:37:08: Also ich bestätige es nicht!

00:37:10: Weil vielleicht waren's mehrere, weil ... Ich finde, das ist ein Spoiler oder... etwas, was ich ja absichtlich nicht benannt habe.

00:37:20: Okay!

00:37:21: Und deswegen ... also ich weiß es ist in manchen Rezensionen und manche andere Rezention beklagen das auch dass es dann eine Rezition besprochen wird weil das hat ja einen Grund, dass sich das nicht benannt habe.

00:37:32: Wir können noch gerne über den Grund reden aber deswegen würde ich mich dazu jetzt nicht ... Ja

00:37:37: okay... Aber dann sag doch was zu dem Grund warum du dich an China hast so zu machen?

00:37:41: Weil das ein anderes Buch geworden wäre.

00:37:44: Sobald ich das angesprochen hätte, wäre es ein anderes Buch gewesen.

00:37:48: Was auch ein wichtiges Buch gewesen wäre und auch ein großes.

00:37:51: Aber dann wären wir auch ein bisschen weg gewesen von den Familien-Dynamiken.

00:37:55: Dann hättest du das irgendwie so überschwemmt unter drüber gestanden Und für mich ging's eher um den Umgang des.

00:38:04: Du funktionierst gerade nicht mehr.

00:38:05: und was ist da denn?

00:38:06: Das war der Wunsch hinter Pause Gerade, weil es so viele Bücher gibt über die Depressionen und Burnout.

00:38:14: Da steht ja auch in manchen Ressentzonen, die hatten einen Burn-Out oder eine Repression.

00:38:17: Das stimmt nicht!

00:38:18: Also das macht mich sogar richtig wütend, weil das ein Grund ist für Pause eben zu zeigen, dass die Verarbeitung von Schicksalsschlägen Zeit braucht und diese Zeit der Verarbeitungen aber nicht automatisch eine Diagnose, eine Krankheit ist.

00:38:36: Und dass es in bestimmten Bubbeln, in denen man sich die ganze Zeit durchpathologisiert und auf Fremde.

00:38:44: Es ist schade, weil es etwas weg nimmt von Leuten, die einen Schicksalsschlag verarbeiten müssen.

00:38:51: In dem man direkt sagt du hast eine Depressionen-Burnout?

00:38:55: Und was natürlich sein kann!

00:38:56: Aber in Hannersfeil braucht einfach die Zeit zum Verarbeiten.

00:39:00: Wie sich das symptomatisch zeigt, ist eine andere Frage genauer.

00:39:04: Die braucht die Pause wie das

00:39:06: Buch

00:39:07: Bauch heißt.

00:39:08: Aber würdest du sagen, eine Botschaft ist eben das wir... Ich finde es interessant was du gesagt hast weil das stimmt schon.

00:39:17: Es gibt ja Krankheit und es gibt natürlich auch ein natürliche Reaktion auf einen Schicksalsschlag im Leben.

00:39:23: Und hast du das Gefühl dass wir dann zu schnell dabei sind das in irgendeine Schublade stecken zu wollen wenn Leute zum Beispiel bei einem Verlust logischerweise wenn's denen nicht gut geht für ne Zeit?

00:39:36: Ja, die Frage immer ist was ist hilfreich und was ist nicht hilfreich.

00:39:40: Wenn es in dem Moment einer Person hilft weil dann vielleicht Verständnis da ist oder auch Hilfe zur Verfügung steht, dann ist super.

00:39:50: aber ich finde dieses fern Pathologisieren manchmal nicht konstruktiv und manchmal ja genau.

00:40:00: und ja Ich würde das einfach ergänzen um Zeit für Trauer Zeit zur Verarbeitung.

00:40:08: Und ich meine, also wenn man ist bei Pathologisieren und eine Diagnose dann ist man sofort auch im Therapiebereich.

00:40:17: Also okay da machst du jetzt das und das und dass damit du wieder funktionierst.

00:40:20: Also eigentlich auch ein kapitalistischer Gedanke anstatt den Leuten Zeit einzuräumen und vielleicht einen Aushalten von Schrecklichkeiten die passieren können, was ja viel schwieriger ist als zu sagen und jetzt hat sie eine Depression.

00:40:40: Und dann nimmst du Antidepressiva und dann gehst du vielleicht noch in eine Kuh und dann wird das schon wieder so.

00:40:46: Also jetzt behandeln wir es irgendwie aber zu sagen Wir halten das zusammen aus.

00:40:51: Wir sitzen in Stille und ich halte dass auch als Freundin vielleicht wo ich weiß Du bist die nächsten Treppen absagen Ich halte das aus und ich bin einfach bei dir in dieser Scheiße und in diesem Verarbeiten, finde ich eigentlich eine schöne Ergänzung.

00:41:08: Eine wertvolle.

00:41:10: Total wobei ich ja dann da eben immer sagen würde aber das geht doch eigentlich nur wenn man drüber spricht also mal wieder bei dem Punkt.

00:41:17: Also eigentlich geht's ja dann... weil du hast ja recht aber du kannst es ja nicht lösen in dieser Sprachlosigkeit die so oft herrscht.

00:41:26: Also genau, also da muss man es differenzieren.

00:41:29: Im Idealfall hast du dann Freundinnen, wo diese Sprachlösigkeit nicht ist und nicht mal reden kannst.

00:41:33: Aber die Frage ist auch was kann Sprache wirklich alles lösen?

00:41:36: Wenn dir was... Also wenn du wirklich im Schock bist oder in der Verarbeitung bist.

00:41:41: Oder es ist einfach jemand, der bei dir ist.

00:41:44: Weil das können wir jetzt hier nicht besprechen weil das ist so individuell von Fall zu Fall von was hast Du erlebt?

00:41:53: aber Grundsätzlich so eine Bereitschaft an Präsenz, auch in schweren Zeiten ist unfassbar wertvoll.

00:42:01: Also das würde ich sagen habe ich selber erlebt dass manchmal die Angst aus Überforderung wie man jetzt adäquat reagiert zum absoluten Rückzug führt und das ist wirklich... Das ist nicht die richtige Option!

00:42:19: Das ist es nicht schön.

00:42:21: Das ist auch nicht hilfreich.

00:42:23: Was würdest du sagen, als Stand-up Comedian oder Schriftstellerin?

00:42:31: Wie viel bringt man von sich selber ein und wie viel muss man auch preisgeben.

00:42:36: Ich frag das auch deshalb und ich würde dich nicht darauf ansprechen wenn du es nicht selbst öffentlich gemacht hättest unter anderem in einer Comedy Nummer selber Fehlgeburten erlitten, was ein extrem tabuisiertes Thema ist.

00:42:49: Und ich fand es extrem mutig und man kann sich diesen Clip auch noch bei YouTube angucken und da bleibt glaube ich dem einen oder anderen das Lachen im Hals stecken, was auch glaube ich beabsichtigt war.

00:42:58: aber wie viel muss man von sich preis geben?

00:43:02: Wieviel willst du von dir preisgeben?

00:43:03: Warum hast du dich entschieden eine so ja sehr persönliche und schmerzvolle Erfahrung dann eben doch öffentlich zu machen?

00:43:11: Ja, also erst mal muss man gar nicht.

00:43:14: Hoffentlich nur das machen mit dem man sich wohlfühlt und was für einen selber konstruktiv ist.

00:43:18: Und jetzt in Bezug auf die Comedy – nicht aufs Buch!

00:43:21: Aber auf die Comedie und diese Nummer, die du angesprochen hast war das für mich weil es ist ja gar nicht nur mein Thema, sondern auch von ganz vielen Frauen und es gehört zum Kinderkriegen dazu.

00:43:35: Das ist einfach eine Realität.

00:43:37: Und für mich war es damals so, dass ich dadurch ja auch diese Isolation erfahren habe die dieses Tabu mit sich bringt weil Tabuisierung führen zu Isolations und da hatte ich ein Ungerechtigkeitsempfinden weil ich dachte naja wenn dir schon sowas passiert dann brauchst du ja Leute!

00:44:02: nicht förderlich, Leute allein zu lassen weil es ein Tabu ist.

00:44:06: und das hat mich einfach.

00:44:07: diese Ungerechtigkeit hat mich gestört.

00:44:09: Zumal ich ja weiß, ich bin die einzige Frau.

00:44:11: Es betrifft so viele!

00:44:12: Und dann habe ich Trost gesucht und den nicht so gefunden.

00:44:17: und ich finde Trost in Humor.

00:44:20: und so dachte ich muss ich meinen eigenen Weg gehen.

00:44:24: und für mich war es unfassbar berühren dieses ZDF Stand-Up Special zu machen weil das war tatsächlich nach der ersten Fehlgeburt.

00:44:34: Und als ich das so gespielt habe, waren im Publikum Frauen die genickt haben und ihre Hand gehoben haben um mich angeguckt haben und ich hab wirklich auch noch jahrelang danach also es ist jetzt so fünf Jahre her noch Nachrichten bekommen ey!

00:44:48: Ich hab das danke in der Zeit gefunden oder ich hab dass meine Schwester gestickt er ist passiert ist oder meiner Freundin Und ich finde einfach diese Erfahrung, dass man eben nicht alleine ist.

00:45:01: Dass es was Gemeinsames ist.

00:45:02: Das fand ich irgendwie tröstlich.

00:45:04: und auch dieses, das man sich nicht dafür schämen muss, obwohl man sich dafür schämt weil es eben Tabu ist.

00:45:10: Und das ist ja so doppelt umfär... Weil dann passiert einem so was und dann schämt man sich noch dafür.

00:45:15: Und dann ist es noch ein Tabu, und man redet nicht darüber... ...und dann ist das ja einfach so ungerecht!

00:45:21: Das wollte ich nicht mit mir machen lassen, da dachte ich mir einfach Nö!

00:45:26: Ja, wie gesagt ich finde das super und sehr mutig.

00:45:29: Wie wichtig ist es für dich also dass solch Erlebnis oder auch andere Dinge die dir wieder fahren das irgendwie verarbeiten zu können künstlerisch?

00:45:36: Und ist es dann eben vor allem wirklich das Schreiben das dir dann hilflich zu sortieren?

00:45:40: oder gibt's auch andere künstlersche Ausdrucksformen wo du sagen würdest eben wenn machst jetzt gerade kein Stand-up mehr.

00:45:45: aber das war auch eben für mich ein Weg.

00:45:47: oder ist es jetzt eher dieses schriftstellerische schreiben sag' ich mal

00:45:52: Also Grundsätzlich hilft mir Kreativität beim Verarbeiten enorm.

00:45:58: Eigentlich mit am meisten, ja auf jeden Fall.

00:46:01: und bei Stand-up Comedy ist es natürlich ganz anders weil es ja nicht so stand up comedy schreiben sondern man geht hier auf die Bühne und erzählt das einfach.

00:46:08: also und dass Gerade für die Erfahrung war das perfekt, weil du dann genau deine Leute findest.

00:46:19: Du findest ja genau die Leute und ... Das ist ja in dem Moment genau okay.

00:46:23: ich vermisse Gemeinschaft und wem es noch passiert?

00:46:26: Und genau dieses Feedback bekommst du da!

00:46:29: Also für den Bereich war das perfekt.

00:46:31: Wenn du jetzt einen Roman schreibst, dann schreib's dir den hier alleine und du kriegst ja gar keinen Feedback von deiner Lektorin.

00:46:38: vielleicht aber das ja nur eine Person so.

00:46:42: Deswegen sind das ganz unterschiedliche Genres und war das für das Thema, ich sage genau richtig.

00:46:48: Aber ja grundsätzlich hilft mir das sehr beim Verarbeiten Sachen durch einen künstlerischen Prozess laufen zu lassen.

00:46:58: Welche Reaktionen bekommst du jetzt so auf den Roman gerade von Frauen die vielleicht so also deine Hapfigur wie seit es ist, ist sechsendreißig also Mitte dreißig die in dieser Lebensphase stecken wo ja auch Man kennt das ja.

00:47:08: Von allen Seiten alle stellen irgendwelche Erwartungen an dich, also empfehlt ihr jetzt sofort die Kinder kriegen oder noch mehr?

00:47:14: Oder du sollst jetzt die große Karriere oder was auch immer... Also es ist ja so eine Phase, die am besten vielleicht noch eine Wohnung kaufen und dies und dass.

00:47:20: So merkst du das in den Reaktionen gerade deiner Leser-Innen, dass sie sich da so ... wiederfinden?

00:47:27: Ja, sehr.

00:47:28: Also alle sagen, wieso haben wir alle die gleichen Eltern?

00:47:32: Sagt doch!

00:47:33: Die Ausschuhe

00:47:34: und erkennt oder erkennen sie mich auch sehr, sehr in Hannah wider.

00:47:38: dann gibt es welche, die gerade selber eine Reha machen oder gemacht haben, die dann sagen, was danke für diese Figur.

00:47:46: ich habe mich nicht so alleine gefühlt und dies halt eben auch witzig und selbstbewusst ist.

00:47:51: jetzt man identifiziert sich auch gerne mit ihr.

00:47:57: Es macht unheimlich viele Emotionen auf, gerade was das Thema Familie, Geschwister angeht und die Leute, Leserinnen haben ganz starke Gefühle der Konstellation gegenüber.

00:48:08: dann auch etwas kleine Großstadt angeht Und auch die, die du auch schon angesprochen hast.

00:48:14: Die Hintergrundgeschichte was Hanna passiert ist und das ist total interessant dass Frauen denen das gleiche passiert ist oder etwas ähnliches.

00:48:22: Sie wissen das sofort, sofort!

00:48:25: Und sie gehen dann darauf ein und Leser den das Thema unbekannt sagen, oh ja ich weiß gar nicht was ihr passiert ist.

00:48:34: Das finde ich auch interessant.

00:48:35: also jeder liest auch anders aber die es löst schon ganz schön viel aus und die Leute schreiben mir echt wirklich so vertrauensvoll aus ihrem Leben genau dass hannah sie vor allen Dingen sehr getröstet hat.

00:48:47: das ist natürlich echt sehr schön.

00:48:49: ich hatte aber auch denn du hast sehr viel spaß daran dieses kleinstadt leben da zu stellen, oder?

00:48:54: Also eine meiner Lieblingsepisoden ist als sie zur Ernstingsfamilie geht.

00:48:58: Um sich eigentlich nur ein paar Unterhosen zu kaufen.

00:49:00: Das müssen einfach alle nachlesen die es noch nicht gelesen haben das erzählen wir jetzt ja auch nicht.

00:49:04: aber also ist das richtig hat du da Spaß weil man hat so ein paar Figuren.

00:49:08: die kennt eben auch jeder der auf dem Land aufgewachsen oder in einer kleineren umgebung aufgewachsen ist.

00:49:13: dann kommt er wieder dahin und dann trifft man so gewisse Leute Das hat dir schon Spaß gemacht, ne?

00:49:17: Ja.

00:49:19: Und aber gleichzeitig auch diese Großstadtfreundin hat sie ja auch.

00:49:22: Stimmt!

00:49:23: Genau.

00:49:23: Wo dann viele Leute aus ... oder manche Leute gesagt haben, die ist übertrieben und ich denke, nee-nee, ich kenne diese Leute eins zu eins.

00:49:31: Also, ich mochte schon sehr über Klein- und Großstadt zu schreiben.

00:49:37: Und zwar dass es schon durchmischt ist damit man nicht dieses Klischee bedient so bezeichnend sind, aber auf beide verteilt.

00:49:48: Weil ich wollte nicht ... Kleinstadt ist ja so kleingeißig und geht man hin zurück und man verrollt nur die Augen und alle sind besteuert.

00:49:54: Auf gar keinen Fall weil so sehe ich auch die Kleinstadt nicht, so empfinde ich das auch nicht sondern ich wollte schon diese bunte Mischung zeigen aus beiden Welten Und einfach auch klar machen dass es für Hannah in dem Moment ein totaler Unterschied ist.

00:50:06: Also sie ist eigentlich im Berlin und dann auch erstmal sich wieder zu akklimatisieren.

00:50:11: In Lüneburg Das gehört hier auch dazu durchgewühlt werden und jetzt da angespült werden, ist man so, ach ich ... So ticken die Uhren hier.

00:50:19: Und da komme ich eigentlich auch her!

00:50:20: Was sagt das denn über mich aus?

00:50:23: Genau, das fand ich auch spannend.

00:50:25: Da kommen wir auf Sarah, die Schwester, die ja geblieben ist.

00:50:29: Die in vieler Weise viel freier ist als Hannah.

00:50:32: Viel freier.

00:50:33: Das wäre etwas, was man sagen würde an einer Kleinstadt, bis du stehen gebliebene bist oder so.

00:50:38: Und dass es Sarah ... Sarah ist wirklich eine bewusste Entscheidung Freie.

00:50:46: Ja, das ist was, was mich auch ... Ich komme vom Dorf und es ärgert mich noch etwas.

00:50:51: Es ist nicht prinzipiell so, dass Leute, die dann gehen, das sind jetzt die, die offen sind... Überhaupt

00:50:56: nicht!

00:50:56: Die mutig sind und bleiben da, dass sie nicht rausgetraut

00:50:59: haben.

00:51:01: Du, dass du's zusammenfassst?

00:51:02: Genau, das war mir wichtig.

00:51:04: Und was ist für dich?

00:51:05: Weil wir haben eben gesprochen, ich dachte auch da.

00:51:07: Ich hab mir viele Videos von dir angeguckt und hast du in einem erzählt, dass du Sheriff aufm Dorf geworden bist weil du aufs Dorf zum bist.

00:51:13: Deswegen wählte ich dich noch auf dem Dorf, stimmt aber gar nicht!

00:51:16: Du wohnst wieder in Köln.

00:51:19: Was magst du am Großstadt leben selber und was magst so irgendwie am Leben jetzt in nem Dorf.

00:51:23: vielleicht lieber oder hängst du da ein bisschen dazwischen?

00:51:28: Ja, ich hänge dazwischen.

00:51:31: Also ich bin ja nicht im Dorf aufgewachsen.

00:51:32: Ich bin in der Stadt aufgewachsen.

00:51:35: aber ich habe mir dann als Erwachsene bewusst mal das Bergische Land ausgesucht wo du herkommst.

00:51:41: und ich muss sagen ich liebe dass weil ich absolut gerne in der Natur bin und ich liebe es... ich hab das.. ich weiß ich bedienen jetzt alle Klischees aber es war entschleunigt für mich.

00:51:51: Es war so... ich konnte einfach in Gummistiefeln zusammen

00:51:54: kommen.

00:51:56: Ich kann dir gleich verraten, welcher Ort das war.

00:51:58: Zu so einem kleinen Laden gehen und es war einfach ... Ich hab's einfach geliebt!

00:52:04: Aber ich habe natürlich ... Ja, ich bediene einfach Komplex-Cliché.

00:52:07: Ich hab ein gutes Jogastudio vermisst.

00:52:09: Ich habe einen Kaffee vermisst, um mal einen guten Kaffe bekommt.

00:52:12: Es ist ja unmöglich, auf dem Land einen guten Kaffee zu bekommen.

00:52:14: Also in Deutschland?

00:52:15: Unmöglich!

00:52:17: Und ich hab natürlich auch meine Freundin vermisst.

00:52:19: so ne?

00:52:19: Also einfach so ... sag mal Leute die so ein ähnlichen Lebensentwurf haben.

00:52:24: also die Einsamkeit war schon da aber allein von Ruhe gute Luftqualität Weitsicht also Aussicht.

00:52:34: Ich liebe das, ich liebe

00:52:36: es wirklich.

00:52:37: Ich zitiere dich.

00:52:38: Natur bewertet einen nicht, hast du irgendwo gesagt?

00:52:41: Das fand ich auch sehr lustig.

00:52:42: Stimmt ja auch!

00:52:45: Habe Kerkeling folgt ja neuerdings ...

00:52:47: Lass uns das nicht thematisieren, weil bestimmt entfolgt er mir schon.

00:52:50: Ich hatte das viel zu dick aufgeblasen wirklich.

00:52:53: Aber ich mochte das so als du von deiner Begegnung mit Christine Westermann

00:52:59: erzählt

00:52:59: hast, mit der du bald ein Podcast machst.

00:53:01: Also ihr steht eigentlich kurz davor oder?

00:53:03: Da

00:53:03: kam gar nichts mehr zurück

00:53:05: gerade.

00:53:07: Ich hab so ein Händchen für einenseitige Lieben.

00:53:11: Ich dachte, wir könnten es jetzt hier vielleicht verkünden?

00:53:14: Aber okay ... Vor allen Dingen find ich das total lustig bei Christine Westermann.

00:53:19: Ich weiß nicht mehr, wo du das erzählt

00:53:20: hast.

00:53:20: Bei der Happy Hour!

00:53:22: Richtig und da hatte ich auch den Eindruck, dass du dem ein oder anderen im Publikum irgendwie auch noch ... Also bei jüngeren Leuten muss man dann erst mal erzählen, wer ist das überhaupt?

00:53:31: Traurig

00:53:31: ne?!

00:53:33: Da merkt man, dass man doch älter wird.

00:53:36: Ja ... Aber was kann denn jetzt noch kommen?

00:53:37: Also der Habe-Kerkling folgt ja auf jeden Fall weiter.

00:53:40: Das ist total klar!

00:53:42: Aber was jetzt mal ohne Witz?

00:53:44: Was hast du dir vorgenommen so für die nächsten Jahre?

00:53:47: Also, merkst du mit Pause, ich hab da Blut geleckt und will weiter Romane schreiben oder was?

00:53:53: Man muss keinen Lebensplan haben aber...

00:53:54: Ich bin ein Managergespräch, ich muss dir noch fünf Jahre fangen.

00:53:58: Wo

00:53:58: sehen Sie sich in fünf Jahren, Frau Kuppel?

00:54:03: Nee, aber merkst du das ist eigentlich so was ich weitermachen?

00:54:06: Ich

00:54:06: will einen zweiten Roman schreiben.

00:54:08: Bin auch schon

00:54:09: dabei.

00:54:10: Kannste wahrscheinlich noch nichts verraten.

00:54:12: Schade!

00:54:13: Und wie wär das so wenn Pause verfilmt würde?

00:54:16: Ja, wähl' ich ... Aber ich bin ja auch so ein ... Das darf ich jetzt nicht sagen.

00:54:19: Ich bin ja so ein Kontrolett.

00:54:20: Also will ich am liebsten auch selber mit.

00:54:22: Ah okay.

00:54:23: Das ist bestimmt und da wurde mir schon gesagt, dass es gar keine gute Idee.

00:54:27: Und das ist auch sehr schwierig.

00:54:30: Da kommt dann wohl die Realität und da muss man mal gucken, was passiert aber... Dann

00:54:35: müsstest du also ein bisschen loslassen.

00:54:37: Ich müsste loslassen?

00:54:40: Schwierig bei mir, ne?

00:54:41: Ich bin gar keine ... Sie

00:54:43: müssten jetzt den Gesicht ausdruck sehen.

00:54:46: Aber man lernt ja auch noch...

00:54:46: Ich hoffe das ja schon wenn Leute ... Entschuldigung!

00:54:48: Da geht's mit mir durch.

00:54:49: Weißt du, da fängt jetzt mein Temperament an.

00:54:52: Weil ich bin eigentlich wirklich total ... Also ich hab mich jetzt im Laufe der Veröffentlichung von einer neuen Seite kennengelernt.

00:54:59: Also ich habe eine neue Seite an mir erlebt und zwar die Impulsive.

00:55:04: Nein, noch nicht mal impulsiv.

00:55:05: Deswegen ist es eigentlich noch schlimmer die Temperamentvolle weil ich bin eigentlich total sachlich und diplomatisch.

00:55:12: aber Ich habe jetzt gelernt dass es wohl einen Bereich gibt bei dem mich das nicht kann Und das ist tatsächlich über Pause.

00:55:19: war ich da so?

00:55:21: Ich lieb das so und ich kann das offensichtlich gar nicht loslassen dass wenn Leute auch in Rezensionen was schreiben oder sagen was nicht stimmt

00:55:28: Ho,

00:55:31: ho!

00:55:31: Gar keine Impul-.

00:55:32: Doch ich hab's.

00:55:33: Man kann es noch nicht mal sagen, ich habe keine Impulskontrolle weil ich hab den Impuls und weiß du machst jetzt nichts.

00:55:39: zu reagieren ist nicht darauf Weil Leute fühlen sich auf Fuß getreten und du musst jetzt auch mal loslassen Und dann mach' ich es trotzdem.

00:55:46: Was machst Du?

00:55:47: Du schreibst den Leuten dann oder was?

00:55:48: Ich hab aber schonmal gebrochen.

00:55:49: Nein wirklich!

00:55:53: Aber ganz am Anfang war das auf sich... Also Rezension.

00:55:58: Und dann dachte ich mir, sorry das stimmt einfach nicht.

00:56:01: So und dann hab' ich da ganz lieb zurückgeschrieben und dann kann es sein dass meine Lektorin angerufen hat und gesagt Lena... Ich seh das, habe das gesehen und ich war so hoch aber bitte macht das nichts mehr!

00:56:16: Und jetzt muss sich immer wenn dann jemand was sagt will, ich denke nein, dann muss ich mal runter schlucken.

00:56:21: Tief

00:56:22: durchatmen, einfach denken

00:56:24: Ja, meine Lektorin hat gesagt das gehört jetzt allen.

00:56:26: Die können jetzt damit machen was sie wollen.

00:56:28: Das wollte

00:56:28: ich gerade sagen.

00:56:29: Ich mein es ist natürlich ein bisschen eben wenn du einen Roman schreibst direkt für

00:56:32: eine Kieferssperre merke ich mir nicht doch.

00:56:34: Ja aber ich kann das natürlich verstehen.

00:56:37: auf der anderen Seite denke ich wenn Leute da vielleicht etwas anderes raus oder rein lesen als du es jetzt gemeint hast dann Ist das ja eigentlich auch in Ordnung?

00:56:47: Aber ich kann schon verstehen, dass einem das dann schwerfällt.

00:56:49: Wenn man denkt, hä so ist gar nicht verstanden oder was?

00:56:51: Nee

00:56:51: weil ich auch die Figuren liebe weil ich dann immer eine verteidigen will.

00:56:56: So weißt du war ich so denke nie.

00:56:57: also nee aber er ist natürlich quatscht.

00:57:00: das darf man nicht machen und jeder liest ja aus seiner Perspektive und man überliest auch absichtlich Sachen damit die ins eigene Bild passen.

00:57:09: Das mache ich ja auch so.

00:57:10: es macht jeder Mensch ist normal.

00:57:13: Ja, also wir lernen ... Du musst lernen das ein bisschen loszulassen.

00:57:17: Aber es ist auch gut gekommen und du hast eine neue Seite an dir kennengelernt?

00:57:21: Perfekt!

00:57:22: Keine Schöne.

00:57:23: Wieso

00:57:23: finde ich nicht.

00:57:24: Ich find' das total sympathisch.

00:57:26: Das ist eigentlich nichts was man auch im Interview erzählen sollte.

00:57:31: Es zeigt einfach sehr dass ihr das so wichtig ist und das finde ich irgendwie total gut.

00:57:35: Danke Deswegen, ich bin gespannt.

00:57:37: Also wenn der Roman verfilmt werden sollte dann halte ich raus.

00:57:40: Da habe ich jetzt

00:57:41: schon Bluthoch drucken.

00:57:44: Ich werde da mal Namen fragen.

00:57:46: Ansonsten sage ich es nochmal er heißt Pause.

00:57:48: Es bei DTV erschienen und er steht immer noch auf der Bestzellerliste und das ist wirklich macht sehr großen Spaß und viel Freude ihn zu lesen.

00:57:57: Und ich freue mich sehr auf den nächsten Roman und ich danke dir sehr, dass du hier zu uns in unser kleines Podcaststudio gekommen bist.

00:58:03: Vielen Dank, liebe Lena!

00:58:04: Danke

00:58:05: Anne, das war richtig

00:58:05: toll!

00:58:06: Danke dir!

00:58:13: Ihnen sage ich vielen Dank fürs Zuhören und ich freu' mich immer über Feedback oder Talkgastvorschläge an anne.burgmehr at kstarmedien.de.

00:58:25: Die nächste Folge Talk mit K gibt's am Donnerstag in zwei Wochen um sieben Uhr Und wenn Sie bis dahin Lust haben sollten, einen anderen Podcast aus der Kölner Stadtanzeigerfamilie zu hören dann lege ich Ihnen sehr.

00:58:37: Wir waren klar besser ans Herz – das ist der FC-Podcast meiner Sportkollegen und der lohnt sich auch sehr!

00:58:44: Den finden sie ebenso wie Talk mit Kar auf allen gängigen Plattformen.

00:58:49: Bis zum Wiederhören sage ich machen Sie es gut und haben Sie eine schöne Zeit.

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