Wie führt man ein 160 Jahre altes Traditionsunternehmen in die Zukunft, Katharina Krüger?
Shownotes
Diese Sonderfolge ist in Kooperation mit der Deutz AG entstanden. Sarah Brasack und Anne Burgmer kehren im Juni mit neuen Folgen zurück.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Gänsehaut.
00:00:00: Also wirklich Gänselhaut, wenn ich den Motor einen schönen Motor anmache dann kriege ich Gänsellhaut am ganzen Körper.
00:00:36: Zunächst noch dieser Hinweis.
00:00:56: Katarina, wir haben uns vorher aufs Duga einig.
00:01:02: Ich muss jetzt einfach mal fragen ist das bei euch auch bei der Deutz wie man so schön sagt?
00:01:06: Ist es üblich dass man sich duzt im Unternehmen?
00:01:10: Ja in der Tat.
00:01:11: Das ist für uns jetzt üblig.
00:01:13: war es am Anfang vor vier Jahren noch nicht als ich bei der deutscher gg gestartet habe.
00:01:17: Das is auch ein Teil unserer Kultur Programms unserer Transformation, die wir da gemeinsam mit unseren Mitarbeitern geben.
00:01:24: eben mehr Nähe zu unseren Kollegen auch weniger Hierarchien und dass du hat deinen ganz entscheidenden Beitrag zugeleistet.
00:01:30: Sagt man denn eigentlich wirklich immer bei der Deutz?
00:01:33: Ja Sagt man schon.
00:01:35: Ich arbeite bei der Deutz, ich bin Deuzer und wir sind sehr verbunden mit der Marke Deutz und auch allen was dahinter steht.
00:01:42: Okay
00:01:43: vielleicht für alle die nicht genau wissen... ich habe sie jetzt ein bisschen angeteasert wer oder was die Deutsch AG eigentlich ist?
00:01:50: Vielleicht kannst du das mal ganz kurz skizzieren!
00:01:55: Die Deutsch AG kommt aus Köln.
00:01:57: Es ist im Herzen eine kölische Firma mit insgesamt sechstausend Mitarbeitern, davon tatsächlich zwei tausend siebenhundert am Standort Kölnen.
00:02:06: Wir sind ein klassischer Antriebshersteller, kommen da auch her, so wurden vor hunderteiligen Sechszig Jahren gegründet und gehen gerade durch eine massive Transformation.
00:02:16: wir gehen von den klassischen Antrieben zum Systemanbieter für Mobilitäts- und Energielösungen Und deswegen freue ich mich heute ganz besonders hier zu sein und auch ein bisschen diese Geschichte zu beschreiben.
00:02:27: Darum geht es auch heute, aber grundsätzlich also wenn man wirklich auf die Geschichte guckt jetzt in der Vorbereitung auf das Gespräch mit, die habe ich noch mal gedacht meine Fresse!
00:02:36: Ich mein Nikolaus August Otto Erfinder des Ottomotors hat zusammen mit Eugen Langen Der Mann aus der Zuckerfamilie, die erste Motorenfabrik.
00:02:47: Die Deutsch AG hier gegründet in Köln.
00:02:49: Dann tauchen da in der frühen Geschichte Namen wie Daimler, Maybach und Bugatti auf.
00:02:53: Alle haben irgendwie was mit der Deutsch AG um mit Kölnen zu tun.
00:02:57: also wer da Lust hat einzusteigen dem empfehle ich ein bisschen zu recherchieren.
00:03:00: können wir ganzen Geschichtspodcast machen?
00:03:02: aber es geht heute um dich Katharina.
00:03:03: du hast gerade schon gesagt um deine Aufgaben.
00:03:05: Du bist die Frau für die Transformation jetzt in diesem Unternehmen seit vier Jahren.
00:03:12: Dein genauer Titel lautet wie?
00:03:16: Titel, schönes Thema.
00:03:17: können wir auch ein Podcast drüber machen!
00:03:19: Ja ich nenne mich tatsächlich EVP also Executive Vice President für den Bereich Personal, Strategie und Transformation.
00:03:27: Was ist
00:03:27: das?!
00:03:28: Im Prinzip habe ich die tolle Aufgabe gemeinsam mit meinen Kollegen Strategie, also wo wollen wir eigentlich hin mit der Deutz?
00:03:38: Den Weg dorthin auch beschreiben.
00:03:39: Mit der Transformation und aber der wichtigste Bestandteil auch unsere Mitarbeiter mit auf diesen Weg zu nehmen Und diese Geschichte gemeinsam mit den Mitarbeitern auch zu schreiben und am Ende insbesondere die Umsetzung zu bringen.
00:03:50: Um dich ein bisschen besser kennenzulernen habe ich jetzt eine kleine Kategorie vorbereitet Die lautet Fragengewitter.
00:03:58: Ich stelle dir entweder oder fragen und bitte dich jetzt um eine ganz spontane Antwort.
00:04:03: okay Lärche oder Eule, also Frühaufsteherin- oder Nachtaktiv?
00:04:07: Definitiv Lärcher seit den Kindern.
00:04:11: Als Mutter ist das so ... Du hast Zwillinge, ne?
00:04:13: Zwillingen, genau!
00:04:14: Die sind ja sechs werden jetzt.
00:04:17: Berge oder Meer?
00:04:18: Haachschierig mehr.
00:04:20: Warum?
00:04:22: Der weite Blick.
00:04:24: Ich glaube auch die unterschiedlichen Wetterlagen immer wieder eine Überraschung.
00:04:28: deswegen definitiv mehr und Eine leichte Liebe fürs Boot fahren.
00:04:34: Ah, okay!
00:04:35: Motoren
00:04:36: im Boot?
00:04:36: Ja, Motoren ist klar.
00:04:37: Bewegung.
00:04:38: Aber mehr Blicken kann ich tatsächlich nachvollziehen.
00:04:41: diese Weite, ne?
00:04:42: Dieses ... ja... Kölsch oder Alt?
00:04:45: Kölch.
00:04:46: Schmeckt besser.
00:04:48: Okay, Karnevalsparty- oder Klassikkonzert
00:04:51: Die finde ich nicht Karneval.
00:04:52: Ich bin eigentlich in München geboren, da hieß es Fasching.
00:04:55: das darf man ja gar nicht so sagen hier.
00:05:00: Karnevall die Freude, die Offenheit... Das hat mich insbesondere in Köln tatsächlich auch total begeistert und finde ich auch merken wir in unserer in unserer Unternehmensphilosophie stark.
00:05:12: In der Art, wie wir miteinander umgehen mit so einem leichten Lächeln und einem gewissen Hang auch zu Humor.
00:05:19: Da lässt sich manchmal schwierigere Themen besser ansprechen.
00:05:22: Deswegen ist für mich der Karneval auf jeden Fall
00:05:25: ganz klar.
00:05:26: Er als das Klassik-Konzert.
00:05:28: Auf jeden Fall!
00:05:29: So, vierundzwanzig Stundenrennen von Le Mans oder einmal Nordschleife in der Eifloffenlöberichring?
00:05:34: Nordschleife... Aha!
00:05:36: Darüber reden wir jetzt mal ein bisschen intensiver Denn du hast schon sehr früh deine Liebe zu Motoren bzw.
00:05:43: auch zu schnellen Autos entdeckt, wie kam das?
00:05:46: Also dass du nicht das typische Pferdemädchen warst gehe ich jetzt mal von aus sondern lieber Porsche und Co besser fandest.
00:05:54: Ja, bei mir ist das tatsächlich ein bisschen im Blut insofern, dass meine Familie grundsätzlich Motorsport ausgerichtet ist.
00:06:01: Und ich, da das für Genügen hatte schon früh mit an Rennstrecken zu dürfen und insbesondere meinen Vater auf Rennstrecken begleiten zu dürfen.
00:06:08: Natürlich ist es viel spannender selber mitzumachen und habe mich dann recht schnell um eine A-Rennlizenz auch abgeschlossen.
00:06:18: Es hat mir unheimlich viel Spaß gemacht manchmal, was da zusammen auch Rennen zu fahren ...
00:06:22: Man hört dich jetzt schon, man hört auch schon das Strahlen.
00:06:26: Aber du strahlst über das ganze Gesicht!
00:06:28: Du hast Glitzern in den Augen... Also wie lange fährst du schon Auto rennen?
00:06:33: Wahrscheinlich im Moment nicht so viel aber seit deinem wievielten Lebensjahr?
00:06:38: Ja ich glaube mit zwölf oder so haben wir es erst mal angefangen also gar nicht so früh eigentlich.
00:06:42: Dann aber recht regelmäßig während der Schulzeit und dann mit dem Studium wurde sie leider schon wieder ein bisschen weniger.
00:06:49: Du bist durch die Eltern geprägt, war dein Papa auch schon Rennfahrer oder Mechaniker?
00:06:54: Der
00:06:55: war Testfahrer für Porsche mal eine Zeit lang.
00:06:57: Dadurch kam das recht früh und meine Mutter ist Autoraffin.
00:07:01: Die hat nichts mit Rennstrecken zu tun aber Auto ist immer ein Thema in der Familie gewesen.
00:07:05: Du hast dann trotzdem viel an der Rennstrecke warst und Autorennen gemacht, dass du für ein klassisches Wirtschaftsstudium entschieden bist nebenbei Autorenne gefahren.
00:07:16: Gab es mal irgendwann die Überlegung Tatsächlich auch.
00:07:19: Zum Beispiel Testfahrerin, wie er ist wieder im Papa oder richtig Profifahrerin?
00:07:24: Das nicht!
00:07:25: Bei mir war es schon immer klar, dass ich gerne mit Menschen zusammen arbeite.
00:07:31: eigentlich auch in so Themen die Kommunikation verlangen, die wirklich ausrichten von Menschen und gemeinsam neue Dinge erschaffen.
00:07:40: Und beim Rennen ist es ja doch irgendwann sehr digital.
00:07:42: da ist man zwar im Team unterwegs aber letztendlich sitzt man doch alleine im Auto und deswegen hat's mich schon immer gereizt da auch noch eine zweite ein zweites Standbein aufzubauen.
00:07:51: Okay aber über Grenzen gehen das ist gerade schon gesagt du bist auch risiko bereit Da steht für das Rennfahrer gehen.
00:07:57: haben dich denn diese Eigenschaften vielleicht jetzt auch dorthin gebracht wo du jetzt bist?
00:08:01: Habe ich noch nicht so richtig drüber nachgedacht.
00:08:04: Aber ist eine spannende Frage, also ... Ich überleg da gerade wie das in anderen Bereichen meines Lebens ist und ... Angst frei trifft es grundsätzlich ganz gut, aber auch neugierig ehrlicherweise.
00:08:15: Neue Dinge auszuprobieren und immer da wo sich so eine Tür öffnet durch die Tür zu gehen.
00:08:21: Das hat sich glaube ich auch immer wieder bewiesen dass wenn sich irgendwie eine Möglichkeit gibt das habe ich jetzt zwar nicht drüber nachgedacht aber probiere einfach mal und schau mal ob's passt.
00:08:28: also das motoren Mädchen ist bei der richtigen Firma Zwischendrin, du hast es gerade schon auch ganz kurz gesagt.
00:08:36: Du hast geheiratet?
00:08:37: Du bist Mutter von einem jungen Mädchen, Zwillinge sechs Jahre alt sind sie grade.
00:08:44: Ich muss einfach mal fragen wie kriegt man dort alles gestemmt?
00:08:47: also ich meine dann hat auch nur vierundzwanzig Stunden.
00:08:49: Du bist jetzt in der Topmanager Position.
00:08:52: Wie alt bist du?
00:08:53: Also, wie kriegt man das alles?
00:08:55: Also noch neununddreißig.
00:08:56: Die Pferde bald vierzig.
00:08:57: Das wird mir immer gerne vorgehalten.
00:08:59: Aber ich stehe dazu.
00:09:00: Ich finde mit dem... Man wird ja auch gelassener.
00:09:05: Ich glaube Gelassenheit trifft es ganz gut.
00:09:07: Was ich gelernt habe und wirklich lernen musste war nicht immer in allem hundertzwanzig Prozent zu geben.
00:09:15: mehr nach Frauenkategorie aufmachen.
00:09:18: Aber ich seh das schon sehr stark bei Frauen, dass wir immer die Tendenz haben zu über ... performen, über zu erreichen und sehr viel Energie in Dinge reinzugeben.
00:09:26: Und da hab ich so ein bisschen jetzt besser gelernt mein Energiehaushalt auch zu managen und auch mal zu sagen okay jetzt sind Kinder wichtig.
00:09:33: am Wochenende bin ich da auch sehr stringent und sag das ist die Quality Time die ich mit den Kindern verbringe.
00:09:39: unter der Woche ist für mich der Beruf im Fokus und ich glaube da muss jeder sein Leichtgewicht finden.
00:09:45: Ich habe das mittlerweile gefunden aber war sicherlich auch ein Weg.
00:09:50: Hast du Menschen, die dich irgendwie besonders unterstützt haben auf deinem Weg dorthin wo du jetzt bist?
00:09:56: Ich stelle mir das einfach schwierig vor.
00:09:59: Genau was du gesagt hast wir Frauen tendieren dazu alles perfekt zu machen.
00:10:02: Die perfekte Ehefrau, die perfekste Mutter noch den perfekten Garten zu haben, die Freunde socialisen alles perfekt-perfekt.
00:10:09: aber eben dann auch diesen heftigen Job in dieser verantwortungsvollen Position ja auch eigentlich zu hundertzwanzig Prozent zum Manager
00:10:18: Ja, das ist so.
00:10:19: Und ich glaube da braucht man ein starkes privates Umfeld wo ich jetzt einfach auch eine gute Infrastruktur zu Hause habe muss ich gestehen und auch ein stabiles berufliches Umfeld also dass es auch ein bisschen das was ich an der Deutsch zu teu finde.
00:10:31: wir leisten alle extrem viel.
00:10:34: Jeder trägt da gerade mehr als eine hundert Prozent und das ist was ich so schön finde, dass wir als Team agieren.
00:10:41: also egal ob man auf Vorstands-Ebene mit Kollegen spricht oder auf EU-Leiterebene, auf Peer-Ebenen es sind alles... Die Leute sind offen, die haben Verständnis.
00:10:54: Man kann auch seine private Welt mit zur Arbeit bringen.
00:10:56: Ich glaube das ist was uns auszeichnet dass man eben nicht so stark trennen muss.
00:11:00: ich bin jetzt hier privat und da bin ich beruflich sondern ich kann auch durchaus mal ein privates Thema mit zur arbeit bringen.
00:11:04: sagen wir heute irgendwie es ist nicht so gut ich musste nächste Woche zum schultüten basteln.
00:11:08: können wir da irgendwie diesen termin noch einmal verlegen?
00:11:10: und auch wenn der vorstand den termin eingestellt hat ist dann eine gewisse offenheit zu sagen ja okay dann lass ihn einfach nochmal schieben oder du willst dich ein.
00:11:16: also da gibt's so auch gewisse flexibilisierungsmöglichkeiten.
00:11:21: Team immer gut hinkriegen.
00:11:22: Zwei Fragen an der Stelle, das klingt schon dass es auch ein bisschen familiärer dann zugebt trotz der Größe muss man ja sagen und trotz den internationalen Geschäftsbereiche.
00:11:32: Zweites du bastelst also trotzdem auch noch Schultöten.
00:11:38: Ich weiß nicht, ob die gut werden.
00:11:40: Meine Tochter hat sehr klare Vorstellungen, ihre Schultüte auszusehen.
00:11:43: Ob ich diesen Anspruch gerecht werde?
00:11:45: Dann gehe ich wieder zurück auf mich.
00:11:46: bin ich perfekt aber ich versuch's!
00:11:49: Aber dafür ist Zeit.
00:11:49: oder machst du es dann also mit den Kindern zusammen oder irgendwann nachts zwischen zwei und drei?
00:11:54: Tatsächlich das ist jetzt untypisch für mich aber dass wird am Tag passieren.
00:11:59: Ich geh ja an einem Mittwoch um zehn Uhr in die Kita und setze mich da eine Stunde hin und versuche schultüten so basteln Mit den Betreuerinnen zusammen.
00:12:07: Ich werde euch vom Ergebnis berichten.
00:12:10: Und ja, tatsächlich, also familiär trifft ist wirklich gut.
00:12:14: Ich glaub, familiär gepaart mit dieser kölschen Fröhlichkeit und Lockerheit auch Dinge anzugehen und nicht zu verkrampft um zu sein und auch bodenständig zu sein.
00:12:26: Obwohl wir jetzt in den letzten vier Jahren einen ... Wahnsinnigen Aktienkurs hinter uns jetzt gebracht haben, sind von drei Euro bei irgendwo
00:12:36: zehn
00:12:39: Euro.
00:12:39: Könnte man ja meinen, dass wir auch ein bisschen arrogant darauf schauen überhaupt nicht?
00:12:43: Wir sind total bodenständig und schauen eben wie wir auch weiterhin so einen tollen Beitrag leisten können und wie wir da noch größer werden können, wie wir noch weiter wachsen können.
00:12:52: Und das finde ich zeigt uns aus, in einem Umfeld arbeitet, was eben sehr sagen wir mal angenehm ist und einen auch dazu bringt.
00:13:05: Dinge zu teilen die man vielleicht sonst in einem anderen M-Dachsunternehmen nicht in der Form teilen würde weil man sich so gegenseitig unterstützt.
00:13:12: Dann sind wir schon ein bisschen tiefer drin.
00:13:14: dann würd ich auch sagen switchen wir mal jetzt zu deinem täglichen Geschäft.
00:13:18: wie sieht ein normaler Arbeitsalltag im Leben der Katharina Krüger aus?
00:13:23: Die gibt's nicht!
00:13:29: Ich gehe mal davon aus, es ist eh nicht nine to five und es ist wahrscheinlich nicht so standard.
00:13:34: Vielleicht gibt's auch Standard Sachen das weiß ich nicht.
00:13:36: wenn du schon sagst den gibts nicht in den ganz normalen Arbeitsalltag dann Versuch es mal zu skizzieren, was du so tust.
00:13:43: Es gibt gewisse Routinen in der Tat.
00:13:45: Ich fahre natürlich immer um sechs Uhr und forty-fünf Loris.
00:13:47: also es gibt bestimmte Zeiten die ich einhalte und bin dann irgendwo gegen acht in der Firma und dann mach ich meistens einen Checkin irgendwie mit meinem Chef und versuche erst einmal zu verstehen okay gibt's irgendwelche Dinge die wir noch mal über Nacht angefallen sind wo wir nochmal drüber nachdenken müssen die wir nochmal ausrichten müssen?
00:14:07: Montag sprechen wir immer über die ganze Woche.
00:14:10: passungsbedarf gibt aufgrund der Themen, die gekommen sind.
00:14:13: Und dann bin ich sehr ... viel in inhaltlichen Terminen, wo wir mit den BU-Leitern diskutieren wie die Zahlen aussehen.
00:14:24: Wo wir gerade auch in Bezug auf die Strategieerfüllung stehen haben, gehen wir gerade den Weg, den wir uns vorgestellt haben zu wehen.
00:14:32: oder müssen wir noch mal über eine Entscheidung nachdenken oder nochmal nachjustieren weil irgendwas Neues eine neue Information dazu gekommen ist?
00:14:39: und bin aber auch sehr eng an meinen Teams.
00:14:41: also mit dem HR-Strategie- und Transformationsteam habe ich schon einen sehr regelmäßigen Austausch dass die Teams sind, die mir am Ende auch helfen.
00:14:50: Das was wir uns vorgenommen haben in der Realität umzusetzen und dann zu den Mitarbeitern zu bringen.
00:14:54: Deswegen auch tatsächlich eine enge Zusammenarbeit mit dem Kommunikationsteam, die natürlich intern viel der Botschaften in verschiedenen Formaten vermitteln.
00:15:04: Aber auch extern mit unseren Investoren oder auch Partnern sprechen und das ist eigentlich so ein bisschen ... Ich würde sagen es sind die Bereiche, mit denen ich am meisten zusammen arbeite und da eben auch immer wieder versuche das zu durchbrechen weil mir ist schon wichtig dass man immer mal wieder den Blick dann weitet.
00:15:22: also ich habe zum Beispiel auch vor einmal bei einem bei einem Geschäft dann mit, also in die Halle zu gehen zum Beispiel.
00:15:28: In Köln mal da einmal durchzulaufen und zu verstehen wo liegen denn gerade die Druckpunkte am Band?
00:15:33: Was läuft gut was läuft nicht gut?
00:15:34: oder auch mal beim Energie-Geschäft mitzugehen und mal gucken wie überhaupt so ein Genzett zusammengebaut wird oder wie der dann auch im Ende zum Kunden ausgeliefert wird damit man immer wieder die Nähe zum Produkt
00:15:43: hat
00:15:44: um dann auch besser die Arbeit zu leisten die wir zu tun haben.
00:15:47: Ich glaube, das ist ganz wichtig zu sehen in allen Spaten.
00:15:50: Was passiert da eigentlich?
00:15:51: Wie läuft der Arbeitsalltag von dem Bereich X und Y ab?
00:15:55: um es zu verstehen wenn man auch das was du machst nämlich Transformation vor hat.
00:16:01: vielleicht gehen wir dann also vielleicht einmal noch mal.
00:16:03: die deutscher G hat fünf Geschäftsbereiche hat sich auch mittlerweile ein bisschen anders aufgestellt Es ist ja nicht mehr der reine Motoren Bauer, vielleicht kannst du da auch nochmal zwei Sätze zu sagen.
00:16:14: Und dann kommen wir mal auf das was Du wirklich konkret machst mit NextDeuts und diesen Strukturreform-Transformationsprozessen.
00:16:22: Also erstmal vielleicht einmal für was steht die Deutz AG aktuell?
00:16:26: Was sind das für Bereiche?
00:16:28: Also ich glaube ein ganz wichtiger Punkt und ich sagte ja auch einen an, wir haben uns eben von diesem klassischen Antriebshersteller wirklich weiterentwickelt zum Systemanbieter für Mobilitätslösungen und auch für Energielösungen.
00:16:39: Und das ist ein Riesenschritt den wir strategisch schon in den letzten drei Jahren stark vorbereitet haben Strukturell jetzt allerdings erst umgesetzt haben seit erstem, ersten diesen Jahres.
00:16:50: Bedeutet diese Business Unit-Strukturen wie so sie Sie gerade benannt hast die fünf gibt es ja zuerst seit Ersten Ersten und das war ein ganz entscheidender Schritt weil das eine ist ja die Strategie die Klarheit wo wir eigentlich hin wollen Das Zweite aber dann auch tatsächlich die Struktur zu schaffen Diese Strategie dann am Ende umzusetzen.
00:17:05: Und deswegen haben wir jetzt auch für jede Sparte also ich nenne mal diese fünf Business Unit sparten Jede Sparte einen CEO und ein CFO quasi die auch nichts anderes macht als diese Geschäftsfelder end zu end zu betreuen.
00:17:18: Wir hatten das gerade bei der BU Engines, welches der größte Geschäftsbereich von den Leuten ist und auch ein großer Teil davon eben in Köln sitzt.
00:17:25: Da haben wir das erste Mal dass wir wirklich vom Vertrieb über die Supply Chain und die Produktion alles in einer Hand haben bei Markus Finninger dem Leiter der Business Unit, dem jetzt auch ganz anders möglich ist das quasi aufeinander abzustimmen und auch durchzusteuern.
00:17:41: Und das Gleiche haben im Energy, Defense und auch im New Tech Bereich.
00:17:47: Und das gibt uns noch mal eine ganz andere Kraft!
00:17:50: Okay, können wir trotzdem einmal erklären was das ist für alle die das vielleicht nicht genau wissen?
00:17:54: Was man es vielleicht einmal mit einem Satz.
00:17:55: Genau Engines ist tatsächlich dieser klassische Antriebsbereich wo wir eigentlich herkommen Die Wiege der Deutz Der Service Bereich hat da auch so ein bisschen darauf aufgebaut sag ich mal.
00:18:02: er hat sich eben primär in der Vergangenheit damit beschäftigt diese Motoren dann zu Be-Service entstand zu halten.
00:18:09: Auch Ersatzteile geschäft und der Servicebereich soll jetzt eben breiter werden.
00:18:13: der soll demnächst nicht mehr nur den Motor beservissen sondern soll tatsächlich auch bei den anderen Business Units mit Service machen.
00:18:20: zu den anderen komme ich jetzt.
00:18:22: Der andere Bereich Defense, da gehen wir eben mehr auf das Thema wie können wir im Verteidigungsektor unterstützen?
00:18:30: Da gehen natürlich auch klassischerweise unsere Motoren mit rein aber da können wir sicherlich auch noch mit anderen Produkten noch unterstützen.
00:18:37: und dann haben wir den Bereich New Tech wo wir insbesondere darauf schauen wie wir zum Beispiel Wasserstoffmotoren oder nachhaltige Energielösungen Batterien als Antriebe können, dann haben wir den Energiebereich gerade schon erwähnt mit den Generatoren.
00:18:53: Hier gerade Datencenter sind jetzt ein Riesenthema für uns wie wir da eben auch mit Generaturen unterstützen können um Datencenter eben auch damit sozusagen
00:19:02: bestücken wahrscheinlich.
00:19:04: Du hast es grad schon gesagt wir leben ja auch mittlerweile in einer anderen Welt und auch ein Unternehmen wie die Deutsch AG muss sich anders aufstellen.
00:19:10: und diese Bereiche Defense & Energy du bist so grad schon bisschen ausführlich darauf eingegangen ist natürlich auch ein bisschen tricky Thema.
00:19:17: Also Defense vielleicht, wenn wir sagen in die Verteidigung es geht da ja auch um Dronentechnik?
00:19:23: Ist ja schon der Bereich Rüstungssparte.
00:19:27: Wie ist das für das Unternehmen mit so einem Thema jetzt umzugehen intern aber vielleicht auch extern.
00:19:36: Also in der Tat, wir waren schon immer im Verteidigungssektor.
00:19:41: Wir gehen da jetzt noch stärker rein wie gesagt mit den Verbrennungsmotoren aber eben auch durch die Akquisitionen, die du gerade genannt hast oder die Partnerschaften militärische Drohnen, aber eben autonome Militärfahrzeuge und Stromerzeugungen.
00:19:52: Das sind Geschäftsfelder, die wir jetzt aktiver angehen und die wir tatsächlich konkreter auch mit Go-to-market Aktivitäten bestücken.
00:20:02: Wie kam das an?
00:20:03: Ich glaub, Verteidigung und Sicherheit hatten ein ganz anderes ... einen ganz anderen Stellenwert bekommen seit der Zeitenwende für uns.
00:20:10: Vorher wurde das schon deutlich kritischer gesehen, aber seit der Zeitmende muss ich gestehen, dass das Verständnis der Mitarbeiter für den Vorstoß in diese Richtung mehr als verstanden und gewünscht ist.
00:20:21: In der Tat will man ja auch dazu beitragen, dass wir Sicherheit haben.
00:20:26: Und von daher würde ich sagen, die Belegschaft, vollumfänglich unterstützt.
00:20:32: Ich hatte da kürzlich noch mit einem der Betriebsräte gesprochen, um auch mal dazu verstehen wie eigentlich deren Gefühle auf das Thema Verteidigung ist und auch hier habe ich erfahren dass die auch selber gesagt haben in den letzten drei Jahren hat sich da so viel getan Katharina.
00:20:45: also wir verstehen es total und wir sehen ja auch Wir müssen das quasi sogar aus Deutschland heraussehen wer das als unsere Verantwortung Da auch mit zu unterstützen weil wir einfach auch die Fähigkeiten haben.
00:20:57: Das ist ja jetzt, sag ich auch so ein bisschen der übergeordnete Ansatz.
00:21:01: Ist ja mal ganz pragmatisch gesehen oder ganz praktisch muss ja die Deutsch AG auch gucken wo sie bleibt in diesen Zeiten und es ist ja dann am Ende schon so ... Sag's jetzt mal platt ist da noch ein sicherer Job?
00:21:12: Ja!
00:21:13: Also das in der Tat ist es natürlich auch ein Feld, an das wir glauben.
00:21:17: Der Markt, der da jetzt entsteht und schon da ist, ist für uns auch einen Markt um wieder Stabilität reinzubringen.
00:21:26: Das ist tatsächlich auch der Hintergrund von unseren Businessmodellen gewesen.
00:21:31: Wir sind eben neben dem klassischen Verbrennermotor haben wir unsere Geschäftsmodelle ja einfach auch erweitert, um mehr Stabilität und auch mehr Schwankung rauszunehmen und mehr stabil zu sein.
00:21:46: Und der Sicherheitsbereich hilft dann natürlich... Ungemein, da haben wir natürlich ganz andere Zyklen.
00:21:51: Da haben wir zehn bis zwanzig Jahre, bis dann eben auch die Produkte quasi nach Entwicklung in den Markt gehen und bis wir es dann wieder beservice.
00:21:58: Das heißt, da sind wir eine Stabilität, die wir so in einem schwankenden zyklischeren Geschäft wie jetzt dem Motorenbereich nicht haben.
00:22:04: Und das hilft uns natürlich in der Tat, da ein bisschen stabiler zu werden und das hilft natürlich auch wieder den Mitarbeitern in Richtung Beschäftigungssicherung.
00:22:11: Das sind natürlich Effekte, die.
00:22:12: Wir
00:22:15: haben es ja schon öfter gesagt, du bist die Frau für die Transformation.
00:22:19: Wenn ich mir jetzt so vorstelle also das ist alles unter dieser Überschrift Nextdeuts.
00:22:25: Wie muss ich mir das denn in einem Unternehmen vorstellen mit auch so vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern?
00:22:31: Mit einer langen Tradition?
00:22:33: ein Traditionsunternehmen.
00:22:34: Beispiel der Klaus aus Ports-Enzen arbeitet seit, ich weiß nicht wie viel Jahren bei euch hat vielleicht schon die Ausbildung gemacht und plötzlich stellt sich das Unternehmen neu auf.
00:22:43: Hat neue Geschäftsfelder es gibt Umstrukturierungen Es gibt neue Verwaltungsstrukturen.
00:22:49: Wie nimmt man alle mit?
00:22:51: Das ist ein großes Thema und auch das Wort Alle Und meistens hat er Klaus schon in zweiter Generationen bei der Deutsch gearbeitet.
00:22:57: Der Vater hatte auch schon gearbeitet Oder die Mutter, das ist in der Tat so.
00:23:03: Das dauert auch.
00:23:04: Es ist nicht von jetzt auf gleiche, es ist eine Reise.
00:23:06: Ich find das Wort Reise schön weil immer wieder neue Dinge auf der Reise dazukommen und deswegen macht es uns schwierig dass konkrete Zielbild wo enden wir mit der Transformation?
00:23:17: Die Frage die ich ganz oft gestellt bekomme ist ja wo transformieren wir uns denn hin?
00:23:23: Was ist denn jetzt mein Job in zwanzig Jahren?
00:23:25: Und wie sieht der denn jetzt genau aus, kann ich euch das auf dem Papier hinmalen und sagen, genau das ist deine Aufgabe im Zwanzig-Dreißig mit den fünf Aktivitäten.
00:23:33: kann ich nicht und ich kann euch eine Richtung vorgeben.
00:23:36: Ich kann euch sagen, wo wir welche Geschäftsfelder interessant sind, welche Märkte interessant sind.
00:23:41: Kann ich deswegen konkret schon sagen das ist genau das Produkt und deswegen genau diese Aufgabe wird der Kollege am Band dann haben?
00:23:47: Es ist schon schwierig zu beschreiben und es heißt Wir können eigentlich nur Vertrauen und Sicherheit in den Prozess gehen.
00:23:53: Wir können darauf bauen dass wir unsere Mitarbeiter dahin entwickeln, dass sie die Fähigkeiten haben, dann im Und wir können eben immer wieder in den Dialog gehen.
00:24:07: Das ist, glaube ich das was entscheidend ist dass wir ja immer wieder auch das Gespräch suchen und offen und transparent kommunizieren und auch mal sagen hey wir können das nicht ganz konkret schreiben es ist eben eine etwas graues Bild ein Nebelbild was aber immer klarer werden wird auf dem Weg dahin.
00:24:23: verstehen das alle Kommt das an?
00:24:25: Ich glaube
00:24:26: immer mehr.
00:24:26: Ich weiß nicht, ob du das Bild von dem Movement kennst.
00:24:30: Einer fängt an und immer mehr kommt nach.
00:24:32: Und so ein bisschen würde ich eigentlich auch unsere Transformationsreise beschreiben.
00:24:37: Immer mehr Leute haben Vertrauen in die Geschäftsführungen und auch in ihre Führungskräfte.
00:24:41: Dass wenn wir sagen, wir wissen was wir tun, dass es dann meistens aufgegangen ist.
00:24:46: Also ich glaub, Vertrauen aufbauen ist ganz wichtig!
00:24:49: Wir haben recht viel Vertrauen, in den letzten vier Jahren schaffen können indem wir eben konsequent immer weiter in die Ausbildung... Diese fünf Geschäftsmodelle, über die wir uns gerade unterhalten haben.
00:24:57: Das ist eine Ausdetaierung von dem Nukleus, den wir vor vier Jahren hatten.
00:25:01: Jetzt werden diese fünf Säulen auch noch mal konkreter.
00:25:05: Wir werden immer klarer und wir haben auch gezeigt jetzt mit Defens, mit den Akquisitionen, haben wir uns auch wieder Fähigkeiten eingekauft, die ja wieder Puffpoints sind dass wir eben genau das machen was wir mal versprochen haben.
00:25:16: Und ich glaube deswegen kriegen wir immer mehr Leute mit auf die Reise.
00:25:18: Sind das wegen immer alle glücklich?
00:25:20: Definitiv nicht!
00:25:20: Sind es schon alle im Bus?
00:25:22: Definitive auch nicht.
00:25:24: Aber ich glaube, die Bemühungen zahlen sich aus und deswegen bin ich total überzeugt, dass wir diesen Weg der Kommunikation, der offenen Formate, der verschiedenen Formate auch immer weiterführen müssen.
00:25:32: Und insbesondere unsere Kultur stärken müssen weil Kultur ist am Ende das was egal welche Strategie oder welches Geschäftsmodell wir haben.
00:25:39: Wir meinen
00:25:40: es die Unternehmenskultur?
00:25:41: Dass man zu diesem Unternehmen steht mit diesem Unternehmen mitdenkt, mitarbeitet.
00:25:47: Jetzt kommst du bis seit vier Jahren da Puzzlemuckels darum.
00:25:52: Ich sag's jetzt mal so und fängst an, Sachen umzustrukturieren.
00:25:56: Da musst du auch ein dickes Fell haben wahrscheinlich.
00:25:59: Du wirst nicht nur Freunde haben!
00:26:01: Gehst du da in die Konfrontation?
00:26:02: Setzt du dich mit den Menschen auseinander?
00:26:04: Gibt es die Möglichkeit sich mit dir konkret auseinandersetzen?
00:26:08: wenn der Klaus zum Beispiel sagt ich verschädert alles nicht mehr was passiert ja eigentlich?
00:26:12: doch also die die Möglichkeiten schaffen wir tatsächlich.
00:26:17: Das ist ja das Schöne und ich dachte immer, das ist auch so ein bisschen das Kölsch.
00:26:21: Die kommen ja dann auch!
00:26:22: Also das ist ja auch bei uns so... Dann gehst du in die Kantine und dann setzen sie sich halt daneben und sagen Soch, Katarina, jetzt!
00:26:28: Aber das ist super!
00:26:29: Also, ich find das toll.
00:26:31: Mich schrieb auch neulich jemand ... Es ist auch so international.
00:26:33: Ich schrieb einen Werkstudent aus Amerika an und hat gesagt, Katharina, ich versteh das nicht, erklär doch mal!
00:26:38: Dann hab ich gesagt ja super, lass Termin machen, spreche mal drüber.
00:26:41: Kann ich das für sechstausend Mitarbeiter machen?
00:26:43: Im Einzelgespräch eher nicht.
00:26:44: Aber wenn sich ein konkreter Druckpunkt ergibt, dann wollen wir das auch ... Dann geh ich da drauf ein und wir verschaffen Formate.
00:26:51: Wir haben es jetzt Klartext genannt, wo wir sogar der CEO Sebastian Schulte mit mir in diese ... Gespräche reinsetzt und wir einfach mal frei von der Leber weg die Mitarbeiter erzählen lassen, fragen stellen lassen in kleineren Formaten so dass sie auch die Möglichkeit haben.
00:27:07: Es gibt Level, nennt man das ja.
00:27:08: Dass man über alle Hierarchien weg direkt ganz oben fragt oder fragt den Vorstand.
00:27:13: Da haben wir viele Formate, die auch echt gut genutzt werden und die Kollegen kein Plattform
00:27:17: unten nehmen.
00:27:17: Aber es ist schön zu hören?
00:27:19: Wenn jetzt jemand von der Deutsch AG diesen Podcast zufällig hört ... Und sich noch nicht irgendwie die Gedanken gemacht hat, da könnte ich direkt mal Katharina ansprechen, kann man also tun!
00:27:29: Die Möglichkeiten gibt's, das ist ja schön.
00:27:31: Das ist aber wahrscheinlich auch tatsächlich gerade in diesen Zeiten sehr wichtig Da haben wir ja schon gesagt, mitzunehmen.
00:27:36: Ja und auch für mich den Puls der Organisation da zu verstehen weil ich will ja auch Formate und Kommunikation schaffen die auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter einzahlt.
00:27:44: das heißt wenn wir am Ende Formate schaffen die aber nicht quasi den Schmerzpunkt treffen dann habe ich ja nichts gewonnen.
00:27:51: Ich brauche hier dieses ehrliche Feedback um dann auch bestmöglich darauf antworten zu können.
00:27:56: Du hast gerade schon gesagt der Werkstudent ja irgendwo sitzt.
00:27:59: es gibt ja auch die jüngere Generation.
00:28:01: natürlich bei euch gibt es aktive Menschen euch unbedingt arbeiten wollen, ein Unternehmen was sich eben gerade für die Zukunft aufstellt und weit in der Zukunft auch guckt.
00:28:13: Also ich glaube die Arbeitgeberattraktivität hat richtig zugenommen bei uns.
00:28:16: das merken wir an den Bewerbungen die wir bekommen.
00:28:21: vor vier Jahren kann ich jetzt noch ein Beispiel von mir selber erzählen.
00:28:24: da hatte ich für die Strategieabteilung Unterstützung gesucht war schon Nicht ganz einfach, da die richtigen Kollegen auch zu finden und uns am Ende einzustellen.
00:28:33: Und jetzt können wir uns teilweise vor Bewerbung gar nicht retten.
00:28:36: Das hat schon einen anderen Effekt bekommen.
00:28:38: Wir haben eine andere Präsenz.
00:28:39: Ich glaube, wir zeigen viel mehr Fantasie nach außen hin.
00:28:42: Mir ist wichtig... dass wir aber auch intern unsere Kollegen fördern.
00:28:47: Stichwort Transformation, es ändert sich eben auch viel und wir haben sehr viele begabte Kollegen die jetzt vielleicht auf manchen Stellen sind, die wir in der Form nicht mehr brauchen, aber vielleicht anders brauchen und da dann eben auch frühzeitig über Nachfolgeplanung nachzudenken oder auch eben über Befähigung nachzudenken, das diese Person ja vielleicht auch mal eine andere Rolle machen kann.
00:29:06: Das sind Themen, die gehen wir an über die Business Units hinweg an.
00:29:13: Wie kann man sich zum Beispiel von einer Business Unit, z.B.
00:29:16: dem Enginesbereich jetzt qualifizieren für den Defense Bereich?
00:29:19: In dieses ganze Zukunftsding?
00:29:20: ich glaube dass wenn wir das Fass aufmachen können wahrscheinlich noch drei Stunden reden passt ja auch das Thema und das beschäftigt auch alle Branchen durch und durch KI.
00:29:29: Das heißt es wird bei euch wahrscheinlich auch eine Rolle spielen.
00:29:33: vielleicht kann man dazu Trotzdem auch kurz knapp was sagen, wie das ... Kurz und knapp.
00:29:40: Betrifft ja wahrscheinlich alle Bereiche sowohl das, was ihr produziert als auch wir es produziert oder wir unter den Strukturen künftig aufbaut.
00:29:48: also
00:29:49: ein Riesenthema ich glaube bei fast allen Unternehmen.
00:29:53: Ich hab auch schon verstanden bei euch im Radio, auch.
00:29:56: Genau also KI ist kein Selbstzweck das wollen wir auch nicht als solchen haben.
00:30:01: Wir haben auch eine eigene KI den Autopiloten für Deutsch entwickelt.
00:30:04: da machen unsere IT-Kollegen eine irre Arbeit.
00:30:09: Wir haben aber schon auf das Thema dass wir das KI besser nutzen wollen um eben bessere Entscheidungen zu treffen bessere Prozesse zu fahren und auch in vielen Dingen einfach qualitativ bessere Entscheidung zu treffen.
00:30:19: am Ende Für uns ist es auch wieder kulturell und insbesondere für die Mitarbeiter ein Riesenthema, weil ich da schon eine gewisse Zurückhaltung ... Angst.
00:30:30: Das ist vielleicht ein zu großes Wort aber ... Respekt
00:30:32: vielleicht?
00:30:33: Respekt
00:30:33: schon!
00:30:34: Also, was heißt das jetzt für mich?
00:30:36: Wie wird sich mein Job dadurch ändern.
00:30:37: Gibt es meinen Job überhaupt noch?
00:30:39: Das sind schon Diskussionen, die ich mit Mitarbeitern
00:30:41: führe
00:30:42: und da meine Einstellung dazu ist wir müssen mit KI lernen zu arbeiten.
00:30:47: Wir brauchen KI für unsere Jobs.
00:30:48: Wir müssen dafür offen sein, damit zu integrieren aber es geht auch nicht nur KI Der Mensch ohne KI geht auch nicht.
00:30:55: Und da versuche ich gerade so ein bisschen für zu werben, dass wir ja auch mit einem Interesse an KI dran gehen und überlegen was können wir denn damit machen?
00:31:03: Und merke immer mehr das da auch Leute mehr Interesse bekommen und versuch das auch ein bisschen zu fördern indem wir auch offen darüber sprechen.
00:31:09: Am Ende ist es auch eine Kulturtransformation!
00:31:11: Ich glaube was das Tolle aus sich an KI finde Wissen ist halt auf einmal nicht mehr der entscheidende Faktor weil Wissen is' auf einmal für alle zugänglich.
00:31:20: Und jetzt geht es eigentlich mehr um Verhalten.
00:31:21: Jetzt geht's da mehr von, wie ich das als Mensch anwende?
00:31:23: Genau!
00:31:24: Wie ich damit umgehe und wie ich dass anwände.
00:31:25: Weil viele
00:31:26: sagen KI wird deswegen uns unmenschlicher im Gegenteil.
00:31:28: Ich finde, es wird menschlicher.
00:31:29: Ja... Ich habe kürzlich bei einer Veranstaltung einen coolen Keynote von Sascha Lobo dem Podcast Sound Auto gehört der nochmal ganz klar darauf eingegangen ist.
00:31:40: also ich weiß nicht wie du das empfindest Das Deutschland in ganz vielen Dingen einfach so sehr, sehr behebig ist und das eben auch bei dem Stichwort KI.
00:31:50: Jetzt stelle ich mir vor, bei einem alten Traditionsunternehmen Motorenbauer Deutz ... Du hast es gerade schon gesagt, dass ist wahrscheinlich echt auch noch mal an sich eine Transformat, also ein Riesenprozess.
00:32:04: Du warst auch im Ausland studiert, du hast wahrscheinlich auch gut vernetzt mit anderen.
00:32:10: Empfindest du das auch so?
00:32:10: Dass es in Deutschland immer so ein bisschen ... länger dauert und wir auch sehr skeptisch sind, diesen Dingen gegenüber ganz anders zum Beispiel als die Niederländer oder natürlich auch der asiatische Bereich.
00:32:22: Ja das sehe ich auch so und sehe nicht nur bei KI, sehe ich grundsätzlich ja sichererweise so dass mir dann leider gerade es nicht einfacher machen.
00:32:29: und da hatten wir tatsächlich auch bei uns in der Firma, wir hatten auch ein paar KI-Trainings, die sich erst mal damit beschäftigt haben was man eigentlich nicht machen darf Das ist das, was wir nicht erreichen
00:32:42: wollten.
00:32:43: Genau!
00:32:43: Das werden wir jetzt auch nochmal neu aufsetzen weil wir dann schon die Tendenz haben okay erst mal abschlecken, dass wir nicht dürfen und lassen erstmal noch eine BV also ein Betriebsvereinbarung treffen und das alles schon sehr eng regulieren.
00:32:55: Aber
00:32:56: das ist aber auch typisch Deutsch, oder?
00:32:57: Also generell.
00:32:59: Das kennen wir hier auch.
00:33:00: Auch dieses mit Datenschutz und alles anstatt einfach mal loszulegen zu machen, auszuprobieren ... Und dann klärt man wieder so.
00:33:06: Das stimmt.
00:33:09: Wir möchten erst einmal durchdenken und regulieren und dann probieren wir es vielleicht
00:33:13: mal aus.
00:33:15: Ich habe es jetzt schon ein paar Mal gesagt, Traditionsunternehmen.
00:33:18: So was von mit Köln behaftet.
00:33:20: der Standort in Ports auch das ist ja immer so ein Ding bleibt.
00:33:26: er wird da bleiben wenn ihr in so einer Transformation seid.
00:33:31: Ja
00:33:31: also Deutsch und Kölner gehört für uns ganz eng zusammen Und dass kann man nicht trennen Und das soll auch die nächsten hundertsechzig Jahre so gehen.
00:33:41: Natürlich ist die Frage in welcher Form und wie genau sich das gestaltet, ich hatte gerade ja schon erzählt ... Transformation ist eben nicht, dass wir ein ganz klares Zielbild haben.
00:33:50: Was wir jetzt schon runtermalen können und sagen können genauso wird es aussehen?
00:33:54: Ich glaube da sind wir gerade sehr gut dran am Kölner Standort.
00:33:57: Da haben wir jetzt die Offenheit uns auch zu verändern.
00:34:00: Wir sind ja gerade insbesondere in den produktiven Bereichen daran nochmal zu schauen wo wir unsere Effizienzen steigern können wie wir uns dann noch mal wettbewerbsfähiger aufstellen können.
00:34:08: deswegen habe ich persönlich eine große Hoffnung das wir einen guten Weg nach vorne finden und auch den Standort Köln stärken können.
00:34:15: aber sicherlich müssen wir das immer ein bisschen abhängig machen von der Marktlage und von dem, wie wir uns da dann auch positionieren müssen.
00:34:22: Sicherlich das Thema China oder auch andere Märkte stoßen immer mehr rein und das ist für uns im Enginesbereich natürlich ein großes Thema.
00:34:29: aber eben auch Opportunities kommen hoch wie Defense unter Energy wo wir auch sagen, da ist Deutschland zum Beispiel als Standort ein richtiger Vorteil weil wir wollen da eben auch beim Defense Bereich ist Deutschland made in Germany eine Sache die quasi angefordert wird.
00:34:43: ich glaube da muss man jetzt einfach mal gucken ausbalanciert.
00:34:46: Ich glaube ganz fest an den Standort Köln, ich glaube nur dass der einfach ein bisschen anders strukturiert sein wird und ein bisschen andere wahrscheinlich Tätigkeiten hat als dem die wir jetzt haben.
00:34:54: Blicken wir mal in die Zukunft noch gemeinsam?
00:34:56: Blicken mir vielleicht dann in das Jahr zwei tausend sechzig.
00:34:59: Dann würde die Deutsch AG das zweihundertjährige besteht, wenn ich das richtig gerechnet habe feiern.
00:35:07: Nein, wir können jetzt in die Glaskugel gucken aber würdest du dir wünschen wo die Deutsch ag dann steht?
00:35:14: Ich glaube, dann sind wir ein DAX-Unternehmen.
00:35:17: Ein kleines Industrieunternehmen mit verschiedenen Geschäftsfeldern, was sich deutlich breiter und noch mal, ich glaube auch noch mal fundierter in den einzelnen Geschäftsbereichen aufgestellt hat.
00:35:28: Ich glaube dass wir da einfach ein sehr attraktives Industriekundernehmen sein werden das nicht wahrscheinlich wieder neu erfinden wird.
00:35:34: also ich denke diese Transformation geht immer weiter.
00:35:36: Wir schreiben jetzt gerade das nächste Kapitel aber ich wette bis dahin haben wir noch drei weitere Kapitel geschrieben.
00:35:41: Wahrscheinlich arbeiten dann Menschen schon Sechsten, siebten, achten Generationen.
00:35:47: Bei euch.
00:35:48: Du ganz persönlich als Katharina Krüger.
00:35:50: Was möchtest du bis dahin vielleicht persönlich erreichen?
00:35:53: Kurzer Einschub, ich habe noch mal nachgeguckt.
00:35:55: Du bist ein seltenes Exemplar als Topmanagerin immer noch in Deutschland.
00:35:59: Wir haben glaube ich noch nicht einmal dreißig Prozent in den deutschen Unternehmen Frauen an der Führungsspitze.
00:36:05: vor uns sind ganz viele andere Länder wie Lettland, Polen, Österreich
00:36:10: etc.,
00:36:11: wo siehst du dich?
00:36:12: also wir müssen jetzt nicht bis zwei tausendfähig gucken aber Ganz persönlich.
00:36:17: Wie geht es für dich weiter?
00:36:19: Also ich würde mir tatsächlich hoffen, kam ja gerade schon ein bisschen raus.
00:36:22: das Thema Frauen.
00:36:23: Ich persönlich glaube jetzt nicht an die gläserne Decke.
00:36:25: Ich glaube aber schon dass wir nicht die Strukturen geschaffen haben immer die Karriere machen können oder dem beruflichen Wünschen so nachgehen können, wie sie es gerne tätten.
00:36:36: Würde mir wünschen dass wir das dahin geschaffen haben, sodass wir wirklich eine Chancengleichheit haben und auch Frauen den Mut und den Lust haben mitzugestalten weil mir macht es unheimlich viel Spaß mit diversen Teams zusammen zu arbeiten.
00:36:48: ich persönlich habe auch viele Frauen in meinen Teams und das macht einfach für mich diesen Unterschied und ich glaube auch wir als Deutschland können das gebrauchen.
00:36:56: ja und für mich persönlich also ich hoffe die Kinder sind dann alle
00:36:59: ausm
00:36:59: Haus ich habe wieder mehr Zeit, um neue Dinge zu machen.
00:37:02: Ich kann mir irgendwie das Thema Urstand bei mir persönlich nicht vorstellen.
00:37:05: Wir fahren immer wieder Dinge
00:37:06: an.
00:37:08: Ja,
00:37:09: ich glaube ... Ich kann das auch nicht so richtig beschreiben aber ich freue mich auf jeden Fall auf Freiheiten die ich gewinne und die ich dann wahrscheinlich sehr aktiv nutzen werde.
00:37:16: Du wohnst ja mit deiner Familie im Grunde zwischen Köln und Düsseldorf ne?
00:37:20: Da muss ihr jetzt nochmal einmal fragen wenn du sagst, hoffentlich sind die Kinder aus dem Haus wie sieht denn bei dir überhaupt so ein normaler Sonntag aus?
00:37:27: Ja, sehr früh aufstehen.
00:37:30: Meistens so um sechs.
00:37:31: Auch am Sonntag?
00:37:32: Das ist spaßig!
00:37:36: Dann gehe ich meistens laufen und Brötchen holen.
00:37:38: Und dann machen wir wirklich einen klassischen Sonntage mit der Familie.
00:37:41: Freunde kommen in den Garten, Nachbarn sind da... Es ist eigentlich sehr entspannt.
00:37:46: Am Abend gehen wir ins Kuhnspät, weil wir alle müde sind.
00:37:48: Da müssen
00:37:51: wir vielleicht noch mal ganz kurz erklären, warum du zwischen Köln und Düsseldorf wohnst.
00:37:55: Weil dein Mann ... Düssel-Dorfer
00:37:58: arbeitet!
00:37:59: Ja der arbeitet tatsächlich in Düsseldoch und er ist auch eingeschweißter Fortuna-Fan.
00:38:03: Das darf ich jetzt gar nicht erwähnen, da bin ich direkt raus ja?
00:38:07: Er tat sich auch schwer mit Kölner aber mittlerweile kann er es glaube ich gut nachvollziehen und es ist ganz lustig.
00:38:12: bei uns zu Hause wird immer ein bisschen gefrotzelt.
00:38:14: dann.
00:38:15: Aber wir haben, glaube ich, aktuell nicht so viel gegen Fortuna.
00:38:18: Wir schaffen gerade den Klassen der Hals im
00:38:19: FC und da ist alles gut.
00:38:23: Ja, ich habe zum Abschluss noch ein paar schöne Sätze für dich vorbereitet die ich einfach nochmal um das Paket zuzumachen, dass du die vervollständigst wenn das für dich okay
00:38:35: ist.
00:38:38: Die Deutsch AG in drei Worten?
00:38:40: Loyal, bodenständig und zukunftsorientiert.
00:38:44: Köln Und die Deutsch AG sind wie?
00:38:47: Ich würde sagen unzertrennlich.
00:38:49: Eine Deutsch ohne Köln kann man sich nicht vorstellen.
00:38:52: Motoren machen mit mir ...
00:38:55: Oh, Gänsehaut!
00:38:56: Also wirklich Gänselhaut.
00:38:57: Wenn ich den Motor einen schönen Motor anmache, dann kriege ich Gänsellhaut am ganzen Körper.
00:39:04: Gibt es einen speziellen Motor, den du sehr liebst?
00:39:06: V-Acht.
00:39:09: So und eine Topmanagerin, die darf auch mal...
00:39:12: Nicht perfekt sein.
00:39:14: Das ist ein schönes Abschlusswort.
00:39:15: Danke dir, Katharina Krüger für dieses ganz tolle Gespräch!
00:39:19: Ich wünsche dir alles was du dir wünschst und die Zukunftsvision haben wir ja schon aufgestellt.
00:39:24: Mal gucken wo es
00:39:39: hingeht.
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