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Wie ist das Leben als Stunksitzungspräsidentin, Biggi Wanninger?

Shownotes

Dieser Podcast wird Ihnen kostenfrei vom „Kölner Stadt-Anzeiger“ bereitgestellt. Wir freuen uns, wenn Sie unseren unabhängigen Lokaljournalismus mit einem digitalen Abonnement unterstützen. Alle Informationen erhalten Sie hier.

Die Stunksitzung 2026 ist – wie immer – restlos ausverkauft. Infos zu neuen Terminen und eventuellen Zusatzvorstellungen gibt es auf der Homepage der Stunksitzung.

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Transkript anzeigen

00:00:00: Auf allen Seiten sind wir ja Lernende und ich bin bereit zu lernen, ohne dass man sich sofort den Gegensatz den Kopf abreist.

00:00:07: Das finde ich so wichtig eigentlich daran, dass man zuhört und auf einander zugeht und nicht immer sofort sagt, nee, das war jetzt falsch.

00:00:29: dem Podcast des Kölner Stadtanzeiger, der nur eine Regel hat.

00:00:33: Wir, und damit meine ich meine Co-Moderatorin Anne Burgma und mich, wir laden interessante Menschen aus Köln ein.

00:00:39: Die kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen, aus der Medizin, aus der Politik, aus der Kultur.

00:00:44: Und wenn in Köln die fünfte Jahreszeit begangen wird, kommen sie natürlich sehr, sehr gerne auch aus dem Karneval.

00:00:49: Die Frau, die heute unser winziges kleines Podcaststudio beährt, hat den alternativen Karneval in Köln geprägt und prägt ihn immer noch.

00:00:58: Wie eigentlich kaum eine Frau.

00:01:00: Sie schüttelt den Kopf.

00:01:01: Ja, ich schüttle den Kopf, weil ich bin das ja nicht alleine.

00:01:03: Auch

00:01:04: nicht

00:01:04: mit Einverstanden.

00:01:05: Ja, sie ist Schauspielerin, sie ist Kabarettistin, Sängerin und sie ist seit dein neunundneunundneunzig Präsidentin der legendären Kölner Stungssitzung.

00:01:13: Ich habe die Ehre, Frau Präsidentin, schön, dass Sie da sind, Biggie Warninger.

00:01:16: Oh mein Gott, mit Frau Präsidentin, wenn ich Angst vor.

00:01:19: Das hat glaube ich noch nie jemand gemacht.

00:01:20: Ich dachte, ich weiß nicht, wie man das so genau macht.

00:01:22: Ich habe nicht so oft Präsidentinnen hier in meinem Podcast-Studio.

00:01:25: Es gibt auch nicht so viele.

00:01:26: Genau, deswegen dachte ich, also lieber ein bisschen zu viel eher Erbietung als zu wenig.

00:01:31: Ich freue mich ja, dass Sie neben Ihren täglichen Stungssitzungsauftritten derzeit Zeit und Muss überhaupt für einen Redaktionsbesuch haben.

00:01:37: Wie läuft es denn im Moment?

00:01:39: Wir hatten Bergfest.

00:01:41: Das heißt, wir haben die vorstellungen hinter uns und sind noch vor uns.

00:01:46: Insgesamt haben wir, glaube ich, fünfzig.

00:01:48: Ich zähle nicht jeden Tag, weil ich kriege ja mit, wenn es zu Ende ist.

00:01:53: Und zu Ende ist es ja immer an Karneval, was auch ganz gut ist, weil auch einige von uns Karneval feiern und gerne feiern, ich auch.

00:02:01: Und dann ist das eine richtige Doppelbelastung in dem Fall.

00:02:05: Und dann ist man am Ende des Tages, Karnevalsdiensttag, ziemlich fertig, weil wir dann auch noch den Südstadtzug mitmachen, spielen um sechs Uhr.

00:02:16: Ne, neunzehntreißig, Entschuldigung.

00:02:18: Danach noch den Nubbeln verbrennen im E-Werk.

00:02:22: Und dann gehen wir noch ein bisschen da in die Kneipen, die noch auf haben, in die eine Kneipe, die dann auch auf hat, wo wir gerne hingehen.

00:02:29: Da gehen einige von uns dann noch hin und dann wissen wir auch, was wir getan haben.

00:02:32: Und dann ist gut.

00:02:34: Und im Moment läuft es einfach ziemlich rund.

00:02:37: Das kann man schon so sagen.

00:02:38: Es gibt immer mal wieder so kleine Krankheitsprobleme, die wir auch mittlerweile gut lösen können.

00:02:45: Weil wir seit Corona haben wir Krankheitsvertretungen, was wir vorher gar nicht hatten.

00:02:52: Wir haben das immer versucht, so aus dem Team herauszulösen oder manchmal auch mit vielen Tabletten, wie auch immer, was gerade notwendig war.

00:03:01: Und das entlastet einen sehr, dass man nicht das Gefühl hat, man muss, egal was man hat, auf diese Bühne.

00:03:08: Also auch die Sturmsitzungspräsidentin hat eine Ersatzpräsidentin?

00:03:12: Ja.

00:03:13: Ist die schon

00:03:13: mal in Anspruch genommen worden?

00:03:14: Für die Krankheitsvertretung.

00:03:16: Dieses Jahr nicht, weil ich bin teutäu-teu, ich hab nicht wirklich was, bis auf die üblichen Erkältungen, die man hat.

00:03:23: Aber das ist ja nun wirklich, ist ja mal Pilleballe.

00:03:26: Da spielt man drüber, ja?

00:03:27: Da spielt man drüber weg.

00:03:28: Das geht, das geht auch.

00:03:30: Und ... Nein, dieses Jahr nicht letztes Jahr, da kam meine Krankheitsvertretung dann doch zweimal zum Einsatz, weil ich hinter der Bühne gestürzt bin, an einer Stelle, die ich ... Jeden Abend, souverän immer gegangen und da habe ich irgendwie einen falschen Schritt gemacht und dann bin ich leider so gestürzt, dass ich auch eine Stahlkante gestürzt bin mit meinem Kopf und da war ich erstmal auch ein bisschen außen vor.

00:03:56: Dann hatte ich das gut hinter mir, dann kriegte ich eine Erkältung und dann kriegte ich noch eine Stimmbandentzündung.

00:04:00: Das war letztes Jahr wirklich ein bisschen heftig.

00:04:03: Mit Stimmbandentzündung geht gar nichts.

00:04:06: Dann ruhigt man seine Stimme, wenn man das nicht auskuriert.

00:04:10: Da muss man schweigen.

00:04:11: Das hab ich dann getan.

00:04:13: Auch wenn schwer viel.

00:04:15: Nee, das viel gar nicht so schwer.

00:04:17: Weil ich ja weiß, wofür es notwendig war.

00:04:20: Ja, also es ist ja manchmal so, ne?

00:04:22: Wenn so eins dann kommt, dann kommt plötzlich alles zusammen.

00:04:26: Das klingt ein bisschen danach.

00:04:27: Letztes Jahr war das so.

00:04:29: Dieses Jahr Gott sei Dank nicht.

00:04:32: Und all die Jahre davor auch nicht

00:04:33: wirklich so.

00:04:35: Jetzt sind ja auch in diesem Jahr wieder mal alle Stungssitzungsabende komplett ausverkauft.

00:04:40: Kurze Geschichtsektion, wenn wir mal auf die Stungssitzungshistorie zurückblicken von ja nun mehr etwas über vierzig Jahren, seit wann ist das eigentlich so, dass man als möchte-gern-Gast dermaßen auf Zack sein muss, um eine Karte zu bekommen, weil es sonst ausverkauft ist?

00:04:54: Das war ja wahrscheinlich nicht ab Jahr eins so.

00:04:57: Das kann ich.

00:04:58: ab Jahr eins, kann ich nichts zu sagen, weil ich nicht dabei war.

00:05:01: Ich bin ja später dazu gekommen und zwar schon, als man im E-Werk war.

00:05:06: Davor die Zeit kann ich nichts zu sagen.

00:05:08: Ich weiß nur von Freundinnen und Freunden, die mich immer gefragt haben, da ist was, so eine Sturzsitzung, so was Anarchistisches, willst du da nicht mit, ist Karneval.

00:05:19: Karneval ist für mich an den fünf Tagen erst mal.

00:05:23: Da war ich nicht wirklich interessiert.

00:05:26: Deswegen weiß ich das nicht.

00:05:27: Aber ich glaube, das war von Anfang an so, dass das wie so ein Geheimtipp auch gehandelt wurde, weil als Linker war man ja dem Karneval gegenüber, zumindest dem damaligen sehr skeptisch gegenüber, weil er doch sehr, sehr sexistisch war, frauenfeindlich.

00:05:46: Und so Schwiegermutterwitzabteilung, glaube ich, da wollte man nicht so gerne hingehen.

00:05:52: Und in der Stungssitzung hat man dann eine Abteilung gefunden oder eine Art von Karneval, wo man auch schunkeln durfte.

00:05:59: Man durfte schunkeln, auch wenn man links war oder wie auch immer.

00:06:03: Und deswegen glaube ich, waren da schon auch waren die Karten heiß begehrt.

00:06:08: Weil sonst wäre das ja nicht so weitergegangen.

00:06:10: Also, wenn das Interesse nicht groß gewesen wäre, hätten die Stunker und Stunkerin niemals den Schritt ins E-Wert gemacht.

00:06:16: Aber das kann ja längst nicht jede Sitzung über sich sagen, dass das wirklich so ist in jedem Jahr.

00:06:23: Also, das ist ja schon was ganz Besonderes.

00:06:25: Das ist was Besonderes.

00:06:26: Ich weiß auch nicht genau, woran es liegt.

00:06:28: Es liegt bestimmt, also ich vermute, es liegt daran, dass wir jedes Jahr ein neues Programm machen.

00:06:35: Und es sind so viele Menschen auf der Bühne, die gut laune verbreiten, glaube ich, mit einer guten Stimmung auf die Bühne gehen.

00:06:44: Und ich glaube, das merkt man.

00:06:46: Und dass wir auch so unterschiedlich sind.

00:06:50: Und was man uns oft sagt, ist, dass wir so eine, ich will mal sagen, ohne dass das zu hoch klingt, so eine Menschenfreundlichkeit ausstrahlen.

00:07:00: Und das finde ich ganz toll.

00:07:02: Wenn dem so ist, wenn das so ankommt, auch wenn wir ja auch permanent Menschen, die Dinge äußern, in die Pfanne hauen oder Witze über sie machen.

00:07:14: Trotzdem bleibt es, glaube ich, insgesamt so eine Menschenfreundlichkeit.

00:07:18: Jetzt sind wir hier natürlich ein inklusiver Podcast.

00:07:20: Das heißt, ich möchte auch gerne Menschen einbeziehen, die vielleicht noch nie bei der Stungssitzung waren.

00:07:26: Wenn Sie die Stungssitzung am Alien beschreiben müssten, wie würden Sie diese Stungssitzung erklären?

00:07:31: Ja, was ist das?

00:07:33: Angetreten ist man ja, um den Karneval in Stand zu setzen.

00:07:37: Zu sagen, man muss diesen verkrusteten Strukturen und dieser, wie gesagt, sehr matschermäßigen Kultur etwas entgegensetzen.

00:07:47: Also haben sich dann Studierende der Sozialpädagogik zusammengetan, haben ja erst mal nur im Sommer Projekte für Kinder gemacht, haben da aber auch zusammengelebt und gearbeitet.

00:08:00: Und das war die Idee damals, zu sagen, wir machen was anders.

00:08:04: Dann war der Sommer vorbei, dann kam die Frage, was machen wir im Winter?

00:08:08: Der Jürgen Becker.

00:08:08: wohl gab es dann, das ist die Legende, dass er gesagt hat, wir machen was an Karneval.

00:08:14: Und dann haben die angefangen, als absolute Lionamateure haben die dann angefangen, Sketch zu spielen.

00:08:22: So hat das angefangen.

00:08:23: Und es war immer ein Kollektiv.

00:08:25: Es war nie ein Chef.

00:08:27: Die Dinge wurden kollektiv entschieden.

00:08:30: Und da die Nachfrage so groß war, blieb es ein großes Ensemble.

00:08:35: Es gab ja kaum viel mehr Anfangs.

00:08:38: übrig geblieben sind, dann die, die weiterhin Spaß hatten, dann auch so viele Vorstellungen zu machen.

00:08:42: Und es ist eine Gruppe von Menschen, die sehr viel miteinander bespricht, die gemeinsam die Ideen entwickelt, die gemeinsam darüber entscheiden, was auf die Bühne kommt und was nicht, welche Themen wir uns aussuchen.

00:08:56: Also ein großes Gemeinschaftsprojekt.

00:08:59: Und natürlich haben wir sehr viele Menschen, die mit uns zusammenarbeiten, Autoren, Autorinnen, die für uns schreiben, Regisseure und Regisseurinnen, die mit uns arbeiten, Dinge, die wir selber entwickeln, natürlich auch.

00:09:14: Und wir haben ganz viele tolle Menschen an unserer Seite im Kostüm, in der Ausstattung, wo auch immer.

00:09:23: Und wir sind, glaube ich, sehr bemüht, dass so wenig hierarchisch hierarchisch das ist falsch.

00:09:30: ausgesprochen hierarchisch

00:09:32: das ist auch ein komisches Wort

00:09:34: zu gestalten wie nur möglich so.

00:09:38: und wir sind eben keine eingekaufte gruppe die sondern wir sind unsere eigenen chefs.

00:09:45: wir bestimmen und wir werden nicht gefördert.

00:09:48: wir bekommen keine sponsorengelder.

00:09:51: das heißt wir können wirklich selbst entscheiden, wohin die Reise geht und welche Themen wir auch wählen.

00:09:57: Wir sind niemandem rechenschaftschuldig.

00:09:59: Und das ist, glaube ich, der große Unterschied zu den normalen Karnevalsgesellschaften, die ja Künstler und Künstlerinnen einkaufen für ihr Programm, für ihre Sitzungen.

00:10:08: Und das, glaube ich, ist der große Unterschied, dass da, ja, dass die eingekauft werden.

00:10:14: Das Alien hat jetzt vielleicht eine kleine Vorstellung bekommen.

00:10:16: Ich würde gerne mit einem kurzen persönlichen Warm-up einsteigen, kurze Fragen, kurze Antworten.

00:10:22: Wann hatten Sie zuletzt Lampenfieber?

00:10:24: Das hatte ich schon auch dieses Jahr, dann, wenn die Premiere ist.

00:10:28: Bei der Generalprobe, die wir ja auch öffentlich machen, wo alle Menschen kommen, die in den Ilverat, also die haben die Möglichkeit, die Ilverat, wir haben jeden Abend einen anderen Ilverat, können die sich die Generalprobe von vorne angucken und alle können ihr Essen und ihre Getränke mitbringen.

00:10:44: Und das ist so eine schöne Stimmung.

00:10:47: Da bin ich ganz entspannt noch, also relativ entspannt, sagen wir so.

00:10:51: Aber dann ist das oftmals so eine schöne Stimmung.

00:10:55: Und dann wünscht man sich das für die Premiere natürlich auch.

00:10:57: Und da werde ich dann schon auch nervös.

00:11:00: Aber das dauert vielleicht drei Minuten.

00:11:03: Und dann ist vorbei.

00:11:05: Und dann freue ich mich wie Bolle, dass ich eben nicht mehr nervös bin.

00:11:09: Weil

00:11:10: bei mir ist das so ein Nervosität, blockiert mich eher.

00:11:13: Als dass sie mich irgendwie viele sagen, man braucht das.

00:11:17: Ich brauche es nicht.

00:11:18: Also ich brauche es nicht, um... um auf die Bühne zu gehen.

00:11:22: Ich liebe es eher, wenn ich entspannt bin und gut gelaunt und dann raus.

00:11:26: Wenn Sie von einem fulminanten Sturzsitzungsabend runterkommen müssen, was ist das perfekte Mittel dafür?

00:11:34: Wir sitzen ganz oft unten, da wir unsere Gardroben sind, im E-Werk, die sind im Kellergeschoss.

00:11:40: Also gibt es kein Tageslicht, keine Fenster und kein Nix, aber da gibt es, wenn man runterkommt, so einen kleinen Vorraum zu den Gardroben, da sitzen wir ganz oft und hängen ab.

00:11:50: Und dann kommen manchmal Securities runter, unsere Rotjacken, die wir einstellen, also den Saaldienst quasi, die kommen dann mit runter und man erzählt Geschichten und einige Kolleginnen und Kollegen auch, dann hockt man da und redet halt manchmal einfach nur so vor sich hin und manchmal entstehen aber auch schöne Gespräche.

00:12:12: Wenn zum Beispiel wir haben sehr viele junge Menschen, die den Saaldienst auch machen, die dann fragen, wer ist denn Willi Milowicz, also wer war denn Trude Herr?

00:12:23: Die manche Dinge gar nicht mehr wissen.

00:12:25: Und das ist total spannend, sich dann mit denen zu unterhalten oder dass die dann auch einem manchmal sagen, super, Biggie, dass du auch genderst.

00:12:34: Ich mach das nicht permanent, aber ich mach es zwischendurch und das fällt denen auf.

00:12:39: Und dann kommt man ins Gespräch mit jungen Menschen, die manche Dinge anders sehen und das ist dann schön.

00:12:46: Und so kommen wir dann runter, indem wir da unten im Keller sitzen.

00:12:49: und irgendwann ins Auto steigen und dann fahre ich nach Hause und bin hell wach und das braucht dann, bis ich schlafen kann.

00:12:56: Also erkläre einem Alien, wer Trude her ist oder Willi Milowicz.

00:13:00: Ja, das ist ja dann auch ähnlich, ne?

00:13:02: Weil die sagen dann, haben wir noch nie gehört vielleicht.

00:13:05: Genau.

00:13:05: Genau.

00:13:05: Und manchmal auch wussten die nicht, was Aschu ist, also diese Organisation in Köln, ne?

00:13:10: Und das ist dann wirklich spannend, mit denen darüber zu reden, was das ist und dann verstehen die auch manche Dinge, die auf unserer Bühne passieren.

00:13:18: inhaltlich dann besser.

00:13:21: Und ich finde auch toll, dass Sie fragen, dass, wenn Sie Dinge nicht verstanden haben, dass Sie auch nachfragen.

00:13:26: Was könnten Sie richtig gerne, was Sie leider überhaupt nicht können?

00:13:30: Da habe ich mir noch nicht Gedanken zugemacht.

00:13:34: Manchmal, weil ich wirklich nicht kann, ist Tanzen in dem Sinne, dass ich modernes Tanztheater tanzen könnte.

00:13:45: Ich bin jetzt nicht unbegabt, was es Tanzen angeht, aber das Kann ich nicht und das finde ich eigentlich großartig.

00:13:51: So Modern Dance, was man zum Beispiel am Schauspiel im Depot manchmal sieht?

00:13:54: In die Richtung?

00:13:55: Oder auch Pina Bausch.

00:13:57: Also in diese Richtung, also das finde ich schon, da habe ich Unrespekt vor.

00:14:03: Und das kann ich nicht.

00:14:05: Das wäre schön.

00:14:06: Manchmal habe ich gedacht, wenn ich nochmal auf die, wenn ich mal geboren würde, dann würde ich gerne Musical-Darstellerin werden.

00:14:11: Weil da habe ich dann alles zusammen.

00:14:13: Jetzt kein Modern, also jetzt nicht Pina Bausch-Tanz, aber Tanz und Singen und Spielen.

00:14:18: So, das ist schon insgesamt eine Leidenschaft von mir, die ich so einzeln.

00:14:23: Also tanzen jetzt nicht, aber singen und Schauspieler und ein bisschen Move, sag ich mal.

00:14:29: Das könnte ich mir vorstellen in meinem nächsten Leben, dass ich das alles zusammen dann habe.

00:14:33: Was ist der größte Irrtum, den Menschen über Veggie-Wanninger haben?

00:14:37: Irgendwas, was geschrieben wird, zum Beispiel in Medien wie dem Kölner Stadtanzeiger, wo sie regelmäßig denken, nee, das bin doch gar nicht ich.

00:14:45: Nee, außer dass man, außer dass man meint, dass ich die Chefin bin.

00:14:48: Das ist ein großer Irrtum.

00:14:50: Ach,

00:14:50: sie sind gar nicht die Chefin.

00:14:51: Nein, ich bin nicht die Chefin.

00:14:52: Na dann klären wir das doch jetzt

00:14:53: mal auf.

00:14:53: Und da bestehe ich auch drauf, dass ich nicht die Chefin bin.

00:14:55: Ich leite den Abendrecht, führe durch diese Sitzung.

00:14:59: Aber ich bin nicht die Chefin.

00:15:01: Der hätte ja gar keinen Bock drauf.

00:15:02: Da werden wir später noch drüber sprechen, was sie denn sind, wenn sie nicht die Chefin sind.

00:15:08: Aber hat eine Sturmsitzungspräsidentin Zeit für Hobbys, zumindest außerhalb ihrer Regierungszeit, wenn man das so nennt?

00:15:15: Absolut.

00:15:16: Ich meine, wir spielen ein halbes Jahr, oder wir arbeiten an dieser Sitzung und spielen an dieser Sitzung ein halbes Jahr.

00:15:23: Und das Rest, und da kann ich auch in der Zeit, kann ich noch andere Dinge machen.

00:15:26: Ich bin jetzt jetzt hier bei dem Podcast, also das geht, ich kann andere Dinge noch tun.

00:15:34: Und außerhalb der Sturzzeit mache ich ja auch die Verses.

00:15:37: Ich habe jetzt ein Sohneprogramm, ich habe mit der eine Rixmann zusammen langen Duo-Programm gehabt.

00:15:42: Ich habe als Sprecherin gearbeitet für den WDR, für SternTV, für diverse Sender, Hörfunk gemacht, hatte ja schon eine Menge.

00:15:52: Ich komme ja auch daher.

00:15:54: Ich komme aus dem Schauspiel und ... Viele Musikbands habe ich gehabt, früher Musikgruppen und singe auch immer noch in kleineren Formationen.

00:16:03: Manchmal sogar auch habe ich in Big Bands gesungen, was auch so ein Traum von mir war, der sich dann erfüllt hat.

00:16:12: Und ich male, weil ich Kunst- und Musikerziehung auch studiert habe, auf dem Computer und habe angefangen, ist schon lange her.

00:16:25: Seit fünfundzwanzig Jahren habe ich dieses Programm, Coral Painter, mit dem ich am Computer male.

00:16:30: Was machen Sie bitte milder?

00:16:33: Das sind zum einen, dass ich selber Bildermale und zum anderen aber Kinder-Gekrackel von befreundeten Kindern nehme, einscannen und daraus was Neues gestalte.

00:16:48: Und da mache ich jetzt demnächst zusammen mit meiner Kollegin.

00:16:51: Also da habe ich einige Ausstellungen schon gehabt mit.

00:16:54: Man sieht das Original und Mainz und da denkt man manchmal, wie kommt das?

00:16:58: Das ist wie die Interpretation von Wolkenbildern so, was man da so sieht.

00:17:02: Und die Tania Svinor, die Sachsefundspielerin von Köbes, die schreibt wunderbarste Geschichten und Gedichte.

00:17:11: Und wir haben uns in der Zeit, ja in der Corona-Zeit, haben wir uns zusammengetan.

00:17:17: Ich habe diese Originalkinderbilder, habe ich was draus gemacht und sie hat aus meinen Bildern Geschichten geschrieben oder inspiriert von meinen Bildern Geschichten geschrieben und die stellen wir nächste Woche Sonntag in einem kleinen Café aus.

00:17:33: und manne Lesung.

00:17:35: Das machen wir so nebenbei, weil wir Spaß daran haben.

00:17:37: Es ist leider kein Platz mehr, weil da passen nur vierzig Menschen rein und das Café ist voll.

00:17:44: Das geht leider nicht.

00:17:45: Also, man kann jetzt keine Werbung dafür machen, weil es voll

00:17:50: ist.

00:17:50: Okay, dann ist das ja so ungefähr wie die Stungssitzung.

00:17:53: Leider schon ausverkauft.

00:17:54: Kommen Sie doch bitte in drei Jahren noch mal.

00:17:57: Tut

00:17:57: mir leid an alle da draußen.

00:17:59: Wir sind voll.

00:18:00: Da gibt es schon noch einiges, was man macht.

00:18:02: Also, die gesamte Klaviatur im kreativen Bereich ist mein Eindruck.

00:18:06: Ja.

00:18:06: Außer dem Pina-Bausch tanzen.

00:18:08: Das werden Sie am nächsten Leben.

00:18:09: Genau.

00:18:10: Und das war auch, glaube ich, irgendwie ... Ich habe lange Zeit mich immer gefragt, Bigi, du kannst nichts richtig.

00:18:20: Und dann habe ich ein bisschen gelitten, weil ich dachte, du müsst es doch jetzt eigentlich nur.

00:18:23: Dann habe ich irgendwann gesagt, nein, wie toll ist das denn, dass ich da so vieles verschiedenes machen kann.

00:18:31: Und irgendwie auf der Sturmsitzungsbühne kann ich ja sehr viel zusammenpacken.

00:18:36: Und das ist einfach toll.

00:18:37: Eigentlich ist das toll.

00:18:38: Ein Amt, das Sie sofort annehmen würden, auch wenn sie voraussichtlich niemand danach fragen wird.

00:18:43: Also Biggie Wanninger für Oberbürgermeisterin, diese Kampagne, würden Menschen dieser Stadt sofort starten, habe ich gar keinen Zweifel.

00:18:48: Ich meine, Karolin Kebekus hat gesagt, ich würde ja Papstin werden.

00:18:53: So, ich glaube, manche Dinge muss man einfach mal raushauen.

00:18:56: Gut, dann hauen wir das mal raus.

00:18:57: Aber jetzt nicht in dieser, nicht in so einer Konstellation.

00:19:01: So wie das jetzt ist.

00:19:03: Nicht in der Konstellation, wie es jetzt in der Stadt läuft, dass sie alles machen müssten.

00:19:07: Ich würde rumreisen und Bänder durchschneiden und nette Gespräche führen.

00:19:11: Karen hat ja auch ein paar schöne Partnerstädte in dieser Welt.

00:19:14: Zum

00:19:14: Beispiel.

00:19:15: Schadet

00:19:15: auch nicht.

00:19:16: Kyoto.

00:19:17: Genau.

00:19:18: Dann ließe sich darüber genauer nachdenken.

00:19:21: Wenn Sie mal Zeit haben, mal angenommen das Festkomitee, würde Sie fragen, ob Sie die erste Prinzin in einem weiblichen Reih gestimmt werden würden.

00:19:27: Wie wäre die Antwort?

00:19:30: Nee, ist nicht meine Abteilung.

00:19:31: Und nicht, weil ich das blöd finde, sondern es einfach nicht meine Abteilung.

00:19:35: Ich bin auch oft gefragt worden, ob ich auf einem Wagen mitfahren möchte.

00:19:41: Im Rosenmontagstuk?

00:19:41: Im

00:19:42: Rosenmontagstuk.

00:19:43: Also für mich ist das, da oben, von da oben über den Köpfen der Menschen, die da in den Straßen stehen, das ist nicht meine Abteilung.

00:19:53: Ich bin viele, viele Jahrzehnte, nicht Jahrzehnte zu übertrieben, mit den Allsäu.

00:19:58: vor dem Rosenmonterszug gegangen und ich habe jetzt, ich bin Fußvolk.

00:20:02: Und das ist für mich mein Karneval, Straßenkarneval.

00:20:06: Aber nicht von oben, dann ist nicht meins.

00:20:10: Und ich, letztes Jahr war ich dabei, da hatte Arschuh ein Wagen, da war ich auf dem Wagen, aber dieser Wagen, der war nicht hoch.

00:20:19: Der war, ich konnte den Menschen was in die Hand geben.

00:20:23: Das ist dann noch auf Augenhöhe.

00:20:24: Das finde ich okay.

00:20:28: Nee, ist nicht meins.

00:20:29: Deswegen wäre auch für mich jetzt Prinzessin oder Prinz im Dreigestirn.

00:20:35: Nee, ist nicht meins.

00:20:36: Glauben Sie denn daran, dass wir das noch auf die Reihe kriegen in diesem Jahrzehnte in Köln mit diesem weiblichen Dreigestirn?

00:20:41: Ich habe keine Ahnung, wie der neue Präsident sein wird, wie der tickt.

00:20:47: Keine Ahnung.

00:20:48: Ich hoffe nicht, dass es rückwärts geht, sondern dass es weiter vorwärts geht.

00:20:55: Ich habe auch keine Ahnung, ob genug Frauen es wollen.

00:20:58: Das ist ja die Voraussetzung, das muss ich ja immer wollen.

00:21:00: Und wenn man das will, muss man natürlich auch als Frau dann dementsprechend in Aktion treten.

00:21:09: Wer jetzt letztendlich entscheidet, diese Struttkungen sind mir nicht ganz klar innerhalb des Festkomitees.

00:21:17: Wer da sagt, okay, die drei Frauen sind super, die drei Frauen nicht, die können wir nehmen, die nicht.

00:21:22: Das weiß ich nicht.

00:21:24: Wenn wir über Lebenwerk und Wirkung der Biggie-Wanninger sprechen, dann müssen wir natürlich auch auf ihr Leben gucken.

00:21:29: Und das hat ja so einen ganz, ganz, ganz winzigen Markel in Köln geboren, sind sie nicht.

00:21:34: Aber immerhin gleich nebenan.

00:21:35: Ich finde, das ist kein Markel.

00:21:38: Es ist er entscheidet, kein Kind entscheidet darüber, wo es gewohnt wird.

00:21:42: Kein Mensch entscheidet das letztendlich auch.

00:21:44: Man ist da, wo man ist.

00:21:46: Nach fünf Tagen war ich in Balkhausen.

00:21:48: Da bin ich groß geworden.

00:21:49: Es ist ein kleiner Ortsteil von jetzt mittlerweile Kerpen.

00:21:52: Da bin ich

00:21:52: rein Erfgeist.

00:21:53: Aber für mich ist das völlig unwichtig.

00:21:55: Ihr Vater war Jungvormdreigestürn.

00:21:57: Richtig.

00:21:58: Und Sie haben den traditionellen Karneval, also quasi mit der Familienmilch auch aufgesogen.

00:22:03: Wie war das denn so als Kind?

00:22:04: Als Kind war das, glaube ich, ganz, ganz toll.

00:22:08: So erinnere ich mich zumindest.

00:22:10: Meine Mutter hat mich immer schon als Kind.

00:22:13: Es gibt Fotos von mir.

00:22:15: Da war ich als Al-Möhn.

00:22:16: Da war ich vielleicht.

00:22:17: wie viel ist das?

00:22:18: Wie alt war ich da?

00:22:19: Sechs, sieben?

00:22:20: Da standen wir da schon verkleidert als Al-Möhn.

00:22:23: Gibt es Fotos von mir?

00:22:24: Dann habe ich irgendwann selber angefangen mir Kostüme zu nähen.

00:22:27: Herzdame.

00:22:29: So ein Zertenkstoff mit Herzen drauf, mit Weißner.

00:22:34: Und so ging das dann weiter.

00:22:35: Das war schon

00:22:35: richtig ambitioniert.

00:22:36: Das war ambitioniert.

00:22:37: Ja, genäht habe ich nämlich auch viel früher, weil ich wollte auch mal Mode zeichnern werden.

00:22:42: Hätte ich sehr gerne auch gemacht.

00:22:44: Aber da muss man ja einen Schneiderlehrer für machen.

00:22:46: Das wollte ich nicht.

00:22:47: Das war mir zu viel.

00:22:48: So, egal.

00:22:48: Kleiner Neben-Schauplatz.

00:22:52: Wann

00:22:52: mehr Kreativität?

00:22:53: auf jeden Fall?

00:22:54: Ja, irgendwie, ja.

00:22:56: Wobei ich sagen muss, bei unserem Haushalt war so wenig Geld, dass ich nicht zur Ballettschule gehen konnte, dass ich keinen Instrumentalunterricht kriegen konnte.

00:23:12: kein Geld für da.

00:23:13: Deswegen, glaube ich, habe ich irgendwann gedacht, ich muss das alles nachholen, wenn ich erwachsen bin.

00:23:18: Habe ich ja dann auch getan.

00:23:20: Was hätten Sie gerne gelernt, was Sie dann nicht lernen durften?

00:23:23: Ich wäre gerne zum Ballettunterricht gegangen.

00:23:25: Das hätte ich sehr gerne

00:23:26: gemacht.

00:23:27: Und Instrument,

00:23:28: bitte.

00:23:28: Instrument.

00:23:30: Instrument, glaube ich, war es Blockflöte sogar nur.

00:23:32: Aber auch dafür war irgendwie, und das war, glaube ich, in der Schule, wurde das auch gar nicht damals bei mir, zumindest in der Volksschule, glaube ich, gab es das da gar nicht.

00:23:41: Aber Karneval war immer so ein, auch vor allen Dingen, wenn ich dann als Jugendliche mit den Klicken dann auch losgezogen bin und im Zug mitgegangen bin.

00:23:52: Und ich habe als Dreizehnjährige, habe ich in der Katholischen Kirche, gab es über die Katholischen Pfarrei, die haben auch einmal Karnevalssitzungen gemacht.

00:24:00: Und meine Oma war da, die ist auf jede Veranstaltung gegangen.

00:24:03: Und ich habe dann als Dreizehnjährige, glaube ich, war ich Dreizehn.

00:24:07: Auch zum ersten Mal da auf einer Bühne gestanden in dem Pfarrheim und habe dann auch das Beinchen geschwungen.

00:24:12: Also ich habe eine Affidität zum Karneval.

00:24:15: Die will ich gar nicht leugnen, das ist so.

00:24:17: Das ist auch schön so.

00:24:18: Weil ich finde eigentlich diese Tage wunderbar.

00:24:22: Sind Sie auch katholisch aufgewachsen?

00:24:25: Ich war in Kirchenkur, ich war auch, ich bin auch zur Kommunion gegangen.

00:24:30: Meine Großeltern, glaube ich, sind in die Kirche gegangen, meine Eltern nicht.

00:24:36: Also wirklich im katholischen Sinne großgezogen, groß geworden, bin ich nicht.

00:24:40: Ich war im Kirchenkurs, wie gesagt, aber ich glaube, das liegt daran, dass es ja auch wenig Angebote gab in diesem kleinen Ort.

00:24:47: Die haben auch eine Disco gemacht, habe ich auch hingegangen.

00:24:50: Die waren ja viel für Jugendarbeit zuständig, aber der Pfarrer, den wir hatten, der unterrichtet hat, der hat dann auch irgendwann mit... Ein ganzes Schlüsselbund nach jemandem geworfen, wenn man nicht leise war.

00:25:03: Das war damals

00:25:05: schrecklich.

00:25:05: Auch in Schulen habe ich solche Geschichten gehört von Frank Schetzing und ähnlichem, der hier in Köln auf die Schule gegangen ist.

00:25:11: Heute einigermaßen unvorstellbar zum Glück.

00:25:14: Und ich bin noch zu weich gegangen, habe das alles mitgemacht und mit achtzehn bin ich ausgetreten.

00:25:18: Also jetzt nicht wie viele das gemacht haben in den vergangenen Jahren aufgrund der großen Unzufriedenheit.

00:25:25: Sie sind mit neunzen noch Köln gezwungen.

00:25:28: Was war das damals für eine Zeit?

00:25:29: Wo sind Sie in Köln ausgegangen?

00:25:30: Welche Kneipen?

00:25:31: Sind Sie gegangen?

00:25:32: Welche Fädel?

00:25:34: Also gewohnt habe ich im Agnesviertel in einer sehr kleinen Wohnung, aber sehr preiswert.

00:25:42: Es gab keine Heizung.

00:25:43: Ich habe, glaube ich, mit Kohle geheizt und es gab auch kein Bad.

00:25:47: Aber im selben Haus wohnte eine Freundin von mir, die hatte ein Bad.

00:25:50: Das heißt, dass da konnte ich Baden gehen, in die Bade war nämlich lege.

00:25:55: Und das war zu der Zeit, da habe ich am Kölnkolleg mein Abitur nachgeholt.

00:26:02: Das war die Zeit, wir haben uns ein Auto gemeinsam geteilt.

00:26:06: Hingegangen bin ich zu einem Griechen.

00:26:10: Wir nannten ihn den Plastikgriechen, weil das ganze andere Jörg war aus Plastik, bestand aus Plastik.

00:26:16: Und das war aber so ein Treffpunkt von Flude Colonia, damals eine Politgruppe.

00:26:22: Politmusikruppe.

00:26:24: Weilraff ist da hingegangen.

00:26:25: Es war so ein kleiner Treffpunkt von Linken.

00:26:29: Grünen gab es ja damals noch nicht.

00:26:32: Da sind wir oft hingegangen.

00:26:34: Ich habe mich dann sehr schnell bei einem Chor, habe ich mitgemacht, Chor Kölner Gewerkschafter, war in einer Songgruppe, in einer Polit-Songgruppe, die zu der Zeit entstanden ist, als der Putz in Chile war.

00:26:51: Wir haben dann ein ganz schiele Programm gemacht, Solidaritätsprogramm.

00:26:56: Dieser Gewerkschaftskor hat sowieso sehr viele Themen aus der Arbeitswelt aufgegriffen und musikalisch umgesetzt.

00:27:02: Ich habe eigentlich, wenn ich da immer wieder darüber nachdenke, das fing eigentlich schon damals an.

00:27:10: Es war immer eine Verbindung von Kunst, Musik und Politik und Haltung.

00:27:17: Und deswegen finde ich das so fast wie ein Ringschluss, dass ich jetzt bei der Sturzhitzung das schon so lange auch so mache.

00:27:25: Ich meine, ich singe auch englische Songs ohne eine politische Haltung.

00:27:30: Das mache ich ja auch wie mit dieser Big-Band-Spiele oder mit meinem kleinen Trio, da dachte ich das ja auch.

00:27:34: Aber es hat trotzdem was so, dass ich das immer super fand, das zu verbinden.

00:27:42: Aber wer oder was hat sie politisch gemacht?

00:27:45: Also, wann hat das angefangen?

00:27:46: Das kann ich Ihnen sagen.

00:27:47: Ich lag im Schwemmbad, in Thürnich, im Freibad und hörte die Nachricht von diesem Putsch in Chile, wo ein Gewälter, wo eine gewählte Regierung geputscht wurde und anschließend ein Militär das sagen hatte und viele Menschen in der Vtildheit erschossen hat.

00:28:04: Da habe ich dann gedacht, das war so ein Gefühl von... Das geht doch nicht.

00:28:08: Das war so ein Jugendlicher oder auch bei meinen Eltern, die waren ja auch so ein gesunder Menschenverstand sagte ja, da stimmt was nicht.

00:28:17: Das kann nicht sein.

00:28:21: Und dann habe ich zufällig in der Zeit eine Frau kennengelernt, die in einer Polizongruppe gesungen hat.

00:28:27: und da ich immer gerne gesungen habe und auch mit sechzehn schon in der Handelsschule mein erstes mit einer kleinen Band mein erstes Konzert hatte, war das für mich eine wunderbare Fusion aus meinem Gefühl von, es gibt Dinge, die sind so ungerecht und musik machen.

00:28:44: So.

00:28:45: So ist das entstanden.

00:28:47: Aber ich glaube, der Putsch in Chile war für mich ein ganz gravierendes Moment.

00:28:53: Sie haben ja eine Lehre gemacht und dann das Abitur nachgemacht.

00:28:57: Bankkaufrauch.

00:28:58: Richtig?

00:28:59: Ja.

00:29:01: Das vielleicht auch noch mal einordnen.

00:29:03: Sie entscheiden sich dafür, diese Lehre anzufangen, haben aber ja dann offenkundig hinterher gedacht, nee, das war es irgendwie noch nicht.

00:29:09: Ich mache jetzt mein Abitur nach und dann studiere ich auch was anderes.

00:29:13: Aber wie kam es überhaupt dazu, dass sie die Lehre gemacht

00:29:15: haben?

00:29:16: Das lag einfach daran, dass ich auf der Volksschule war und mit vierzehn ... kam der Herr Thuleweit von der Firma Olympia mit ganz vielen Schreibmaschinen in seinem Kofferraum und wir haben dann angefangen Schreibmaschine zu lernen.

00:29:31: Zehn Finger blind, kann ich bis heute.

00:29:35: Das war der Anfang eigentlich und zu der Zeit gab es ja in der Regel das was junge Frauen werden wollten.

00:29:41: Ich meine das ist wie lange her.

00:29:43: Fünfundfünfzig Jahre.

00:29:44: Zu der Zeit waren junge Frauen und junge Mädchen Sekretärin, Chefsekretärin, Friseurin oder Verkäuferin.

00:29:50: In diese Richtung ging das ja.

00:29:53: Oder Arzthelferin.

00:29:54: Und dadurch, dass ich Schreibmaschine gelernt habe und auch Steno war irgendwie so.

00:30:00: Hat okay.

00:30:01: Das ist vielleicht mein Weg.

00:30:04: Dann habe ich aber, habe ich ja eben schon mal gesagt, ich habe ... Ich habe ja genäht und wollte Mode zeichnern werden und habe auch für meine Barbiepuppe sehr viele Kleider gemalt.

00:30:13: Und wo ich dachte, eigentlich will ich irgendwas mit malen machen.

00:30:17: Das hat aber alles nicht geklappt.

00:30:19: Da habe ich mich beworben bei meiner Architekturfirma für Bauzeichnen.

00:30:25: Das hat nicht geklappt.

00:30:26: Und dann habe ich in einem Ingenieurbüro angefangen für technische Zeichnerinnen.

00:30:33: Ja, aber das hatte ja alles nichts mit dem zu tun, was kreatives Zeichen angeht.

00:30:38: Dann war ich drei Monate da und habe gemerkt, das geht gar nicht, weil ich überhaupt nicht, ich hatte die Handelsschule und mit Technik ja gar nichts im Sinne.

00:30:47: Nach drei Monaten habe ich dann meinen Eltern gesagt, Mama, Papa, hör mal, ich, das geht nicht.

00:30:51: Kindvert will sein machen.

00:30:52: Die haben wir über uns nie irgendwas.

00:30:56: Kind, was willst du denn machen?

00:30:58: Vielleicht Sparkasse?

00:30:59: Ja, komm, dann habe ich mich beworben und bin da auch genommen worden.

00:31:02: Gott sei Dank.

00:31:03: Und dann habe ich die Lehre dazu Ende gemacht, die Ausbildung.

00:31:06: Ein halbes Jahr da gearbeitet und dann habe ich eben in der Zeit mit dem Chile-Putsch und diese Frau, diese Freundin, die wurde dann zur Freundin kennengelernt, die in dieser Polizongruppe war.

00:31:19: Und irgendwie hat es sich dann... ... ausgesparkast ... ... und ... ... hab dann gedacht, ne, ich mach jetzt ... ... guck jetzt, dass ich es voller Abitur kriege ... ... und dann über den zweiten Bildungsweg ... ... und dann endlich da hingehe, wo ich eigentlich hin möchte.

00:31:35: Hab dann Kunst- und Musikerziehung studiert ... ... Miklavierunterricht, Gesangsunterricht, ich habe gemalt, ... ... ich habe meine Prüfung gemacht ... ... und hab zu der Zeit aber dann auch noch gleichzeitig ... ... Kellertheater, die Schauspielausbildung gemacht.

00:31:50: im Studium nur die praktischen Sachen.

00:31:52: Und in der Zeit habe ich dann auch noch einen Schauspieler kennengelernt, mit dem ich dann befreundet war.

00:31:57: Und dann war irgendwie, habe ich nur erst ein Staatsexam gemacht und bin dann, habe mich beim Hörfunk beworben und ein Jahr später habe ich dann da die ersten Hörfunkgeschichten gemacht und fing Theater an.

00:32:08: Und so hat sich das entwickelt.

00:32:09: Also es war, ich wusste immer, glaube ich, was ich nicht wollte, aber so wirklich, was ich wollte, da war mir nicht so ganz klar.

00:32:16: Aber ich habe immer gespürt, nee, das ist es nicht.

00:32:19: So, dann hab ich, bin ich abgebogen.

00:32:22: Manchmal muss man Trial and Error machen, ne?

00:32:25: Also war die Bankerfrau im Leben noch mal für was gut?

00:32:28: Also jetzt auch geht's ja auch mal um Finanzen möglicherweise bei der Sturmsitzung.

00:32:33: Also ist jetzt vielleicht nicht ihr Department, aber also ich sag mal so dieses Denken oder das, was man da lernt.

00:32:38: Also sagen wir so, ich hab eine Affidität zu zahlen, zum Rechnen, zum... organisieren, sortieren, also das, was man auf der Handelsschule letztendlich lernt, Abplagesysteme, wobei ich da zu Hause auch selber ein bisschen immer am Schwimmen bin, wie ich nun jetzt waswo ablege, in meinem Bürogedöne da.

00:33:00: Aber geblieben ist in der Tat, ich habe viele Jobs machen können während des Studiums.

00:33:05: ... als Vertreterin, ... ... wenn Menschen in Urlaub waren, ... ... wo ich dann ... ... getippt habe, ... ... Protokolle abgetippt habe, ... ... was auch immer.

00:33:14: Also das ist was ... ... bis heute.

00:33:17: Ich kann, ... ... wenn wir ... ... bei der Stungssitzung ... ... Brainstorming haben, ... ... dann kann ich hören ... ... und gleichzeitig Protokoll schreiben ... ... mit Zehnfingern.

00:33:26: So.

00:33:27: Das ist so großartig.

00:33:28: Eigentlich.

00:33:29: Das ist auf jeden Fall verdammt.

00:33:30: praktisch, ja.

00:33:30: Ja.

00:33:31: Ob ich jetzt bessere ... besser mit meinen eigenen Finanzen umgehen kann als andere, das weiß ich nicht.

00:33:37: Wie bin ich sicher?

00:33:38: Ja.

00:33:39: Wann war Ihnen klar, ich gehöre auf die Bühne?

00:33:42: Ich meine, Sie stand ja mit dreizehn schon, haben wir eben schon besprochen, aber da dachten Sie ja natürlich noch nicht, ich bin dafür geboren, aber wann war so dieser Moment, dass Sie gesagt haben, ich setze jetzt auch das auf diese Karte, das ist ja auch ein Risiko, was man da eingeht.

00:33:59: Ich glaube, das ist alles hat sich zufällig entwickelt.

00:34:02: Kein Plan von mir.

00:34:03: Ich weiß nur von meiner Grundschullehrerin, die ich irgendwann mit der ich irgendwann Kontakt aufgenommen habe, die sagte zu mir, Brigitte, du warst schon immer die erste, die den Finger hob, wenn es darum ging, ein Gedicht aufzusagen.

00:34:18: Irgendwas hat mich immer daran gereizt, irgendwas darzustellen.

00:34:28: Das hat sich, glaube ich, wirklich organisch entwickelt.

00:34:30: Wenn ich nicht die Gelegenheit gehabt hätte oder wenn es nicht die Möglichkeit gegeben Hätte da in Thürnich in diesem Fahrsaal bei einer Karnevalssitzung, wäre es vielleicht gar nicht dazu gekommen.

00:34:42: Also viele Dinge, glaube ich, kann man nicht wirklich steuern im Leben.

00:34:45: Und das war, glaube ich, sowas.

00:34:49: Es haben sich Gelegenheiten geboten, die habe ich angenommen.

00:34:52: So.

00:34:53: Sie haben ja im Milowitsch Theater auch Engagements gehabt, Bauturm, Komedia.

00:34:58: Gibt es so eine Rolle, an die sie sich besonders gerne zurück erinnern?

00:35:02: Weil sie irgendwie sagen, das war eigentlich so eine super wichtige Rolle für mich oder in der bin ich total gefloppt, kann ja auch sein.

00:35:11: Die hat mir was beigebracht im weitesten Sinne.

00:35:15: Nee, eine einzelne Rolle nicht.

00:35:17: Aber die Summe.

00:35:18: Die Summe der verschiedenen Dinge, die ich da gemacht habe.

00:35:20: Ich habe ja Kindertheater gespielt, auch in der Komedia.

00:35:23: Ich habe in diesem Rotkäppchenreport, das war ja so ein Comedy Musical, mit Dirk Bach unter anderem.

00:35:32: Da habe ich sehr viel gelernt, weil da musste ich singen und spielen.

00:35:37: Rotkäppchenreport, ich kenne natürlich das Stück nicht, aber es macht schon jetzt neugierig.

00:35:42: Das war ein Stück...

00:35:44: Waren Sie das Rotkäppchen?

00:35:45: Genau, ich war das Rotkäppchen, das durch den Märchenwald lief, durch alle Märchen lief und ihren Prinzen suchte.

00:35:54: Und der Dirk hat verschiedenste Rangespielt aus den jeweiligen Märchen.

00:35:59: Sehr erfolgreich.

00:36:01: Aber irgendwann habe ich dann auch gedacht, ich bin zu Alphysenrotgebchen.

00:36:06: Ich habe beim Milowitz sehr viel gelernt, weil er einfach einen Mensch war, der unglaublich gut vorhanden setzen konnte.

00:36:15: Ich habe im Bauturm Dinge gelernt, also ich habe aus all denen, es gibt jetzt nichts Spezielles, wo ich sage, das war mein, das war das Wichtigste.

00:36:27: Sonst war es die Summe.

00:36:29: Es ist die Summe dessen, was ich gemacht habe.

00:36:31: Und ich habe ja auch im Hörfunk, wo man lernt, ohne dass man mich sieht, nur über die Stimme Emotionen zu tragen und Ausdruck zu geben.

00:36:45: Also diese ganze Summewaffe ist für mich das Entscheidende gewesen.

00:36:51: Die verschiedenen Dinge, die ich gemacht habe.

00:36:53: Hatten Sie ein Mentor oder eine Mentorin?

00:36:56: Also jetzt nicht offiziell, sondern jemand, wo Sie sagen, also das war...

00:37:01: Nee, so auch nicht.

00:37:02: Aber was ich großartig fand, als ich das erste Mal Hörfunk gemacht habe, bin ich dahin und habe auch gesagt, ich mache zum ersten Mal Hörfunk.

00:37:13: Dann hat der Regisseur gesagt, das ist kein Problem, das machen wir gemeinsam.

00:37:18: Das kriegen sie hin.

00:37:21: Ein Jahr später war ich wieder im Hörfunk und es waren junge Menschen da, die vom Schauspiel kamen, von der Bühne.

00:37:29: Und da war ein Regisseur, der hat die ziemlich zusammengeschissen.

00:37:32: Man kriegte mit die Machten auch zum ersten Mal Hörfung.

00:37:35: Und das ist anders als auf der Bühne, logisch.

00:37:38: Und da war ich so froh, dass ich da jemanden hatte, der mich an die Hand genommen hat.

00:37:45: Und das war bei meinem ersten Dreh fürs Fernsehen, das war damals WDR.

00:37:51: Das waren Geschichten, einzelne Geschichten.

00:37:57: WWF, Westdeutsche Serbophase, in der Zeit, ich weiß gar nicht, wann das war, auch da hatte ich eine Regisseurin und ein Kameramann, die einen an die Hand genommen haben.

00:38:09: Das geht aber auch nur dann, glaube ich, wenn man es offen sagt, mach ich zum ersten Mal.

00:38:15: Und da bin ich immer auf Menschen getroffen, habe ich immer Menschen getroffen, die das gewertschätzt haben und die einen dann auch wirklich an die Hand genommen haben.

00:38:24: Dafür bin ich sehr dankbar.

00:38:26: Das ist natürlich ja auch ein hohem Masse Zufall.

00:38:29: Auch

00:38:29: das ist Zufall gewesen, aber da hatte ich Glück.

00:38:32: Und ist das was, was Sie jetzt auch selbst so immer versuchen zu machen, wenn jemand neu irgendwo ankommt und sagt, ich mach das zum ersten Mal?

00:38:40: Ich

00:38:40: glaube ja.

00:38:42: Ich glaube, dass das gut weitergehen kann.

00:38:44: Dass ich da auf Augenhöhe mit jemandem bin und nicht von oben herab sage, ey, das ... Nee, da glaube ich ... Da bin ich vom Typ, glaube ich, auch genauso.

00:38:56: Net.

00:38:57: Und ... zugewandt.

00:39:00: Wir müssen mal Richtung Sturzsitzung abbiegen.

00:39:02: Es gab ja irgendwann den Moment, wo die Verbindung zustande gekommen ist zwischen Ihnen und dem Sturzsitzungs- Ensemble.

00:39:11: Erzählen Sie doch mal, wie ist das abgelaufen?

00:39:14: Ich kannte Martina Klinke, eine der Mitgründerinnen der Sturzsitzung, darüber, dass wir beide für einen sehr kleinen Sender Kanal vier moderiert haben.

00:39:28: hatte RTL Sendezeit zur Verfügung gestellt.

00:39:31: Und da durfte Kanal vier Sendungen ausstrahlen.

00:39:35: Und Martina und ich, wir haben da moderiert.

00:39:38: Dann habe ich die Stungssitzung im Sommer gesehen, im Volksgarten.

00:39:42: Im Sommer, welchen Jahres?

00:39:44: Das weiß ich nicht mehr.

00:39:44: Deuzehnhundert.

00:39:46: Deuzehnhundert?

00:39:47: Ich habe keine Ahnung.

00:39:48: Ja, okay.

00:39:48: So undendreh.

00:39:48: Auf jeden

00:39:49: Fall

00:39:50: im letzten Jahrtausend.

00:39:51: Ja.

00:39:52: Und da habe ich die gesehen.

00:39:53: Und dann habe ich gedacht, oh, schön, schön, Manni.

00:39:55: Dann habe ich Martina aber auch gefragt, ob sie denn die Regie hätten.

00:39:59: Ja, sagt sie.

00:39:59: Und dann dachte ich, oh, jetzt bin ich ins Fettnäpfchen getreten.

00:40:03: Weil ich habe zu der Zeit mit sehr vielen Chören, habe ich Regie gemacht, also Choreografien gemacht für Chöre und habe auch viele Theater-Seminare gegeben und dachte, vielleicht kann ich da... So, dann sagte Martina, nee, haben wir einen Regisseur, ich glaube vier oder fünf Monate später rief sie an und sagte, Biggie, unser Regisseur braucht Unterstützung.

00:40:23: Aber sag ich, ja, komm mal vorbei, dann haben wir uns kennengelernt.

00:40:27: Und es machte sofort wie so ein Magnet, da passte was zusammen.

00:40:32: Da bin ich drei Wochen vor der Premiere, denn in der Erstungssitzung bin ich dann eingestiegen, quasi so als Regieassistentin und habe dann aber auch schon die erste Nummer in Solo-Regie geführt.

00:40:47: So bin ich dazugekommen und habe dann drei Jahre als Co-Regisseurin auch mitgearbeitet.

00:40:52: Sofort reingeschmissen worden.

00:40:53: ja dann, wenn die Premiere nur noch dreier verhealbar?

00:40:55: Ja, genau.

00:40:56: Also, es war ja vielleicht auch irgendwas im Argen oder bisschen pressierend, sonst hätte man sie ja nicht so kurz vorher dann noch eingeholt, oder?

00:41:04: Genau, weil es wurde mehr und mehr.

00:41:08: Was zu regeln war, was zu machen war und für einen Menschen alleine ist das wirklich was zu viel.

00:41:15: Und dann waren wir lange zu zweit halt.

00:41:18: Dann hat Jürgen aufgehört und Gabi... beiden.

00:41:22: Jürgen Becker und Jörg-Bekker-Gabby-Köster.

00:41:26: Die haben aufgehört.

00:41:27: und dann war die Frage, ob ich die Hauptregie übernehme, weil auch der Thomas Köller, damals war der liiert mit der Gabby-Köster, die haben zusammen Solo-Programm gemacht, der hat auch aufgehört.

00:41:39: Dann war die Frage, wie fühlen wir diese Lücken, die ja wirklich große Lücken waren.

00:41:46: Und dann haben wir aber jemand anderen gefunden für die Hauptregie und ich bin für Gabi ins Schauspiel-Assemble gegangen und Rainer Rübhausen hat dann drei Jahre die Präsidentschaft übernommen, vom Jürgen.

00:42:00: Und der hat dann irgendwann gesagt, ich will das nicht mehr.

00:42:03: Warum auch immer?

00:42:05: Der wollte ganz raus.

00:42:07: Ja, der war dann auch nicht mehr auf der Bühne.

00:42:10: Ist aber heute immer noch Autor der Stungssitzung.

00:42:14: Die ganze Zeit auch schon.

00:42:16: Und dann habe ich gesagt, ja, ich könnte mir jetzt auch vorstellen, da oben die Präsidentschaft, also diese Funktion der Präsidentin zu übernehmen.

00:42:25: Wie läuft denn so eine Auswahl dann ab?

00:42:27: Ich habe gesagt, es waren noch andere, glaube ich, wo es Überlegungen gab.

00:42:31: Dann habe ich gesagt, okay, ich schreibe jetzt mal eine Moderation.

00:42:34: Habe das gemacht und habe die auch vorgetragen, weil ich dachte, die müssten jetzt nicht die Katze im Sack kaufen.

00:42:38: Die wussten, was ich als Schauspieler auf der Bühne kann, aber das war eine andere Abteilung, zu moderieren den ganzen Abend.

00:42:43: Dann habe ich das gemacht und dann kam eigentlich nur so ein Lapidarersatz.

00:42:48: Okay, weiter.

00:42:50: Was haben wir noch für Probleme zu lösen?

00:42:52: Und da war irgendwie... So, dann wurde ich...

00:42:54: Da gab es einen Mann in der Gruppe, der dann stinkig war und sagte, ich wäre es auch gerne geworden.

00:42:58: Nee, das war dann... Nee, das war nicht so.

00:43:02: Und es ging auch nie um die Frage Frau oder Mann.

00:43:05: Es ging immer um die Frage, wer hat Lust, dem trauen wir es zu.

00:43:09: Wer kriegt es hin?

00:43:10: Aber sie waren ja dann auch dort trotzdem die erste Frau im Amazon-Bild, die dann Sitzungspräsidentin geworden ist.

00:43:15: Vorher war es Dürr Beckler.

00:43:20: Aber das war nie Thema.

00:43:22: Und ich war dann auch, ich muss ehrlich sagen, ich war, ich habe gedacht, weil die Presse war ja die erste Frau.

00:43:28: Leute, ist das so wichtig?

00:43:30: Offensichtlich, ja.

00:43:31: Für mich war das so selbstverständlich.

00:43:35: Aber wenn Sie sich umgucken, dann müssen Sie merken, dass es nicht selbstverständlich ist.

00:43:39: Ja, es wurde mir dann irgendwann klar, dass ich dachte, wie schade, dass es nicht selbstverständlich ist.

00:43:44: Und es ist ja immer noch so, dass es immer noch nicht selbstverständlich ist, dass Frauen in allen Positionen zu finden sind.

00:43:51: Es wird ja selbst im Bundestag, wenn ja, sind es weniger Abgeordnete, weibliche.

00:43:57: Freuen Sie sich immer, wenn Sie dann mitbekommen, dass wieder irgendwo eine Frau an die Spitze kommt.

00:44:01: Also zum Beispiel jetzt in Köln, Henriette Reka oder so.

00:44:04: Ist das so was, wo Sie sagen, das ist mir jetzt auch nicht egal, wer es macht, sondern das finde ich dann dezidiert gut.

00:44:12: Eigentlich freue ich mich über jede Frau, die diese berühmte Gläserne Decke durchbricht.

00:44:18: Das finde ich erst mal toll.

00:44:20: Heißt nicht immer unbedingt, dass die alles dann gut macht.

00:44:24: Darum geht es aber

00:44:27: auch nicht.

00:44:29: Wer sagt das mal?

00:44:30: Wir haben erst dann Gleichberechtigung, wenn genauso viele idiotische Frauen wie Männer anermacht sind, irgendwie so in diesem Tenor.

00:44:39: Also von da ist es mir, ich freue mich, ich freue mich, wenn es mehr und mehr Frauen gibt, die in Entscheidungsfunktionen sind, die auch bereit sind, diese Strukturen zu durchbrechen.

00:44:55: Und überhaupt die Kraft haben, sich gegen diese Strukturen durchzusetzen.

00:45:00: Weil das ist ja auch nicht einfach.

00:45:02: Die Jungs gehen ja nicht einfach.

00:45:05: Das ist richtig, ja.

00:45:07: Sie sehen sich ja nicht als Role Model.

00:45:10: Ich habe ein Podcast gehört, wo sie sich... Mit der Nikki Camperman von Campes Finest unterhalten.

00:45:16: und da ist das Thema, dass sie sagen, ich habe mich nie als Bromodel begriffen.

00:45:20: Aber sie müssen ja irgendwie damit umgehen, dass sie es nun mal offenkundig sind.

00:45:24: Wie viele, ob sie wollen oder nicht.

00:45:26: Nehmen Sie das Amt an.

00:45:29: Mittlerweile ja, weil ich mitkriege, dass einige sagen, boah, das ist so, das ist schon toll.

00:45:37: dich zu sehen.

00:45:39: und mittlerweile begreife ich auch, dass es auch für junge Frauen wichtig ist, zu sehen, dass da, dass Frauen alles können, dass da keine eigentlich keine Beschränkungen gibt.

00:45:48: Und wenn ich dazugehöre, wenn ich dazu beitragen kann, ist es schön.

00:45:52: Dann kann ich auch sagen, okay, dann bin ich halt für viele Frauen möglicherweise ein Rollmodel.

00:45:57: Dann ist das so.

00:46:00: Jetzt sind Sie ja seit über einem Vierteljahrhundert Sitzungspräsidentin.

00:46:04: Wie hat diese Rolle Sie eigentlich verändert?

00:46:07: Das ist mal schwierig, vielleicht sich selbst zu analysieren.

00:46:11: Das ist ja nur nach außen hin eine Funktion, die ich da habe.

00:46:14: Das ist ja kein Amt, wo ich Entscheidungsträgerin bin.

00:46:18: Das ist eine...

00:46:20: Auch Missverständnis, aber was Sie oft aufklären müssen, ne?

00:46:23: Ja, weil ich finde das auch wichtig, klarzumachen, dass ich moderiere einen Abend an prominenter Stelle.

00:46:33: Aber der Ecki singt den ganzen Abend auch an prominenter Stelle.

00:46:37: Da denkt man übrigens auch auf, dass wir der Chef von Köbes.

00:46:40: Ist er auch nicht.

00:46:42: So, wie mich das verändert, ich glaube, mich hat verändert, dass ich sehr viel Erfahrung auf der Bühne gesammelt habe, wo ich eine größere Selbstsicherheit gewonnen habe.

00:46:53: Und ich das Gefühl habe, wenn ich da im E-Werk bin mit all den Menschen, was soll uns da passieren?

00:47:02: Nix.

00:47:03: Und wenn ich mich dreimal verspreche, mir sind Sachen schon passiert, moderiere ich eine komplett falsche Nummer an, dann mache ich das, dann rufe dir mal Biggie, du moderierst gerade die falsche Nummer an, dann sagst du, ah, okay, gut, dann machen wir jetzt die richtige Moderation.

00:47:19: Also mit so einer Selbstverständlichkeit, Leichtigkeit, die ich mittlerweile erreicht habe, glaube ich, in meinem Bühnenverhalten, das finde ich schon toll.

00:47:29: Also da offen mit umzugehen, weil alles, was mir peinlich ist, ist auch dem Publikum peinlich.

00:47:34: Wenn ich aber sage, Leute, Ich habe mich jetzt gerade vertan, ich bin völlig falsch.

00:47:41: Dann lachen.

00:47:42: Ja, es ist alles in Ordnung.

00:47:43: Wie ist das in dem Ensemble?

00:47:45: Man muss ja, wenn man auch wirklich auf so einem hohen Niveau professionell erfolgreich sein will, muss man sich ja wahrscheinlich während der Proben, während der Entwicklung der Stücke, über die ich jetzt gleich auch noch mal sprechen würde, muss man sich ja wahrscheinlich irgendwie auch permanent kritisieren, oder?

00:47:59: Also man muss sagen, Die Nummer finde ich irgendwie nicht so gut.

00:48:03: Warum auch immer?

00:48:04: Also wie geht man davor, dass das nicht persönlich genommen wird?

00:48:11: Wir haben ja mehrere Phasen, in denen wir die Sitzung entwickeln.

00:48:15: Wir fangen ja an Ende August mit den ersten Brainstorming-Tagen, wo alle mit Ideen kommen, vielleicht manchmal auch mit Themen, manchmal aber schon eine Idee mit einem Plot für eine Szene, Song-Idee.

00:48:30: Das wird alles gesammelt und dann gibt es Klausurtage.

00:48:33: Mehrere Tage hintereinander, wo man dann guckt, das ist ein interessantes Thema.

00:48:37: Da kriegen wir vielleicht Fleisch dran.

00:48:40: Manchmal kriegt man interessante Themen gar kein Fleisch.

00:48:43: Und dann kann man die auch nicht weiter denken.

00:48:45: Es muss ja in irgendeiner Art und Weise lustig sein.

00:48:48: Ist das dann eine Abstimmung, dass man sagt, wer ist dafür, dass das weiter kommt und das?

00:48:51: Oder?

00:48:52: Nee, also eine richtige Abstimmung nicht.

00:48:54: Irgendwann schon, also nach den paar Tagen, wo man dann ganz viele Ideen an der Wand hängen hat.

00:48:59: dann entscheidet man sich schon und sagt und per Handzeichen, lasst uns die bitte rüberhängen und die rüberhängen.

00:49:06: Und dann gucken wir natürlich auch immer noch nach einer bestimmten Mischung, also Politik, Lokales, Herz, Quatsch, was auch immer.

00:49:17: Und dann hat man da einiges hängen und versucht an den kleinen Arbeitsgruppen, die Themen an den Fleisch zu geben.

00:49:26: Dann haben wir wieder eine Auswahl.

00:49:29: treffen wir dann.

00:49:30: Dann gehen viele Sachen an die Autoren und Autorinnen.

00:49:33: Einiges bleibt bei uns.

00:49:35: Dann gibt es diese Schreibphase.

00:49:38: Und dann werden ungefähr thirty-fünfzig Nummern, die fertig geschrieben sind, die werden dann in zwei Literatentagen gelesen, alle vorgestellt und dann wird wieder aussortiert.

00:49:51: Und dann wissen wir, was wir proben.

00:49:53: Und dann gibt es ein externes Vorspiel.

00:49:56: Da wird wieder aussortiert.

00:49:57: Das hat ein ständiger Prozess des Aussortierens.

00:50:00: Und die Frage, wie man da nicht persönlich wird.

00:50:26: Deshalb freuen wir uns, wenn Sie unseren Lokaljournalismus und die Arbeit der Redaktion mit einem Abo unterstützen.

00:50:31: Alle Infos dazu finden Sie unter ksdr.de slash Abo.

00:50:36: Oder für das rein digitale Abonnement unter ksdr.de slash

00:50:40: plus.

00:50:41: Und jetzt geht's weiter mit dem Podcast.

00:50:44: Also, weil aus Sortieren ist ja schmerzhaft.

00:50:45: Da hat jemand vielleicht ein Liebling und sagt, ich find das super.

00:50:49: Und dann muss irgendjemand sagen, Ja, ich find's aber eigentlich nicht so richtig super.

00:50:54: Nee, es gibt zwei Möglichkeiten.

00:50:55: Also wenn wirklich die Mehrheit sagt, Leute, irgendwie seid ihr da aufm Holzweg, dann sagen die entweder, die anderen, ja, da gründ ich im Nachdenken, ihr habt recht.

00:51:06: Oder sie sagen, nee, wir sind da, aber wir wollen das.

00:51:09: Und dann sagen wir, okay, dann macht.

00:51:12: Und dann guckt man sich später das Ergebnis an.

00:51:15: Und dann ist man entweder überrascht und sagt, boah, super, ihr hattet recht, gut, dass ihr das gemacht habt.

00:51:20: Oder wir sagen, Aber das ist ja bei allen Dingen, die man neu entwickelt, so dass man sich von Dingen verabschieden muss.

00:51:29: Das muss ich auch.

00:51:32: Wir schreiben ja auch Moderationen, die dann manchmal gar nicht rankommen.

00:51:35: Aber es ist schmerzhaft.

00:51:36: Wenn Dinge rausfallen, an denen das Herz gehangen hat oder viel Arbeit gehangen hat, ist das schmerzhaft.

00:51:46: Wir haben es mittlerweile in den vielen Jahren gelernt zu sagen, die Stungssitzung ist ein Gesamtprodukt.

00:51:55: Es ist immer ein Spagat zwischen der eigenen künstlerischen Befriedigung und dem eigenen künstlerischen Wollen und dem Dienen der Stungssitzung, was für die Stungssitzung als Produkt gut ist.

00:52:08: Man ist ja ein Kollektiv, aber wahrscheinlich ist ja auch jeder und jede irgendwie da auch ein starker Charakter.

00:52:15: Und das stelle ich mir eben so in dieser Gemengelage dann manchmal nicht so einfach vor.

00:52:20: Es ist manchmal auch nicht.

00:52:21: Aber wir wissen, was für ein Schatz wir da in der Hand haben.

00:52:25: Das heißt, das wird dann nicht überstrapaziert.

00:52:31: Sonst wäre

00:52:32: man auch nicht so lange dabei wahrscheinlich.

00:52:34: Wir finden uns dann immer wieder zusammen, auch wenn es schon mal so ein bisschen hoch hergeht, aber dann wird drüber gesprochen, warum es hoch hergegangen ist und versucht das zu klären und dann ist man auch danach wieder... Ja, dann ist man wieder beieinander.

00:52:48: Also gibt's auch mal Knaht.

00:52:50: Ja, wo denn nicht?

00:52:50: Ein

00:52:50: bisschen Familienkonstellation, ja.

00:52:52: Wo der nicht, ich

00:52:53: mein, wenn mal vierzig Jahre, ich bin jetzt noch nicht so lange dabei, aber schon auch schon sehr lange, man lernt sich ja auch immer besser kennen.

00:53:00: Und manchmal kann man mit den Dingen besser umgehen, die jemand so an Charaktereigenschaften hat und manchmal halt nicht.

00:53:09: Ich bin ja auch nicht immer nur, immer immer nur nett.

00:53:13: Hauptsächlich ja, aber es gibt dann auch Momente, wo ich dann auch mal denke.

00:53:19: So.

00:53:19: Und dann muss man das auch mal äußern.

00:53:21: Das ist aber, finde ich, völlig in Ordnung.

00:53:23: Gibt es irgendwas, wo Sie sagen, ja, da weiß ich, da bin ich so und so.

00:53:26: Punkt, Punkt, Punkt.

00:53:27: Also besonders ungeduldig oder besonders.

00:53:30: Also jeder hat ja irgendwie was, wo er weiß von sich selbst irgendwie, ja, das ist auf jeden Fall eine Schwäche von mir oder daran müsste ich vielleicht arbeiten oder akzeptieren, dass ich so bin.

00:53:40: Also wo ich nicht gut mit umgehen kann, ist, wenn jemand sagt, das ist so.

00:53:44: Da denk ich, nee, du meinst, dass das nicht so ist.

00:53:48: Andere sehen es anders.

00:53:50: Konkretes Beispiel?

00:53:51: Eigentlich müssten sie die anderen fragen, was an mir nervt.

00:53:58: Das fuhre ich dann demnächst.

00:53:59: Ja, bitte machen Sie

00:54:00: das mal.

00:54:00: Das würde mich auch interessieren.

00:54:02: Was nervt an mir?

00:54:03: Es gab eine Zeit lang, da habe ich immer gesagt, ich habe da mal eine Frage.

00:54:08: Dann kam immer so ein, ah, Biggie hat mal wieder eine Frage.

00:54:11: Aber ich persönlich fühle das gut, wenn man Fragen hat.

00:54:14: Aber das hat manchmal, glaube ich, waren es zu viele Fragen.

00:54:18: Ich muss gerade an ... Ist das Inspector Colombo?

00:54:20: Der ist doch auch dann wieder umgedreht vom Tatort.

00:54:22: Dann ist er noch mal zurückgekommen.

00:54:24: Hat er gesagt, ich habe da noch eine Frage.

00:54:27: Und dann wusste man, da ist er was Großem auf der Spur insofern.

00:54:31: Ist eine gute Tradition.

00:54:33: Stungssitzung und politisch, das gehört natürlich total zusammen.

00:54:36: Und ich glaube, sehr viele Menschen haben gerade in diesem Jahr, im vergangenen Jahr, wirklich das Gefühl, in einem politischen Irrenhaus zu sein, wenn man auf die Welt guckt.

00:54:44: Was bedeutet das für das Programm einer Stungssitzung?

00:54:48: Wir gucken immer, woran haben wir Interesse, woran glauben wir, was wir sagen wollen, wo wir eine Haltung zu haben.

00:54:59: Und es gibt aber eben auch Dinge, da ist man verwirrt.

00:55:02: Und die kann man dann auch ganz schlecht irgendwie... auf einen Punkt bringen, weil wir haben ja die Szenen, die wir haben, die wir schreiben, die wir machen, die Themen, die, wir haben ja kaum die Möglichkeit einen Tiefgang.

00:55:17: Wir haben ja immer nur kurze drei Minuten, fünf Minuten maximal, wo man sich eines Mosaik-Steinchens eines Themas widmen kann.

00:55:26: Das macht es manchmal schwer und dann wirkt das manchmal wie, oder andersrum.

00:55:32: Wir müssen uns auf nur einen Punkt beschränken.

00:55:35: Wir können nicht die ganze Komplexität eines Themas behandeln, aber entscheidend ist für uns eigentlich immer, was ärgert uns, was erfreut uns, wo wollen wir was zu sagen.

00:55:49: Und was wir jetzt in einiger Zeit machen, das sage ich am Anfang auch immer, dass es schön ist, dass wir zusammen sind, um was Positives mit nach Hause zu nehmen, weil wir werden wirklich alle irgendwann bekloppt.

00:56:03: Ich habe mir mittlerweile auch ein bisschen Nachrichtenverzicht zugelegt, weil wenn ich jeden Morgen anfange, dann...

00:56:14: Den täglichen Donald Trump?

00:56:17: Ja, vieles andere ja auch.

00:56:19: Und was ich sehr bedauere, nach wie vor, dass es zu wenig gute Nachrichten gibt.

00:56:27: Nee, andersrum.

00:56:28: Die gibt es, aber die werden nicht gesendet.

00:56:30: Das bedauere ich nach wie vor sehr, weil ich glaube in unsere Birne ist mittlerweile so, alles geht den Bach runter, alles ist nur schlecht, alles wird in Zukunft noch schlechter und man vergisst dabei, wie viele schöne Dinge es auf dieser Welt gibt und ich bin mir fast sicher, dass es mehr schöne Dinge gibt als beschissene.

00:56:51: Und ich muss einfach nur tagtäglich mal hier durch die Stadt gehen oder mich mit Freunden treffen, was ich da alles Schönes erlebe.

00:56:57: Und das, finde ich, ist total wichtig, um so ein Gefühl von, wir gehen nicht unter.

00:57:02: Und vor allen Dingen, es sind auch viel mehr nette Menschen auch in diesem Land, als man vielleicht meint.

00:57:09: Deswegen plädiere ich, oder habe ich denn oft gesagt, Leute, lasst uns doch bitte mal Kanäle öffnen, sowohl in Zeitschriften, in Magazinen, wo auch immer, wo es immer eine Spalte gibt, die guten Nachrichten.

00:57:23: Das finde ich, weil man kann im Kopf sich ein bisschen um Polen, glaube ich.

00:57:31: Und ich weiß, nur noch ganz kurz, ich weiß, dass im letzten Jahr und diesem Jahr viele Leute sagen, das ist so schön bei euch, weil man spürt auf der einen Seite, dass man nicht allein ist mit seinen Gedanken und seinen Sorgen, aber gleichzeitig auch so viel Positives drüber kommt, dass man wirklich befreit loslachen kann und nach Hause geht und denkt, ja, Es ist nicht alles so schlimm, wie man denkt.

00:57:53: Und das finde ich super.

00:57:56: Wir diskutieren da häufig drüber in der Redaktion des Kölner Stadtanzeiger und es gibt so ein paar Nachrichten zum Beispiel.

00:58:02: Wie zum Beispiel ein neuer Fahrradweg in Köln.

00:58:05: Ist für ein Fahrradfahrer eine gute Nachricht.

00:58:08: Ist für ein SUV-Fahrer eher keine gute Nachricht.

00:58:11: So, da haben wir dann manchmal so, wir haben auch mal überlegt, labeln wir das und dann gibt es, natürlich gibt es Auf jeden Fall Nachrichten, die dezidiert gute Nachrichten sind, aber es ist manchmal auch Ansichtssache.

00:58:22: Und das finde ich eigentlich ganz interessant, da manchmal so drüber nachzudenken, dass man denkt, so einfach ist es dann leider doch wieder nicht mit diesen guten Nachrichten.

00:58:30: Also jetzt nur mal so ein Beispiel, Fahrradstraße Köln.

00:58:34: Bei Donald Trump ist es natürlich so, die Leserinnen und Leser und ich glaube auch die Menschen.

00:58:38: die interessieren sich halt ganz stark für diesen Verrückten.

00:58:41: Obwohl man jetzt sagen könnte, deutlich weniger wäre irgendwie gut, aber wahrscheinlich auch, weil es so absonderlich ist.

00:58:48: Und natürlich ist er deswegen natürlich auch eine Nummer in der Stungssitzung.

00:58:52: Eigentlich macht er einen Sprach los.

00:58:54: Aber man muss eine Sprache finden, wie man über ihn spricht oder wie man ihn satirisch noch irgendwie überhöhen kann.

00:59:02: Ist kaum möglich.

00:59:03: Und ich glaube, deswegen ist er auch für viele so interessant, weil der so... anders tickt und so anders handelt und denkt und entscheidet und drauf ist, dass, also sagen wir so, es gibt ja Dinge, die faszinieren ein, nicht weil sie so toll sind, sondern weil sie so anders sind, so schräg sind, so unfassbar sind.

00:59:27: Und das kann bei ihm durchaus so sein, dass ihnen deswegen, dass viele Menschen ihnen irgendwie, ja, dass so eine Faszination von ihm ausgeht, weil er so Ich kann's kaum beschreiben.

00:59:38: Ich bin sprachlos eigentlich und weiß gar nicht, wohin das geht.

00:59:43: Keine Ahnung.

00:59:44: Wenn ich mit unserem Karikaturisten Heiko Sakurait spreche, der sagt, es gibt natürlich Politikerfiguren, die sind total dankbar für ihn als Karikaturisten.

00:59:55: Auch in Friedrich Merz, auch von seiner Füße zum Beispiel.

00:59:57: Aber eben natürlich auch von den Dingen, die er macht, weil er immer wieder in diese Fettnäpfchen tritt.

01:00:01: Donald Trump eben auch, weil die so unverwechselbar sind.

01:00:05: Was sind ... Typen, wo sie in der Sturmsitzung sagen, ja, die sind immer gutes Futter für uns.

01:00:13: Also Donald Trump steht da wahrscheinlich schon auch ganz oben, oder?

01:00:16: Er steht im Moment ganz oben, weil er so redet und handelt, wie er gerade ist.

01:00:21: Er verdeckt ja fast alles.

01:00:22: Ansonsten, also glaube ich nicht, dass wir gucken, wer ist gut zu karikieren, sondern wir gucken eigentlich, wer hat was gesagt.

01:00:31: Also wer ... Vertritt welche Positionen und wenn man ihn dann noch gut korrigieren kann, ist okay.

01:00:39: Wir haben jetzt in Söder auch im Programm mit dem Thema Seinemstand Fleischfetischismus.

01:00:46: So, ne?

01:00:47: März wird einige Male erwähnt, aber es ist wie gesagt, wir gucken jetzt nicht gezielt, oh, wer ist jetzt hier?

01:00:53: Es ist nach wie vor so, dass wir sagen, gucken, was gibt eine Person inhaltlich her und nicht jetzt körperlich.

01:01:01: Was sagt sie?

01:01:02: Oder eher?

01:01:03: Und danach entscheiden wir, ob wir das satirisch überhöhen wollen.

01:01:08: Eine Nummer über alles Weidel gehört ja auch zu den Höhepunkten der Sturmsitzung in diesem Jahr, wie ich finde.

01:01:13: Also ist meine Meinung, euch geht davon aus, dass das andere die ja auch noch teilen.

01:01:17: Jetzt könnte ja die AfD in den kommenden Bundestagswahlen sogar stärkste Kraft werden.

01:01:21: Wir wollen das nicht hoffen, wir wollen das auch nicht herbeischreiben.

01:01:23: Aber ist es realistisch, dass das passieren könnte?

01:01:26: Jetzt sieht man natürlich in Ländern wie Amerikanen sowie auch einfach Alternative oder ich sage mal einfach nur Kulturprogramme, die nicht der Herrschaft nach dem Mund reden.

01:01:38: wie die Probleme bekommen, wie die zensiert werden, wie die gekürzt werden, etc.

01:01:41: Was macht das mit ihnen?

01:01:42: Ich finde das ganz schrecklich.

01:01:43: Ich habe neulich einen Beitrag gesehen über Thüringen.

01:01:46: Wie da schon jetzt AfD-Abgeordnete sagen, wie sie dann zukünftig die Geschichtsbücher ändern werden, wie sie die Bildungsinhalte ändern werden, wie sie alles mögliche ändern werden.

01:01:59: Und das finde ich grauenhaft.

01:02:01: Und wir sollen nicht so tun, als wäre das nur ein Problem im Osten.

01:02:04: Sondern wir haben ja auch Zahlen, die einen erschrecken.

01:02:08: Und mittlerweile fragt man sich ja auch da, was können wir eigentlich noch tun?

01:02:13: Wir waren auf der Straße, man äußert sich sehr eindeutig, hat eine klare Haltung und trotzdem ändern sich die Zuspruchszahlen nicht.

01:02:25: Manchmal ist man ratlos.

01:02:27: Wie geht es Ihnen?

01:02:28: Ja, man ist definitiv ratlos.

01:02:31: Was man tun kann, denn man muss natürlich immer gucken.

01:02:34: Ich sage mal, die Menschen, die in die Stungssitzung gehen, sind wahrscheinlich zu größeren Teilen, die man nicht davon überzeugen muss, dass Demokratie eine prima Sache ist.

01:02:44: Sondern dann geht es ja immer um die Frage, wie erreichen wir eigentlich die, die irgendwie skeptisch sind.

01:02:49: Und dann gibt es ja die einen, die sagen... bringt eh nix mit denen zu reden, die anderen die sagen, ich versuche wirklich soweit ich kann, dass den Dialog aufrecht zu erhalten.

01:03:03: Und auch wie viel Raum gibt man in den Medien?

01:03:07: Das war ja von Anfang an die Diskussion.

01:03:09: Als Pegida aufkam, von Anfang an die Diskussion bekommen sie Platz oder bekommen sie keinen Platz.

01:03:16: ist ja bis heute so, räumt man Sendezeit ein, räumt man sie nicht ein, lehrt man sie in Talkshows ein.

01:03:23: Die ganze Zeit diese Diskussion und da gibt es zwei Lager zu.

01:03:30: Das weiß ich nicht.

01:03:32: Also aus demokratischer Sicht müsste man ja sagen, die sind gewählt.

01:03:37: Und es gab ja mal den Spruch, jedes Volk verdient die Regierung, die es gewählt hat.

01:03:42: Dasselbe ist ja die Frage, verbot der AfD.

01:03:45: Auch das ist ja die Einsage, es muss verboten werden.

01:03:49: Ich sage ja, müsste eigentlich, dann denke ich, aber was passiert dann?

01:03:54: Und dafür bin ich jetzt zu wenig Politologin oder Wissenschaftlerin oder was auch immer, um das absehen zu können.

01:04:01: Ich weiß von vielen Menschen, die da mal so und mal so, weil es ist, also ich kann mich nicht zu einer eindeutigen zu einem eindeutigen AfD-Verbot durchringen.

01:04:13: Es

01:04:14: ist ja auch, glaube ich, ein Thema in dieser Welt, dass die Probleme sehr komplex und vielschichtig sind und schwarz und weiß gibt es natürlich nicht.

01:04:23: Also bei einem AfD-Verbot gibt es Menschen, die sagen, dann gibt es wenigstens kein staatliches Geld für die Verfassungsfeinde, aber natürlich sind die Wählerinnen und Wähler nicht weg.

01:04:33: Ja, genau.

01:04:34: Und was passiert da mit denen?

01:04:36: Wie denken die dann?

01:04:37: Wie reagieren die dann?

01:04:40: Ein sehr schwieriges komplexes Thema.

01:04:43: Jetzt ist das ja als Stungssitzung auch gar nicht ihre Aufgabe, aber so dieses Thema, das man überlegt, wir gehen an Schulen oder wir machen Dinge, wo wir Menschen vielleicht erreichen, die noch nicht irgendwie, die vielleicht noch nicht so gefestigt sind, die vielleicht noch gar nicht wissen, die vielleicht auf TikTok Dinge sehen.

01:04:59: Also ist das so was, worüber sie diskutieren in der Stungssitzung, wie man vielleicht sogar noch Leute erreichen könnte, die... Also

01:05:04: bisher nicht.

01:05:06: Bisher ist es so, dass wir ja ein halbes Jahr... an diesem Produkt arbeiten, inklusive der Sitzung.

01:05:13: Und dann das andere halbe Jahr machen viele ja auch noch was anderes.

01:05:17: Und über diese Frage haben wir uns noch, soweit ich weiß, noch nicht, dieser Frage muss noch nicht gestellt.

01:05:24: Was wir wissen ist, dass viele unserer Szenen angefragt werden von anderen kleinen Karnevalsvereinen oder die spielen zu können.

01:05:32: Und da sagen wir auch immer kein Thema.

01:05:34: Ach

01:05:34: wirklich, ja?

01:05:35: Die sagen, dann können wir das nachmachen, was ihr da gemacht habt in dem Jahr.

01:05:39: Das ist sehr witzig, okay?

01:05:40: Ja,

01:05:41: da gab es sogar mal eine ganze Reihe von kleinen Videos, die wir bekommen haben, zusammengestellt haben, während Corona von diesen anderen kleineren Sitzungen, die dann Nummern von uns gespielt.

01:05:54: Aber dass wir jetzt an Schulen gehen...

01:05:56: Ich sage ja, das ist auch gar nicht leistbar, aber um diesen Gedanken weiter voranzutreiben, dass man irgendwie sagt, wie kann man Menschen erreichen, die vielleicht noch nicht... diese Haltung entwickelt haben, die man selber hat oder... Also

01:06:09: ich glaube ja, dass bei uns in der Sturmsitzung auch viele Menschen sind, nicht in der Überzahl, aber viele auch da sind, die zum ersten Mal kommen und auch nicht mit allem einverstanden sind, was wir sagen.

01:06:22: Weil ja gut, ist voll in Ordnung.

01:06:24: Weil wenn es nur Kopfnicken gäbe oder Abnicken gäbe, ist ja auch quatscht.

01:06:32: Weil es gab auch mal eine Nummer, da habe ich als diese Figur Stivilsjub, den Thing Tank vom Karneval, habe ich auch sehr gegen die AfD ausgeteilt.

01:06:40: Und es gab Abende.

01:06:44: Da war der Applaus etwas gemäßig da.

01:06:47: Und einige erzählten auch, dass einige rausgegangen sind.

01:06:50: Und da in dem Jahr haben wir auch die eine oder andere Mail bekommen, die sich da sehr drohaufgeregt hat.

01:06:56: Wo es Menschen sehr drohaufgeregt haben.

01:06:58: Also das zeigt auch, dass es schon auch Menschen gibt, die nicht mit allem

01:07:03: unserer

01:07:03: Meinung sind in allem.

01:07:05: Und das ist ja gut so, die sollen ja auch kommen.

01:07:07: Und ich würde nie sagen, um Gottes Willen, wir haben AfD-Wähler oder Wählerinnen.

01:07:13: Nee, dann ist das so.

01:07:14: Also ich würde nie sagen, die gehören nicht ins E-Werk, um Gottes Willen.

01:07:19: Nein, also alle kommen.

01:07:22: Gibt es eine Nummer an die Sie zurückdenken, wo Sie sagen, darauf haben wir die meisten Protestmails bekommen in den vergangenen Jahren, seitdem Sie dabei sind?

01:07:33: Das war eigentlich, soweit ich mich erinnern

01:07:36: kann, ein

01:07:36: Nummer zum Missbrauch in der Katholischen Kirche.

01:07:40: Ich habe es mir fast gedacht.

01:07:41: Ja.

01:07:44: Und zwar von gläubigen Menschen, die sich das schwer aufgeregt haben.

01:07:50: Das war nicht schön.

01:07:51: Da hat auch unser Kollege Brune Schmitz, der hat da wirklich Gewalt androgen bekommen, weil er diesen Priester gespielt.

01:08:00: Da war ein bisschen Alarm in der Bude.

01:08:02: Zu anderen eigentlich jetzt nicht.

01:08:04: Das Humorempfinden ist ja in einem ständigen Wandel unterworfen.

01:08:06: Wenn man Anke Engel gefragt oder Carolin Kebekus dann sagen die, ich habe früher Witze gemacht, die würde ich heute nicht mehr machen.

01:08:12: Haben Sie auch so was, wo Sie sagen, da ist mein jetzt Rückblick nicht total stolz drauf.

01:08:17: Also so würde ich.

01:08:18: jetzt weiß ich nicht genau.

01:08:19: Aber was ich weiß ist, dass wir schon ein bisschen, dass wir bestimmte Witze nicht mehr machen.

01:08:25: Ich weiß gar nicht, ob wir die überhaupt früher gemacht haben.

01:08:29: Also wir achten schon sehr darauf, dass es keine rassistischen Bemerkungen gibt und dass wir, also wie gesagt, was ich gerne mache, auch hin wie Agendern, achtsam sind und eben auch nicht unbedingt auf die nur-auf-körperlichkeit gehen.

01:08:51: Also zum Beispiel habe ich ja früher den Kali gemacht, dann eben aber auch mit ausgestopft, also mit seiner, habe dann auch mit seiner Fülle gespielt.

01:09:02: Das A ist er das heute nicht mehr und B wüsste ja gar nicht, ob es notwendig ist, das noch mal zu tun.

01:09:08: Manchmal reicht auch nur eine Stimme.

01:09:10: Aber wir achten drauf, sagen wir mal so, wir achten drauf.

01:09:13: Aber ja, man muss nur gucken, wenn man zu viele Schere im Kopf hat, dann ist auch irgendwann, bestaltet man sich so sehr, dass dann vielleicht auch manchmal der eine oder andere wie so auf der Strecke bleibt, der gar nicht wehtun würde.

01:09:28: Also gibt es schon so Situationen, wo man denkt, ein guter Witz muss auch manchmal so ein bisschen an dieser Klippe stehen zwischen gerade nicht zu viel.

01:09:38: Ja, ich glaube ja.

01:09:40: Vor allen Dingen dann, für mich hängt das wirklich immer, immer ein Stück weit davon ab, von wem er kommt.

01:09:49: Und ich habe eben schon mal, ich glaube und dass man uns eine grundsätzliche Menschenfreundlichkeit zugesteht und wir sind das glaube ich auch.

01:09:56: Und wenn bei uns dann mal so Witze kommen, Dann, glaube ich, finde ich, ist das nicht das Problem.

01:10:05: Problematisch, glaube ich, wenn es ehemenschen sind, die, wo du denkst, boah, Leute, jetzt hat auf jeden Fall derwitz und derwitz und derwitz, wo es schon per se insgesamt alles ein wenig unsympathisch daherkommt, dann finde ich das auch nicht gut.

01:10:23: Also, Sie meinen damit, man kann auch mal politisch unkorekt sein, wenn man ansonsten nicht im Verdacht steht.

01:10:32: Das ist jetzt ein schwieriges Thema auch wieder.

01:10:34: Wir haben neulich, bin ich das erste Mal ubergefahren und wir steigen das Auto ein und da sitzt ein Schwarzer, der das Auto gefahren hat.

01:10:45: Mein Mann und ich waren drin und dann haben wir ihn gefragt, wo er denn herkommt.

01:10:48: Da ist er aus Uganda.

01:10:49: Wir haben alle drei uns totgelacht, weil wir wollten wissen, von welcher Ecke in Köln, der kam von Lindenthal.

01:10:57: Das war unsere Frage und wir haben uns alle drei totgelacht.

01:11:01: Und da habe ich gedacht, ja, so kann man auch damit umgehen.

01:11:05: Und er hat selber mitgelacht, weil diese Antwort war so lustig.

01:11:09: Und es ging gar nicht darum, wo er geboren wurde.

01:11:11: Es ging darum, wo kommst du gerade her?

01:11:13: Wo kommen Sie gerade her?

01:11:15: Von wo haben Sie Ihre Fahrt gestartet?

01:11:17: Und ich finde, so was ist doch schön.

01:11:19: Es war so eine menschliche Begegnung irgendwie.

01:11:22: Weil wir alle wussten, er dachte, wir machen so.

01:11:25: Die übliche Frage.

01:11:26: Die übliche Frage,

01:11:27: wo kommen Sie denn her?

01:11:29: Wo

01:11:29: kommen Sie denn wirklich her?

01:11:30: Wo kommen

01:11:30: Sie wirklich her?

01:11:31: Und Sie sprechen auch gut Deutsch.

01:11:32: Wo kommen Sie denn her?

01:11:33: So, diese Abteilung.

01:11:36: Und gleichzeitig habe ich schon wunderbare Gespräche geführt, auch mit Taxifahrern, wo ich auch gefragt habe.

01:11:42: Wo dann jemand sagt, ich komme aus dem Iran.

01:11:44: Das war an Karneval.

01:11:45: Dann habe ich mit ihm über den Iran gesprochen, über Karneval gesprochen.

01:11:49: Das war ein total schönes Gespräch, auf Augenhöhe.

01:11:51: Super.

01:11:53: Und ich finde manchmal darf man auch fragen, weil manchmal ist es auch die Neugierde und nicht das abschätzige Achso, sieh'n gar nicht von hier.

01:12:02: Ich glaube, da kommt's immer drauf an, wie man in den Wald

01:12:04: rein... Das meine ich ja, das meine ich ja.

01:12:07: Und auch, aber auch die andere Seite finde ich, wenn man, also wie geht man damit um... wenn jemand ein anderes Geschlecht hat als das weibliche oder männliche und möchte anders angesprochen werden und ich vertu mich dann da und sage hallo frau so und so möchte ich auch nicht den kopf abgerissen bekommen.

01:12:24: wenn das dann nicht stimmt dann kann ich fragen wie möchten sie denn angesprochen werden?

01:12:28: dann tue ich das.

01:12:30: also da sind auf allen seiten sind wir ja lernende und ich bin bereit zu lernen so ohne dass man sich sofort den den gegenseitigen kopf abreißt.

01:12:41: Das finde ich so wichtig eigentlich daran, dass man zuhört und auf einander zugeht und nicht immer sofort sagt, nee, das war jetzt falsch.

01:12:50: Das war gerade, wünsche ich mir anders.

01:12:52: Es ist eine ganz andere Abteilung, wie man miteinander redet.

01:12:55: Mein letztes schönes Gespräch mit einem Taxifahrer war, der hörte klassische Musik lief im Taxi und dann sagt sie hier, ja toll, Musik hier.

01:13:02: und dann sagt er ja, ich mach das, weil ich sonst ... in jede Tempofalle rasen würde.

01:13:08: Also das hilft mir dabei, langsam zu fahren, weil ja überall Tempo-Dreißig ist, sagt er dann, hab ich gedacht, das ist ja eine tolle Strategie.

01:13:16: Und ich nutze das jetzt als kleine Überleitung, weil wir müssen langsam zum Schluss kommen, aber wir müssen natürlich in einem Podcast.

01:13:21: der Talk mit Kar heißt auch noch ein paar Fragen zum Thema Köln stellen und da gerne auch kurze Fragen, gerne kurze Antworten, wenn sie länger ausfallen, auch nicht schlimm.

01:13:30: Wofür muss man Köln unbedingt lieben?

01:13:35: Für mich hauptsächlich wegen der Menschen.

01:13:38: Man kommt ja ins Gespräch, wenn man das will, mit allen möglichen Menschen und dann kommt man Geschichten erzählt, nach denen man gar nicht gefragt hat.

01:13:46: Und das finde ich einfach sehr sympathisch.

01:13:49: Wo ist in Köln absolut Luft nach oben?

01:13:57: Was die ganzen Bauvorhaben angeht, die ganzen Baustellen, die ganzen Dinge, die so ein bisschen vernachlässigt wurden.

01:14:05: Da wäre ein bisschen Luft nach oben.

01:14:08: Ansonsten freue ich mich immer, Wenn dann doch diese Stadt, wenn es darum geht, auch unter anderem gegen die AfD zu demonstrieren, dann doch immer viele Menschen auf der Straße sind.

01:14:18: Das ist schon toll.

01:14:21: Wenn Sie mit einem Fingerschnip etwas richtig Großes in Köln ändern könnten, was wäre das?

01:14:25: Oder fertigstellen könnten oder?

01:14:29: Also ich persönlich leide ja sehr unter dieser Baustelle Richtung Bonner Straße raus.

01:14:35: Also das finde ich großartig.

01:14:37: Wenn da mal so ein Fingerschnip Und die wäre fertig.

01:14:40: Ja, also sie meinen, die arbeiten im Zuge der KVB-Erweiterung.

01:14:44: Genau.

01:14:45: Ja, wenn man da auf der Bonner Straße fährt, also ich bin da nur ab und an zu besuchen, denke ich mir so, ja, da kommt Freude auch bei den Anwohnerinnen und Anwohnern.

01:14:52: Genau,

01:14:52: und vor allem für Fahrradfahrerinnen, so wie mich, ist es auch jedes Mal andere Verkehrsführungen.

01:14:56: Und dann muss ich auch manchmal ein bisschen gegen die Verkehrsregeln fahren, weil ich denke, das geht so nicht, Leute.

01:15:05: Ich achte, ich passe auf.

01:15:07: Ich passe grundsätzlich beim Fahrradfahren auf so.

01:15:09: Aber da sind dann manchmal Momente, wo ich denke, oh Leute, bitte.

01:15:13: Frau Wanninger auf dem Bögersteig.

01:15:15: Obacht.

01:15:15: Manchmal.

01:15:16: Mit dem Fahrrad.

01:15:18: Ja.

01:15:19: Manchmal geht's nicht anders.

01:15:20: Ja.

01:15:21: Ich mein, ist ja so, wenn man dann wahrscheinlich doch von vielen Menschen in Köln erkannt wird.

01:15:27: Ist einem das dann so bewusst manchmal, dass man denkt, jetzt bin ich gerade über die rote Ampel gegangen, gefahren oder wie auch immer und Menschen stehen da und denken, die Frau Wanninger ist ja wunderbar.

01:15:36: Das tue ich

01:15:36: nicht.

01:15:36: Ich auch als Fahrradfahrerin fahre ich nicht über rote Ampeln.

01:15:41: Da versuche ich mich selbst zu disziplinieren.

01:15:44: Und das hat jetzt weniger damit etwas zu tun, dass ich Ups, Frau Wanninger, sondern wenn man damit einmal anfängt, ich krieg das damit, wie viele das machen, wenn man einmal damit anfängt, wird das zu Gewohnheit.

01:15:54: will ich eigentlich nicht.

01:15:56: Und Upsra Wanninger, klar gucke ich manchmal auch, wie ich mich öffentlich bewege, aber nicht so doll, weil ich finde das auch eigentlich pupsigal.

01:16:06: Ich finde auch, dass sich Menschen in der Öffentlichkeit stehen, auch mal in der Öffentlichkeit genauso blöd verhalten dürfen wie andere auch.

01:16:14: So ein Punkt.

01:16:15: Freuen Sie sich, wenn man Sie anspricht?

01:16:17: Ich werde gar nicht so oft angesprochen, was ich super finde.

01:16:21: Und wenn es passiert, passiert es.

01:16:22: Ich habe da keinen Ich hab da kein Problem mit, nein.

01:16:27: Also es freut einen, wenn man mitkriegt, wie bekannt diese Stungssitzung insgesamt ist.

01:16:33: Das ist schön.

01:16:35: Jetzt ist ja Henriette Reker im Ruhestand.

01:16:38: Letztes Jahr gab's noch eine gute Nummer oder vorletzlich, ich weiß gar nicht genau, die war großartig mit der Amtskette, ich seh's noch im Hals.

01:16:46: Also jedenfalls war sie Gegenstand natürlich auch der Stungssitzung.

01:16:52: Ich erinnere mich nicht.

01:16:53: Ich sehe diese Aktenberge vor mir auf der Bühne.

01:16:56: Und daneben die eher kleine Frau Eker.

01:17:03: Doch, es gab eine tolle Nummer.

01:17:06: Ich weiß noch nicht, ob letztes oder vorletztes Jahr.

01:17:08: Auf jeden Fall, sie war Gegenstand auf der Bühne.

01:17:11: Jetzt steht jetzt der neue OB Thorsten Brummeister unter Beobachtung des Ensembles und muss sich darauf einstellen, dass er vielleicht nächstes Jahr dran ist?

01:17:20: Höchstweise.

01:17:21: Mal gucken, was noch kommt.

01:17:23: Je nachdem, wie er sich...

01:17:24: Ist

01:17:24: halt

01:17:25: meine Frisch.

01:17:26: Da wissen wir noch nicht.

01:17:27: Mal gucken, ob sich das mit den wechselnden Mehrheiten durchsetzt, ob das gute ist.

01:17:35: Wissen wir noch nicht.

01:17:36: Mal gucken.

01:17:36: Aber die Sturmsitzung verfolgt das.

01:17:38: Sehr aufmerksam.

01:17:41: Also wir fangen andersrum.

01:17:45: Wir sind interessiert, das ganze Jahr über Dinge aufzunehmen.

01:17:51: Aber der Punkt ist einfach der, wenn wir Ende August anfangen, sind viele Dinge, die wir im Mai noch da, oder wo ich dachte, boah, super Thema, weg.

01:18:01: Und das ist ein Problem, was wir auch haben, dass manche Dinge, wo man denkt, boah, super Thema, die Zeit ist mittlerweile so schnelllebig, was Nachrichten angeht.

01:18:14: Und das ist eine, dass man manche Dinge produziert, die sind dann obsolet.

01:18:18: Das andere ist aber, dass man auch nicht hingehen sollte, wenn man etwas hört, was passiert ist, sofort zu reagieren.

01:18:25: Weil manchmal stellt es sich heraus, ups, das war ja ganz anders.

01:18:29: Also, dass man nicht zu früh reagiert.

01:18:32: Ist nicht so einfach, das alles so zu jonglieren, diese ganzen Themen und die Aktualität der Themen.

01:18:41: Kann ich mir vorstellen, ja.

01:18:43: Etwas, was im Mai groß war, ist dann im Dezember.

01:18:46: Genau.

01:18:46: Wir sind nicht aus dem öffentlichen Bewusstsein möglich.

01:18:49: Auch

01:18:49: jetzt?

01:18:49: Wir haben ja aber in Köln zum Glück einige Dauerbrennathemen.

01:18:53: Das sind Dauerbrennathemen, das stimmt.

01:18:54: Aber zum Beispiel diese Geschichte mit dem Rentenpaket, was ja letztes Jahr, Ende Dezember erst verabschiedet wurde und die junge Gruppe der Union.

01:19:04: Ich moderiere dazu immer noch was, aber das ist aus den Köpfen der Leute schon längst weg.

01:19:09: Das ist völlig verrückt.

01:19:12: Und wenn man das dann merkt an den Reaktionen, dass das aus den Köpfen ein bisschen weg ist, Also gibt es dann bestimmte Dinge auch in Ihrer Moderation, die Sie da noch umschreiben?

01:19:21: Ja, das

01:19:21: mache ich dann.

01:19:23: Genau, wie Sie auch aktuelle Dinge einbauen.

01:19:24: Das kriegt man hier mit.

01:19:25: Ja, genau.

01:19:26: Wenn es geht.

01:19:27: Und wenn ich weiß, Sie halten Stand.

01:19:32: Eine Überprüfung oder was auch immer so, ne?

01:19:37: Das kriegen wir hin.

01:19:37: Das kriegen wir hin.

01:19:38: Nicht in allen Nummern, aber bei den Moderationen kriegen wir das hin.

01:19:42: Und bei der eine oder anderen Nummer, wo sich was verändert, geht das auch noch.

01:19:45: Die Veranstaltungsbranche ist ja seit Corona noch mehr unter Druck als früher.

01:19:52: Also man hört, die Preise steigen, wie ihre für Personal etc.

01:19:58: Pp.

01:19:59: Jetzt kann man sagen, Stungstitzungen immer ausverkauft, super.

01:20:03: Aber gibt es trotzdem so ein Thema, wo sie sagen, boah, das brennt uns richtig unter den Nägeln eigentlich jedes Jahr.

01:20:10: Was die Kostensteigerung angeht, ja, die haben wir auch.

01:20:14: Und zwar ganz gewaltig auch.

01:20:16: Und wir haben, glaube ich, letztes Jahr mussten wir die Preise erhöhen, aber noch lange nicht um den Prozentsatz, wie die ganzen Kosten gestiegen sind.

01:20:25: Weil das dann zu viel wäre, wäre die Sorge.

01:20:27: Ja, es könnte dann sein, dass der Preis zu hoch wird.

01:20:31: Und da muss man schwer auch aufpassen.

01:20:35: ist in der Gastronomie dasselbe, da überall, wo die Preise so zu stark ansteigen, da merke selbst ich, ich meine, nee, Leute, ich könnte das zahlen, aber ich will nie mehr.

01:20:44: Wo soll das denn hingehen?

01:20:47: Und das ist in der Veranstaltungsbranche genauso.

01:20:50: Weil es sind ja viele in der Corona-Zeit an Technikern, an Menschen, die da in der Branche gearbeitet haben, die sind woanders hingegangen und die, die übrig geblieben sind, ja, die wissen, was sie dann nehmen können.

01:21:02: Es ist auch in Ordnung.

01:21:03: Es soll ja jeder und jede gut bezahlt werden.

01:21:07: Aber manchmal geht es eh mal auf Kosten der Veranstalter oder in dem Fall jetzt von uns, die auf der Bühne stehen.

01:21:13: Wir machen ja beides.

01:21:14: Wir veranstalten und stehen auf der Bühne und müssen dann gucken, wie wir das so hinkriegen, dass die Preise nicht ins... Und ich meine, wenn man sich überlegt, was alleine Konzerte für die großen Stars kosten, das zahlen die Menschen ja.

01:21:31: Und ich glaube leidend tun dann die kleineren Veranstalter, Veranstaltungen darunter, weil man dann sagt, ne, ich geh lieber einmal dahin.

01:21:40: Taylor Swift für ... ... sechshundert Euro.

01:21:43: So, ne?

01:21:44: Und viele sind ja auch schon, also fatal banal, eine der langjährigen Sitzungen, die diesen Köln gab im alternativen Bereich, die mussten unter anderem aufhören aufgrund der finanziellen Situation.

01:21:56: Die E-Me-Sitzung hat Probleme, ihre Sitzung zu finanzieren.

01:22:02: Der Druck auf den Kessels steigt.

01:22:07: Letzte Frage.

01:22:08: Sie sind jetzt siebzig Jahre

01:22:09: alt.

01:22:11: Blitzt da manchmal schon so der Gedanke über die persönliche Sturksitzungs-Exit-Strategie auf?

01:22:18: Manchmal ja.

01:22:22: Irgendwann wird ja die Zeit kommen und sagt man, ich bleibe so lange wie ich kann.

01:22:28: Oder sagt man, ich höre früher auf, dann habe ich noch Zeit, in der ich was anderes machen kann.

01:22:33: Ich weiß das nicht.

01:22:34: Ich habe bisher eh in meinem restlichen Leben oder in meinem bisherigen Leben ja sowieso sehr situativ gehandelt.

01:22:44: Und ich glaube, das wird auch so bleiben.

01:22:48: Und was ich eigentlich schön finde, ist, weil wir haben ja die Diskussion innerhalb der Sturzsitzung auch nach.

01:22:57: Ja, nein, wann hören wir auf?

01:22:59: Wann tauschen wir?

01:23:00: Wie machen wir es für die Zukunft?

01:23:04: Wir haben ja keine verpflichtungen Rente zu gehen, haben wir nicht.

01:23:08: Und auf der anderen Seite finde ich es sehr schön, das kriegen wir auch als Feedback, dass man sieht, dass so viele ältere Menschen auf der Bühne stehen.

01:23:16: Also es könnte ja auch so ein Vorbild sein für andere Menschen, dass man...

01:23:20: Oder das Fernsehen.

01:23:22: Oder auch fürs Fernsehen.

01:23:25: Da werden ja die Moderatorinnen schon mal aussortiert, wenn sie nicht mehr ganz jung sind.

01:23:29: So ist das gewesen, wird auch bestimmt weiterhin so gehandhabt.

01:23:32: Auch ich wurde, weil man in einer Sendereihe beim WDR, Fernsehen, hieß es, man bräuchte eine jüngere Stimme und das ist jetzt schon sechs Jahre her, sieben Jahre her.

01:23:45: Und meine Stimme war damals, klang nicht, egal.

01:23:49: Da bin ich auch zum Opfer gefallen, der jüngeren Stimme.

01:23:55: Glaub ich, dass es auch ein gutes Vorbild sein kann zu sehen, diesen Generationen... Die Menschen sind zu alt für.

01:24:06: Nee, sind sie nicht.

01:24:09: Sie sind für nichts zu alt.

01:24:12: Und das auch schön zu sehen.

01:24:13: Und dass auch die jungen Menschen, die da sind, die sagen, ich frag dann manchmal, ja, und wie ist das?

01:24:17: Super, ist doch toll zu sehen.

01:24:19: Das ist ja ein möglicherweise Vorbild zu sagen, wir machen das noch.

01:24:24: Man muss uns jetzt nicht unbedingt mit dem Rollstuhl, wenn man nicht mehr gehen kann, mit dem Bolat auf die Bühne.

01:24:29: Aber selbst wenn einer dabei ist oder eine, ja, so was.

01:24:32: So ist das Leben ja.

01:24:33: Es spiegelt ja das Leben und die Zustände, die man körperlich hat oder geistlich und was auch immer hat, spielt das ja wieder.

01:24:42: Sie wollen ja nicht die Chefin sein, aber sie werden natürlich auch Chefin wahrgenommen.

01:24:45: Und ich sag mal, Eki Pieper, der Frontmann und Sänger, der grandiosen Kürbis Ondergwand, der ist ja in einem ähnlichen Alter, sag ich mal, da gibt es schon Menschen, ich sag mal, da draußen, die sagen, also, wenn die mal nicht mehr dabei sind, gibt es diese Stungssitzung dann überhaupt noch.

01:24:59: Wie ist ihre Antwort?

01:25:01: Müssen wir uns Sorgen machen.

01:25:03: Nein, man sollte sich keine Sorgen machen, weil die Dinge gehen immer weiter.

01:25:06: Wir haben uns damals auch gefreut, oh Gott, Stummzitzung ohne Jürgen Becker, geht das überhaupt?

01:25:11: Ohne Gabi, ohne, ohne.

01:25:13: Es geht.

01:25:14: Es geht, dann glaube ich, wenn dieser Spirit der Sitzung oder diesen Kollektivgedanken, also den muss auch jeder und jede, die zu uns ins Ensemble kommt, den muss man mögen.

01:25:28: Man darf nicht zu sehr solist sein oder solistin, dann braucht schon ein Gefühl für Gruppe.

01:25:35: Wenn das weiterhin bestehen bleibt, wenn Spaß daran jemand hat zu veräppeln, Witze zu machen, sich satirisch lustig zu machen über Politik oder was auch immer, dann funktioniert das auch mit anderen Gesichtern.

01:25:50: Da bin ich mir eigentlich ziemlich sicher, weil wir werden ja nicht mit einem Mal alle.

01:25:54: Wir haben ja jetzt zwei Neue, die schon seit zwei Jahren dabei sind.

01:25:59: Und wir haben ja Krankheitsvertretungen, die manchmal dann auftauchen.

01:26:04: Und manchmal auch sogar Vertretungen, die zehnmal spielen.

01:26:07: Das geht alles.

01:26:09: Wir freuen uns auch darüber, dass das geht.

01:26:13: Vielen, vielen Dank für das Gespräch.

01:26:14: Ich werde Sie mal so langsam Richtung Mühlheim entlassen.

01:26:18: Nein, heute spiele ich nicht.

01:26:19: Ach,

01:26:19: heute spielen Sie nicht.

01:26:20: Heute habe ich frei.

01:26:21: Ach, das ist ja wunderbar.

01:26:22: Ja.

01:26:23: Gut, dann nicht Richtung Mühlheim entlassen.

01:26:25: Genießen Sie den freien Abend.

01:26:27: Vielen Dank, dass Sie trotzdem ein bisschen gearbeitet haben, wenn man das hier im Podcaststudio jetzt auch einfach mal unter Arbeit subsumieren möchte.

01:26:34: Und das ist es ja, nämlich Pressearbeit.

01:26:36: Alles Gute.

01:26:37: Ihnen

01:26:38: auch.

01:26:38: Und wir sind bald hoffentlich noch mal wieder in diesem Podcast.

01:26:40: Gucken wir.

01:26:41: Wird mich freuen.

01:26:41: Oder hören wir mal.

01:26:42: Ja.

01:26:43: Gut.

01:26:43: Tschüss.

01:26:44: Tschüss.

01:26:44: Vielen Dank auch an Sie, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, dass Sie bis zum Ende der Folge dabei geblieben sind.

01:26:50: Wenn Sie dem Podcast Talk mit Karl Mögen Dann abonnieren Sie ihn gerne kostenfrei bei einer Plattform ihres Vertrauens, zum Beispiel Spotify oder Apple oder Deezer.

01:26:58: So verpassen Sie nämlich keine neue Folge.

01:27:01: Der nächste Talk erscheint wie immer Donnerstags um sieben Uhr morgens.

01:27:05: Machen Sie es gut bis dahin und ich freue mich, wenn Sie wieder reinhören.

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