Wie übersteht man diesen harten Winter in der Ukraine, Vassili Golod? Der ARD-Korrespondent im Gespräch.
Shownotes
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Transkript anzeigen
00:00:00: Du hast diese Angriffsnächte und dann siehst du wie Leute am nächsten Morgen.
00:00:04: Und du weißt, niemand hat groß geschlafen, wieder auf den Straßen sind und ihre Arbeit nachgehen.
00:00:10: Das zeigt eben, wie die Menschen für einander da sind, wie viele Menschen für Tiere da sind oder für die Schwächen der Gesellschaft da sind.
00:00:19: Und das ist glaube ich etwas wenn ich das runterbreche wo ich glaube, die größte Stärke der ukrainischen Gesellschaft sehe.
00:00:39: Hallo und herzlich willkommen zu Talk mit K. dem Podcast des Kölner Stadtanzeiger, der nur eine Regel hat!
00:00:45: Wir – und damit meine meine Co-Moderatorin Anne Burkma und mich – laden interessante Menschen aus Köln ein.
00:00:51: Am vierundzwanzigsten Februar jährt sich der Beginn des großflächigen russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine zum vierten Mal.
00:00:58: Und die Ukraine erlebt gerade einen Winter, härteste seit Beginn dieses Kriegs beschrieben wird, weil er besonders kalt ist und Russland äußerst gnadenlos und ganz gezielt Angriffe auf die Energie- und Wärmeinfrastruktur von Städten und Regionen fährt.
00:01:12: Das heißt das Menschen bei Temperaturen von bis zu minus zwanzig Grad zu Erfrieren drohen!
00:01:17: Ich freue mich sehr, dass Vasili Golot heute bei mir im Podcaststudio zu Gast ist.
00:01:20: Der Ukraine-Korrespondent der ARD berichtet seit Jahrzehntezweiundzwanzig aus Kiew und er ist vor ganz wenigen Tagen erst von Kiew nach Köln gereist wo er lebt und arbeitet wenn er nicht gerade aus der Ukraine berichtet.
00:01:32: Vasili guten Morgen schön das du da bist.
00:01:34: Hey Sarah grüß dich!
00:01:35: Ich würde gerne mit einer persönlichen Frage einsteigen die ich mir in den vergangenen Wochen öfters gestellt habe wenn ich Berichte von dir aus der gehört und gesehen habe.
00:01:43: Wie geht es dir eigentlich?
00:01:44: Was haben die vergangenen Monate und Wochen mit dir
00:01:47: gemacht?".
00:01:48: Danke, dass du fragst!
00:01:51: Mir geht's okay würde ich sagen vor allem weil ich natürlich meinen Wohlbefinden und meinen Zustand vergleiche mit dem vieler Menschen so.
00:02:01: Ich arbeite auch genau wie meine Kolleginnen und Kollegen unter schwierigen Bedingungen.
00:02:05: wir haben kaum Heizung in unseren Räumlichkeiten im ARD Studio Kiew.
00:02:10: Wir haben normalerweise einen Generator, also wir sind auf alles vorbereitet aber ausgerechnet in diesem Winter ist er ausgefallen.
00:02:17: durch die massiven Stromausfälle haben wir kaum Strom.
00:02:20: das heißt dass was wir sonst machen um die kalten Räume mit Klimaanlagen irgendwie aufzuheizen geht nicht und die Temperatur liegt dann bei elf bis dreizehn Grad.
00:02:30: es ist zu kalt so du sitzt dann damit vielen dicken Polovern und Jacken übereinander.
00:02:36: einige Kolleginnen und Kollegen laufen mit Mützen durch die Gegend.
00:02:40: Wir haben aber glücklicherweise Möglichkeiten damit umzugehen, wir haben ein Hotelzimmer angemietet wo wir schneiden damit die Cutter nicht mit kalten Fingern irgendwie auf der Tastatur arbeiten müssen sondern damit wir wirklich konzentriert in einem einigermaßen warmen Raum produzieren können.
00:02:57: Aber das, was natürlich belastend ist, ist zu sehen, was das mit der Bevölkerung in Kiev und anderen ukrainischen Städten macht.
00:03:05: Also zu sehen wie eine Mutter mit zwei kleinen Kindern in den zwanzigsten Stock zu Fuß hochlaufen muss weil die Fahrstühle nicht funktionieren.
00:03:12: Zu sehen wie einem Mutter Essen zubereiten muss mit irgendeinem Campingkocher auch mit Mütze und dicker Jacke, weil es in der Wohnung fünf Grad ist wie Familienfrost von den Fenstern von Innen kratzen müssen so bitter kalt ist, weil die Heizungen nicht gehen in Folge der russischen Angriffe.
00:03:30: Weil kein Strom da ist und in vielen Fällen auch kein Wasser.
00:03:34: Ich würde gerne noch kurz bei dir beziehungsweise deinen Kolleginnen und Kollegen bleiben.
00:03:38: das ist ja der erste Winter indem ihr auch unter solchen Bedingungen arbeiten müsst oder?
00:03:43: Es ist der Winter der mit Abstand am kältesten ist.
00:03:46: unter solchen bedingungen also wir hatten schon mal dunkler Winter in dem Russland sehr massiv die Energieinfrastruktur angegriffen hat, wo auch noch weniger Flugabwehr zur Verfügung stand der Ukraine.
00:04:03: Aber die vergangenen Winter waren relativ milde.
00:04:06: Das heißt wenn du dann draußen plus sieben hast, ist das einigermaßen erträglich.
00:04:10: aber wenn du draußen minus zwanzig minus fünfundzwanzig Grad hast, dann nach Hause kommst und zuhause ist es kalt.
00:04:17: Du hast kein Wasser kannst nicht irgendwie warm duschen dunkel, dann mach dich das natürlich auf verschiedenen Ebenen fertig.
00:04:26: Jetzt ist die Kälte ja das eine.
00:04:28: also ich stelle mir vor also bitte bestätigen oder nicht dass es ja auch Mürbe macht wenn man eigentlich immer friert oder irgendwie Fröstelt selbst bei mehreren Polovern und da auch wenig Möglichkeiten hat, dann mal ins Warme zu kommen.
00:04:41: Das andere ist natürlich die lebensgefährlichen Bedingungen unter denen ihr arbeitet.
00:04:47: also früher war es ja nicht so dass die Hauptstadt Kiew so massiv auch unter Beschuss war.
00:04:52: das ist ja mittlerweile auch eine Normalität geworden und du schreibst doch darüber dass du mit Kolleginnen und Kollegen in Kiew zusammenlebst und damit auch die Gefahr teilst.
00:05:00: Also sozusagen die Gefahre dass ihr euch persönlich verletzt oder zur Tode kommt ist enorm gestiegen.
00:05:06: Das ist ein Risiko, was uns aber allen, die die Entscheidung getroffen haben dort zu arbeiten von Anfang an klar war.
00:05:12: Also als ich das erste Mal in der Ukraine im Jahr- und Jahrzehnte gegangen bin, da gab es auch schon Angriffe auf Kiev.
00:05:18: Im Oktober sind im Zentrum von Kiev russische Raketen eingeschlagen.
00:05:25: Russland produziert natürlich immer mehr.
00:05:27: Immer mehr Raketen, immer mehr Drohen greift kombiniert an.
00:05:31: Wir hatten Situationen, das ist jetzt glaube ich zwei drei Wochen her.
00:05:35: Da gehe ich durch die Stadt im Zentrum von Kiew und höre plötzlich so ein Brum.
00:05:39: Und denke, wer fährt denn im Winter Motorrad?
00:05:42: Bis ich verstehe – und meinen Kollegen auch angucke – dass das kein Motorrad ist!
00:05:46: Wir gucken hoch und fünfzig Meter über uns war eine russische Drohne mit einer Starlink verbunden.
00:05:56: Und mit einer Kamera, die statt ausgekundschaftet hat wussten wir natürlich in der Situation nicht.
00:06:01: Wir haben versucht sie zu filmen, die war aber sehr schnell.
00:06:03: weg ist auch nirgendwo eingeschlagen und erst danach ging der Alarm an weil diese Drohnen unter dem Radar geflogen sind.
00:06:11: sehr schnell und das zeigt eben diesen technologischen Fortschritt dieses Krieges dass beide Seiten sich immer wieder anpassen immer wieder neue Wege finden und im Falle Russlands bedeutet das natürlich einen immer massiveren Terror gegen die Zivilbevölkerung der Ukraine.
00:06:31: Was sind so Situationen, wo dir das besonders nahe geht?
00:06:35: Also ich weiß du hast zum Beispiel einmal geschrieben dass eine Kollegin von dir in ihrer Wohnung ja da ne Bombe in unmittelbarer Nähe eingeschlagen ist bei ihr die Fensterscheiben kaputt gegangen sind.
00:06:45: vielleicht erzählst du mal was so situationen sind wo du dich wirklich auch irgendwie persönlich sehr belastet fühlst.
00:06:52: Das war der Angriff auf das Kinderkrankenhaus Ochmadid im Sommer vierundzwanzig.
00:07:00: Und ich war gerade auf dem Weg aus dem Urlaub wieder zurück in die Ukraine und sehe diese schrecklichen Bilder, telefoniere dann mit einem Kollegen und er sagt mir du weißt aber schon dass unsere Kollegin direkt daneben wohnt?
00:07:13: Dann habe ich erstmal das Telefonat beendet.
00:07:14: sie angerufen Sie war zu Hause.
00:07:18: Der Einschlag war ungefähr zweihundert Meter von ihrer Wohnung entfernt.
00:07:22: Das heißt, sie hat die Druckwelle abbekommen ihre Fenster sind rausgeflogen aber sie hat überlebt mit einem riesigen Schock und mit leichten Verletzungen.
00:07:31: Aber das so zu spüren Dass deine unmittelbare Kollegin verletzt wird bei einem Angriff immer wieder auch zu erfahren dass Kolleginnen und Kollegen an der Front oder in Frontenehe getötet werden.
00:07:47: Teilweise gezielt getötete werden, weil russische Soldaten mit ihren Drohnen sehen, wen sie da angreifen und sie nehmen im Kauf das sie Journalistinnen und Journalisten töten.
00:07:58: Und das ist natürlich etwas was großen Schmerz bereitet.
00:08:05: aber es ist nicht weniger Schmerzen als zu sehen wie viele Zivilisten getöteten werden.
00:08:11: vor einigen Wochen gab's einen Angriff auf Saporizia Und mir geht das, diese Bilder gehen wir nicht aus dem Kopf wie ein Vater vor dem toten Körper seines achtzehnjährigen Sohnes hockt der dabei ums Leben gekommen ist und den Namen des Sones ruft.
00:08:29: Das sind Dinge die... Die willst du als Privatperson nicht sehen, die willst du also Journalist nicht sehen.
00:08:35: Aber unsere Aufgabe ist natürlich diese Bilder zu sehen, diese Bilder überprüfen und darüber zu berichten damit die Menschen in Deutschland darüber informiert werden was das für ein Krieg ist welche Ausmaße dieser Krieg hat.
00:08:47: Der Winter als Waffe.
00:08:48: diese Formulierung liest und hört man im Moment häufiger wenn es darum geht zu beschreiben wie Russlands Taktik gerade in diesem Winter aussieht.
00:08:57: Vielleicht, du hast eben schon mal angesprochen die Auswirkungen auf die ukrainische Bevölkerung denen natürlich auch zunehmend die Kraft ausgeht.
00:09:05: aber beschreib diesen Winter als Waffe mal bitte.
00:09:09: Winter ist ja sowieso etwas, was für viele Menschen wenn wir uns das auch in Deutschland vorstellen belastender ist.
00:09:15: Es ist viel dunkel es ist kalt es ist oft auch bei Minustemperaturen so eine Kälte die ganz tief in dich reingeht und dich ein bisschen von von innen auch Mürbe macht.
00:09:27: und dass sage ich jetzt gerade über normale Situationen sprechend.
00:09:32: Und wenn du dir dann noch vorstellst Du sitzt bei dir zuhause In der Wohnung wo du Nur ein paar Stunden über den Tag Strom hast, wo du genau gucken musst.
00:09:41: Wann kannst du Wäsche waschen?
00:09:43: Wann kannst du kochen?
00:09:45: wann kannst du ganz alltägliche Dinge tun?
00:09:47: und in diesem Zustand fängt dann plötzlich dieser Serenalarmen an.
00:09:51: Du hörst irgendwann Explosion!
00:09:53: Du siehst wie das Licht flackert.
00:09:54: Irgendwann geht das Licht ganz aus wenn du es denn überhaupt hattest.
00:09:58: Du fasst deine Heizung an Und die ist kalt.
00:10:01: Du machst den Wasserhahn auf und da kommt kein Wasser raus.
00:10:08: Dinge, die du für deinen Leben brauchst.
00:10:11: Die du ganz selbstverständlich machst.
00:10:12: Wenn ich in Köln bin mache ich mir keine... Ich mach das Wasser auf und da kommt Wasser raus!
00:10:16: Ich mach den Lichtschalter an und es ist hell.
00:10:20: Es ist nicht dunkel, es ist hell.
00:10:22: Und ich kann ein Beispiel nennen als ich jetzt gerade wiedergekommen bin mit dem Fahrstuhl gefahren In einem Haus in Kologne und plötzlich ging das Licht im Treppenhaus aus Und ich hab mich im Fahrstuhl plötzlich so zusammengezogen, weil ich dachte der Fahrstuel bleibt jetzt stecken.
00:10:42: Das war mein Reflex, weil das eben in der Ukraine auch häufiger so erlebt habe dass der Fahrschul einfach stecken bleibt.
00:10:48: und wenn du dir dann noch vorstellst Du hast irgendwie Eltern die du pflegst Die auf Beatmungsgeräte angewiesen sind diese beatmungs Geräte brauchen Strom.
00:10:58: Wenn du keinen Strom hast Dann ist das lebensgefährlich für viele Menschen.
00:11:02: und sich das vorzustellen Dass ein Start sich bewusst dafür entscheidet, in einer sowieso schwierigen Winterlage ganz gezielt Millionen von Menschen ihre Lebensgrundlage zu nehmen.
00:11:15: Das ist einfach nur ... Menschen unwürdig.
00:11:18: und es gibt ja auch, wenn wir uns das juristische anschauen was gerade untersucht wird.
00:11:24: Juristinnen und Juristen die sagen dass ist eine Form des Genozids also des Völkermords weil Russland das eben gezielt versucht in diesem Winter den Winter als Waffe einzusetzen und Menschen das zu nehmen was sie zum Leben brauchen Weil du gerade Beatmungsgeräte ansprichst, wie sind denn die Folgen zum Beispiel für Krankenhäuser?
00:11:42: Also schafft man es da zumindest in diesen ja wirklich akut lebenserhaltenden Institutionen und Zentren.
00:11:50: Die Notstromversorgung irgendwie am Leben zu halten oder muss man schon sagen dass das in vielen Fällen gar nicht mehr gelingt?
00:11:55: Das ist ein enormer Kraftakt.
00:11:58: Das ist ein Kraftakt, der eben schon seit Jahrzehnte und Zwanzig passiert.
00:12:02: Damals haben sich natürlich gerade Krankenhäuser andere kritische Infrastruktur darauf vorbereitet.
00:12:07: Du hast immer wieder so einen kurzen Moment wenn Strom ausfällt und es auf den Generator übergeht.
00:12:14: das ist natürlich auch eine Belastung.
00:12:18: aber die meisten Krankenhäusern sind mit sehr sehr leistungsstarken Generatoren versorgt.
00:12:23: Aber auch da muss man sich vorstellen du hast normalerweise sicher Strom Und dann ist der Strom weg und ein ganzes Krankenhaus, das Menschen am Leben hält.
00:12:33: Ist von einem technischen Gerät abhängig dass immer wieder irgendwie Dieselnachschub braucht und natürlich auch wie ich am Anfang ja beschrieben habe an Beispiel unseres Studios auch Fehler anfällig.
00:12:44: auch so einen Ding kann kaputt gehen und dann hast du natürlich ein gewaltiges Problem.
00:12:48: da gibt es große Akkus große Batterien also man bereitet sich auf alles vor auf alle Situationen.
00:12:55: Aber es ist natürlich ein zusätzliches Risiko, ein großes Risiko und eine enorme Belastung für alle.
00:13:02: Es sind ja sehr viele Notstromgeneratoren in die Ukraine geliefert worden in den vergangenen Jahren?
00:13:09: Also es ist wahrscheinlich eine blöde Frage.
00:13:10: Genug gibt's vermutlich nie, gerade in einer Situation wo wie du beschreibst Millionen Menschen wirklich ohne Strom sind?
00:13:17: Was würdest du dir wünschen beziehungsweise wo siehst du auch Versäumnisse vielleicht des Westens?
00:13:24: Das muss man glaube ich komplex betrachten.
00:13:26: also du hast natürlich das ukrainische Energiesystem mit den Atomkraftwerken, auch das Atom-Kraftwerk Saporizia.
00:13:35: Das größte in Europa, das von russischen Soldaten besetzt wird.
00:13:39: Die Ukraine hat so viel Strom in der Vergangenheit produziert, dass sie Strom exportiert hat.
00:13:43: Sie hat mit Energie Geld verdient.
00:13:45: Das war gar kein Thema!
00:13:46: Du hast diesen zentralen Organismus auch mit Fernwärme, Zentralheizung und so.
00:13:50: das hat alles funktioniert.
00:13:51: Das ist natürlich in einer Situation wie diesem Krieg wo Russland diesen Organismus genau kennt und diese zentrale Energiepunkte angreifen kann Umspannwerke Kraftwerke ist das fatal.
00:14:04: Und du kannst einen solchen Organismus nicht von einem Tag auf den anderen, nicht von ein Monat auf den Anderen und auch nicht vom einem Jahr auf den andern völlig umstellen und verändern.
00:14:14: Insofern macht die Ukraine... an sich schon anfällig für die russischen Angriffe.
00:14:19: Man hat versucht in den vergangenen Jahren ein dezentraleres System aufzubauen.
00:14:26: Es gibt teilweise ja irgendwie Solaranlagen Dezentral, die Energie speichern können und dann Häuser versorgen.
00:14:33: Du hast Generatoren, du hast mobile Heizkraftwerke.
00:14:36: Da hat Deutschland auch unterstützt Und da muss man sagen wir sehen eine Unterstützung des Staates der Bundesrepublik Deutschland sehr hilft.
00:14:46: Wir sehen ganz viele private Initiativen, mich haben jetzt auch in den vergangenen Wochen Menschen angeschrieben die nochmal gefragt haben wie ist denn diese Situation genau?
00:14:55: Womit kann man besonders gut helfen und unterstützen?
00:14:58: Und dann gibt's Leute, die sammeln Geld.
00:15:01: Die kaufen von diesem Geld Gas-Kartuschen oder Campingkocher, setzen sich ins Auto in Lkw und fahren das alles rüber... ...und bringen es direkt zu den Leuten.
00:15:10: Das ist beeindruckend!
00:15:11: Zu sehen wie diese gesellschaftliche Unterstützung da ist.
00:15:15: Der Verein Blaugelbis Kreuz in Köln zum Beispiel ist da wirklich sehr aktiv.
00:15:19: Genau.
00:15:20: Da sind Strukturen entstanden genau wissen, was zu tun ist.
00:15:25: Diese Strukturen sind offen für Spenden die kann man jederzeit unterstützen und die helfen da wo es nötig ist.
00:15:31: Du hast aber natürlich dann die andere Ebene und da haben Militärbeobachterinnen und Beobachters schon früh vorgewarnt auch zwei tausend zwanzig vor gewarnt.
00:15:38: Die haben gesagt ja, die Ukraine braucht mehr Flugabwehr und zwar wesentlich mehr, um die Quellen dieser Angriffe zu treffen, also die Orte wo Russland Kampfflugzeuge hat.
00:15:51: Die Orte, wo Russlands immer mehr Drohnen produziert und immer mehr Raketen produzieren.
00:15:56: Da muss man sagen da gibt es einfach große Versäumnisse nicht nur mit Blick auf Deutschland, sondern auch auf andere europäische Staaten.
00:16:04: Weil die Ukraine eben nicht ausreichend Mittel hat um dafür zu sorgen, dass Russland weniger Waffen hat mit denen es die Ukraine angreifen kann.
00:16:13: Das ist ein großes Versäumnis.
00:16:14: und das andere ist natürlich schon, dass man sich in dieser Situation in diesem Winter auch überlegen sollte was kann man denn irgendwie noch mehr tun wie kann man noch stärker unterstützen?
00:16:25: passiert hätte man vielleicht früher schon mit anfangen können.
00:16:28: aber auch da muss man sagen Man kann und muss zu Recht irgendwie Partner kritisieren.
00:16:34: Aber die ukrainischen Politikerinnen und Politiker müssen sich auch die Frage stellen, haben sie ihr Land ausreichend vorbereitet?
00:16:41: Und wo haben Sie Versäumnisse zugelassen beispielsweise beim Schutz von Energianlagen, beispielsweise auch selber bei der Vorbereitung der dezentralen Heiz- und Energiestrukturen?
00:16:54: Ich meine wir haben ja gerade in Berlin gesehen, dass ein vergleichsweise kleinerer Anschlag also weil nur ein Anschlag eben mehrere Tage lang zu erst mal nicht reparierbaren Stromausfällen in Berlin geführt hat.
00:17:07: Das muss man sich jetzt für die Ukraine wirklich sehr hoch potenziert vorstellen.
00:17:13: Gleichzeitig liest man ja das die Ukrainerinnen und Ukraina wahnsinnig gut im Reparieren sind.
00:17:17: Also den gelingtes auf erstaunliche Weise immer wieder relativ schnell auch Schäden zu beheben.
00:17:22: Allerdings hört man jetzt, dass das System auch langsam an sein Ende kommt weil es einfach zu viele und so große Beschädigungen sind?
00:17:29: Ich habe solche Kraftwerke auch von innen gesehen, auch in den vergangenen Jahren als Angriffe passiert sind.
00:17:37: Das ist ja ein riesiges Gebäude eine hochkomplexe, aufwendig hergestellte Struktur.
00:17:46: Und dann kommst du da rein und siehst, wie relevante Dinge in dieser Struktur einfach völlig kaputt geschossen sind.
00:17:55: Du stellst dir als normaler Mensch der kein Ingenieur ist die Frage, wie soll das überhaupt jemals wieder repariert werden?
00:18:03: Dann gibt es aber eben Ingenieurinnen und Ingeniöre, Technikerinnen und Techniker, die mit Ersatzteilen das Ding wieder ans Laufen kriegen.
00:18:12: Auch da muss man sich hervorstellen... Russland greift an, dann kommen die Reparaturteams, bauen das auf und oft greift Russland ja etwas später wieder diesen Ort an.
00:18:23: Also was diese Menschen für ein persönliches Risiko in Kauf nehmen um dafür zu sorgen dass andere Menschen wieder Energie haben ist bemerkenswert werden in der Ukraine auch als Heldinnen und Helden bezeichnet.
00:18:37: es gab leider jetzt auch sehr viele Fälle wo wichtige Mitglieder dieser Reparaturteams getötet worden sind.
00:18:46: Und wir wissen auch, dass es eine Vorbereitung gab auf diese Angriffe.
00:18:51: also auch Deutschland hat damit Ersatzteilen unterstützt.
00:18:54: aber die Ersatzteile sind endlich und wenn ein Kraftwerk immer und immer wieder angegriffen wird gerade repariert wieder angegiffen wird dann ist irgendwann schloss.
00:19:04: und wenn man sich das Wärmekraftwerk in der Nähe von Kiew anschaut Da ist wenig von übrig, was irgendwie jemals wieder arbeiten könnte.
00:19:15: Auch da schließe ich aber nicht aus bei dem, was ich schon gesehen habe dass es Leute gibt die es dann doch schaffen das wieder ins Laufen zu kriegen.
00:19:23: Aber das wird sehr lange dauern und wahrscheinlich dieses konkrete Kraftwerk nicht mehr in diesem Winter einsatzfähig sein.
00:19:31: Besonders vulnerabel, wenn man auf die Zivilbevölkerung blickt sind natürlich immer Kinder und auch Seniorinnen und Senioren.
00:19:37: Was hörst du von Eltern?
00:19:38: Also ist Schule möglich!
00:19:40: Wie geht's den Kindern?
00:19:43: Den Kindern geht es nicht gut.
00:19:46: also ich muss gerade an einen kleinen jungen denken Kerelo der SIV.
00:19:50: das heißt er lebt in diesem Angriffskrieg.
00:19:56: Seine Tante hat ihn abgeholt aus dem Kindergarten gesagt, da war es zu kalt.
00:20:01: Also die sind alle in ihren Schneeanzügen rumgelaufen.
00:20:05: das war nicht aushaltbar und dann sind wir halt gemeinsam in deren Wohnung hoch gegangen.
00:20:10: Da war's aber auch nicht wärmer, da waren sie fünf Grad.
00:20:12: Dann hat sie auf diesem improvisierten Campingkocher irgendwie ein Tee... gekocht.
00:20:18: Dann hat er irgendwie eine Schokolade aufgemacht, da hat er glaube ich die halbe Tafel weggefuttert und dann habe ich ihn gefragt wie es ihm geht?
00:20:26: Und dann sagte er ja wir hatten heute Luftalarm, dann sind wir in den Keller, dann waren wir gerade wieder hoch, dann war wieder Luft Alarm, sind wir wieder runter.
00:20:35: Das erzählt er so als sei das etwas Selbstverständliches und normales.
00:20:39: Es ist leider etwas was seinen Alltag prägt Kinder.
00:20:46: Wir sehen ja, dass Schulen teilweise wirklich Bunkerräume unter der Erde haben damit Schülerinnen und Schüler weiter Unterricht haben können.
00:20:54: aber es ist ja kein normaler Unterricht.
00:20:56: du sitzt in deinem Klassenraum Der Alarm fängt an alle rennen runter das ist dann ein großer Raum alle reden durcheinander da kann man nicht von normalen Bedingungen sprechen.
00:21:05: Es gibt Unterrichten online stattfindet auch das ist natürlich etwas was viele in Deutschland auch kennen durch die Corona Zeit.
00:21:13: Das ist aber auch nicht das Gleiche.
00:21:14: Es ist nicht das gleiche soziale Leben, es ist nicht irgendwie die Pausen gemeinsam miteinander verbringen.
00:21:21: wenn wir uns Sportvereine anschauen Die trainieren im Dunkeln, die machen Sport im Dunkel und die Trainer sagen Auch Wir merken die Kinder haben irgendwie weniger Kraft die kommen schon ausgepowered an.
00:21:36: Die erzählen dann auch, wenn du sie fragst von Explosionen und das ist etwas was ich auch wahrnehme.
00:21:43: In unserer Arbeit ist es belastend.
00:21:45: Wenn du mit Kindern sprichst und die dir wie selbstverständlich von Angriffen erzählen, dann hoffst du einfach dass das ein Ende hat, dass diese Kinder irgendwann wirklich unter normalen Bedingungen aufwachsen können Sicherheit in den Kindergarten und in die Schule gehen können.
00:22:02: Jetzt sicher, weil der vierte Jahrestag des Angriffs habe ich ja in der Anmoderation gesagt und also die Bevölkerung muss ja unglaublich müde sein.
00:22:14: Mürbe natürlich ganz bewusst gemacht worden sein.
00:22:18: gleichzeitig hat man den Eindruck, dass die eine unheimlich große Resilienz haben.
00:22:23: Also du kannst natürlich jetzt nicht für das ganze Land und seine Bevölkerung sprechen aber wie würdest du diese Lage in der Bevölkerung gerade einordnen?
00:22:32: Ich bin selbst immer wieder beeindruckt und suche auch immer wieder nach neuen Worten das zu beschreiben was wir erleben.
00:22:43: Du hast diese Angriffsnächte Und dann siehst du wie Leute Am nächsten Morgen und du weißt, niemand hat groß geschlafen.
00:22:52: Wieder auf den Straßen sind und ihre Arbeit nachgehen.
00:22:55: Du siehst Menschen die die Straßen von Schneereinigen.
00:23:01: Du Siehst Menschen haben wir neulich gedreht im Zoo Im Kiewa Zoo.
00:23:06: Die kommen unter Beschuss zur Arbeit Also während die Drohnen noch fliegen, während Explosionen noch zu hören sind.
00:23:12: Damit sie ihre Tiere füttern können.
00:23:23: braucht es Waben.
00:23:24: Also das muss mindestens zwanzig Grad in seinem Gehege sein, sonst wird's sehr gefährlich für seinen
00:23:28: Leben.".
00:23:30: Die haben da so einen kleinen Ofen installiert und werfen da immer neues Holz nach damit Toni es schön warm hat.
00:23:36: er kommt aus Nürnberg wurde dann in Deutschland geboren und das heißt die kommen dahin riskieren selber ihr Leben damit ihre Tiere weiter leben können Und das zeigt eben, wie die Menschen für einander da sind.
00:23:52: Wie die Menschen... Für Tiere da sind!
00:23:54: Wie die menschen sozusagen für die Schwächsten der Gesellschaft da sind.
00:23:58: und dass ist glaube ich etwas wenn ich das runterbreche wo ich glaube, glaube ich die größte Stärke der ukrainischen Gesellschaft sehe.
00:24:07: Wenn du Leute auch fragst Ich habe eine Mutter Was treibt sie?
00:24:13: Wo nehmen Sie Ihre Stärke her, ihre Kraft her?
00:24:16: und dann guckt sie auf Ihren Sohn.
00:24:18: Und sagt naja ich mach das für ihn nicht so und ich gucke ihn an und er gibt mir die Kraft und die Stärke.
00:24:25: Dann habe ich den Sohn gefragt um meine Mama zu sehen dass sie in diesen schwierigen Zeiten Dinge möglich macht und irgendwie möglich macht warmes Essen haben, dass wir irgendwie leben können.
00:24:40: Das macht mich wiederum stark und ich glaube das ist wirklich das Geheimnis dieser ukrainischen Gesellschaft.
00:24:48: aber das ist natürlich auch kein Geheimniss und es ist natürlich endlich die Kraft des Endlichs und das geht jetzt in der großen Form vier Jahre.
00:24:57: Es gibt Leute, die kämpfen schon verteidigen ihr Land seit zwölf Jahren im Dornbas.
00:25:05: Es muss einfach alles dafür getan werden, damit dieser russische Angriffskrieg endet.
00:25:10: Und auch da wiederholen sich Beobachterinnen und Beobachter ja immer wieder und sagen der Druck auf Russland reicht nicht aus.
00:25:17: Der militärischen Druck reicht nicht aus, der wirtschaftliche Druck reichte nicht aus aber das... Da muss man Einfluss drauf nehmen weil irgendwann können Menschen das einfach nicht mehr aushalten.
00:25:29: Wir haben in unserem letzten Podcast Gespräch darüber geredet, dass du gesagt hast, dass sehr viel mehr Menschen die Ukraine verlassen werden müssen.
00:25:38: Wenn die Angriffe auf die Energieinfrastruktur so weitergehen – das war im vergangenen Winter – wie ist denn da die Lage?
00:25:45: Also gibt es jetzt sehr viele Menschen, die eben sagen ich will eigentlich nicht aus der Ukraine gehen aber ich gehe jetzt zum Beispiel nach Deutschland oder nach Polen.
00:25:52: Es gibt sehr viele zu bleiben.
00:25:58: Es gibt Menschen, die sogar zurückgekehrt sind weil sie gesagt haben ich bin Deutschland dankbar und ich bin dankbar wie ich hier aufgenommen wurde aber die Ukraine ist meine Heimat.
00:26:09: Aber wir sehen gerade Familien mit Kindern.
00:26:11: Wir haben jetzt auch bei einer Familie gedreht.
00:26:14: da sagte die Mutter wir waren nie weg!
00:26:16: Wir waren die ganze Zeit über in Kyiv in der Ukraine.
00:26:22: Die Situation ist einfach so schwierig, die nimmt dann irgendwie eine Kinderbadewanne sammelt da Wasser damit sie irgendwie die Toilette abspülen kann.
00:26:29: Damit Sie Wasser zum Händewaschen haben.
00:26:32: das sind ja keine normalen Lebensumstände und diese Familie hat Geld angespart und hat sich entschieden in der Türkei zu überwintern.
00:26:41: Die sagen wir wollen zurück hier leben unsere Eltern hier sind unsere Freunde Hier ist die Schule Der Kindergarten.
00:26:47: Aber wir wollen das jetzt erst mal abwarten und hoffen, dass das irgendwie danach besser wird.
00:26:52: Aber auch da muss man ja ehrlich sagen wenn diese Familie sieht es wird nicht besser Es dauert an!
00:26:57: Es wird alles vielleicht sogar schlechter.
00:27:00: Dann ist die Frage auch da kommt diese Familie zurück oder bleibt sie weg?
00:27:04: Und wenn wir das dann wieder raussoumen auf die wirtschaftliche Ebene Wir sehen natürlich diesen militärischen Krieg sehr viele Soldaten jeden Tag sterben und getötet werden.
00:27:15: Wir sehen, dass Zivilisten getötete werden aber es ist natürlich auch ein Krieg gegen die ukrainische Wirtschaft, gegen die wirtschaftsleistung.
00:27:21: Wir haben auch mit dem Chef der ukrainischen Nationalbank gesprochen, André Brieschne, der halt sagt genau das ist die Idee dieses russischen Energietherors, dass einerseits Unternehmen nicht arbeiten können weil sie zu wenig Energie haben, weil die Energiepreise dadurch immer teurer werden.
00:27:38: Aber eben auch eine neue Migrationsbewegung entstehen zu lassen, die dann wiederum den Druck auf andere Staaten in Europa erhöht, die aber natürlich in erster Linie auch dem Druck auf die ukrainische Wirtschaft erhöht.
00:27:50: Denn die Ukraine braucht Menschen, die in der Ukraine sind und In der Ukraine arbeiten, in der Ukraine Geld verdienen und dieses Land irgendwie am Laufen halten.
00:28:00: Und das alles ist gerade extrem gefährdet und während wir sprechen es hier in Köln relativ warm also es kein ganz kalter Winter jetzt grade.
00:28:10: Und in der Ukraine sind weiter Minusgrade und die Menschen in der ukraine erwarten weiter massive russische Angriffe weil auch wenn da irgendwelche Menschen ganz weit weg das Wort Feuerpause in den Mund nehmen die Menschen spüren gar nichts davon.
00:28:25: Hast du aktuelle Zahlen, wie viele Menschen aus der Ukraine jetzt auch in diesem Winter nach Deutschland gekommen sind?
00:28:31: Das ist schwer.
00:28:32: Wir wissen dass es in der Altersgruppe achtzehn bis zwanzig insbesondere junge Männer die das jetzt dürfen höhere Zahlen bei der Ausreise gibt.
00:28:44: Das sind einige Zehntausende.
00:28:46: so haben es die polnischen Behörden gemeldet.
00:28:49: von denen So wissen wir, sind viele nach Deutschland gegangen.
00:28:52: Wir wissen aber nicht bleiben die jetzt länger da gehen wieder zurück in die Ukraine Die nutzen jetzt sozusagen erst mal dieses widererlangte Recht das Land zu verlassen und viele haben ja zum Beispiel Mütter Schwestern In Deutschland und sind dann bei denen.
00:29:06: Das heißt das muss man beobachten.
00:29:09: Wir sehen schon dass Kiev die Hauptstadt ein bisschen Lehrer geworden ist Aber wir sehen jetzt auch keine massiven Fluchtbewegungen.
00:29:19: Es gibt jetzt auch keine Zahlen, die das stützen.
00:29:22: aber ich glaube wir müssen sozusagen weiter abwarten und weiter beobachten und vor allem auch weiter Beobachten mit Blick auf den nächsten Winter.
00:29:29: es gibt Menschen die sammeln jetzt schon in ihren Häusern also planen den nächsten winter und überlegen was brauchen wir um maximal autark zu sein?
00:29:40: wie kriegen wir unser haus unser großes hochhaus irgendwie warm gehalten und versorgt unabhängig von dem, was der Staat uns liefern kann und nicht liefern.
00:29:52: Und das zeigt sozusagen die Einstellung auch der Ukrainerinnen und Ukraine, dass sie nicht nur im Hier-und-Jetzt sind, sondern dass viele nach vorne denken und überlegen wie schaffen wir es denn?
00:30:01: Wie kriegen wir's selbstständig
00:30:02: hin?".
00:30:06: großen Unterschied festgestellt zu den vergangenen Jahren.
00:30:08: Da war es ja so, dass man in einigen Städten und Gebieten der Ukraine durchaus sicher war wenn man dort war.
00:30:14: also es gab dann natürlich die Front und es gab Städte die wurden beschossen.
00:30:17: aber Kiev zum Beispiel war lange Zeit eine Stadt wo man einigermaßen sicher war.
00:30:23: Das hat sich ja fundamental geändert, weil jetzt eben so viele Städte mit Drohnen beschossen werden und man auch das Gefühl hat ... Und da kommen wir vielleicht auf die militärische Lage insgesamt.
00:30:34: Dass es den Krieg an der Front gibt aber ganz massiv dem Dronenkrieg, dass man das gefühlt hat Es gibt eigentlich keinen Ort mehr in der Ukraine wo man wirklich sicher ist.
00:30:43: Also gibt es aktuell Gebiete oder Städten wo man risikofrei lebt?
00:30:50: Also das Gefühl sicher zu sein, das hatte ich nie in der Ukraine und das haben wir auch mit den ersten Kriegstagen schon gesehen.
00:31:00: Die die Angriffe, die es auch auf Kyiv gegeben hat.
00:31:04: Ja, die Angriffen sind zum Teil größer geworden, sie sind zum teil tödlicher geworden aber du hattest im Jahr zwanzig, dreiundzwanzig vierundzwantzig fünfundzwandzig und jetzt auch sechsundzwannzig immer wieder massive Angriefer auch auf das Zentrum der Stadt Zivilisten, die getötet worden sind.
00:31:25: Du hast auch Angriffe gehabt auf die West-Ukraine seltener aber auch.
00:31:31: da gab es ja zum Beispiel die Familie von Jaroslav Bazilevich, die wir getroffen haben.
00:31:36: also wir haben ihn getroffen.
00:31:38: er hat überlebt und seine drei Töchter und seine Frau wurden getötete bei dem russischen Angriff.
00:31:44: das sind ganz brutale Schicksale auch schwer sind, irgendwie in Worten zu beschreiben.
00:31:52: Und ich kann gar nicht sagen wie viel Respekt vor ihm habe dass er die Kraft hat über das was seiner Familie widerfahren ist zu sprechen weil es auch wichtig ist damit die Menschen weit weg vom Krieg mitbekommen was das eben für Familien bedeutet und wie dieser Krieg Familien zerreißen kann.
00:32:14: Wie gesagt, diesen Winter macht wirklich vor allem aus diese Kombination aus Angriffen und Kälte.
00:32:20: Du hast zum Teil natürlich Orte im Westen der Ukraine die aus russischer Sicht strategisch nicht so relevant sind.
00:32:31: Da gibt es seltener oder weniger Angriffe.
00:32:33: Es gibt einzelne Orte wo es auch gar keine Angrife gegeben hat Aber es gab glaube ich fast keine ukrainische Region die nicht mindestens einmal angegriffen und besonders heftig.
00:32:45: Da reden wir ja kaum drüber, weil sich das irgendwie schon ... als selbstverständlich etabliert hat.
00:32:49: Wenn wir Städte nehmen wie Kharkiv, meine Geburtsstadt im Nordosten der Ukraine eine Millionen Stadt die dreißig Kilometer von Russland entfernt ist da gibt es praktisch jeden Tag Angriffe.
00:33:00: Saporizia auch in der Nähe der Front.
00:33:02: Da gibt's auch sehr viele Angriffen, Dnipro Das alles sind Städten wo auch Familien leben sehr viele Menschen die Wege finden auch weiter zu leben berichtet über die Kultur in Kharkiv, die sich unter der Erde verlagert hat.
00:33:20: Die große Opa wird nicht mehr auf der Bühne aufgetreten, sondern unter der Erde war eigentlich irgendwie die Lagerräume waren.
00:33:28: Aber es wird nach wegen gesucht damit Dinge wie Kultur überleben können und Menschen auch im Krieg das Gefühl haben können etwas abzuschalten.
00:33:42: Ich glaube, wenn wir es zusammenfassen so die Dauer des Krieges.
00:33:46: Wer hätte sich denn vorstellen können Russland hat ja glaube ich gedacht in drei vier Tagen die ukrainische Hauptstadt zu erobern.
00:33:51: jetzt sind das vier Jahre Die russland ist nicht schafft seine ziele zu erreichen Es im donbas nicht schaft es Dadurch aber eben verstärkt versucht über terror gegen die zivilbevölkerung über diese brutale Abnutzungs- und Zermürbungsstrategie, wo aber auch die Ukrainer Resilienz zeigen.
00:34:11: Also wir haben jetzt auch Berichte gemacht über Menschen, die bei Minustemperaturen sich auf einem zugefrorenen See versammeln.
00:34:19: Da legt dann DJ auf und die feiern!
00:34:21: Die haben gemeinsam Spaß – das klingt im ersten Moment Paradox, aber das ist auch ein Zeichen des
00:34:30: Widerstands.".
00:34:33: eben schon skizziert.
00:34:34: Russland hat Drohnen in raun Mengen, kann auch relativ ungehindert produzieren aufgrund dessen das die Ukraine nicht in der Lage ist wiederum diese Produktionsstätten unter Beschuss zu nehmen.
00:34:48: Wie würdest du beschreiben?
00:34:51: Die aktuelle Taktik der russischen Armee?
00:34:54: Russland nimmt eigentlich jede Nacht eine Stadt und eine Region sehr spezifisch unter Beschoss und versucht die Flugabwehr in diesem Bereich zu überfordern.
00:35:08: Das heißt, wir sehen dann eben Schwärme von Drohnen, die aus verschiedenen Richtungen in die Innenstadt fordringen Und die Flug-Abwehr versucht dann diese Drohne runterzuholen.
00:35:20: Gleichzeitig kommen dann aus verschiedenen richtungen ebenfalls Raketen.
00:35:23: Was ist der ukrainischen Flugabwähr schwer macht sie alle abzuwehren?
00:35:28: Und was eben dazu führt durch die Masse der Angriffe durch die Masse der Flugobjekte, dass verschiedene Raketen, verschiedene Drohnen ihr Ziel erreichen und für Zerstörung sorgen.
00:35:42: Und das ist sozusagen das Perfide daran – Russland weiß, die Ukraine hat nicht genug Flugabwehr und Russland versucht sich immer wieder anzupassen um die eigenen Ziele zu erreichen.
00:35:57: Die ukrainische Armee wiederum sucht nach Wegen sich anzupassen, die Sache mit der Drohne habe ich ja zum Beispiel auch erzählt.
00:36:04: Mit der Starlink gab es dann ein Gespräch mit dem ukrainischen Verteidigungsminister, der Elon Musk angerufen hat und gesagt hat wir müssen eine Lösung finden damit Russland das nicht nutzen kann gegen unsere Zivilbevölkerung.
00:36:18: Und jetzt gibt's quasi eine Art Whitelisting für Unternehmen in der Ukraine.
00:36:23: Das heißt, man muss sich offiziell registrieren als ukrainisches Unternehmen um Starlink nutzen zu können.
00:36:29: das bedeutet dass die russischen Soldaten an der Fronten der Ukraine das eben nicht mehr ohne weiteres nutzen können.
00:36:34: also man sucht immer wieder nach Wegen.
00:36:36: Russland findet etwas neues.
00:36:39: die ukraine versucht dem entgegenzuwirken auch bei den drohnen.
00:36:42: also Elon Musk hat tatsächlich geholfen.
00:36:44: Elon Musk hat an der Stelle geholfen, genau.
00:36:47: Und das andere was hilft ist eben dass die Ukraine Drohnen produziert, die die russischen Drohne abfangen sollen also so genannte Abfangdrohnde, die teilweise auch mit KI funktionieren sollen aber auch das technologische Entwicklung, die noch in der Entwicklung ist.
00:37:03: Also da kannst du nicht davon ausgehen das funktioniert jetzt einwandfrei.
00:37:07: Sondern da werden verschiedene Drohnen getestet Ausprobiert dass eine funktioniert das andere funktioniert noch nicht.
00:37:16: Was aber wir sehen was funktioniert?
00:37:18: Ist diese massenproduktion der russischen drohn iranischer Bauart muss man ja immer wieder sagen Shahid drohen also auch da wiederum eine Kooperation von zwei Regimen, die der Menschheit nicht wohlgesonnen sind um es mal nett auszudrücken.
00:37:36: Kleine Werbeunterbrechung in eigener Sache.
00:37:39: Hier ist Sarah Brasack stellvertretende Chefredakteurin des Kölner Stadtanzeiger.
00:37:42: Wir berichten in der gedruckten Ausgabe oder im E-Paper des Körlner Stadtanziger sowie auf ksda.de täglich intensiv über alles wichtige was in Köln passiert aber natürlich auch in der Region Deutschland und der Welt.
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00:38:14: Und jetzt geht's weiter mit dem Podcast.
00:38:17: Wie ist es mit Gebietsverlusten?
00:38:18: Also es war ja vielleicht auch nochmal... so aus meiner Erinnerung gesprochen, in den Anfangsjahren des Krieges das Russland Gebiete gewonnen hat aber auch teilweise wieder verloren hat weil die Ukraine die eben zurückerobert hat.
00:38:31: Es ist ja wirklich unübersichtlich muss man sagen für Außenstehende die Situation im Russland zu verfolgen.
00:38:37: aber es scheint mir doch so dass im Moment wenn eben eher Russland auch Gebiet gewinnt und natürlich diese Gewinne sichert, indem sie die so unfassbaren Frontlinien sozusagen mit Befestigungsanlagen versehen das eigentlich eine Rückeroberung fast unmöglich ist.
00:38:52: Also wie sieht es aus?
00:38:54: Mit den Biezgewinnen ist Russland da derzeit sehr erfolgreich?
00:39:00: Russland ist aber recht langsam in dieser Vorwärtsbewegung.
00:39:03: Wir sehen schon ein stetiges Vorkommen der russischen Armee, bei gleichzeitig aber sehr hohen Verlusten.
00:39:10: Also Putin die russische Armeeführung nimmt in Kauf das jeden Tag sehr viele hunderte russischer Soldaten getötet werden für einige Zentimeter Meter, würde ich mal sagen ukrainischen Staatsgebiet Wenn wir uns den Frontverlauf anschauen und ins Frühjahr, dass es in den Norden der Ukraine ist im Osten, auch im Nordosten sehr weit vorgerückt ist.
00:39:39: Im Süden hat die Region Kharkiv zu großen Teilen gelungen, um im Süden Gebiete zurückzuerobern.
00:39:50: Und dann gab es im Prinzip wenig große Durchbrüche.
00:39:54: Also wir sehen ein ganz, ganz leichtes Vorkommen.
00:39:59: was zwar nennenswert ist für die Menschen, die davon betroffen sind, was militärisch aber nicht nennenzwert ist also das, was Russland bezahlt für diese Meta-Dies erobert lässt sich eigentlich auch aus russischer Sicht nicht rechtfertigen.
00:40:19: Und vor allem, auch dann nicht wenn wir uns immer wieder vor Augen führen es geht um das größte Land der Welt und dass weit davon entfernt ist überbevölker zu sein was breite Landstriche auf dem eigenen Staatsgebiet hat wo niemand lebt Das für sich entschieden hat aus imperialistischen Gründen weiter wachsen zu wollen.
00:40:45: Und das ist natürlich rational überhaupt nicht nachvollziehbar.
00:40:52: Das, was die Ukraine sozusagen machen kann, ist zu versuchen dieses Vorrücken zu verlangsamen aber bei den Mitteln, die die Ukraine zur Verfügung hat.
00:41:03: Die Ukraine hat auch große Mobilisierungsprobleme.
00:41:06: Auch da kann man ja eins und eins zusammenzählen wenn du siehst wie schwierig die Lage an der Front ist militärischem Gerät an moderner Technik mangelt, dann ist deine Motivation dich freiwillig zu melden relativ gering.
00:41:23: Wenn du weißt dass du einen Vertrag unterschreibst der im Prinzip ein One-Way Ticket ist, dann isst eine Motivacion relativ geren.
00:41:30: Aber der ukrainische Staat hat sozusagen das Interesse diesen Formage Russlands soweit es geht zu verlangsamen.
00:41:37: Das gelingt mehr oder weniger gut Aber zu mehr ist die ukrainische Armee in der derzeitigen Ausgangslage nicht im Stande.
00:41:46: Mobilisierungsprobleme muss man vielleicht erklären, also es geht um die Frage wo die Ukraine eigentlich noch Soldaten herbekommt.
00:41:53: Dass Putin kein Problem damit hat sehr viele Menschen und Russland hat natürlich deutlich mehr Bevölkerung einfach als Kanonenfutter einzusetzen.
00:42:01: das ist glaube ich eine traurige Realität seit Kriegsbeginn.
00:42:05: aber auch die Ukraine hat natürlich hohe Verluste.
00:42:08: wie sind diese Verlust im Moment?
00:42:09: Und wie läuft überhaupt dann dieser Mobilisierung Strategie?
00:42:12: weil man kann sich ja kaum vorstellen wie du gerade sagtest dass jemand jetzt noch bereit ist, wenn er sieht eben wie furchtbar die Lage ist und wie hoch das eigene Risiko ist.
00:42:21: Jetzt noch Soldat zu werden?
00:42:23: Wenn wir uns zurückdenken in den Februar, der gab es ja Schlangen vor den ukrainischen Wehrämtern Leute wollten freiwillig Waffen bekommen und ihr Land verteidigen ihre Städte verteidigt.
00:42:38: man hat damals aber das ist jetzt auch leicht gesagt aus heutiger Sicht den Fehler gemacht keine richtigen Listen geführt hat, keine richtige Datenbank aufgebaut hat um dann nach und nach diese Leute zu nehmen auszubilden.
00:42:51: Und einen auf diesen Fundus an Menschen zurückzugreifen eine ordentliche Rotation hinzubekommen.
00:42:57: aber wie gesagt Damals war ja die Frage, wie lange ist Kiev überhaupt in der Lage sich zu verteidigen?
00:43:02: Also eine andere Ausgangslage als wir sie jetzt haben.
00:43:06: Aber auch danach ist es der Ukraine nicht gelungen ein ordentliches faires System zu etablieren.
00:43:12: Es gab dann also Menschen, die sind freiwillig gegangen Und diese Menschen sind teilweise immer noch an der Front.
00:43:18: Die haben kaum Urlaub, die sind völlig zermürbt.
00:43:22: Wir haben über die kalten Temperaturen gesprochen in den Häusern.
00:43:25: Sie sitzen teilweise in Erdlöchern bei Minustemperaturen Den frieren sie Zehen ab.
00:43:31: Also das kann man sich auch nicht mal ansatzweise vorstellen.
00:43:36: Was die dadurch leben müssen?
00:43:37: Die haben die ganze Zeit Explosionen um sich herum.
00:43:39: Die müssen Sorge haben dass Drohnen in ihre Stellungen fliegen also wirklich, wirklich extrem brutal und das sind alles Menschen.
00:43:49: Viele von ihnen sind Menschen die keine Berufssoldaten waren sondern die aufgrund des Krieges einfach den Drang empfunden haben.
00:43:58: ich muss jetzt meinen Land verteidigen.
00:44:00: wer soll es denn sonst tun?
00:44:02: Und das führt eben dazu, dass es jetzt weniger Menschen gibt die dazu bereit sind.
00:44:09: Es gibt Verträge für achtzehn bis zwanzigjährige.
00:44:12: also sie können freiwillig sich anmelden und Verträge abschließen die dann auch eine Laufzeit haben anders als bei älteren.
00:44:22: Die Ukraine zieht verbindlich erst ab fünfundzwanzig Jahren ein und wir sehen aber auch immer häufiger, dass Männer in Busse gezogen werden.
00:44:34: Also quasi zwangsrekrutiert werden.
00:44:37: Das sind meistens Männer die ihre Dokumente nicht aktualisiert haben, die sich sozusagen vor den Wehrdienstbehörden verstecken.
00:44:43: Das ist aber auch ein Thema das die Gesellschaft sehr stark polarisiert weil diese Männer natürlich sagen ihr könnt mich doch nicht zwingen.
00:44:52: der ukrainische Staat sagt So sollte es eigentlich nicht laufen, aber wir brauchen Männer an der Front.
00:45:00: Und Präsident Zelenski hat jetzt dem neuen Verteidigungsminister den Auftrag gegeben humanere Wege zu finden und Menschen zu motivieren in den Krieg zu gehen.
00:45:10: Aber das ist natürlich auch ein sehr großes Ziel und angesichts der Lage praktisch aber sehr schwer umsetzbar.
00:45:19: Die Ukraine hat da einfach ein massives Problem.
00:45:23: Und was wir auf russischer Seite eben sehen, Menschen als Kanonenfuhrter ja aber Russland gibt auch sehr viel Geld dafür aus dass Soldaten sich also Verträge unterschreiben und in diesen Krieg gehen.
00:45:36: und viele Familien rechnen sich aus weil sie eben arm sind.
00:45:39: naja gut dann geht der Mann halt in den Krieg und wenn er zurückkommt, hat er viel Geld verdient.
00:45:45: Und wenn er stirbt dann kriegen wir als Familie so viel Geld wie er wahrscheinlich niemals im Leben verdienen könnte.
00:45:52: also auch da wird diese massive Armut in Russland genutzt um einerseits die Ziele des Kreml zu erfüllen und andererseits doch dafür zu sorgen dass es keine großen Aufstände gibt.
00:46:06: Waffenlieferung war ja lange eigentlich das dominierende Thema auch im öffentlichen Diskurs, also Forderungen aus der Ukraine.
00:46:13: Wir brauchen dies und jenes.
00:46:14: Und dann das berühmt gewordene Zögern von Olaf Scholz – was liefern wir?
00:46:19: In welcher Stückzahl
00:46:20: usw.?
00:46:21: Ich finde, der öffentliche Diskurs wird so ein bisschen überlagert im Moment durch das Thema Verhandlungen weil Donald Trump eben da.
00:46:28: über das Thema sollten wir gleich dringend zu sprechen kommen.
00:46:32: aber vielleicht mal die Frage welche Waffen Und Verteidigungssysteme fehlen in der Ukraine aktuell am dringendsten und was passiert da gerade auf diesem Feld?
00:46:41: Die Ukraine braucht natürlich viel, viel mehr Flugabwehrsysteme bei der Masse an Angriffen.
00:46:49: Die Ukraine braucht Flugabwehresysteme um sich vor russischen Raketenangriff zu schützen.
00:46:53: Da geht es vor allem um die Patriotsysteme.
00:46:56: ein großes Problem das hat Präsident Zelenski auch bei einem Pressegespräch erzählt, an dem ich teilgenommen habe vor wenigen Wochen ist, dass die Partner der Ukraine nicht die Flugabwehr Munition geliefert haben rechtzeitig diese gebraucht hätte um gewisse Angriffe abzuwehren.
00:47:15: Das heißt er ist dann in einer Situation, er weiß von einem der Partner Russland greift jetzt mit ballistischen Angriffen dieses oder jenes Ziel an und er weiß aber auch das ihm die Flug-Abwehr Raketen fehlen um die russischen Angriffs abzuwähren.
00:47:30: Und das ist natürlich eine extrem brutale Situation.
00:47:34: Das ist auch deswegen brutal, weil das ja alles nicht neu ist und weil die russischen Angriffsstrategien auch nicht neu sind.
00:47:41: Das heißt da bemüht sich die Ukraine in Zusammenarbeit mit den Partnern mehr Flugabwehr Munition zu organisieren.
00:47:48: Man versucht im Hintergrund auch Staaten zu überzeugen neue Flugabwehresysteme zu liefern.
00:47:54: Deutschland tut da tatsächlich auch viel.
00:47:56: also wenn wir an Systeme wie RST denken der liefert Deutschland priorisiert an die Ukraine, da ist Deutschland sehr zuverlässig auch in der Lieferung von Flugabwehrmonition.
00:48:07: Und das andere sind wir wieder bei den Quellen der Angriffe, sind weitreichende Raketen also Marschflugkörper wie der Taurus.
00:48:20: Wenn die Ukraine überhaupt bekommt, braucht es erst mal Zeit.
00:48:24: Dass ukrainische Soldaten daran ausgebildet werden.
00:48:26: aber die Idee hinter diesem Taurus ist dass man damit russische Munitionsfabriken, russisch Produktionsstätten wichtige logistische Knotenpunkte angreifen könnte.
00:48:40: und da gibt's natürlich auch noch andere Formen der Marschflugkörper.
00:48:44: Aber das ist auch etwas wo die Ukrainer nicht müde wird das zu betonen weil In einer Situation, in der du um deine Existenz kämpfst jeden Tag.
00:48:56: Jeden Tag wird es schwieriger.
00:49:00: Dann musst du sozusagen alles versuchen und vielleicht Dinge auch manchmal sieben oder zehnmal wiederholen damit sie möglich sind.
00:49:08: das gleiche wenn wir an die eingefroren russischen Vermögenswerte denken.
00:49:12: Auch da hieß es ja immer nein nein nein.
00:49:15: dann gab's jetzt das neunzig Milliarden Paket immer noch nicht der volle Zugriff auf die eingefrorenen Gelder.
00:49:22: Aber auch da ist Bewegung drin, das heißt auch da sehen irgendwann die europäischen Staaten okay wenn wir wirklich helfen wollen dann müssen wir da früher oder später ran und dann wird nach Wegen gesucht und dann gibt es ja die Floskel wo ein Wille da auch einen Weg und dann findet man Wege.
00:49:41: Die Ukraine greift ja ganz direkt auch russische Städte an, also macht das ja schon auch erfolgreich eben der russischen Bevölkerung und auch Putin zu verdeutlichen.
00:49:51: Du schaffst es nicht mehr diesen Krieg aus deinem Land rauszuhalten sondern die Zivilbevölkerung in Russland bekommt natürlich unmittelbar mit was Krieg ist weil sie selber davon betroffen sind.
00:50:02: Wie ist aktuell die Situation?
00:50:05: Gelingt es der Ukraine nach wie vor diese Nadelstiche, wenn man die so nennen will auch weiterhin zuzufügen oder reicht das dafür eben aktuell auch an der Munition gar nicht?
00:50:14: Wir sehen eine andere Form der Kriegsführung auf ukrainischer Seite als auf russischer Seite.
00:50:20: Russland beschießt ja wirklich gezielt Energieinfrastruktur in der gesamten Ukraine was dazu führt dass Menschen eigentlich in allen Landesteilen ohne Wasser, Wärme und Strom auskommen müssen.
00:50:32: Die Ukraine versucht vor allem die Ölinfrastruktur in Russland anzugreifen.
00:50:38: Warum?
00:50:38: Weil Russland mit Öl sehr viel Geld verdient und dieses Geld dafür nutzt um den Krieg gegen die Ukraine zu finanzieren.
00:50:46: Und das tut Russland weh!
00:50:47: Das tut Russ land weh weil Russland braucht Dieses Geldbuddings-Kriegsmaschinerie braucht dieses Geld.
00:50:53: Was wir auch sehen, ist das Grenznahesteht wie Belgorod zum Beispiel dass da auch Energieinfrastruktur angegriffen wird.
00:51:00: also Belgorot ist immer wieder auch mal im Blackout.
00:51:03: Das hat den Grund das dort sehr viele russische Soldaten angesiedelt sind und die Ukraine versucht denen das Leben schwer zu machen.
00:51:11: Es trifft aber natürlich auch die russische Zivilbevölkerung dort und das ist auch etwas, was Putin natürlich gar nicht will.
00:51:19: Er will dass dieser Krieg weit weg von den Menschen in seinem Land bleibt, dass er sozusagen sagen kann hier, es ist ein Krieg auf den Fernsehgeräten, mit dem er sozusagen die große Macht und Stärke Russlands demonstrieren kann.
00:51:32: Aber es wird immer mehr zu einer sichtbaren Schwäche Putins Und die Ukraine ist da vor allem in dem Bereich selber sehr innovativ.
00:51:45: Also entwickelt selber Drohnen, entwickelt selber Raketen, die sie dafür nutzt.
00:51:50: aber auch da zum Beispiel in Joint Venture Zusammenarbeit mit deutschen Unternehmen.
00:51:54: also auch da wissen wir dass die Bundeswehr das Verteidigungsministerium auch die Ukraine unterstützen.
00:52:03: Mit Donald Trump ist ja vor ungefähr einem Jahr jetzt etwas mehr Ich sag mal, ein politischer Player aus Paket getreten der unmittelbar Einfluss nehmen will.
00:52:14: Der das für sich auch als Erfolg reklamieren will dass er jetzt zwischen Russland und Ukraine einen Frieden schaffen wird.
00:52:20: Seitdem wird in unterschiedlichsten Konstellationen seit Monaten verhandelt Und man hat eigentlich das Gefühl ohne greifbare Ergebnisse Verhandelt.
00:52:28: Putin nur weil er Donald Trump vordergründig irgendwie zufrieden stellen will?
00:52:32: Verhandlungen und Diplomatie sind aus russischer Sicht eine Option, ein Mittel um die eigenen Ziele zu erreichen.
00:52:41: Was versucht Russland?
00:52:42: Russland sagt das sind unsere Maximalforderungen.
00:52:45: ihr könnt sie uns gerne hier am Tisch jetzt zusagen und dann können wir gerne den Teil mit den Angriffen überspringen.
00:52:53: vielleicht starten wir in zwei drei Jahren nochmal neuen Krieg aber dass ist unsere Entscheidung.
00:52:56: habt ihr sowieso nicht zu melden.
00:52:58: Das ist im Prinzip die russische Verhandlungsstrategie wenn man Russland zu ernsthaften Zugeständnissen bewegen will versuchen Druck auf Russland auszuüben.
00:53:07: Das ist wiederum das, was die Ukraine versucht.
00:53:10: über die Angriffe auf die Ölindustrie, dass die Ukraine Russlandschmerzen zufügt und Russland dann vielleicht am Verhandlungstisch sagt okay hört auf unsere Ölwirtschaft anzugreifen, dann hören wir auf eure Energieanlagen anzugreiben.
00:53:24: so so wiederum kann man mit Russland verhandeln.
00:53:28: Was wir sehen, ist dass Donald Trump es nicht geschafft hat in vierundzwanzig Stunden den Krieg zu beenden.
00:53:33: Das war erwartbar.
00:53:34: Wir haben's schwarz auf weiß er hat das auch nicht geschafft in einem Jahr den Kriegt zu beenten.
00:53:38: und wir sehen sogar noch etwas anderes die Anzahl der Angriffe Die Anzahl Der getöteten Zivilisten Ist um einiges höher als in den jahren davor.
00:53:52: Dass das tödlichste ja war immer noch zwei tausend zwanzig aber Das zweite in dieser Statistik ist das Jahr zwei tausendfünfundzwanzig.
00:54:02: Und das zeigt wiederum, dass Putin nicht auf die Worte von Donald Trump guckt, sondern auf die Taten.
00:54:10: Und in den Taten gab es bis auf ein etwas schärferes Sanktionspaket gegen die russische Ölindustrie eigentlich nichts nennenswertes, sondern viel mehr Druck auf die Ukraine also auf das angegriffene Land.
00:54:23: Wir müssen aber auch noch eine andere Sache feststellen wenn wir uns an die Gespräche im Istanbul erinnern Im Sommer die absolut nicht ernst zu nehmen war.
00:54:38: Das waren Menschen, die politisch keine Rolle spielen, die kein großes Mandat haben, wo sie mit dem Dienst geht zum Beispiel also Leute, die hingeschickt wurden um Verhandlungen zu simulieren.
00:54:53: Jetzt die Verhandlungsdelegationen, die sich in Abu Dhabi getroffen haben, die jetzt wahrscheinlich Zeiten auch in Miami treffen sind andere Delegationen, vor allem von russischer Seite.
00:55:04: Also da sind hochrangige Militärs dabei, da sind Hochrangige Geheimdienstler dabei.
00:55:09: und das was ich von meinen ukrainischen Gesprächspartnern weiß die auch an diesen Verhandlungen, an diesem Gesprächen teilgenommen haben ist dass die sehr genau wissen Wo auch Russland Schwächen hat, die wissen natürlich auch wo die Ukraine ihre Schwächen haben.
00:55:23: Aber das sind Menschen mit denen man seriös darüber sprechen kann welche Schritte es braucht um diesen Krieg zu beenden wie man mögliche Waffenstillstände kontrollieren kann.
00:55:35: aber all das ändert nichts daran dass in Russland ein Mann darüber entscheidet und das ist Vladimir Putin.
00:55:42: er entscheidet darüber ob dieser krieg weiter geführt wird oder nicht.
00:55:45: Und bisher in den vergangenen vier Jahren war seine Entscheidung jeden Tag aufs Neue, wir führen diesen Krieg weiter.
00:55:51: Ob es den USA gelingt oder Donald Trump vielleicht doch irgendwann den Druck auf Russland zu erhöhen?
00:55:58: Wir hören ja das mit Blick auf Sommer so passieren soll... Ja, es wird der ... Trump fordert für Sommer den Frieden!
00:56:06: Jetzt hat er schon viel gefordert natürlich aber da steht aktuell im Raum Er hat ja seine Midterms und das muss man Leider auch immer wieder so sehen, die größte Motivation für Trump irgendetwas zu tun oder nicht zu tun ist seine innenpolitische Lage.
00:56:20: Er guckt vor allem auf die USA, er guckt
00:56:22: v.a.,
00:56:23: was bringt ihm das?
00:56:25: Das weiß Russland und das weiß die Ukraine.
00:56:27: Die Ukraine hat mehrfach seit Monaten immer wieder schon klar gesagt wir sind zu allem bereit, was einen nachhaltigen Frieden näherbringt.
00:56:35: Wir sind zu Gesprächsformaten bereit.
00:56:37: Selensky hat sich mehrfach erklärt mit Putin direkt zu sprechen.
00:56:40: Putin will das nicht.
00:56:42: Die Ukraine hat sich mehrfach zu einer Waffenruhe bereit erklärt, Russland will das.
00:57:10: Kein Alarm ist, wenn keine Explosionen sind.
00:57:12: Wenn keine Raketen und Drohnen auf ihre Städte
00:57:15: fliegen.".
00:57:15: Wir müssen leider langsam zum Schluss kommen, aber eine Lesart ist ja auch das Putin zunehmend unter Druck gerät.
00:57:22: Also ob er jetzt Trump perspektiert oder Angst hat vor ihm oder nicht, ist die eine Frage.
00:57:26: Aber ich habe mich neulich hier im Podcast mit dem Russlandexperten André Gurkow unterhalten und der sagt Die Luft für Putin wird dünn weil auch in seinem eigenen Land der Rückhalt schwindet.
00:57:35: Die Leute sagen was passiert hier?
00:57:37: Wir sind hier im vierten Jahr und haben keine nennenswerten Erfolge.
00:57:41: Ist es etwas... was auch Hoffnung machen kann.
00:57:48: Dass es irgendwann mal dazu kommen muss, dass es einen Frieden gibt wie auch immer der aussieht?
00:57:52: natürlich Es ist schwer in irgendeiner Form auf Russland zu hoffen und auf Veränderungen in Russland so hoffen.
00:57:59: das waren Dinge vor einigen im Jahr zwei tausend zwanzig darauf gehofft haben dass die gedacht haben okay eine voll Invasion auf das Nachbarland auf die Ukraine da werden.
00:58:09: doch wo Leute in russland aufstehen ist nicht passiert.
00:58:12: dann gab es butcher.
00:58:14: Da ist nichts passiert.
00:58:16: Und es gab immer wieder Ereignisse, die so brutal unterschreckend waren von denen die Menschen in Russland auch mitbekommen haben, die aber nichts gemacht haben.
00:58:27: und deshalb hofft in der Ukraine niemand in irgendeiner Form auf Russland.
00:58:32: worauf man aber doch weiter hoffte sind die europäischen Partner Und ein klein wenig hofft man doch noch auf die USA, vor allem auch auf den Kongress.
00:58:43: Dass da beide Parteien Druck machen und auch Trump unter Druck setzen weil da gibt es doch sehr viele vernünftige Politikerinnen und Politiker die die Situation verstehen.
00:58:52: Die Hoffnung ist eben dass man diese Schwächen die Russland offensichtlich hat nutzt um den Druck auf Russland zu erhöhen.
00:59:01: das heißt was zum Beispiel Deutschland machen könnte oder Europa ist die Sanktionen immer wieder deutlich nachzuschärfen, immer wieder zu gucken wo funktionieren sie nicht.
00:59:11: Was muss man tun damit sie funktionieren?
00:59:13: Weil Russland immer wieder Wege findet diese Sanktsion zum Gehen.
00:59:17: Alles was die russische Wirtschaft unter Druck setzt wird dazu führen dass die rossische Führung Wege finden muss, um aus dieser Drucksituation rauszukommen und diese Wege hängen natürlich unmittelbar auch mit einer Einstellung des Krieges zusammen.
00:59:35: Das andere ist der militärische Druck.
00:59:36: wenn die Ukraine stark genug wäre um an der Front nicht nur Russlands Vormarsch zu verlangsamen sondern aufzuhalten und vielleicht sogar gegen zu drücken in die andere Richtung Auch das würde den Druck auf das russische Regime erhöhen.
00:59:54: Und am Ende drehen wir uns auch da weiter im Kreis.
00:59:57: Das alles sind keine neuen Erkenntnisse, aber diese Erkenntnisse werden drängender in einer Zeit, in der es für die Ukraine immer schwieriger wird zu bestehen – in der Es ist für Zivilistinnen und Zivilisten immer schwierig wird zu überleben und in der Für die Soldatinnen und Soldaten immer schwierigen wird das eigene Land zu verteidigen.
01:00:17: Denn wenn du auch im Inneren deines Landes eine starke Wirtschaft hast, wenn du den Rückhalt der Menschen hast.
01:00:22: Wenn du diese moralische Stärke mitbekommst dann kannst du dein Land auch mit einem anderen Selbstbewusstsein verteidigen als wenn du als Soldat weißt.
01:00:32: deine Frau und deine Tochter sind jede Nacht unter Beschuss und überlegen das Land vielleicht ganz zu verlassen.
01:00:37: also all das muss man mit einberechen müssen politische Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern in Deutschland und anderswo mit ein berechnen.
01:00:46: Ich glaube es ist ganz wichtig, dass man sich ehrlich macht.
01:00:49: Ja die Unterstützung für die Ukraine ist da.
01:00:52: ja die Unterstützung ist größer als sie jemals war aber nein diese Unterstützung reicht nicht aus wenn die Menschen im Dunkeln sitzen und frieren.
01:01:01: Letzte Frage, was ist dein Wunsch an die Hörerinnen und Hörern des Podcasts oder einfach an die Menschen?
01:01:06: Also nicht an die Politikerinnen und Politiker sondern an Menschen in Deutschland.
01:01:11: Die auch nach vier Jahren Ukraine und ich sage mal ja auch einem Dauerbeschuss an Nachrichten.
01:01:16: es wird wieder verhandelt dann gibt's wieder keine Ergebnisse.
01:01:20: Dann wird wieder irgendwo Territorium erobert und so.
01:01:22: also das ist ja... Es ist ja auch eine Fluterninformation die irgendwie Mürbe macht.
01:01:27: welche Botschaft hättest du an die?
01:01:29: Ich spüre, dass es eine ganz große Solidarität gibt in Deutschland weiterhin mit Ukrainerinnen und Ukrainern.
01:01:35: Was natürlich auch daran liegt, dass Menschen sich untereinander angefreundet haben.
01:01:40: Dass man in Deutschland sehr genau verfolgt was in der Ukraine passiert.
01:01:46: Auch weil wir als ARD ein Studio haben.
01:01:47: Weil viele andere darüber berichten.
01:01:50: Auch hier lokal vor Ort über das Schicksal der Menschen und ihren Bezug zur Ukraine berichtet wird.
01:01:57: Ich glaube, dass vieles schon passiert.
01:02:00: Ich bekomme sehr viele Nachrichten von Menschen die das alles sehr aufmerksam verfolgen in Deutschland.
01:02:06: ich weiß, dass sehr sehr viele Menschen sehr viel spenden für einzelne Projekte.
01:02:12: Ich weiß auch, dass Menschen sich hinsetzen und ihren Abgeordneten E-Mails schreiben und fragen warum passiert denn hier und da zu wenig?
01:02:19: Warum kann man denn nicht militärisch vielleicht mehr tun?
01:02:23: Ich glaube ,dass das wichtig ist!
01:02:25: Und wenn ich auch mit den Menschen in der Ukraine Spreche dann sagen die halt.
01:02:29: uns ist wichtig, dass wir nicht vergessen werden.
01:02:31: Wir sehen uns als Europäerinnen und Europäern.
01:02:33: Wir seh'n uns als Teil dieser europäischen Familie!
01:02:36: Wir verteidigen die europäischen Werte, wir verteidigend die Freiheit... ...wir verteidighen auch mit das Menschen in Deutschland so leben können wie sie gelebt haben.
01:02:48: Damit sie auch weiter so leben könnten.
01:02:51: Und ich glaube wenn dieses Bewusstsein hier bleibt, wenn das Interesse hier bleibt Und wenn Menschen, die hier die Kraft haben kreative Ideen haben Leute direkt zu unterstützen Ideen Haben ihre Abgeordneten zu motivieren mehr zu tun dann glaube ich wäre schon der der ukraine und den menschen dort sehr viel geholfen.
01:03:14: Wir sprechen ja jetzt am Montag, neunten Februar in Köln und das Mitten in der Karnevalswoche.
01:03:19: Das heißt wenn du sagst dieses Bewusstsein dass eben auch verteidigt wird wie wir hier leben dann ja resoniert es bei mir irgendwie besonders in dieser Karnevalwoche wo wir hier ausgelassen feiern werden wo wir in Frieden feiern können.
01:03:33: Danke für diese Botschaft zum Schluss und danke dir auch für deine Zeit.
01:03:36: Und danke für deine Arbeit, ich hoffe du kannst dich auch ein bisschen in Köln... ...und in Deutschland wo du jetzt dich noch einige Zeit aufhalten wirst erholen,... ...du wirst es warm haben, du wirst nicht frieren müssen.
01:03:48: Das ist glaube ich auch mal wichtig zwischendurch das nicht mehr zu haben oder?
01:03:51: Danke dir für die Einladung erstmal!
01:03:54: Ich habe gerade als wir reingekommen sind ins Podcaststudio.
01:03:56: Ich hab meine Jacke ausgezogen.
01:03:58: bei mir im Büro hätte ich jetzt wahrscheinlich noch eine Jacke angezogen.
01:04:02: Das ist total, also ein riesengroßer Wert.
01:04:06: Und das ist etwas was ich mir für die Menschen der Ukraine auch wieder wünsche dass sie unter normalen Bedingungen leben können.
01:04:15: und Ich bin ja hier mit großem Interesse weil ich an der Münchner Sicherheitskonferenz teilnehmen werde als Beobachter Weil da eben auf politischer Ebene, auf diplomatischer Ebne auch hinter den Kulissen darüber gesprochen wird wie dieser Krieg einem Ende näher gebracht werden kann.
01:04:34: und das ist etwas was mich natürlich sehr interessiert, einen Einblick zu bekommen was im Hintergrund wirklich passiert und wie groß oder klein die Chancen sind dass dieser Krieg eher früher als später endet.
01:04:46: Vielen Dank ich bin gespannt was du von der Münchner Sicherheitskonferenz berichtet und ich verfolge natürlich auch was du aus Kiew alles berichtest.
01:04:55: ja ich hoffe das wir uns in diesem Podcaststudie noch mal wieder treffen.
01:04:58: vielleicht gibt es dann etwas erfreulichere Nachrichten Das hoffe ich sehr, danke.
01:05:02: Ich habe auch noch mal einige Links in den Shownotes zum Beispiel zum Blaugamenkreuz in Köln.
01:05:07: Da kann man hinspenden!
01:05:09: Ich hab aber auch einige Berichte von dir lieber Vassili nochmal verlinkt.
01:05:12: Wenn Ihnen der Podcast Talk mit Karge fällt liebe Hörerinnen und Hörern dann abonnieren Sie ihn doch gerne kostenfrei auf allen Ganging-Podcastplattformen wie Spotify oder Apple Denn so verpassen sie keine neue Folge.
01:05:24: Wir freuen uns immer über Bewertungen oder Kommentare Und ich sage jetzt vielen Dank fürs zuhören und bis zur nächsten Folge Mit Kar.
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