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Welche Lieder muss man in dieser Session unbedingt kennen, Stefan Knittler?

Shownotes

Dieser Podcast wird Ihnen kostenfrei vom „Kölner Stadt-Anzeiger“ bereitgestellt. Wir freuen uns, wenn Sie unseren unabhängigen Lokaljournalismus mit einem digitalen Abonnement unterstützen. Alle Informationen erhalten Sie hier: www.ksta.de/plus

Hinweis: Alle Infos, Termine und Tickets zu „Loss mer singe“ gibt es hier.

Hier geht es zur Internetseite von Stefan Knittler Linkbeschreibung

Hier gibt es Infos und Tickets für Stefan Knittlers Jubiläumskonzert: Linkbeschreibung

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Transkript anzeigen

00:00:00: Es ist total irre, jetzt mal ganz ehrlich.

00:00:02: Du sitzt da, du sitzt vor deinem Rechner und dann schreibst du, du denkst, das geht irgendwo in eine Maschinerie.

00:00:08: Und dann kommt sowas ganz offensichtlich persönlich geschriebenes und der hat das gehört.

00:00:13: Sting hat im Übrigen unsere Every Breath It Take Version, die Kölsche.

00:00:18: Jede Ordnung sucht auch selber gehört und freigegeben.

00:00:21: Weiß ich aus erster Hand.

00:00:29: Talk mit

00:00:30: Kar, mit Sarah Brasack.

00:00:35: Hallo und herzlich willkommen zu Talk mit K. dem Podcast des Kölner Stadtanzeiger, der nur eine Regel hat.

00:00:41: Wir laden interessante Menschen aus Köln ein.

00:00:44: Der Straßenkarnewall steht in Köln praktisch vor der Tür.

00:00:47: Jetzt ist also die letztmögliche Zeit, noch über die neuen Hits der Session zu reden.

00:00:52: Welche Hits muss man kennen?

00:00:54: Welche sind die Favoriten bei Lossmer-Singe, dem Kult-Mitzing-Event von Köln?

00:00:58: Also, welche Songs setzen sich gerade in den vielen Kneipen durch?

00:01:01: Und was verraten sie über Köln, den Zeitgeist und den Karnewall?

00:01:05: Das möchte ich heute mit einem Sprechen, der sich sehr gut auskennt.

00:01:07: Stefan Knittler ist nämlich Musiker, Textor und Sänger aus Köln und eine der Stimmen, die Losma-Singe seit vielen Jahren prägen.

00:01:14: Sein Lied, Cum Losma-Singe, kennt jeder, der schon mal auf einer Losma-Singe-Sitzung war, weil es gehört zum Pflicht-Mitsing-Programm.

00:01:21: Stefan Knittler ist auch einer der Moderatoren der Losma-Singe-Tour, die in diesem Jahr trotz der kurzen Session rund siebzigmal in verschiedenen Kneipen und Lokalen gastiert hat.

00:01:30: Es gab sogar Auswärtsspiele in Berlin, München und Hamburg und erstmals auch in Stuttgart.

00:01:34: Jetzt sage ich aber erst mal, Stefan Knittler, schön, dass du da bist.

00:01:37: Hallo, schön, dass ich hier sein darf.

00:01:39: Ich freu mich.

00:01:40: Du hast ja in dieser Session schon etliches moderiert an Los Masinge, zum Beispiel im Luxor, im Backholz der Torburg.

00:01:46: Das ist ja jetzt eine sehr kurze Session, wo alles sehr viel dicht, gedrängter und kompakter ist.

00:01:50: Bist du im Stress?

00:01:52: Bisschen schon.

00:01:54: Aber immer nur kurz.

00:01:56: Also es ist wirklich sehr intensiv, weil kurz und... Trotzdem wahnsinnig viele Termine, das erhöht natürlich so ein bisschen den Druck.

00:02:03: Aber wenn es dann einmal losgeht, ist es dann doch wieder schön und herrlich wie immer.

00:02:09: Ich muss mal kurz das Prozedere von Loß-Masinge erklären.

00:02:11: Das Loß-Masinge-Team muss sich ja in jedem Jahr mehrere hundert neue kölsche Lieder rein pfeifen.

00:02:18: ist bestimmt auch nicht immer nur angenehm, bevor die zweiundzwanzig Titel für die Lossener Singe Kneipentür dann festgelegt worden sind.

00:02:25: Das ist schon eine richtig harte Tür, wo die Songs dann durch müssen.

00:02:27: Also mehrere hundert, versus zweiundzwanzig kann sich jeder vorstellen und vor allen Dingen wird das alles komplett ehrenamtlich gemacht.

00:02:33: Also ich glaube an dieser Stelle kann man mal sagen, danke liebe Leute, dass ihr das macht, also auch inklusive dir, denn das ist alles ehrenamtlich, auch das moderieren.

00:02:42: Ich bin ja nur privat dabei jedes Jahr bei Los Masinge.

00:02:45: Das gehört für mich wirklich auch zum Pflichtprogramm, um mich einzustimmen auf den Karneval.

00:02:49: Und ich freue mich natürlich immer, wenn ich in dieser Kneipe stehe und denke, oh, das ist aber ein sehr schön vielseitiges Programm, was ihr euch da ausgedacht habt.

00:02:56: Was sagst du denn jetzt zum Stand der Dinge, in Sachen karnevalistischer Musikkultur?

00:03:02: Also es wäre eine Überschrift zu finden, würde ich sagen.

00:03:06: Aber Vielfalt und große Bandbreite trifft es sehr gut.

00:03:10: Also das haben wir auch dieses Jahr wieder drin, also viele verschiedene Genres.

00:03:14: Und es ist sehr vielfältig und die Anzahl zu zwei in zwanzig zeigt ja, also normalerweise ist ja immer die Maske, aber wir machen zwanzig Songs.

00:03:22: So hat das ja auch mal angefangen, aber wir konnten uns dieses Jahr wie auch das letzte Jahr schwer entscheiden.

00:03:28: Es war wirklich schwierig.

00:03:29: Und dann haben wir gesagt, okay.

00:03:31: Die zwei müssen wir noch mit reinnehmen, weil sonst kriegen wir die Bandbreite nicht abgebildet.

00:03:36: Also das zeigt ja schon, Bandbreite groß, Auswahl groß.

00:03:40: Und ja, Spaß macht das nicht immer in der Vorauswahl, das ist auch richtig.

00:03:42: Aber wir haben ein tolles Team, das sich das antut.

00:03:44: Das sind über vierhundert Songs jedes Mal.

00:03:47: Wahnsinn.

00:03:47: Das

00:03:47: ist echt der Wahnsinn.

00:03:48: Ja, okay, aus zwanzig, zwanzig.

00:03:51: in Köln ist ja Schnapszahl auch immer erlaubt, ne?

00:03:53: Ja

00:03:53: klar, sowieso, zwei mal eleven.

00:03:55: Da kann

00:03:55: man sich immer retten.

00:03:56: Es gibt ja einen absoluten Überflieger in dieser Session.

00:03:58: Die Band Druckluft hängt mit ihrer Karnevalsmaus, alle bekannten Namen der Kölschen-Szene ab.

00:04:04: Ein Lied mit hochdeutschem Text als Top-Hit der Session.

00:04:07: schmerzt das deine Kölscheseele.

00:04:10: Na ja, nicht wirklich, also Schmerzen nicht.

00:04:13: Ich hätte es natürlich lieber in Kölsch gehabt, aber man muss sich da ja auch ehrlich machen.

00:04:19: Also in den Sechziger, Siebziger Jahren war mindestens die Hälfte aller Cannabis-Lieder in Köln waren Hochdeutsch.

00:04:26: Also es ist jetzt nichts Neues, kein neues Phänomen.

00:04:31: Klar hätte ich es lieber gehabt, aber wehtun tut es nicht so, möchte ich sagen.

00:04:39: Jetzt frage ich dich mal als Sänger und aber natürlich auch Musikmacher und Moderator, wenn du mal die Karnevalsmaus aus Kneipenperspektive bewertest, was macht denn diesen Song so stark?

00:04:51: Also, wenn ich das jetzt benennen könnte, wenn ich jetzt hinschreibe und sage, das und das und das ist es, mach dies und jenes, dann wäre ich, glaube ich, sehr reich.

00:05:00: Weil du die Hitformel gefunden hättest?

00:05:01: Genau.

00:05:04: Das geht tatsächlich nicht.

00:05:06: Es sind viele Dinge, die ... zueinander passen müssen.

00:05:09: Anders kann ich es glaube ich nicht erklären.

00:05:11: Und du hast halt in diesem Fall einfach ein wahnsinnig gut tanzbaren Beat, diese treibende gebläse, was wir ja nicht erst seit Querbeat wissen, was das tut.

00:05:25: Du hast ein bisschen Action, es gibt ja diesen Tanz mit den Wackelöhrchen und so weiter.

00:05:37: Dass das zusammen funktioniert irgendwie, man kann das schwer erklären.

00:05:41: Manchmal sind das so Dinge, das passt einfach.

00:05:43: Das ist in sich ein Gebilde, was als solches einfach eine wahnsinnige Wucht entwickelt.

00:05:53: Wir können natürlich das Ergebnis noch nicht wissen, weil das Los Masinge Finale steht ja noch nicht fest, aber man kann... Ich glaube, dass einige der sonst der Erfolgsverwöhnten großen Namen es in diesem Jahr schwer haben.

00:06:04: Also Brings, Black Foeys, Cat Baloo spielen jetzt eher nicht vorne mit.

00:06:08: Die Höhner haben es gar nicht erst in die Auswahl geschafft.

00:06:10: Da haben die ja wahrscheinlich auch das eine oder andere Training verdrückt.

00:06:13: Und Casala, die aus Amigos Casala ist ja auch in der Band, die auch schon oft gewonnen hat.

00:06:18: Landen vielleicht noch irgendwo vorne, aber sozusagen auch komplett ohne Chance gegen die Karnevalsmaus.

00:06:23: Aber das ist ja auch irgendwie grad das Schöneanlass, mal singe, oder?

00:06:26: Dass dann plötzlich eine Band ganz vorne ist, die wahrscheinlich neunzig Prozent der Menschen überhaupt nicht am Zettel haben.

00:06:32: Absolut.

00:06:34: Und es ist ja wieder mal ein Beispiel dafür, dass man es einfach nicht vorhersegen kann.

00:06:39: Und eben auch klar macht, also bei uns wird ja niemand gepusht.

00:06:43: Es gibt ja immer Stimmen, die sagen, das ist da eh alles abgekartet, da gewinnt da immer nur Gasala und Brings.

00:06:48: Nein, ist es nicht.

00:06:49: Wir geben uns wahnsinnig viel

00:06:50: Mühe,

00:06:51: das wirklich so transparent wie möglich zu halten und das das Publikum was entscheidet.

00:06:56: Und wenn das Publikum entscheidet, dass diesmal... der Bringstitel nicht so stark ist, dann ist das so.

00:07:03: Dann ist das ein Spiegel dessen, was die Leute empfinden.

00:07:05: Das ist ja nicht unsere redaktionelle Entscheidung.

00:07:08: Und manchmal überrascht es uns auch.

00:07:10: Und in diesem Jahr muss man halt einfach sagen, ist es bei den genannten Bands, die haben dem jetzt mal grad nicht so ein Gewicht entgegenzusetzen.

00:07:20: Da gibt es wahrscheinlich dann nächstes Jahr, man wird sehen.

00:07:23: Aber es ist ja, ja genau so, eine Stärke dieser Veranstaltung, dass eben sowas eben auch passieren kann.

00:07:30: Wenn ich jetzt drei Kästen Kölsch darauf wetten würde, dass die Karnevalsmaus gewinnt, wird wahrscheinlich niemand gegen mich wetten wollen, weil ich glaube, man kann safe sagen, die Karnevalsmaus ist ungeschlagen in diesem Jahr.

00:07:41: Kann man das schon offiziell verraten?

00:07:42: oder ist das jetzt nur meine... Ja,

00:07:43: kann ich jetzt offiziell natürlich nicht verraten.

00:07:45: Klar, aber es ist... Ja, mein Gott, es kann ja jeder beobachten und... Man

00:07:50: rechnet so ein bisschen mit, genau.

00:07:51: Ja, man rechnet ein bisschen mit und wir posten ja auch, wer gewonnen hat.

00:07:56: wenn man dann

00:07:57: die aufmerksam beobachter könnten.

00:08:00: Aber ich werde ein Teufel tun und den hier den Ziegungsbeamten geben.

00:08:04: Okay, okay, okay.

00:08:06: Ist in Ordnung.

00:08:07: Aber lass uns mal bei der Karnevalsmoss noch bleiben.

00:08:09: Ich habe das Gefühl an diesem Song scheiden sich die Geister.

00:08:12: Also wenn ich mit Leuten spreche, die einen feiern es total, die anderen sind mega genervt davon und sagen, wenn ich diese wackeln den Hände noch mal irgendwo sehe, dann vergesse ich mich.

00:08:21: Merkt man das eigentlich auch bei den Stimmzetteln, bei den Los-Masin-Gekneipen-Abenden?

00:08:25: dass die einen sozusagen Favorit, Favorit, Favorit und die anderen.

00:08:29: Also liebt man das und hasst man das auch auf den Stimmzettel?

00:08:31: Ja.

00:08:33: Lustig, dass du es ansprichst, aber es ist tatsächlich eine... Also erstmals ist es ja immer positiv.

00:08:39: Muss man ja sagen.

00:08:40: Also wenn du so weit vorne bist und so ein Erfolg hast, dann gibt es immer eine Gegenbewegung.

00:08:48: Das ist eine ganz natürliche Geschichte.

00:08:50: Aber es ist bei dem Song, glaube ich, wirklich extrem.

00:08:52: Es gibt Leute, die können wirklich die Hassens.

00:08:54: Und das schreiben die teilweise auf die Stimmzeit drauf.

00:08:58: Bei uns ist es ja nicht so, dass der dann... So,

00:09:00: nach dem Motto, warum ist das überhaupt in den Top-Twenty-Two?

00:09:02: Ja,

00:09:03: genau.

00:09:06: Es spaltet uns, erzeugt Emotionen, es macht offensichtlich auch wütend.

00:09:11: Und man darf mal sehr gespannt sein.

00:09:12: Ich habe schon von einigen gehört, die kostümmäßig.

00:09:17: Veranstaltungsmäßig und überhaupt schon so gegen Dinge planen.

00:09:22: Also so verrückte Sachen, so gegen Kostüme, irgendwie Rappen, Mäusefänger und also so.

00:09:28: Ist sehr interessant, aber das musste erst mal mit einem Song, so viel Emotion zu erzeugen.

00:09:36: Das stimmt denn auch, wenn man ein Lied leidenschaftlich hasst, ist es eine Emotion.

00:09:40: Ich bin sehr gespannt auf die Antikane, weil es Mauskostüme.

00:09:42: Also können lässt sich ja gerne was einfallen.

00:09:45: Ja,

00:09:48: man merkt es schon, aber auf den Zetteln steht es eben auch drauf und es sind so kleine Bemerkungen.

00:09:53: Also alleine, dass man das macht, auf so ein Stimmzettel drauf, bei uns ist es ja nicht wie bei einem Wahlzettel, dass da ungültig ist dann, sondern wir zählen, aber es ist wahnsinnig.

00:10:05: Er macht ein bisschen Musik mit seinen Fingern auf den Tisch.

00:10:08: Das ist an der Wand interessant.

00:10:11: Ich will das jetzt gar nicht am Beispiel Karnevalsmaus sagen, das ist jetzt quasi ein Übergang.

00:10:17: Aber dieses Thema Schlager versus Karneval ist ja immer so ein Thema, wo sich, wo Leute Sorge haben, sozusagen, dass die Balamanisierung einsetzt.

00:10:29: Und jetzt gibt es ja diesen Majorcar Star, den Man, glaube ich, nur kennt, weil man sich mit Mallorca auskennt.

00:10:35: Der heißt Icke Hüftgold.

00:10:36: Der hat pünktlich zum Session-Start sich mit den Rabauer zusammengetan und eine Debatte über den Ballermann im Karneval angezettelt und laut heißt verkündet, dass sich der Ballermann auf kurz oder lang auch im Kölschen Karneval durchsetzen kann.

00:10:49: Was sagst du?

00:10:50: Hat er recht?

00:10:51: Müssen wir uns Sorgen machen?

00:10:54: Ja, nein.

00:10:55: Also, er hat recht.

00:10:57: Also es wird sich niederschlagen.

00:10:59: Ich glaube, Sie haben es sogar noch krasser formuliert, wenn ich das recht entsinne, haben Sie gesagt, Sie werden es übernehmen.

00:11:09: Und ich glaube, das wird nicht passieren, aber ja, diese Art des Feiern, die ich auch tatsächlich nur vom Hören sagen, auch wenn ich oft auf dieser Insel bin, Dass sich das musikalisch jetzt schon nieder schlägt, ist nicht zu leugnen.

00:11:27: Also was mit El Dorado, Annalena ist beispielsweise ein Song, das ist ja völlig in Ordnung.

00:11:33: Das ist dann, da versuchst du den Ballermann, die Skihütte und den Fastelorvent direkt auf einem, mit einem Ding abzufrühstücken.

00:11:45: Das ist legitim und ja, das schlägt sich nieder, aber gewinnen werden sie nicht.

00:11:51: Also ich glaube nicht, dass es übernehmen.

00:11:54: Wo würdest du denn so die Grenze ziehen?

00:11:56: Also kann man das überhaupt sagen, ab wann ein Karneval so beliebig wird, dass es seine kölsche Identität verliert?

00:12:03: So und am Ende ist natürlich immer die Frage, wer entscheidet dann, was ein kölsches Karnevalslied ist.

00:12:09: Wer das entscheidet, ist tatsächlich relativ klar zu sagen, dass entscheidet das Publikum.

00:12:13: Also, da gibt es ja die verrücktesten Entwicklungen.

00:12:20: Manchmal ist es auch super spät, wie man jetzt sieht, bei Tommy beispielsweise, von Ann-Marj.

00:12:26: Das war so ein Nebending.

00:12:29: Und es ist mittlerweile ja von keiner Veranstaltung mehr wegzudenken kann als Veranstaltung.

00:12:36: Das ist ja sehr schön, dass das einfach so passiert.

00:12:39: Also wer die Entscheidung trifft, ist klar.

00:12:42: Wo ist für mich die Grenze?

00:12:44: Ist wahnsinnig schwer.

00:12:45: Grenze ist ja dann ein klarer Strich und den finde ich kann man nicht ziehen.

00:12:49: Es wird sehr schnell so.

00:12:51: Es ist dann auch einfach wirklich Geschmackssache.

00:12:54: Aber ja, man hat dann so für sich das Gefühl, jetzt wird es wirklich belanglos.

00:12:58: Aber auch das ist okay.

00:13:00: Ich glaube, ich glaube wirklich eine Linie müsste man ziehen, wenn es beleidigend oder ausgrenzend wird.

00:13:07: Das ist aber tatsächlich... sehr selten und und und, aber da würde ich sagen, da bräuchte es auch im Kopf selber eine klare Linie, wo man sagt, okay, bis hierhin und nicht weiter und der Rest ist dann, glaube ich, einfach Geschmackssache.

00:13:20: Auftakt wird ja immer im legendären Lapidarium gefeiert, also Auftakt von Los Masinge, weil da hat ja alles begonnen mit Los Masinge, mit so einem kleinen Freundeskreis, der gesagt hat, wir müssen uns mal irgendwie die kölschen Lieder vom Karneval reinpfeifen und was danach geschah, wurde sehr groß und eben ganz toll und ich muss auch sagen, ich persönlich finde an der Stelle natürlich auch super, dass es Los Masinge gibt, weil ich glaube, dass dieses Thema Ballermannisierung, Los Masinge ist ja gerade auch mit einem Versuch oder auch ein sehr erfolgreicher Versuch zu sagen, wir gucken schon mal, dass wir in Köln auch was Eigenes haben und dass wir nicht sozusagen Köln und Mallorca und die Skihütte usw.

00:13:56: austauschen können.

00:13:56: Also dafür kann man auch noch mal, glaube ich, ein großes Danke sagen.

00:14:00: Aber ich komme zurück zum Lapidarium.

00:14:02: In diesem Jahr lag Lupo vorne mit München der Stadt beim Auftakt, dicht gefolternd von der Karnevalsmaus.

00:14:08: und ich habe mich gefragt, wie viel Aussage Kraft hat dieser erste Abend im Lapidarium?

00:14:12: Also wird da oft schon so ein weiß man dann schon, ah ja ok, dahin geht die Reise oder gibt es dann doch oft auch noch Überraschungen.

00:14:18: Na

00:14:19: ja, im Prinzip hast du das ja jetzt selber schon beantwortet.

00:14:23: Da hat ein anderer Titel gewonnen als die Karnevalsmaus.

00:14:26: In diesem

00:14:26: Jahr.

00:14:26: Ich frage allgemein nach allen Jahren.

00:14:31: Also, das Lappi ist insofern eine Sonderveranstaltung, weil da ist schon viel Spezialpublikum, möchte ich es mal nennen.

00:14:37: Also, es ist zum einen, dass wirklich immer größer werdende Los-ma-Singeteam mit allen Helfernern und Helfershelfern, dann sind sehr viele Musiker selber da.

00:14:49: die einfach mal auch einen Eindruck kriegen wollen, wie sie da platziert sind.

00:14:53: Und sehr viele Los Masinge Ultras würde ich sie jetzt mal nennen, also die wirklich mit der ganzen Thematik sehr vertraut sind.

00:14:59: Insofern schon ein bisschen Spezialpublikum und dieses Jahr hat gezeigt mal wieder mit dem Titel, der da gewonnen hat, dass es was Besonderes ist, was nicht zwingend eine Aussage Kraft hat für den Rest der Tour.

00:15:14: Was aber auch super ist, weil die Presse berichtet ja über diesen Abend im Lapidarium immer dankenswerter Weise ausführlich.

00:15:23: Und wenn da dann quasi immer schon Feststünde oder das Orakel verraten würde, wäre die Tour gewinnt, wäre hier auch ein bisschen schade.

00:15:31: Das wäre dann so wie FC Bayern München, wo man auch denkt, ja, ist eh klar.

00:15:35: Ja,

00:15:36: genau.

00:15:36: Und sofern bleibt es dann einfach, Gott sei Dank, sehr spannend.

00:15:41: Lass uns mal bitte noch auf die Texte gucken.

00:15:43: Es gibt ja Menschen, die sagen, der Stefan Knüttler ist... einer der besten kölschen texter dieser stadt.

00:15:50: das heißt du kannst das jetzt natürlich beurteilen.

00:15:52: wenn ich die frage wie steht es um die qualität der kölschen songs auch in diesem jahr?

00:15:58: also gibt es da viele wo du sagst mann mann mann gibt euch mal ein bisschen mehr mühe.

00:16:03: oder wenn wir jetzt vielleicht auch niemanden konkret baschen wollen der sich vielleicht nicht so viel mühe gegeben hat und auf domenring und sundesching zurückgegriffen hat welche tekste machen dir persönlich freude?

00:16:13: wo schlägt dein teksterherz besonders laut?

00:16:16: Also, erster Teil der Frage, wie ist es in diesem Jahr mit Domen, Ring, Sonne, Sching, also Plattitüden und vor allen Dingen der Geschichte?

00:16:27: gibt euch mal mehr Mühe.

00:16:29: Ja, gibt es schon, aber gibt es immer, muss man sagen, dass dieses Jahr kein besonderes, würde ich jetzt mal sagen, kein besonderer Ausreißer, da hat man schon Schlimmeres.

00:16:41: Aber ja, es gibt immer wieder so Texte, wo man dann denkt, verdammt, also merkt, mit ein bisschen mehr Mühe.

00:16:49: Und ich weiß ja, wie schwierig das ist zu texten.

00:16:52: Das ist ein mühsamer Prozess.

00:16:55: Und manchmal steht man so, bei paar, die machen es halt, kriegen, hat man so das Gefühl, sie wollten jetzt irgendwie schnell fertig kriegen und haben dann so, das ist natürlich dann immer ein bisschen ärgerlich.

00:17:05: Aber ... Grundsätzlich gibt es natürlich immer Lichtblicke, weil man in diesem Jahr einen Millionen bringt, nie ohne Hoffnung.

00:17:14: Was wir bewusst ans Ende der Auswahl, dann haben wir immer eher mal ein ruhigeres Stück gesetzt haben, was einfach von der Aussage wahnsinnig stark ist.

00:17:23: Da gehen noch alle bis hierhin nach Hause, oder?

00:17:25: Total und das ist vor allen Dingen, stimmt halt wieder auch, dass das Ding endet so, dass man es einfach weiter singen kann.

00:17:33: Die Aussage ist toll und das ist ja so ein Nils, hat das ja geschrieben, den Schreiber.

00:17:40: Und das ist so, man merkt, das ist aus einem Guss.

00:17:42: Also das ist so, man packt diesen Song und dann fließt er so aus der Feder.

00:17:50: Musik, das gehört zusammen.

00:17:52: Das müssen wir mal gerade gucken.

00:17:56: Also, ja, das sind ein paar wirklich einigermaßen gute Texte.

00:18:02: Und, ja, Rausstechen, Mensch der Stadt, hatten das ja eben schon von dieses Lappie gewonnen haben.

00:18:09: Sehr, sehr schöner, ein fühlsamer Text und Song auch.

00:18:15: Und, ja, das macht dann schon durchaus Hoffnung.

00:18:19: Ich finde auch die Liedidee von Kassalla und auch den Text irgendwie überzeugend.

00:18:23: Also so diese Idee, was machen wir jetzt eigentlich daraus?

00:18:25: Also eine Antwort kann sein nie ohne Hoffnung, dass man sagt, die Zeiten sind schwer, aber... Wir verlieren die Hoffnung nicht, den Song, den du gerade erwähnt hast fürs Ende.

00:18:36: Aber Casala machen ja genau das umgekehrt.

00:18:38: Die sagen, also die Welt geht eh unter.

00:18:40: Also feiern wir da noch mal eine letzte Runde drauf, finde ich auch super.

00:18:43: Ja, genau.

00:18:44: Sie gehen da in eine Genre, wo sie sich irgendwie zu Hause fühlen.

00:18:48: Also mit dem Tod spielen sie ja oft ein bisschen unschönes in der Auswahl kommt.

00:18:55: Nach dem Casala Song kommt dann die Klingelköpfe mit Cella V. Ich beschäftige mich sehr damit und überlege, was würde ich tun auf der Anseite und direkt danach der Song Cella V. Ist mir doch egal.

00:19:08: Ich lass es einfach gehen.

00:19:09: Das ist halt

00:19:10: auch

00:19:11: Teil der Bandbreite dieser Songs.

00:19:13: Ja, also schön auch so diese Überlegung.

00:19:16: Die Welt ist schlecht und dann sehr unterschiedliche Ansätze, wie man darauf eigentlich reagiert und das alles versammelt in einer Songliste.

00:19:22: Und insofern ja auch politisch.

00:19:24: Ja klar, man kann ja nicht leugnen, dass das Gefühl auch umhergeht, irgendwie ist grad komisch und irgendwie ist es auch bedrohlich und irgendwie beängstigend.

00:19:37: Das schlägt sich nicht so ganz direkt, also das wird nicht so formuliert, aber genau weil halt wirklich viele Geschichten kommen, lass uns den Tag noch mal nutzen und so weiter so.

00:19:48: Diese Thematik kommt schon, ja klar, das schlägt sich dann so indirekt, schlägt es sich nieder.

00:19:54: Auf jeden Fall.

00:19:55: Klar, man hat natürlich immer auch die Lieder, die so eskapismus sind, was ich jetzt total positiv meine.

00:19:59: Also Danze von Planchemalleur, das ist ja einfach nur die Aufforderung,

00:20:04: die

00:20:05: Beine in die Luft zu

00:20:05: werden.

00:20:06: Natürlich, das ist ja auch ein bisschen der Sinn des Fastelorvens.

00:20:10: Also ich meine, Karneval wurde auch in noch weit aus schlimmeren Zeiten gefeiert und letztlich ja auch dafür erfunden.

00:20:19: Natürlich ist das Wesen dieser Geschichte.

00:20:23: Eskapismus, dass das einfach mal ignorieren, der Gesamtlage und einfach zu sagen, wir müssen auch einfach mal, das ist, glaube ich, Teil der Seele, dass man das auch braucht, dass man da ein bisschen entspannt.

00:20:37: Wir werden natürlich auch die Spotify-Playlist in den Show Notes nochmal verlinken.

00:20:40: für alle Menschen, die jetzt denken, wo rüber redet er, ich möchte direkt reinhören.

00:20:46: Ja, ich denke, es gibt immer noch welche, die vielleicht noch.

00:20:49: Ihre Hausaufgaben machen müssen vom Straßenkarnival.

00:20:52: Auf jeden Fall.

00:20:54: Das Spotify hat eine wunderschöne Playlist.

00:20:57: Das geht immer sehr schnell.

00:20:58: Also es muss von uns gar keiner mehr machen.

00:21:01: Sobald die Songreihenfolge raus ist, am nächsten Tag gibt es auch die Spotify-Playlist von einigen Leuten.

00:21:07: Das ist wirklich sehr schön.

00:21:09: Und ja, das ist einfach eine schöne Vorbereitung auf den fasteloren.

00:21:14: Kann man nicht anders sagen.

00:21:15: Hört euch an.

00:21:17: Kleine Werbeunterbrechung in eigener Sache.

00:21:20: Hier ist Sarah Brassack, stellvertretende Chefredakteurin des Kölner Stadtanzeiger.

00:21:24: Wir berichten in der gedruckten Ausgabe oder im E-Paper des Kölner Stadtanzeiger, sowie auf ksda.de täglich intensiv über alles Wichtige, was in Köln passiert.

00:21:34: Aber natürlich auch in der Region, Deutschland und der Welt.

00:21:37: Dieser Podcast ist für Sie kostenfrei hörbar.

00:21:40: Deshalb freuen wir uns, wenn Sie unseren Lokaljournalismus und die Arbeit der Redaktion mit einem Abo unterstützen.

00:21:45: Alle Infos dazu finden Sie unter ksda.de slash Abo.

00:21:49: oder für das reine digitale Abonnement unter castea.de-plus.

00:21:55: Und jetzt geht's weiter mit dem Podcast.

00:21:58: Die Los Masinge Tour, habe ich anfangs erwähnt, findet ja längst nicht mehr nur in Köln statt.

00:22:02: Es gibt Auswärtsspiele in anderen Städten und jetzt erst mal Stuttgart.

00:22:05: Was war da los?

00:22:06: Haben sich so viele Menschen aus Stuttgart gemeldet und gesagt, hallo, wir brauchen euch?

00:22:10: Ich glaube ja.

00:22:11: Ich kenne die Genese in diesem Fall tatsächlich nicht, weil ich habe mich nur gewundert irgendwann.

00:22:16: Aber der Turplant ist so groß mittlerweile.

00:22:19: Ich kenne nicht alle Geschichten.

00:22:20: Ich habe mich nur irgendwann gewundert, dass es drin war.

00:22:24: Und ich kenne wirklich die Genese in diesem Falle nicht.

00:22:28: Aber ich glaube, es gab einfach eine Anfrage.

00:22:32: Und dann wurde kommuniziert und dann kam es zustande.

00:22:36: Hast du schon mal auswärts moderiert in der anderen Stadt?

00:22:41: Also Berlin oder...?

00:22:43: Nein,

00:22:43: ich überlege gerade tatsächlich nicht.

00:22:45: Also im Umland sehr viel, sage ich jetzt mal, das möchte ich aber jetzt nicht wirklich als Ausland bezeichnen.

00:22:51: Ich habe ja mit moderieren angefangen bei, lasst mir singen, ob Jürg, das ist ja noch so ein kleiner Ableger.

00:22:58: Auch sehr, sehr schön wirklich in den kleinen Städtchen und Dörfern außen rum.

00:23:04: Gibt es eigentlich

00:23:08: eine Unterschied vom Gefühl her, wenn man jetzt in der Region ist und in Köln?

00:23:12: Und wie unterscheidet sich das?

00:23:14: Das augenscheinlichste ist, dass im Umland, sag ich mal, die großen Bandnamen einen entscheidend größeren Vorteil haben.

00:23:24: Also da hast du es als Newcomer schwerer.

00:23:27: Weil da wird sehr auf die klassischen großen Bands gesetzt und der Bonus wiegt da deutlich schwerer als hier in der Stadt.

00:23:36: Interessanterweise.

00:23:37: Für

00:23:37: Leute, die das Format jetzt wirklich nur vom Hörn sagen können und jetzt aber vielleicht überlegen um Los Masinge, kann ich ja jetzt auch diese Woche noch hin.

00:23:45: Was ist für dich so der magische Moment an einem Los Masingerabend?

00:23:48: Der Punkt, an dem du merkst, jetzt sind alle dabei.

00:23:52: Jetzt singt man nicht mehr nur irgendwie oder man ist nicht nur Liederhörn, sondern... Da kühlen wir ihn jetzt.

00:23:58: Mittlerweile in den Allermeisten ist es tatsächlich schon die erste Hymne, die man zusammen singt, weil die Quote der Menschen, die schon mal da waren und wissen, weshalb sie da sind, ist hoch.

00:24:11: Und man vorher läuft halt ein bisschen Musik, da läuft dann halt einfach nur Musik.

00:24:16: Das ist okay, das ist sehr schön.

00:24:18: dem Moment, wo eine kurze Anmoderation und dann singt man mit den Leuten gemeinsam die Lassmal-Singe-Hymne, das ist immer schon ein besonderer Moment, wo man so das Gefühl hat.

00:24:32: Wow!

00:24:33: Man ist dann wirklich zusammen.

00:24:34: Das ist einfach ein tolles Gefühl.

00:24:36: Das werden ja nicht alle wissen, die dich vielleicht vor allem eben als Kumb-Losmer-Singer-Interpreten kennen, dessen Lied bei jedem Losmer-Singer-Arm gesungen wird.

00:24:45: Aber deine Geschichte als Musiker geht bis in die achtziger Jahre zurück und die hatte anfangs gar nichts mit kölscher Musik zu tun.

00:24:51: Du warst mit Schlagzeuger bei der Band mit dem schönen Namen Bagdad Babies, die sich von acht Und dann hat sich die Band aufgelöst, dann hast du erst mal keine Musik gemacht, dann hat es über zehn Jahre lang gedauert, bis du dann zurück auf die Bühne gekommen bist.

00:25:12: Was war denn da los?

00:25:13: Warum so eine lange Pause?

00:25:14: Und warum hast du dann gedacht, irgendwie kann ich doch nicht ohne diese Musik?

00:25:20: Ja, das ist tatsächlich so passiert, muss ich ganz ehrlich sagen.

00:25:24: Also im Gegensatz zu meinen anderen Band-Kollegen, die alle direkt weitergemacht haben, hatte ich das Gefühl, nachdem diese Band zu Ende war, es ist auch da was zu Ende und ich brauche nicht Hobby-Kicken auf Erwiese.

00:25:37: Also ich brauche das nicht als Ausgleich.

00:25:39: Da waren dann auch Kinder mit im Spiel, um die ich mich gekümmert habe und kümmern wollte und da sein wollte.

00:25:48: Wie gesagt, das war ein Kapitel fertig und ich brauchte das.

00:25:50: Und ich habe dann eine Zeit nochmal aushilfsweise, mich bei Rolly Brings Schlachtzeug gespielt in einer Weile.

00:25:58: Aber ich habe selber für mich gemerkt, da fehlt mir das Feuer, da beteiligt zu sein.

00:26:03: Und dann ist es auch gut.

00:26:05: Also ich gehe, ich lasse es einfach und ich lasse es in Frieden und ich vermisse nichts.

00:26:09: Und ich habe dann tatsächlich ewig gar nichts gemacht musikalisch.

00:26:15: Dann kam Lossma Singe.

00:26:16: Dann war ich tatsächlich auf einer Lossma Singe Veranstaltung im Lappi, einem Konzert von den Föß, den wunderschönes Kneipenkonzert dann gemacht haben.

00:26:29: Und irgendwie hat mich das da gepackt und ich hatte eine Idee im Kopf, eine Melodie im Kopf und bin nach Hause und habe einen Tag später das Kumpel Lossma Singe so.

00:26:41: quasi in einem Stück runter geschrieben.

00:26:44: und dann, ja, und dann war es, das war aber auch ohne Intention und dann habe ich das im Georg von Loß-Masinge geschickt und ich dachte, guck mal, habe ich gemacht.

00:26:52: Das ist ja Wahnsinn.

00:26:53: Also dein erstes kölisches Lied, was du jemals geschrieben hast, war dann das Lied, was jetzt praktisch der Loß-Masinge-Klassiker ist.

00:27:00: Ja, verrückt.

00:27:01: Das ist ja schon ziemlich verrückt.

00:27:03: Ja.

00:27:04: Ja, das sind so diese Songs.

00:27:07: Es gibt diese unerklärlichen Dinge und manchmal schließt es einfach.

00:27:12: Da kommst du mit dem Schreiben nicht nach, zack, zack, zack, und dann ist das plötzlich aus einem Guss.

00:27:17: Das ist ja das, dieser Moment, nach dem sich jeder Musiker sehnt, den aber die meisten auch kennen.

00:27:22: Manchmal ist es einfach, ist es da.

00:27:25: Und so war das in dem Moment.

00:27:26: Aber wie gesagt, ohne irgendwelche Ambitionen, das muss ich dazu sagen, danach entstand ja dann erst, der Georg hat es ja dann, Leute.

00:27:33: vorgespielt und die haben dann angerufen und auf einmal eine Plattenfirma und dann wurde mir klar, okay, jetzt muss ich mich entscheiden.

00:27:39: Möchte ich das oder möchte ich das nicht?

00:27:41: Offenkundig hast du dich dafür entschieden, dass du das möchtest und dass du auch auf Kölsch weiter machen möchtest.

00:27:46: Erzähl mal ein bisschen.

00:27:47: Also, Rubrik, was danach geschah?

00:27:49: Ja, was danach geschah, war tatsächlich.

00:27:51: Die Plattenfirma kam ins Spiel und Und viele Menschen kriegten das zu hören und dann kriegte ich Feedback.

00:28:01: Und dann war klar, okay, das Festkomitee sagt er dann, guck mal hier, wir haben hier so eine Nachwuchsabteilung.

00:28:10: Spiel doch da mal bitte vor und guckt doch einfach mal, ob das funktioniert.

00:28:14: Also dieser klassische Kölsch-Weg.

00:28:16: Es gibt ja so einen klassischen Kölsch-Casting-Weg, da spielt man vor.

00:28:21: Da

00:28:22: gibt es eine Jury, die hebt oder senkt den Daumen, ob man dich auf eine Karne... was Bühne lassen kann oder nicht, ne?

00:28:27: Korrekt.

00:28:28: Ein menschenunwürdiges Verfahren, wie ich finde, weil ich sage es jetzt mal ganz ehrlich, ich habe das in zwei verschiedenen, auf zwei verschiedenen Ebenen mitgemacht.

00:28:40: und wenn du, und das ist dann mindestens einmal vorgehend, wenn du dann da sitzt und da sitzen Leute, die von Musik wirklich, wirklich.

00:28:49: Wiesenermaßen keine Ahnung haben, dann darüber entscheiden, ob du das kannst oder nicht.

00:28:53: Das ist schon wirklich grotesk, manchmal.

00:28:57: Und das ist auch einer der Gründe, weshalb ich mich nie wirklich in diesen klassischen Karneval rein bewegt habe.

00:29:02: Das war zum Beispiel eine Entscheidung irgendwann.

00:29:04: Aber die erste Entscheidung war für mich, okay, möchte ich das wirklich machen?

00:29:08: Wenn ich das mache, bedeutet das für mich, okay, dann stehe ich jetzt vorne und muss Kölsch singen.

00:29:12: Aber hey, wenn das Schicksal um die Ecke kommt und sagt, du kriegst nochmal eine zweite Chance, das zu machen, was du liebst, aber kleine Hacken, du musst es auf Kölsch machen und vorne nehme ich das gerne in Kauf.

00:29:22: Habe ich auch gerne in Kauf genommen.

00:29:23: und die zweite Entscheidung war, wie weit gehe ich?

00:29:26: Gehe ich aufs Ganze und riskiere das und mache ich das beruflich, also so oder oder oder nicht.

00:29:34: Und ja, die Entscheidung war relativ einfach.

00:29:36: Also wenn man eine Familie hat, habe ich dann gesagt, okay, ich möchte das nicht.

00:29:40: Ich kenne das Musikbusiness gut genug von der anderen Seite, um zu wissen, dass man sich darauf nicht verlassen kann und dass man sehr abhängig ist von Glück und Pech auch und das in Zusammenhang mit monetärem Einkommen zu stellen, halte ich für wirklich schwierig bis verarlässig.

00:29:57: und deshalb habe ich gesagt, ich mache meinen Beruf weiter, ich werde das parallel begleiten, machen so gut, so viel ich kann, aber möchte davon nicht leben müssen.

00:30:08: Es gibt natürlich, wenn man sich eben dann für eine Mundart entscheidet, es gibt dann eben nur eine Handvoll oder vielleicht ein bisschen mehr als eine Handvoll Bands, die davon wirklich leben können.

00:30:17: So ehrlich muss man auch sein.

00:30:18: Ja,

00:30:18: muss man.

00:30:19: Und in Köln sind es vielleicht, sind es ein paar mehr, ich glaube, dass wenn man das gut macht.

00:30:23: Aber das ist ja nur die Spitze des Eisbergs.

00:30:28: Ja, da gibt es auch welche, die verdienen richtig, richtig Kohle.

00:30:30: Das ist so, die verdienen richtig, richtig Geld.

00:30:33: Aber die arbeiten auch wahnsinnig hart.

00:30:36: Ich weiß nicht, ob man sich das als Laie vorstellen kann, was das heißt, ein Vierteljahr lang am Abend im Schnitt acht Shows zu spielen, mit rein raus und so weiter, was das alleine für eine Arbeit ist und die ganze Vorbereitung und so.

00:30:52: Und das Risiko ist groß, weil mal mindestens hinter jeder großen Band stehen sechs bis sieben kleinere finanziell nicht reicht, die die gleiche Arbeit tun müssen und auch eine Crew bezahlen, eine Anlage bezahlen.

00:31:06: und das Risiko, was man erstmal eingeht, ist schon relativ hoch.

00:31:12: Lass uns doch mal zu dir zurückkommen.

00:31:14: Du hast ja dann, ja, du hast dich ja für einen bestimmten Weg auch entschieden.

00:31:19: Du hast nämlich dann Nachdem du dann gesagt hast, okay, ich mach das weiter mit der Kölschmusik, hast du ja dann relativ kurz nach dieser Hymne kommen, Los Masinge, den ersten internationalen Hit neu ob Kölsch interpretiert.

00:31:31: Und zwar Purple Rain, großartige Auswahl, schwierige Auswahl auch, finde ich.

00:31:36: Also aus Purple Rain wurde Ruderain erstmals aufgeführt bei einem Los Masinge Casting im Backstage-Bereich des Tanzbundens.

00:31:44: So, daraus hat sich ja dann eine ganze musikalische Welt für dich entwickelt erzählt.

00:31:48: Ja, total.

00:31:49: Auch das sind das sind so Zufälle.

00:31:51: Ich habe im Auto gesessen, das läuft Purple Rain und ich habe aus Spaß halt irgendwie mitgesungen und habe es übersetzt dann mal so ins Kölsch.

00:32:01: Ich brauchte halt für dieses Casting, brauchte ich neben dem Kommen, lass mal singen, brauchte ich einen zweiten Titel, den ich mit aufwühren kann.

00:32:08: und dann haben wir das aus Spaß einfach gemacht und da haben wir einfach gemerkt, wie toll die Reaktionen der Leute sind und daraus ist dann irgendwie eine Passion geworden und dieses Pop-up-Kölsch-Ding ist.

00:32:19: auch einfach immer größer geworden.

00:32:21: und dann sind wir irgendwann ins Gloria, dann sind wir zweimal ins Gloria und das hat so eine eigene Dynamik entwickelt und die macht uns allen so unfassbar Spaß.

00:32:33: Wir haben die Liste der letzten Mal durchgeguckt.

00:32:35: Ich glaube, wir haben auf der Liste der Songs, die wir schon mal, auch wenn nur einmal gespielt haben, teilweise, ich glaube, hundertdreißig Songs übersetzt.

00:32:44: Du hast die übersetzt.

00:32:45: Ich habe die übersetzt.

00:32:46: Komplett alleine,

00:32:47: ne?

00:32:47: Ja, genau.

00:32:48: Und das macht einfach wahnsinnig Spaß.

00:32:51: Das ist toll, wenn das Publikum liebt, nimmt es an.

00:32:56: Das ist super und hat wirklich so eine eigene Schiene geworden.

00:33:00: Dann haben wir ein tolles Album.

00:33:02: gemacht, ein reines Pop-Up-Kölsch-Album, was auch sehr schön ist.

00:33:06: Und ja, das ist eine tolle Sache.

00:33:09: Gibt es ein Lied, an dem du dir komplett die Zähne ausgebissen hast?

00:33:14: Also, wo du gedacht hast, oh, toll würde ich gerne übersetzen.

00:33:16: und dann hast du irgendwie gedacht, nee, ich kann das nicht auf Kölsch übersetzen.

00:33:19: Ja, gibt es viele.

00:33:20: Gibt es tatsächlich?

00:33:21: Hast du so einen im Kopf, oder wie denkst du?

00:33:25: Alles

00:33:25: von Michael Jackson.

00:33:27: Ich habe das immer mal, aber du übersetzt es und es klingt so behemmert.

00:33:30: Also ich versuche ja immer, es gibt ja mehrere Arten der Übersetzung.

00:33:34: Man kann ja, man kann es ja klamaukig übersetzen.

00:33:38: Aber meistens mache ich, versuche ich ja, den Sinn und das Feeling des Originaltextes und das Syngé zu greifen und das möglichst nahe, original zu übersetzen.

00:33:52: Also da gibt es dann so Sachen wie Jesse.

00:33:55: ... von ...

00:33:57: Jesse paint a picture about how it's gonna be, ne?

00:33:59: Genau.

00:34:00: Ja.

00:34:00: Ich glaub, ein one-hit wonder, oder?

00:34:02: Aber den Song hab ich sofort im Kopf, ja.

00:34:04: Ja, ja, ganz klar.

00:34:04: War garantiert Kuschelrock oder so.

00:34:06: Ja, natürlich.

00:34:07: Joshua Cattison.

00:34:08: Ja.

00:34:08: Mit dem ich im E-Mail austauscht dann auch war.

00:34:11: Das war wirklich sehr schön.

00:34:12: Also, der hat ja danach auch nichts mehr gemacht.

00:34:14: Aber man muss ja immer die Rechte anfangen.

00:34:17: Und es ist auf dem Pop-Up-Kölsch-Album auch drauf.

00:34:20: Und das ist einer, das ist tatsächlich wortwörtlich ... Passt das einfach?

00:34:25: Also das stimmt wirklich alles.

00:34:29: Das ist einfach so gefluppt.

00:34:31: oder Hotel California.

00:34:33: Hotel California, also da ist wirklich nur Dark Desert Highway, ist die Nord-Süd-Fahrt, also so ne innere Kanalschausen.

00:34:44: Und das

00:34:44: ist

00:34:45: das einzige, was geändert ist und der Rest fließt.

00:34:48: Aber so ein Michael Jackson Titel, man in a mirror oder Earth Song, die schreibst du und dann liest du, das geht nicht.

00:34:55: Das klingt auf Kölsch einfach.

00:34:59: Was ist mit der Elefante?

00:35:02: Es wirkt, es passt nicht zusammen.

00:35:07: Zähne ausgebissen, ganz furchtbar.

00:35:08: Ach großartig, da würde ich jetzt gerne von noch ein paar mehr Songs hören, wie das war.

00:35:11: Aber vielleicht noch kurz, was hat denn Joshua gesagt?

00:35:15: Hat der deinen Song dann auch tatsächlich gehört, weil es ihn interessiert hat?

00:35:18: Ja, hat er gehört.

00:35:19: Also es gibt ja normalerweise Erledigen, das ist ja die Verlage.

00:35:22: Also ein deutscher Verlag, der fragt den amerikanischen oder englischen oder was auch immer und die sagen ja oder nee.

00:35:28: Aber es gibt seltene Fälle, wo die Künstler bei den Verlagen hinterlegt haben, nein, ich erteile die Freigabe selber.

00:35:34: Also ich möchte das hören, ich möchte das.

00:35:37: Und so ist das in diesem Fall auch gewesen.

00:35:40: Und dann habe ich mich halt irgendwie bedankt.

00:35:44: Und dann kam eine sehr sphärische Mail zurück.

00:35:48: Also irgendwie, ich glaube, das ist ein sehr erleuchteter Mensch, möchte ich mal sagen.

00:35:54: Und er wünschte uns auf allen Ebenen des Daseins sehr viel Glück und dass wir jungen Leute, da musste ich dann ein bisschen lachen, doch die sind die, die Welt ändern können und so weiter.

00:36:06: Ist doch schön.

00:36:06: Ein bisschen positive Verstrahltheit?

00:36:08: Absolut.

00:36:09: Also, Puzzler kann man es nicht sagen.

00:36:11: Aber es ist total irre, jetzt mal ganz ehrlich.

00:36:15: Du sitzt dann da, du sitzt vor deinem Rechner und dann schreibst du, du denkst... Das geht irgendwo in eine Machinery und dann kommt sowas ganz offensichtlich, persönlich geschriebenes und der hat es gehört, kommt dann zurück.

00:36:28: Das ist schon abgefahren.

00:36:29: Sting hat im Übrigen unsere Every Breath It Take Version, die Kölsche, jede Ordnung zu auch selber gehört und freigegeben.

00:36:37: Weiß ich aus erster

00:36:39: Hand.

00:36:39: Das ist natürlich ein Ritterschlag, sondergleich,

00:36:42: ne?

00:36:42: Total, habe ich erfahren im Studio, denn sein Percussionist, der ist viel in Köln, der Rani, in den Mavic-Studios und da hatten wir gerade aufgenommen.

00:36:52: diesen Song auf und da hat er gesagt, dass das tatsächlich die ganzen Cover-Versionen auch in den meisten Fällen, also es gibt zwar offiziell ein Büro, was das absegnet, aber er hört die selber durch und das hätte er auch selber durchgehört und hätte gesagt, super

00:37:06: abgewogen.

00:37:07: Das heißt, man muss praktisch erst produzieren und erfährt dann, ob es angenommen wird oder nicht?

00:37:11: Theoretisch, ja.

00:37:12: Weil

00:37:13: das ja schon dann riskant, ne?

00:37:15: Absolut.

00:37:16: Ja.

00:37:16: Da wünscht man sich manchmal das holländische, niederländische Urheberrecht, weil da darfst du die Übersetzungen machen.

00:37:22: Die Tantiemen kriegt natürlich die Originalkünstler.

00:37:24: Da wirst du nicht mit reich, also mit dieser Besetzung.

00:37:27: Aber ja, in Deutschland ist das schwierig.

00:37:28: Theoretisch, ja, mittlerweile sind die Verlagerbarungen auf eingerichtet, weil die auch wissen, sie können damit noch ein bisschen Geld verdienen, geben die gerne mal frei und dann reicht meistens ein kleines Demo.

00:37:40: Text, den man dann ins Englische zurück übersetzen muss, reicht dann häufig schon.

00:37:45: David Bowie konntest du ja leider jetzt nicht mehr persönlich fragen.

00:37:49: Der ist ja in diesem Jahr vor zehn Jahren gestorben.

00:37:53: Du hast aber in diesem Jahr bei der Prinzen-Proklamation eine Kölsch-Version von David Bowie's Heroes gespielt.

00:37:59: Wie war das?

00:38:00: Wie kamst du der Entscheidung?

00:38:01: Wie bist du gefragt worden?

00:38:02: Ich bin sehr früh gefragt worden, nämlich relativ kurz nach der Bekanntkabel Mottos.

00:38:08: Mehr

00:38:09: Donut für Kölle, meinst du.

00:38:10: Richtig.

00:38:12: Ganz ehrlich, das Ding stand im Buchungskalender, stand dann auf einmal Prinzenprogrammation und so weiter.

00:38:18: Und ich habe das tatsächlich für einen Witz gehalten und habe dann an die Booking-Agentur zurückgeschrieben, Leute, das ist ganz lieb, aber das ist für irgendjemand anders gedacht.

00:38:27: Ich glaube nicht, dass ich bei der Prinzenprogrammation vorgesehen bin.

00:38:31: und dann kam immer noch, doch, doch.

00:38:34: Und dann wurde aber lang auch nicht gesagt, worum es geht.

00:38:37: Und dann wurde halt klar, es geht um die Möchten Pop-Up Culture und die Möchten explizit Heroes, also Helde, die Geschichte haben, um dem Ehrenamt.

00:38:50: was ja in diesem Motto quasi mit drin hängt, Ehre zu erweisen und zu sagen, das ist ein schöner Abschluss für eine Veranstaltung mit diesem Motto.

00:39:02: und da waren sie sehr mutig.

00:39:04: Tolle Idee muss man sagen, also David Bowie sozusagen zehn Jahre, wir erinnern uns und wir verbinden das mit den vielen kleinen und großen Helden und Helden, die im Ehrenamt in Köln arbeiten.

00:39:16: Schöne Idee, ich bin mir, muss ich ganz ehrlich sagen, ich hab die Aufzeichnung ja dann irgendwie gesehen, also mal abgesehen davon, dass ja das dermaßen eingedampft wird, das ist ja der komplette Wahnsinn.

00:39:25: Also gute Technik... Für

00:39:25: alle die nicht live dabei waren?

00:39:27: Gute Techniker beim WDR, also wie man aus einem Song eine komplette Strophe rausschneiden kann, Respekt, also so.

00:39:35: Und ich bin mir nicht ganz sicher, ob der Bogen, also in diesem Zusammenschnitt, weil teilweise auch die Monorationen... zusammengeschnitten waren, ob man das verstanden hat.

00:39:45: Und dann kann es sein, dass man sich irgendwie gedacht hat, was macht der da jetzt gerade?

00:39:50: Und was hat das damit zu tun?

00:39:53: Aber im Saal hat es eigentlich erstaunlich gut funktioniert, finde ich.

00:39:58: Ja, ist ja gut, dass du das jetzt nochmal erklärst für alle, die es nur auf dem Schirm erlebt haben.

00:40:02: Es haben natürlich sehr, sehr viele Menschen zum Glück ja auch im Saal erlebt.

00:40:07: Ganz zum Schluss kommen wir hier im Podcast immer zu einer Rubrik Köln in dreißig Sekunden.

00:40:12: Also nicht immer, aber ich finde, hier bei dir passt sie natürlich total.

00:40:16: Und das sind immer kurze Fragen mit der Bitte um kurze Antworten.

00:40:23: Ich beginne mit der ersten.

00:40:24: Wofür muss man Köln unbedingt lieben?

00:40:27: Für die Kölner und Kölnerinnen.

00:40:29: Wenn du einen Tag lang König von Köln wärst, was würdest du als Erstes ändern?

00:40:34: Ganz vieles und ... Keine Ahnung mehr Gelassenheit.

00:40:39: Ich würde den Menschen versuchen.

00:40:42: Ich würde jedem einzelnen sagen, bleibt doch mal cool.

00:40:46: Wo ist in dieser Stadt außerdem noch Luft nach oben?

00:40:49: Ich bleib hartnäckig.

00:40:51: Ja, Verwaltung.

00:40:54: Verwaltung und Bauen, das macht einen ja völlig Wahnsinn.

00:40:57: Also so Planung, wo man dann denkt, Leute, es kann nicht wahr sein.

00:40:59: Also so ... Dinge mit gesunden Menschenverstand angehen und dann auch so durchziehen.

00:41:07: nicht diese ewige Facettellei.

00:41:09: Wie würdest du den Karneval einem Alien erklären?

00:41:13: Komm mit und guckst dir an.

00:41:15: Und wenn du Fragen hast, frag mich.

00:41:18: Ich glaub, das ist so ein Manikfaltiger.

00:41:20: Es kommt sehr oft den Alien an.

00:41:21: Man kann es nicht erklären.

00:41:23: Man kann es einfach nicht erklären, glaub ich.

00:41:24: Ich würde es umgekehrt machen und sagen, komm mit, guckst dir an und dann sag mir ...

00:41:31: Was du nicht verstehst.

00:41:33: Oder

00:41:33: verstehst einfach sofort.

00:41:35: Dein Lieblingsort in Köln?

00:41:37: Viele.

00:41:38: Meistens haben wir was mit dem Rhein zu tun.

00:41:40: Also ich gehe gerne am Rhein spazieren, ja, im Rodenkirchen und der Strand ist sehr schön.

00:41:51: Ich mag die Brücken sehr gerne.

00:41:53: Also ja, viel Rhein.

00:41:56: Dein Lieblingsfädel?

00:41:58: Schwierig.

00:41:59: Südstadt und weil ich daherkomme Neuernfeld.

00:42:03: Ja, ich lasse die zwei jetzt ausnahmsweise gelten.

00:42:06: Wir werden ja schon sehr bald wissen, ich wollte gerade sagen, wer Losmer-Singe-Sieger wird in diesem Jahr, das wissen wir ja jetzt schon, also die Karnevalsmaus.

00:42:14: Aber wer auf Platz zwei, drei und so weiter gelandet wird, ist ja auch spannend.

00:42:18: Denn das Finale findet ja am neunten Februar statt.

00:42:22: Wer sich jetzt denkt, müsste ich war noch gar nicht bei Losmer-Singe in diesem Jahr, kommt man da noch irgendwie rein?

00:42:26: Vielleicht jetzt noch mal den kleinen Werbeblock am Schluss.

00:42:29: Ich denke ja, also Stand gestern zumindest war es noch so.

00:42:33: Also weil das ist ja in der Laufenmusik, das ist wirklich sehr groß.

00:42:35: Es ist immer sehr schöne Veranstaltung, weil eben ja auch das Ergebnis bekannt gegeben wird.

00:42:41: ist natürlich nicht so kneipig, aber es hat auch was mit so einer großen Bühne und vor allen Dingen eine wirklich fetten, lauten Anlage.

00:42:48: Also bei Kneipen hast du ja oft mal so einen knarzenen Lautsprecher in der Ecke, dass da hast du mal wirklich Sound, da hörst du die Songs auch noch mal kräftig.

00:42:56: Und ich kann einfach nur empfehlen, einfach hingehen.

00:43:00: Stand heute, würde ich einfach mal sagen, kann man das noch und das lohnt sich

00:43:05: auch.

00:43:06: Ich werde natürlich auch die Losmasingeseite in den Schoenauts verlinken.

00:43:08: Da wird es ja auch Infos zum Finale geben.

00:43:11: Also für alle, die jetzt denken, finde ich spannend.

00:43:13: Da habe ich auch Zeit.

00:43:14: Die sollten da unbedingt noch vorbeischauen.

00:43:16: Wo kann man denn dich in diesem Jahr noch solo hören oder erleben?

00:43:21: Man kann mich bei den Wohnzimmerkonzerten erleben.

00:43:26: das allerdings schon ausverkauft.

00:43:27: Also da habe ich nur einen Termin noch hinbekommen.

00:43:35: Leider ausverkauft.

00:43:36: Aber da, wir haben ja eben schon gesagt, es ist schon eine Weile her, dass ich das mit der kölschischen Musik angefangen habe, nämlich genau zwanzig.

00:43:44: Also ein Jubiläum.

00:43:45: Und da haben wir uns entschlossen, in unser geliebtes Gloria zu gehen im September.

00:43:52: Und da sind wir am Siebten September, wieder einen Montag, tut mir leid, da haben wir irgendwie eine Vorliebe für.

00:44:00: Ich finde den Montag muss man auch adeln.

00:44:02: Also ich finde das völlig okay.

00:44:04: Das hat man so angefangen und es hat tatsächlich so eine eigene Dynamik und als wir im Gloria angefragt haben, haben wir uns direkt erst mal nur die Montagstermine.

00:44:14: Nein, da wird es Gäste geben, da wird es ein bisschen Pop-Up-Kölsch geben und da feiern wir die ganze Bandbreite, zwanzig Jahre Knittler im Gloria.

00:44:23: auf der Gloria Homepage und ansonsten auch in den Social Media verlinke ich auch immer den Ticketlink, da freuen wir uns sehr.

00:44:34: Und da sind noch Karten, da meine ich, es läuft sehr, sehr gut, also auch das ging sehr schnell, aber da gibt es noch

00:44:41: Karten.

00:44:42: Das ist jetzt natürlich also alle, die zuhören.

00:44:44: Genau.

00:44:45: Seid lieber schnell, sonst seid ihr zu spät oder du musst noch ein weiteres Montagskonzert dranhängen.

00:44:51: Ist ja auch noch eine Option.

00:44:52: Sag jetzt einfach mal, wenn so früh im Jahr schon alles weg ist, ist das ja auch ein Zeichen.

00:44:57: Oder halt langs das Arena, ne?

00:45:00: Auf jeden Fall gut.

00:45:01: Also wir haben das ganz fest im Auge.

00:45:03: Nein, es gibt so eine natürliche Grenze für auch eine.

00:45:06: Wir haben es ja mal damals mit dem Tanzbrunnen probiert, was sehr, sehr schön war.

00:45:12: Aber ich kann das schwer erklären, diese Popo-Kölsch-Geschichte und so, das Glorie ist einfach ein ganz spezieller Laden, da gehört das rein.

00:45:20: Auch von der Größe her soll das dann nicht größer sein.

00:45:23: Sonst geht einfach wieder was verloren.

00:45:25: und es ist ja so, was wir natürlich immer wahnsinnig zelebrieren und wo natürlich alles offen ist, was tatsächlich jedes Jahr größer wird, sind diese Weihnachtsmarktgeschichten.

00:45:35: Was ich da mittlerweile abspielt, das ist komplett verrückt am Dom.

00:45:39: Wollen wir mal hoffen, dass es dieses Jahr am Dom einen Weihnachtsmarkt gibt?

00:45:42: Wenn es ihn gibt, werden wir da sein.

00:45:44: Vielleicht doch noch einen Satz für alle, die jetzt denken, was redet der Knitler denn vom Dom und dem Weihnachtsmarkt?

00:45:51: Das können wir so nicht stehen lassen.

00:45:52: Also wenn er dieses Jahr stattfinden sollte, dann würdest du dort...

00:45:57: Genau, ich spiele jeden Mittwoch und jeden Sonntag schon seit vielen Jahren dort.

00:46:02: Und Mittwochs immer abends und Sonntags immer am Nachmittag.

00:46:08: Und da spielen mir anderthalb Stunden ein Weihnachtsprogramm mit internationalen Songs, mit Kölschensachen, mit Kölschen, Weihnachtsklassikern, mit eigenen Kölschendingen.

00:46:20: Und es hat eine tolle, tolle eigene Dynamik geworden, die hier einfach ... immer größer wird und die uns jedes Mal erstaunt und unsere kleinen Musikerherzien mit großer Liebe erfüllt.

00:46:32: Das ist ja auch eine wilde Mischung im Publikum, oder?

00:46:35: Ich meine, da steht Großbritannien, da stehen die Niederlande, da stehen aber auch Kölnerinnen und Kölner.

00:46:41: Also,

00:46:41: und

00:46:41: die musst du alle unter einen Hut bekommen.

00:46:43: Das ist genau die Schwierigkeit, aber es ist wieder einer dieser überspringenen Momente, die man nicht planen kann.

00:46:51: Ab einem bestimmten Punkt ist diese Schwierigkeit der Riesenvorteil dieser Geschichte.

00:46:55: Weil wir haben jetzt mittlerweile, sagen wir mal, ein Drittel der Leute, die kommen wegen uns, ein Drittel der Leute kommt, habe ich mal gehört, gucke ich mir mal an und ein Drittel läuft einfach vorbei.

00:47:08: Und das erzeugt einen dermaßen, also es ist immer wieder neu, tatsächlich, du hast immer Leute, die das zum allerersten mal hören, was Schöneres gibt es nicht.

00:47:15: Wirklich einen, die jemand zu begeistern.

00:47:19: Das, was man tut, ist ein toller Moment.

00:47:22: Aber du hast auch ein Stammpublikum, was mit singen kann und das entzündet.

00:47:27: Und das hat einfach zu einer wunderbaren Mischung geführt.

00:47:31: Wie gesagt, die lässt das Herzchen jedes Mal aufgehen.

00:47:35: Sehr, sehr schön.

00:47:36: Nach diesem emotionalen Schlenker in Richtung Weihnachten, was noch ein bisschen hindes war, jetzt haben wir erst mal eine Straßenkarneval, Leute, sag ich.

00:47:44: Vielen, vielen Dank, lieber Stefan, dass du gekommen bist, dass du auch gekommen bist am Tag nach eurer Losmasingesitzung im Tanzboden, wo du möglicherweise länger warst und ein bisschen angeschlagen bist.

00:47:54: Also umso mehr Danke, dass du dich aufgerafft hast in dieses winzige Podcastudio und ich wünsche dir einen tollen Karneval.

00:48:00: Das wünsche ich dir und allen Hörern und Hörerinnen natürlich auch.

00:48:05: Ich freue mich und es wird sehr schön.

00:48:07: Vielen Dank, dass ich hier sein durfte und ein bisschen was erzählen.

00:48:10: Hat großen Spaß gemacht.

00:48:11: Vielen Dank.

00:48:12: Bis bald.

00:48:13: Vielen Dank auch an Sie, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, dass Sie bis zum Ende der Folge dabei geblieben sind.

00:48:18: Wenn Sie dem Podcast-Talk mit Karl mögen, dann abonnieren Sie ihn gerne kostenfrei bei einer Plattform Ihres Vertrauens, zum Beispiel Spotify oder Apple oder Deezer.

00:48:27: So verpassen Sie nämlich keine neue Folge.

00:48:30: Der nächste Talk erscheint wie immer Donnerstags um sieben Uhr morgens.

00:48:33: Machen Sie es gut bis dahin und ich freue mich, wenn Sie wieder rein hören.

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