Was bringt ein Dry January - und was sollten wir alle über unsere Leber wissen?
Shownotes
Dieser Podcast wird Ihnen kostenfrei vom „Kölner Stadt-Anzeiger“ bereitgestellt. Wir freuen uns, wenn Sie unseren unabhängigen Lokaljournalismus mit einem digitalen Abonnement unterstützen. Alle Informationen erhalten Sie hier.
Am 27. Januar um 19.30 Uhr spricht Christoph Neumann-Haefelin in der Workstage des "Kölner Stadt-Anzeiger" über das Problem Fettleber und Möglichkeiten der Prävention. Dass es Möglichkeiten gibt, die Leber zu schonen, ohne auf Genuss zu verzichten, können alle Teilnehmenden des Abends außerdem bei einer Verkostung von alkoholfreiem Gin von Gin de Cologne erleben. Gin de Cologne ist eine in Köln hergestellte Gin-Marke, die es auch in mehreren alkoholfreien Varianten gibt. Der Abend wird moderiert von Claudia Lehnen, Chefreporterin des „Kölner Stadt-Anzeiger“. Weitere Infos und Tickets für 14 Euro (zzgl. VVK) können Sie hier kaufen.
Du möchtest deine Werbung in diesem und vielen anderen Podcasts schalten? Kein Problem!
Für deinen Zugang zu zielgerichteter Podcast-Werbung, klicke hier.
Audiomarktplatz.de - Geschichten, die bleiben - überall und jederzeit!
Transkript anzeigen
00:00:00: dass man eigentlich einen Großteil der zumindest gesunden Leber entfernen kann und sozusagen ein kleinerer Teil der Leber die Funktion noch voll aufnehmen kann.
00:00:09: Also wir sind da mit einem sehr großen Funktionsreservat zunächst mal sozusagen ausgestattet und die Leber kann sich dann aber sehr schnell wieder sozusagen auch vergrößern, wenn man einen Teil entfernt hat.
00:00:35: Hallo und herzlich willkommen zu Talk mit K, dem Podcast des Kölner Stadtanzeiger, der nur eine Regel hat.
00:00:40: Wir laden interessante Menschen aus der Stadt mit K ein.
00:00:43: Mein heutiger Gast ist Professor Dr.
00:00:45: Christoph Neumann Hefelin.
00:00:47: Er ist, und jetzt wird es, sorry, mal ganz kurz kompliziert, Direktor der Klinik und Polyklinik für Gastroenterologie und Hepatologie an der Uni Klinik Köln.
00:00:57: Was er da genau macht, das werden wir später besprechen.
00:01:00: Ich möchte mit ihm heute über ein Organ reden, mit dem er sich sehr gut auskennt, das Gemein hin, aber nicht besonders viel Beachtung findet und von vielen Menschen sogar dann ignoriert wird, wenn es krank wird.
00:01:10: Und das liegt an einer ziemlich gefährlichen Eigenschaft.
00:01:13: Eine kranke Leber tut nämlich ziemlich lange nicht weh.
00:01:16: Warum sie unterschätzt wird, was Alkohol und Ernährung mit der Leber anrichten können, was eine unentdeckte Fettleber so gefährlich macht und warum immer jüngere Menschen betroffen sind, das bespreche ich jetzt mit ihm.
00:01:27: Schön, dass Sie da sind, Herr Neumann-Hevelin.
00:01:29: Guten Morgen Frau Brasack, ich freue mich, dass wir heute über die Leber, über die Wichtigkeit für die Gesundheit und wie wir die Leber gesund halten können, sprechen können.
00:01:37: Wir steigen direkt ein im Januar, das ist natürlich kein Zufall, denn viele Menschen machen im Januar Dry January und das hat natürlich auch den Grund, dass sie in der Adventszeit oder in der Weihnachtszeit so ein bisschen über die Stränge geschlagen haben, oft mehr ungesund gegessen haben, als sie es sollten, oft mehr getrunken haben, als sie es sollten.
00:01:56: Machen Sie denn selbst auch den Trockenen Januar?
00:01:58: Weitgehend ja, muss ich sagen, bei Gelegenheiten bleibe ich vielleicht doch mal beim Gläschen Sekt noch mit dabei, aber ich versuche es weitgehend einzuhalten.
00:02:09: Was genau macht ein Monat Alkoholpause für die Leber?
00:02:13: Bringt das überhaupt was?
00:02:16: Ein Monat... Pause von Alkohol entlastet die Leber sicher deutlich gerade, wenn davor natürlich so ein Monat war, wo man vielleicht doch mehr die Leber belastet hat.
00:02:26: Sie haben den Alkohol angesprochen in der Festzeit.
00:02:29: Sie haben gesagt, dass zu viel an eine Ernährung vielleicht auch angesprochen.
00:02:32: Und da ist es dann schon für die Leber hilfreich.
00:02:34: Die kann sich relativ gut und schnell regenerieren, wenn sie noch nicht komplett belastet ist.
00:02:40: Und da ist so ein Monat Alkohol Pause schon sehr sinnvoll.
00:02:44: Dieser Zusammenhang Alkohol nicht gut für die Leber.
00:02:47: Ich glaube, das ist tatsächlich noch das, was viele Menschen wissen im Zusammenhang mit der Leber.
00:02:51: Aber was genau macht Alkohol mit dem Organ?
00:02:54: Ja, also ich glaube, Alkohol ist wichtig, sich in Erinnerung zu halten.
00:02:58: Es macht nicht nur in der Leber was.
00:03:00: Also ich glaube, jeder weiß... Wenn man mal vom Alkohol Pause macht, merkt man, es geht insgesamt sozusagen besser.
00:03:07: Man fühlt sich wohler.
00:03:10: Man ist nicht so müde, manchmal nicht so abgeschlagen.
00:03:12: Der Schlaf ist besser, die Gereizzeit fällt weg.
00:03:17: Und natürlich kann Alkohol auch in sehr hohen Mengen dann zum Rausch mit Unfällen und auch möglicherweise Gewalt führen.
00:03:25: länger eingenommen, sozusagen auch in geringen Mengen hat Alkohol eine schädliche Wirkung einmal auf die Leber und da ist es von Mensch zu Mensch individuell sehr unterschiedlich, wie viel Alkohol schon zu Leberschäden führt.
00:03:40: Und da kann eben Alkohol ähnlich wie, wo wir vielleicht nachher auch dazu kommen, zu viel an Essen, zu wenig an Bewegung, zur Leberverfettung führen, einfach dadurch, dass Alkohol auch relativ viel Kalorien enthält.
00:03:53: Zum anderen wird der Alkohol aber auch in der Leber zu Giftstoffen abgebaut, die zusätzlich die Leber schädigen.
00:03:58: Dann kann sich eben doch auch neben der Leberverfettung eine Entzündung der Leber herausbilden, mit einer dann chronisch Vernarbung hin zu einer Leberzirrose, also was wir sozusagen einen kompletten Umbau und dann auch mit einem Funktionsverlust der Leber bezeichnen.
00:04:16: Das sind natürlich Sachen, die man auf jeden Fall sagen, vorbeugen will.
00:04:22: Weiter sollte man sich natürlich in Erinnerung halten, nicht nur die Leber, auch das Gehirn wird geschädigt.
00:04:28: Durch ein zu viel und grunsch an Alkohol kommt es eine tatsächlich Reduktion der Gehirnmasse zu einer Verschlechterung der Gedächtnisleistung.
00:04:39: Also auch da sind Probleme.
00:04:42: Und was auch wichtig ist, ein... zu viel an Alkohol führt, chronisch auch zu einem deutlich höheren Tumorrisiko.
00:04:50: Nicht nur, was tatsächlich dann auch ein Leberkrebs betrifft, was es dann natürlich durch diese Kaskade-Leberentzündung, Lebervernabung, Leberzirrose stark befördert wird, sondern zum Beispiel auch bei Frauenbrustkrebs, Männern und Frauen.
00:05:04: Das Darmkrebsrisiko steigt mit Alkoholkonsum deutlich an.
00:05:10: Das
00:05:11: ist absolute Werbung für diesen Dry January.
00:05:14: Nicht nur im Bezug auf die Lever, sondern auch im Bezug auf das Gerand.
00:05:17: Sie waren noch gar nicht fertig.
00:05:18: Sie wollten weiter sprechen.
00:05:20: Ja, ich wollte nur kurz sagen, wenn man jetzt fragt, ich habe jetzt immer so ein bisschen unscharfe Aussagen gemacht, ja nicht zu viel Alkohol oder so zum Beispiel verzichtet drauf, dann ist man natürlich wie Frage, wie viel ist zu viel?
00:05:31: Und ich glaube, da muss man zwei Sachen unterscheiden.
00:05:33: Das eine ist jetzt so eher das chronische, also wenn ich regelmäßig Alkohol trinkt, wie viel darf es dann sein?
00:05:41: Da sagte man früher so, ja, ein bis zwei Drinks pro Tag, also sprich, ein bis zwei Bier oder ein bis zwei kleinere Weingläser pro Tag sind noch okay.
00:05:52: Inzwischen weiß man eigentlich, dass es keinen echten Spellenwert gibt, also selbst geringe Mengen Alkohol sind schädlich für die Leber, auch für die anderen Organe, auch gerade für das Tumorisiko relevant.
00:06:04: Das heißt, heutzutage ist eigentlich die Empfehlung eher ein bis zwei Drinks pro Woche sich darauf zu reduzieren.
00:06:12: Sagt der Wochen, die Situation ist natürlich entscheidend.
00:06:15: Sozusagen, jetzt haben wir die Zeit vor Weihnachten.
00:06:16: Wir haben dann vielleicht auch sagen, die keine Wahlzeit.
00:06:21: Ich fällt
00:06:21: jetzt natürlich für viele mitten in den Dry January.
00:06:23: Ich glaube der Grund, dass viele keinen Dry January dann doch machen, gerade in Köln, ist natürlich, wir haben eine sehr kurze Session, sechs Wochen.
00:06:30: Die Sitzungssäle toben ab diesem Wochenende natürlich also.
00:06:36: Das ist dann schwierig für viel auf Alkohol zu verzichten.
00:06:38: Ja, und da kommt vielleicht das Konzept des Drei Genoves mit ins Spiel.
00:06:42: Vielleicht kann man es auch in einen anderen Monat verschieben, aber ich glaube, sagen wichtig ist, man muss natürlich auch eine gewisse Lebensfreude beibehalten und für den ein oder anderen gehört da eben doch auch ein Tropfen Alkohol mit dazu.
00:06:54: Ich glaube, man sollte dann aufpassen, dass das nicht wirklich ein Alkoholexzess sozusagen wird, weil der natürlich auch wieder sozusagen Leber auch an anderen Organen, wie der Bauchspeicheldrüse oder im Gehirn schaden kann.
00:07:06: Aber moderate Alkoholkonsum ist da, glaube ich, schon ganz okay, wenn man den dann in der Folge auch wieder deutlich reduziert und dann vielleicht auch mal sozusagen so ein Ruhemmonat für die Leber einlegt.
00:07:19: Gibt es tatsächlich, ist jetzt vielleicht eine absolute Laienfrage, aber gibt es Unterschiede im Alkohol?
00:07:25: Also kann man irgendwie sagen, Alkohol, der in Form von Kölsch daherkommt, wo wir jetzt hier in Köln sind, der mit Vielflüssigkeit auch einhergeht, ist jetzt was anderes als zu sagen zwei große Gläser Wein oder zwei Gläser Schnaps, wo der Alkohol in hoch konzentrierter Form daherkommt.
00:07:44: Also gibt es Dinge, die die Leber dann immer noch besser verarbeiten kann.
00:07:47: oder muss man eben sagen, der Alkohol sozusagen, egal in welch hoch aufgelöster Form, ist immer gleich schlecht.
00:07:56: Also ich glaube zwischen dem Kölsch und dem Wein würde ich jetzt keinen ganz wesentlichen Unterschied sehen.
00:08:02: Sozusagen hochprozentige Alkoholiker sind für die Leber, aber auch für andere Organe, zum Beispiel auch für die Speisehörer und den Magen, sagen prinzipiell eher gefährlicher als Wein und Bier.
00:08:16: Kann man das irgendwie verständlich erklären, wie genau die Leber den Alkohol abbaut?
00:08:23: Ja, das sind letztendlich sozusagen eine Reihe Enzymen-Beschritte, wo teilweise eben auch erzählt Altehyd zum Beispiel als toxisches Produkt, was dann tatsächlich die Leberzellen auch angreift, entsteht.
00:08:38: und da ist natürlich sozusagen umso mehr Alkohol zugeführt wird, umso mehr von diesen toxischen Produkten entstehen und umso größer ist der Schaden.
00:08:47: Und der Punkt zwei ist eben tatsächlich sozusagen, man sagte nicht, umsonst, bei Bier sind auch ein Schnitzel.
00:08:54: Es ist einfach eine Menge Energie, die da drin steckt.
00:08:57: Die Leber ist das zentrale Stoffwechselorgan im Körper.
00:09:01: Sozusagen, es kriegt erstmal alle Nährstoffe ab, die im Magen- und Darmtrakt aufgenommen werden.
00:09:07: über die Pfortader, gelangen diese Stoffe in die Leber.
00:09:10: Dort wären sie dann in die verschiedenen Organe im Körper verteilt.
00:09:14: Aber auch, wenn eben zu viel ankommt, in großer Teil in der... Leber eingespeichert.
00:09:18: Das ist dann die Leberverfettung, die dann auch wieder, Fett ist auch sozusagen an einem Menü der toxischer Stoff, der Entzündung triggert.
00:09:28: und so kommt es dann sozusagen über die Verfettung dann auch zu der Entzündung und den nabigen Veränderungen für die Leber.
00:09:36: Wir sprechen später definitiv auch noch darüber, was man tun kann, wenn man schon auch eine Fettleber hat.
00:09:42: In verschiedenen Stadien gibt es die ja tatsächlich auch.
00:09:45: Ich würde aber erstmal noch mal grundsätzlich über Leben, Werk und Wirkung dieses Jahr irgendwie auch besonderen Organ sprechen.
00:09:52: Was macht die Leber eigentlich ganz genau?
00:09:55: Sie baut Alkohol ab, das haben wir jetzt gerade schon gehört.
00:09:58: Aber stimmt es auch, dass sie ziemlich entscheidend dafür ist, dass wir gesund alt werden?
00:10:03: Ja, also die Leber hat eine wirklich Vielzahl von Aufgaben.
00:10:09: Das eine ist wie gerade schon gesagt eigentlich die zentrale Stellschraube im Stoffwechsel, weil die Stoffe aus Magen-Darm-Trakt alle erstmal in der Leber ankommen.
00:10:18: Dort verstoffwechselt werden, in die verschiedenen Körperregionen verteilt werden, teilweise eingelagert werden.
00:10:26: Darüber hinaus ist es aber auch so, dass die Leber eben Stoffe, die im Körper anfallen, eigentlich Giftstoffe sind sozusagen entweder direkt ausscheidet, indem diese Stoffe über die geilen Flüssigkeit und dann den Darm aus dem Körper ausgeschieden werden oder die Stoffe werden so verändert, dass sie sozusagen über die Nieren und dann über den Urin aus dem Körper ausgeschieden werden können.
00:10:48: Also da eine ganz wichtige Entgiftungsfunktion.
00:10:51: Die Leber Bildet auch extrem viele Stoffe, die ihr Körper braucht.
00:10:55: Zum Beispiel das Haupteiweiß im Blut und was auch insgesamt für den Blutfluss extrem relevant ist, wird in der Leber gebildet.
00:11:04: Die ganzen Gerinnungsfaktoren werden in der Leber gebildet.
00:11:09: Aber auch zum Beispiel viele Eiweiße, die für die Immunabwehr wichtig sind, werden der Leber gebildet.
00:11:15: Die Leber ist zum Beispiel auch daran beteiligt, die Hormone im Körper zu regulieren und teilweise abzubauen.
00:11:25: Also es sind wirklich sehr, sehr viele Aufgaben, in die die Leber ganz zentral involviert ist.
00:11:31: Das heißt, wir brauchen die Leber um... gesund oder überhaupt alt zu werden.
00:11:35: Und da zeigen, führen natürlich eine Reihe von Lebererkrankungen dazu, dass das eventuell nicht mehr der Fall ist, wenn sie zu spät erkannt und dann nicht adäquat behandelt werden.
00:11:46: Und der andere Punkt ist, die Leber ist auch ein Stück weit ein Wahnsignal.
00:11:51: Wir spüren die Leber zwar nicht so sehr und wir merken zum Beispiel diese Leberverfettung nicht eindeutig.
00:11:59: Viele Menschen merken vielleicht schon eine Müdigkeit, eine Abgeschlagenheit.
00:12:03: Das kann auf eine Lebererkrankung hinweisen.
00:12:06: Das ist natürlich
00:12:07: sehr unspezifisch als Symptom.
00:12:09: Es
00:12:09: gibt nichts ganz Typisches.
00:12:11: Aber was häufiger mal passiert, ist, dass Menschen dann entweder eine Blutuntersuchung aus irgendeinem Grund machen oder vielleicht auch ein... Bauchultraschall und dort dann festgestellt wird, entweder die Leberwerte sind zu hoch und dann sozusagen weitere Untersuchungen getrickert werden oder beim Ultraschall fällt auf, die Leber ist heller als normal.
00:12:28: Das heißt, sie ist eben verfettet und das sollte dann ein Warnsignal sein, weil natürlich mit dieser Leberverfettung häufig auch andere Probleme im Stoffwechselbereich einhergehen, wie zum Beispiel eben Übergift, was natürlich auch evident ist, aber dann auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen, hoher Blutdruck, ein Risiko für ein Herzinfarkt, für einen Starkanfall, für eine Diabetes, also Zuckererkrankungen oder auch Fettschauffextelstörung.
00:13:01: Und das sind natürlich alles Erkrankungen und Probleme, die ein gesundes Alt werden erschweren.
00:13:08: Das heißt, da ist die Lebe auch ein Stück weit ein Warnzeichen.
00:13:13: was im Körper nicht stimmt und man sich vielleicht eben doch von den Lebensumständen sozusagen da anpassen
00:13:20: muss.
00:13:21: Ich würde gerne noch bei den Funktionen der Leber bleiben.
00:13:25: Ich habe gelesen, sie erfüllt über fünfhundert lebenswichtige Funktionen.
00:13:29: Ist die damit eine Organrekordmeisterin?
00:13:31: Oder gibt es andere Organe, wo sie sagen würden, nee, nee, die haben schon auch über fünfhundert Funktionen.
00:13:35: Ich fand, das war eine irre Zahl, weiß aber auch nicht, wie die zustande gekommen ist und ob das seriös ist, das sozusagen.
00:13:41: Ja, also schon, wenn man die Aufgaben so in Kategorien aufzählt, da hat man ja vorhin schon eine ganze Reihe, kommt man auf eine sehr große Anzahl von Funktionen und wenn man dann natürlich, sagen wir mal, den Abbau jedes giftigen Stoffes prinzipiell noch mehr Einzelfall, dann wird es natürlich eine sehr große Anzahl.
00:13:58: Ich würde mir denken, dass man da sogar auch deutlich mehr als fünfhundert kommen kann.
00:14:04: Ich sozusagen als Hepatologe, als Leber-Spezialist, würde sagen, ja, wahrscheinlich ist die Leber, die das Organ mit den meisten Aufgaben, so wenn ich jetzt... spontan darüber nachdenke, welches Organ hat vielleicht ähnlich viele Aufgaben, dann werden wahrscheinlich die Neurologen, also die, sagen, Hirn-Experten sagen, das Gehirn hat aber auch extrem viele Aufgaben.
00:14:23: Okay, also die lassen wir jetzt mal nicht konkurrieren, aber so ein Gehirn hat auch sehr viele lebenswichtige Funktionen, definitiv.
00:14:31: Welche Funktionen der Leber finden Sie besonders faszinierend?
00:14:37: Also besonders faszinierend, finde ich, und ich glaube, das ist auch noch nicht ... am besten untersucht und definiert einfach diese Interaktion, die die Leber mit allen, fast allen anderen Organen einhält, um die ausreichende Versorgung mit Nährstoffen, aber auch die ausreichende Entgiftung des Körpers zu erreichen.
00:14:59: Das finde ich immer wieder sehr faszinierend, wie ein Organ da so viele Aufgaben übernehmen kann.
00:15:08: Haben Sie da so ein konkretes Beispiel?
00:15:10: Also mit wem spricht die Leber besonders häufig in welchen Fällen?
00:15:15: Also vielleicht gibt es da so eine konkrete Sache, die man jetzt auch schon weiß, die man erforscht hat?
00:15:21: Also ich glaube, da ist schon sozusagen die Interaktion zwischen Leber und Gehirn auch besonders hervorzuheben.
00:15:31: schon bei den, ich sag mal, sehr unspezifischen Symptomen einer Lebererkrankung mit Müdigkeit, Abgeschlagenheit.
00:15:37: Das ist ja schon was, sagen sehr, die Interaktion mit dem Gehirn betrifft.
00:15:42: Und da ist es so, dass wir Ein Teil davon sehr gut verstehen, nämlich dann, wenn die Leber sehr stark geschädigt ist und tatsächlich schon in ihren Funktionen deutlich eingeschränkt sind, dann entstehen da eben Giftstoffe, die für die Gehirnfunktionen schädlich sind, die jetzt nicht unbedingt das Gehirn langfristig vergiften, aber die akut zu einer Verschlechterung der Hirnleistung führen.
00:16:06: Das ist die sogenannte hepatische Encephalopathie.
00:16:08: ... dass es dann tatsächlich so, dass man ... ... gereizt wird, müder, vielleicht auch aggressiver, ... ... nicht mehr richtig gut ... ... ein- und durchschlafen kann, ... ... Tag-Nacht-Rhythmus durcheinander kommt, ... ... man zum Beispiel auch ... ... deutlich schlechter ... ... Auto fahren kann ... ... und Standard sozusagen bei einer weiteren ... ... Verschlechterung ... ... auch tatsächlich so ... ... so eine Art ... ... Schläfrigkeit ... ... bis hin zu einem echten Koma, ... ... also man gar nicht mehr erweckbar ist, ... ... kommen kann.
00:16:35: Da ist relativ klar, dass es durch ... ... bestimmte ... Stoffe, die eben von der Leber dann nicht mehr ausgeschieden werden, wie zum Beispiel Ammoniak, das ist aber nur einer von vielen Stoffen kommt.
00:16:49: Da können wir auch sozusagen zwischen relativ gut Medikamentös dann unter anderem eingreifen.
00:16:55: Aber genauso faszinierend finde ich eben diesen Teil, wenn die Leber eigentlich so messbar noch ganz gut funktioniert, aber wir uns trotzdem schon nicht mehr so gut fühlen.
00:17:04: Das fand ich einen sehr interessanten Bereich und ich glaube, da ist auch noch sehr viel Forschung notwendig, wenn man das so ein bisschen als die Leberhirnachse aufgreift.
00:17:14: Die Leber wird ja oft als robust Organ bezeichnet, weil sie extrem widerstandsfähig sein soll und eine erstaunliche Regenerationsfähigkeit besitzt.
00:17:23: Warum ist das eigentlich so?
00:17:25: Was hat sich die Natur dabei gedacht?
00:17:30: So was schon ein bisschen bei den alten Griechen in der Sage von Promethor ist auch so ein bisschen entweder bekannt oder durchgedrungen ist, dass man eigentlich einen Großteil der zumindest gesunden Leber entfernen kann und sozusagen ein kleinerer Teil der Leber die Funktion noch voll aufnehmen kann.
00:17:47: Also wir sind da mit einem sehr großen Funktionsreservat zunächst mal sozusagen ausgestattet und die Leber kann sich dann aber sehr schnell wieder sozusagen auch vergrößern, wenn man einen Teil entfernt.
00:18:00: das kann man auch in der Chirurgie bei Operationen nutzen.
00:18:04: und aber auch die geschädigte Leber, die schon sozusagen Verfettung, Entzündung und auch Vernarbung bis hin zu dieser Leberzirose hat, kann sich, wenn wir dann konsequent gucken, dass der Schädigende Faktor wegfällt, also zum Beispiel der Alkohol, zum Beispiel, die ist zu viel an Ernährung, das Übergewicht.
00:18:24: Dann kann die Leber sich sehr gut regenerieren, nennen wir das, also kann auch diese Vernarbung.
00:18:30: mit Fachbegriff die Fibrose auch wieder weitgehend zurückbilden und auch das eingelagerte Fett sagen kann, innerhalb von wenigen Wochen bis Monaten voll wieder aus der Leber verschwinden, wenn wir rechtzeitig sozusagen starten mit dieser Regeneration.
00:18:49: Über das Rechtseitigstaaten sprechen wir jetzt gleich, aber es gibt irgendein anderes Organ, wo man sagen kann, wir schneiden die Hälfte oder drei Viertel weg und dann wächst das nach, wahrscheinlich nicht.
00:18:59: Das ist einzigartig, oder?
00:19:01: So in der Form ist es eigentlich einzigartig für die Leber, ja.
00:19:05: Fettleber, haben wir jetzt schon mehrfach thematisiert.
00:19:08: Jeder Vierteldeutsche Erwachsene soll laut aktuellen Schätzungen eine Fettleber haben.
00:19:13: Woher kommen solche Zahlen?
00:19:16: Woher weiß man das?
00:19:17: Denn wir haben ja gerade auch schon angerissen, die meisten haben halt eine und wissen es gar nicht, weil die Leber sich auch nicht bemerkbar macht.
00:19:24: Die funkt zwar vielleicht an das Gehirn, wir sind ein bisschen müder als vorher, aber sie teilt ja leider nicht mit.
00:19:31: Bitte achte mal auf die Leber, lieber Besitzer dieser Leber.
00:19:35: Warum hat man dann trotzdem solche Zahlen?
00:19:37: Also ganz kurz nochmal zur Klarstellung.
00:19:39: Wenn wir über die Fettleber reden, dann gibt es eigentlich zwei wesentliche Ursachen.
00:19:46: Einmal Alkohol, was zur Leververfettung führen kann, wie wir vorhin schon besprochen haben.
00:19:54: Aber eben eine Störung im Stoffwechsel, im Metabolismus mit einem zu viel an Nährstoffen, auch falschen Nährstoffen und ein zu wenig an Bewegung, um den Verbrauch der Nährstoffe wieder anzukurbeln, was dann zu dieser Leberverfettung führt.
00:20:13: Wenn wir heutzutage über die Fettleber reden, dann meinen wir eigentlich vor allem Letzteres, also die metabolisch bedingte Fettleber.
00:20:24: Das heißt, jeder vierte deutsche Erwachsene hat eine Fettleber, die vor allen Dingen auf falsche Ernährung wenig Bewegung zurückzuführen ist.
00:20:31: Und dazu kommt on top noch eine Zahl X mit Alkoholeber.
00:20:36: Und bei manchen mischt es sich ja dann vermutlich auch.
00:20:38: Das Problem ist also eigentlich noch größer als jeder vierte deutsche Erwachsener.
00:20:41: Das Problem
00:20:42: ist noch ein Stück größer.
00:20:43: Sicher der größere Anteil-Holztage kommt tatsächlich durch die stoffwechselbedingte Leberverfettung.
00:20:49: Und das sind diese Zahlen mit etwa ... Im Viertel der Bevölkerung.
00:20:54: und woher man diese Zahlen hat.
00:20:55: sozusagen gibt es verschiedene Methoden, wie man das erheben kann.
00:20:59: Man kann sich einerseits sozusagen in jetzt natürlich immer Bevölkerungsgruppen eigentlich wo man.
00:21:06: die möglichst gut die Bevölkerung im Bevölkerungsdurchschnitt abbilden, sich da Laborwerte anschaut, die für eine Lebererkrankung und auch eine Leberverfettung hinweisen, wenn man sich im Ultraschall-Untersuchung anguckt, die in einem durchschnittlichen Bevölkerungskollektiv erhoben sind.
00:21:24: Aber auch wenn man sich überlegt, mit welchen Begleiterkrankungen.
00:21:28: also des metabolischen Syndromes, ist die Leberverfettung assoziiert.
00:21:34: Wenn man das alles zusammensieht, kommt man im Redativ sozusagen zuverlässig auf diese Zahl ein Viertel bis vielleicht sogar bis zu einem Drittel der Bevölkerung, die in Deutschland auch den meisten anderen Ländern in Mitteleuropa betroffen
00:21:50: ist.
00:21:51: Ich habe den Satz... gehört, die Fettleber ist das neue Diabetes, ist das übertrieben, stimmt das, ist das untertrieben?
00:22:02: Das ist ja was dran.
00:22:03: Also der eine Punkt ist sozusagen, die beiden Erkrankungen sind natürlich sehr stark miteinander verbunden.
00:22:09: Letztendlich muss man sagen, von den Patienten, die insgesamt ein deutliches Übergewicht haben, haben etwa achtzig bis neunzig Prozent auch eine Fettleber.
00:22:20: Und diese Patienten haben natürlich auch ein sehr hohes Risiko für ein Diabetes, also für eine Zuckererkrankung.
00:22:27: Und auch andersrum ist es so, dass achtzig bis neunzig Prozent der Patienten mit einer Fettleber eben ein deutliches Übergewicht haben.
00:22:36: Das sieht man, die Überlappung ist nicht hundertprozentig.
00:22:38: Da spielen eben auch noch sehr viele genetische Faktoren mit eine Rolle.
00:22:44: Aber die Überlappung ist schon sehr hoch.
00:22:47: Kann man sagen erst Fettleber, dann Diabetes?
00:22:49: Oder gibt es auch Menschen, die keine Fettleber haben und trotzdem Diabetes?
00:22:53: Also wir reden jetzt vom lebensstilbedingten Diabetes natürlich nur.
00:22:57: Eine Reihenfolge ist noch nicht ganz klar bekannt.
00:23:02: Man wird sich schon denken, dass es bei den meisten Menschen so ist, dass erst das Übergewicht und damit auch häufig dann die Fettleber vorhanden ist und der Diabetes dann darauf folgt.
00:23:12: Von der Reihenfolge, die Diagnosestellung, ist es oft so, dass wir Patienten haben, die sind übergewichtig, die sagen vielleicht auch in der Familie gibt es Patienten oder Familienangehörige mit Diabetes.
00:23:27: Also da sieht man häufig dann auch schon auch daran raus.
00:23:29: Es ist eben auch so eine, wie vorhin gesagt, so eine genetische Mitbelastung, die oft in der Familie tatsächlich vorhanden ist.
00:23:38: Jetzt haben Sie gerade schon gesagt, also Menschen, die Übergewicht haben, haben nicht automatisch eine Fettleber, aber es gibt eben einen relativ hohen Prozentsatz.
00:23:46: Es gibt aber ja auch schlanke Menschen mit einer Fettleber.
00:23:50: Wie kommt das dann zustande?
00:23:52: Man vermutet ja jetzt eher nicht zwingend über die Ernährung, wenn die Menschen schlank sind.
00:23:58: Ja, wahrscheinlich zum großen Teil schon.
00:24:00: Es gibt einzelne Ganz umschriebene Krankheitsbilder, das ist aber ein kleiner Teil, der dann eine Rolle spielt, die dann auch eine spezifische Therapie brauchen.
00:24:10: Bei der Mehrzahl der schlanken Patienten mit einer Fettleber ist es am Schluss schon so, dass bestimmte Ernährungsfehler vorliegen.
00:24:22: Also vielleicht mal ein eigenes Beispiel, was ich so auch schon mal miterlebe, sehr.
00:24:28: Eigentlich sportlich aussehender junger Mann um die fünfundzwanzig.
00:24:33: Ich dachte, wo kommt jetzt Lieberverfettung hin?
00:24:36: Hat auch sonst kein Alkohol getrunken, hat auch sonst keine Medikamente oder andere Dinge eingenommen.
00:24:43: Ich war eigentlich schon bei mir aus dem Sprechspunkenzimmer wieder raus.
00:24:48: Da hab ich nochmal decidiert gefragt, was trinken Sie, wenn Sie, haben wir vorhin gesagt, also... Kein Alkohol, okay.
00:24:55: Hat auch Kaffee getrunken, was auch gut ist für die Leber.
00:24:58: Und dann kam raus, er hat eben sehr hohe Mengen eines Kraftgetränks getrunken, was auch sehr kalorienhaltig ist.
00:25:05: Das hat man ihm nicht angesehen, weil er eben sehr viel Sport gemacht hat, aber das war ...
00:25:09: Also, Energydrinks.
00:25:10: Energydrinks, das war einfach in der Fülle auch zu viel dann.
00:25:14: Das heißt, es muss nicht unbedingt so sein, dass die vieler Nährung sich tatsächlich in Übergewicht niederschlägt, aber es ist einfach eine ... Fehler-Nährung.
00:25:23: und das kann man eigentlich immer dann sagen, wenn jemand sagt, er macht von etwas sehr, sehr viel.
00:25:27: Also auch Sachen und vielleicht denkt, sagen, die sind gut für den Körper.
00:25:31: Wenn man es zu sehr übertreibt, ist es häufig stecht.
00:25:35: Fünfundzwanzig Jahre alt war dieser Mann, haben sie gesagt.
00:25:39: Das Problem ist aber ja auch, dass inzwischen immer mehr Kinder betroffen sind von einer Fettleber.
00:25:45: Was sagen die Studien und Statistiken da und woran liegt das?
00:25:49: Ja, die Zahlen schon bei Kindern und Jugendlichen sind deutlich zunehmend, was insgesamt die Übergewicht angeht, dadurch auch, was die Fettleber tatsächlich angeht.
00:26:02: Und wenn man sich natürlich anschaut, woran das liegt, sicher an Ernährungsproblemen, daran, dass Limonaden wie auch Cola oder auch solche Kraftgetränke sozusagen sehr modern und eben sehr stark konsumiert werden und aber auch an einem Bewegungsmangel, der natürlich bei Kindern und Jugendlichen sehr ausgeprägt ist.
00:26:29: Und es ist tatsächlich leider auch so, dass Studien sehr eindeutig zeigen, dass das Übergewicht in der Kindheit und in der Jugend sehr direkt damit verbunden ist, dass man auch einen späteren Leben Übergewicht und auch ein Fettleber hat.
00:26:45: führt dann auch die entsprechenden Komplikationen der Fettleber nach sich.
00:26:50: Ich denke aber, das Problem, und das ist der, ich hoffe, erfreuliche Teil, ist, glaube ich, in der Bevölkerung deutlich präsenter inzwischen.
00:27:01: Ich habe auch den Eindruck, dass schon in Kindergärten und in Grundschulen, weiterführenden Schulen, das Thema gesunde Ernährung doch in deutlich höheren Stellenwert hat und auch das Thema sozusagen Bewegung, Bewegungsarmut.
00:27:16: Wie kann ich gesund leben, als es früher der Fall war?
00:27:21: Also ich glaube, da wird schon am richtigen Hebel angesetzt und ich glaube, das ist auch wichtig sozusagen, dass jetzt nicht an einzelne Bevölkerungsgruppen rauszunehmen, an die die eben tatsächlich schon zu dick sind und das wirklich ganz basal da, wo die Menschen sind.
00:27:40: Das heißt, die Kinder und Jugendlichen eben, vielleicht späten Kindergarten in der Grundschule, dort auch schon tatsächlich anzusetzen.
00:27:48: Jetzt fängt ja eine Fettleber irgendwann mal an, sich zu entwickeln und dann ... Kann es immer schlimmer werden?
00:27:56: Vielleicht können Sie mal die unterschiedlichen Stadien, also wie klassifiziert man so eine Fettleber, einmal erklären.
00:28:03: Was ist eine beginnende Fettleber und ab wann weiß man dann, dass es jetzt keine beginnende mehr, sondern mindestens eine mittlere oder wie man das dann auch immer nennt?
00:28:12: Das ist selber gar nicht so einfach zu merken, sondern da brauchen tatsächlich dann schon etwas, ja, sagen, ärztliche Hilfe.
00:28:20: Das heißt zunächst ist es so, dass die Leber tatsächlich das vermehrte Fett einfach nur einlagert, aber ansonsten von der Struktur relativ unverändert ist.
00:28:30: Das ist was, was man dann sozusagen, sobald die Verfettung dann tatsächlich etwas fortgeschrittener ist, eben im Ultraschall feststellen würde.
00:28:37: In dem Moment sind aber zum Beispiel die Laborwerte, die Leberwerte noch relativ unauffällig.
00:28:43: Und das ist das, was sozusagen zu etwa twenty-fünf Prozent, also ein Viertel der Bevölkerung betrifft.
00:28:49: Bei einem kleineren Teil, so etwa jedem Zehnten davon, aber wir reden dann immerhin noch so über zwei bis drei Prozent der deutschen Bevölkerung, ist es eben dann so, dass das zu viel an Fett dann auch dieser entzündliche Prozess dazukommt.
00:29:05: Dann sieht man in der Regel auch tatsächlich erhöhte Lieberwerte im Labor, also in der Blutanalyse.
00:29:13: Und dieser Prozess führt dann über Meist viele Jahre dazu, dass eben immer wieder Entzündungen über die Leber eintritt und dadurch kommt es in so einer Vernarbung, so wie man sich das auch zum Beispiel an der Haut sehen würde und das dann ein Prozess, der eben langsam fortschreitet.
00:29:34: Man kann diese Vernarbung, diese Fibrose angrund von Zusatzuntersuchungen nochmal unterscheiden.
00:29:39: Es ist leicht, mittel oder schwer.
00:29:42: Und dann erst, häufig nach einer doch auch längeren Zeit, kommt es dann zu diesen Strukturänderungen der Leber, wo eben nicht nur vermehrt Bindegwebe, also Nabegesgewebe da ist, sondern die Leber sich so knotig umorganisiert, das ist dann die Leberzirrose und das dann das Stadium, wo dann eben tatsächlich auch klinische Probleme vermehrt auftreten können, also dann im Ganzextremen, das eben... viele wesentliche Funktionen der Leber nicht mehr richtig funktioniert und sich dann zum Beispiel Wasser im Bauch bilden kann, dass sich dann um Gehungskreisläufe bilden können, die dann zum Beispiel Risiko haben für Blutungen der Speiseröhre oder auch wir vorhin schon besprochen haben, sich eben aufgrund der Giftstoffe, die Leber nicht mehr zum Blutfiltern können, vom Gehirn Probleme entwickeln.
00:30:35: Da entsteht dann auch ein deutlich erhöhtes Risiko tatsächlich für lieber Krebs noch als weitere Komplikation.
00:30:43: Also das sind so ein Stück weit die Stadien.
00:30:47: Die Leber wird dann auch größer, richtig?
00:30:49: Die Leber wird am Anfang erst mal größer, wenn das Fett eingelagert wird, auch durch eine Schwellung, durch die entzündliche Reaktion.
00:30:57: Im späteren Verlauf ist es dann tatsächlich so, wenn die Leberzirose eintritt, dann kann die Leber sogar durch den knotigen Umbau und den Verlust von funktionellem Lebergewebe auch wieder kleiner werden.
00:31:12: Ja, aber initial wird sie größer.
00:31:15: ganz am Anfang eine Farbveränderung angesprochen.
00:31:17: Also, welche Farbe hat denn so eine normal arbeitende Leber und wie verändert die sich dann?
00:31:23: Ja, die normal arbeitende Leber hat so eine dunkelrot-braune Farbe und durch die Fetteinlagerung wird die Leber dann tatsächlich, er kriegt so einen gelben Farbton, so wie Fett dann auch tatsächlich aussieht.
00:31:39: Wem könnten Sie auch ohne eine Untersuchung schon eigentlich diagnostizieren?
00:31:44: Ich bin mir ziemlich sicher, dass Sie eine Fettleber haben.
00:31:47: Also jetzt mal für alle, die jetzt noch nicht zum Hausarzt gehen wollten, das wäre meine zweite Frage dann.
00:31:52: Also, wonach fragt man, wenn man denkt, ich wüsste gern mal, ob ich eine Fettleber hab.
00:31:56: Ich hab ein paar Indikatoren, ich geh zum Hausarzt.
00:31:57: Aber erst mal so, wo würden Sie blind sagen, der hat ziemlich sicher eine Fettleber, oder die?
00:32:04: Genau, da sind wir eigentlich auch bei dem Problem, was machen wir mit dem Bevölkerung?
00:32:08: Die können jetzt ja nicht alle spezifisch zum Leber-Spezialisten gehen und dann ihre Leber im Ultraschall untersuchen lassen.
00:32:14: Deshalb, die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch bei Patienten, die eben doch ein deutliches Übergewicht haben, gerade dann, wenn bei den Patienten selber oder in der Familie eben auch noch weitere, sagen, Komplikationen des metabolischen Syndromes.
00:32:31: Diabetes mellitus, Zuckerkrankheit, Hüteblutdruck, Fettstoffe, Wechselstörungen bekannt sind.
00:32:37: Dann ist das Risiko schon sehr, sehr hoch.
00:32:40: Und dann macht es eigentlich Sinn, dass die Menschen ihren Lebensstil umstellen.
00:32:47: Versuchen, Gewicht abzunehmen durch eine Umstellung der Ernährung.
00:32:52: Sollten dann möglichst auf Alkohol auch verzichten.
00:32:54: Und sie sollten sich vor allem gerade auch im Alltag vermehrt bewegen, um so auch tatsächlich mehr Energie zu verbrauchen und die Leber zu entlasten.
00:33:05: Und die Patienten sollten natürlich schon bei Gelegenheit sagen, doch bei ihrem Hausarzt vielleicht mal fragen, ja wie.
00:33:15: Hoch ist das Risiko, dass da schon ein fortgeschrittener Leber Schaden vorliegt.
00:33:20: Und wie gesagt, da muss man nicht immer gleich eine Ultraschallentursuche und eine spezifische Abklärung machen.
00:33:25: Da reicht auch erstmal ein relativ einfaches Labor, was man machen kann, um da sozusagen das prinzipielle Risiko abzuschätzen.
00:33:34: Man lässt sich ja oft auch beim Hausarzt Blut abnehmen, einfach um generell das Blutbild zu checken.
00:33:39: Sind da die Leberwerte auch automatisch mit drin oder müsste man die dann auch gesondert beim Hausarzt möglicherweise bei einem Blutbild abfragen?
00:33:46: Wäre so was möglich?
00:33:48: Die sind nicht unbedingt automatisch mit dabei?
00:33:52: viele Hausärzte machen die Leberwerte doch hin und wieder mit, aber es gibt jetzt auch keinen gesetzlichen Anspruch, wie eine Früherkennungsuntersuchung, dass die Leberwerte mitkontrolliert werden, sondern sollte man dann schon tatsächlich ansprechen.
00:34:08: Der Hausarzt kann dann natürlich, wenn man sagt ja, das Risiko ist jedoch erhöht, die Werte mitmachen.
00:34:14: Vielleicht ganz kurz, weil wir gerade bei dem Thema auch sind.
00:34:17: Das lenkt ein bisschen ab, aber wir haben jetzt sagen über Alkohol geredet.
00:34:20: Wir haben über die Fettleber durch den Stoffwechsel.
00:34:24: gesprochen.
00:34:24: Wir haben auch schon über Medikamente so ein bisschen gesprochen.
00:34:27: Wir haben noch nicht gesprochen über eine weitere Ursache der Leber-Schädigung.
00:34:32: Das ist die Virushepertitis, die Grundscherptis B und C. Und das ist eine Untersuchung, wo jetzt tatsächlich alle gesetzlich versicherten, ab fünfundreißig, das Recht darauf haben, dass zumindest einmalig eine Grundscherptis B und C durch einen einfachen Bluttest ausgeschlossen werden.
00:34:49: Und da sollte man sozusagen auch von seinem Recht Gebrauch machen, sollte sein Hausarzt, sofern nicht bereits erfolgt, ansprechen, dass dieser Test dann sämtlich auch durchgeführt wird.
00:34:59: Und dabei würde man, also wusste ich noch gar nicht, gute Nachricht.
00:35:03: Das heißt, man kann zum Hausarzt gehen und sagen, ich habe gehört das.
00:35:06: Und dabei würde dann eben kontrolliert werden, ob eine Hepatitiserkrankung vorliegt, aber man würde wahrscheinlich auf dem Wege auch über mit dem Blutbild feststellen können.
00:35:16: Ob die Leber grundsätzlich okay ist?
00:35:19: Also bei dieser spezifischen Untersuchung im Rahmen des Gesundheitscheck-Ups wird tatsächlich nur spezifisch auf Hepatitis B und C getestet.
00:35:28: Also da werden nicht die Leberwerte allgemein bestimmt, aber das kann man natürlich in dem Rahmen dann auch mit dem Hausarzt besprechen, ob das nicht auch Sinn machen würde.
00:35:37: Diese Ultraschalluntersuchung der Leber, die ergibt aber ja nur Sinn, wenn es sich schon um eine fortgeschrittene Fettleber handelt, weil man die sonst noch gar nicht erkennen würde, oder?
00:35:48: Also ganz frühe Formen der Leberverfettung erkennt man im Ultraschall noch nicht unbedingt, aber ich sage jetzt mal die Formen der Leberverfettung, die dann auch tatsächlich relevant sind, die erkennt man im Ultraschall in der Regel schon relativ zuverlässig.
00:36:02: Kleine Werbeunterbrechung in eigener Sache.
00:36:04: Hier ist Sarah Brassack, stellvertretende Chefredakteurin des Kölner Stadtanzeiger.
00:36:08: Wir berichten in der gedruckten Ausgabe oder im E-Paper des Kölner Stadtanzeiger sowie auf ksda.de täglich intensiv über alles Wichtige, was in Köln passiert.
00:36:18: Aber natürlich auch in der Region, Deutschland und der Welt.
00:36:22: Dieser Podcast ist für Sie kostenfrei hörbar.
00:36:24: Deshalb freuen wir uns, wenn Sie unseren Lokaljournalismus und die Arbeit der Redaktion mit einem Abo unterstützen.
00:36:30: Alle Infos dazu finden Sie unter ksda.de slash Abo.
00:36:33: Oder für das rein digitale Abonnement unter castear.de-plus.
00:36:39: Und jetzt geht's weiter mit dem Podcast.
00:36:42: Sie haben jetzt schon eine wichtige Vorsorgeuntersuchung genannt, die man ab thirty-fünf in Anspruch nehmen kann.
00:36:48: Was würden Sie sich jetzt als Experte mit dem Gebiet Leber grundsätzlich eigentlich wünschen, was derzeit noch nicht, zumindest nicht standardmäßig angeboten wird?
00:36:58: Ja.
00:36:58: Also prinzipiell, ähnlich wie Sie es vorhin schon angesprochen haben, würde man sich als Leberexperte wünschen, dass tatsächlich einmalig dann auch die Leberwerte insgesamt mitgetestet werden.
00:37:10: Nicht nur sozusagen bei spezifischer Fragestellung, sondern einfach bei der allgemeinen Bevölkerung.
00:37:15: Das ist ein relativ kostengünstiger Test, wo man dann eben auch andere Lebererkrankungen mit erfassen würde.
00:37:25: Das würde man sich sehr wünschen.
00:37:26: dafür.
00:37:27: Gab es auch in der Vergangenheit schon mehrfach Initiativen, bisher leider noch nicht erfolgreich, aber das wäre eine sinnvolle Ergänzung.
00:37:36: Das Gute ist ja, man kann etwas dagegen tun.
00:37:39: Wir haben besprochen, die Leber ist sehr widerstandsfähig, sie regeneriert sich auch gerne, wenn man freundlich zu ihr ist.
00:37:47: Vielleicht sprechen wir jetzt einfach mal darüber, was man dezidiert tun kann.
00:37:51: Sie haben schon angesprochen, natürlich Sport.
00:37:54: Jetzt sagen viele Menschen ja, Sport komme ich nicht zu.
00:37:57: Also über welche Formen der Bewegung reden wir?
00:37:59: Was wäre für Sie ein Minimum, wo Sie sagen, das würde der Leber schon wirklich helfen?
00:38:05: Und welche Nahrungsmittel zum Beispiel mag die Leber besonders gerne?
00:38:08: Sie haben eben gesagt Kaffee.
00:38:10: Das wird viele Menschen wahrscheinlich freuen, weil Kaffee trinken viele gerne.
00:38:13: Ja, fangen wir vielleicht trotzdem bei dem Spielreenteil an.
00:38:16: Das ist die Bewegung.
00:38:18: Und ich glaube da sozusagen, na ja, der Idealfall, man hat forty-fünf Minuten pro Tag Zeit, um eine wie man so schön sagt, speistreibende körperliche Aktivität zu machen, also zum Beispiel, naja, schnelles.
00:38:31: gehen oder natürlich auch richtige Sportarten.
00:38:35: Aber ich glaube letztendlich muss man das natürlich in den Alltag jeweils einpassen und da sind oft schon wirklich kleine Veränderungen, die ausschlaggebend sind.
00:38:45: Also tatsächlich vielleicht nicht immer das Auto nehmen, sondern mehr zu Fuß gehen, mit dem Fahrrad fahren.
00:38:53: Interessanterweise auch die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel ist da positiv, wahrscheinlich weil man da häufiger mal zur Bahn rennen muss sozusagen.
00:39:00: Also da möglichst viel sich bewegen im Alltag, zum Beispiel auch statt den Aufzug zu nehmen, doch auch mal die Treppen verwenden.
00:39:08: Das ist so, je nachdem was für eine berufliche Tätigkeit oder wie man familiär eingespannt ist, sind das so Sachen, wo man auch sehr viel sich dadurch bewegen kann durch Kleinigkeiten, ohne dass man unbedingt sehr viel Zeit verbraucht.
00:39:23: Ansonsten sind natürlich... auch da so, dass man sich vielleicht Hobbys suchen sollte, wenn man die Zeit hat, die Spaß machen, die aber einfach ein realistisches Szenario bieten.
00:39:35: Also, es kann jetzt nicht jeder mit einem deutlichen Übergewicht sich plötzlich aufs Rennrad setzen, aber vielleicht kann man ja doch auch ein E-Bike nutzen.
00:39:44: Es ist sozusagen besser, man nimmt die Unterstützung wahr, als man bewegt sich eben gar nicht.
00:39:49: Und ich glaube, das sind so Schritte, wo jeder für sich selber schauen muss, was da sinnvoll und im Alltag wirklich durchführbar ist.
00:39:59: Das gleiche gilt für die Ernährung, da ist es erstmal wichtig sich anzugucken, wann ist man was im Tag verteilt und warum ist man es da, also wann sind heiß Hungerattacken, wo man plötzlich zum Beispiel für Süßigkeiten ist.
00:40:15: Ansonsten gilt bei der Ernährung natürlich eine eigentlich mediterrane Diät, wie man so schön sagt, das heißt viel Gemüse, viel Salat, nicht gesalzenen Nüsse, aber auch Kaffee, natürlich möglichst nicht stark gezuckert und mit nicht ganz extrem viel Milch, sind sehr gut für die Leber.
00:40:37: Was eben schlecht für die Leber ist, das sind sehr stark zuckerhaltige Getränke, also Limonaden, Cola, aber auch tatsächlich Fruchtsäfte.
00:40:48: Man oft so denkt, das ist doch gesund, das kommt aus der Frucht, aber die enthalten eben auch sehr viel Zucker, sehr viel gerade in Fruchtsucker, die Fructose, die nicht günstig ist.
00:40:56: Also da lieber Wasser, Kaffee, nicht starke, zuckerten Tee.
00:41:03: Und was ansonsten auch noch ungünstig für die Leber ist, sind natürlich viel Fleisch.
00:41:09: Das heißt, man sollte im Optimalfall ein bis zweimal pro Woche Fleisch oder Fisch in moderatern Mengen zu sich nehmen.
00:41:21: Und was auch noch schlecht ist, ist so stark prozessierte Nahrungsmittel, also Fertiggerichte.
00:41:28: Aber auch da gilt am Schluss wieder.
00:41:29: Es muss einem natürlich trotzdem auch noch schmecken.
00:41:34: Also ich glaube, wenn man mal ein Fertigprodukt ist, ist das schon okay, aber der gesunde Mix macht das am Schluss.
00:41:41: Was ich jetzt bei Ihnen raushöre, ist, dass eben die allgemeinen Empfehlungen zur gesunden Ernährung, zur gesunden Bewegung eben auch das sind, was die Leber glücklich macht.
00:41:49: Das ist tatsächlich so.
00:41:51: Was für den gesamten Körper gesund ist, ist auch für die Leber gesund.
00:41:54: Es bedingt sich auch gegenseitig.
00:41:57: Wenn man sich dann noch etwas vertiefen möchte, was für die Leber nach den aktuellen Datenlagen auch relativ günstig ist, ist es das Intervallfasten.
00:42:07: Also es man tatsächlich sagt, an mehreren Tagen in der Woche macht man so, dass man den Großteil des Tages nicht ist, sondern dann erst ... eine Mahlzeit im Tagesverlauf zu sich nimmt.
00:42:19: Das führt auch zu einer deutlichen Lieberentlastung, also da eben viele Stunden im Tagesverlauf einfach Zeit hat, um so einen ersten Regenerationserholungsprozess sozusagen anzukurbeln.
00:42:31: Und ansonsten gilt natürlich auch ähnlich wie bei der Lebererkrankung, die durch ein Alkohol selber bedingt ist, auch sozusagen bei der Stoffwechsel bedingten Leberverfettung möglichst auf Alkohol verzichten.
00:42:45: Ist eine Fettleber komplett reversibel?
00:42:48: Die Fettleber ist, sofern es noch nicht zu einer hochgradigen Vernarbung oder auch fortgeschrittenen Zirose kommt, komplett reversibel, wenn man seinen Lebensstil entsprechend anpasst.
00:42:59: Und sozusagen gleichzeitig eben reversibel ist das Risiko für die anderen Erkrankungen.
00:43:07: Also Bluthochdruck, Zuckererkrankungen werden dadurch auch positiv beeinflusst.
00:43:12: Welche anderen Erkrankungen der Leber gibt es noch?
00:43:17: Wir hatten jetzt die Alkohol- als Schädigungsfaktor genannt.
00:43:21: Wir hatten den Metabolismus mit der Leberverfettung genannt.
00:43:27: Wir hatten schon die Virusherpathitis, also vor allem die chronische Heptis B und C, die man ja auch jetzt testen lassen kann, die wir auch gut behandeln können.
00:43:36: Da muss man auch schon sagen, in der Relation ne chronische Heptis B und C betrifft etwa ein Prozent der deutschen Bevölkerung zusammen.
00:43:43: Das ist schon deutlich seltener.
00:43:45: Aber trotzdem viel auf die Bevölkerung hochgerechnet?
00:43:48: Aber trotzdem viel natürlich gerade für diese Menschen extrem relevant, dass die Erkrankung rechtzeitig erkannt wird.
00:43:55: Noch vor Ich sag mal, zehn, fünfzehn Jahren war eine Grundschöpfnis B und C ein sehr großes Problem für alle Betroffenen mit Therapien, die nur einen Teil der Patienten überhaupt vertragen hat, wo auch Resistenzen entstanden sind.
00:44:12: Das heißt, wir konnten viele Patienten nicht gut behandeln, haben leider auch sozusagen viele Patienten bis zu Ende begleiten müssen.
00:44:22: Inzwischen ist die Hyptis B sehr gut behandelbar.
00:44:27: noch nicht heilbar.
00:44:28: Es fällt voran gerade sehr aktiv geforscht wird, auch bei uns in der Klinik.
00:44:33: Die Hepatist C ist heutzutage bei praktisch allen Patienten durch eine kurze Therapie.
00:44:39: acht bis zwölf Wochen und auch ohne wirklich nennenswerte Nebenwirkungen heilbar.
00:44:45: Also da wirklich auch sehr große Fortschritte und deshalb ist natürlich wichtig diese Patienten zu erkennen, bevor nach vielen Jahren, Jahrzehnten wirklich diese ausgeprägte Lieberschädigung mit der Lieberzirrose mit den Folgeproblemen entstanden ist.
00:44:59: Was wären Symptome für eine Hepatitis B und C?
00:45:02: Es
00:45:03: ist eigentlich ähnlich wie bei der Fettleber.
00:45:06: Es hat erst mal über viele Jahre keine wirklich spezifischen Probleme, also treten auch Mütigkeit, Abgeschlagenheit auf.
00:45:18: Es gibt natürlich beim Teil der Patienten sehr spezifische Symptome, aber der Großteil hat eigentlich keine wesentlichen spezifischen Symptome.
00:45:27: Das heißt, da ist auch wieder nur die Blutuntersuchung am Schluss hilfreich.
00:45:32: Das macht es natürlich dann sehr gefährlich, wenn man zehn oder fünfzehn Jahre mit einer Hepatitis rumläuft, ohne das zu wissen.
00:45:38: So ist es, genau.
00:45:39: Deshalb ist aber der Zeitpunkt, so ab fünfundreiß zu sagen, jetzt macht man die Untersuchungen, schon sehr sinnvoller Ansatz.
00:45:49: Die Vorsorge-Untersuchung wurde vor fünf Jahren eingeführt.
00:45:54: Der Zahl hat sich die Diagnosen an Patienten in der Kurschen herbis B und C auch deutlich gesteigert und auch die Therapien sind entsprechend hochgegangen und ein relevanter Anteil wurde dementsprechend von dieser Erkrankung auch befreit.
00:46:09: Medikamente schädigen die Leber, das haben wir vorhin auch schon besprochen, also da geht es auch um Schmerzmittel zum Beispiel, aber auch um das Thema Antibiotika.
00:46:17: Ja, fast alle Medikamente können die Leber schädigen, weil fast alle Medikamente in der Leber auch umgebaut, abgebaut werden, sagen Medikamente, die eben häufig zu lieber schäden.
00:46:33: führen, einfach weil sie auch häufig in der Bevölkerung eingesetzt werden, sind Schmerzmedikamente, sind Antibiotika, wie sie gesagt haben.
00:46:40: Und da ist, wenn diese Medikamente häufig eingesetzt werden, ist es schon auch sinnvoll, die Leberwerte zu kontrollieren.
00:46:49: Aber auch bei Medikamenten, die sich einfach so, ich sag mal, in die Medikamentenplan einschleichen, ist es immer sinnvoll, sich zu überlegen, sind diese Medikamente wirklich nötig und wenn nicht, sie auch wieder konsequent abzusetzen.
00:47:01: Jetzt hatten wir sozusagen Ich würde mal sagen, die häufigen Lebererkrankungen, oder die häufigen Ursachen für eine Lebererkrankung genannt, es gibt darüber hinaus natürlich noch eine ganze Reihe seltener Lebererkrankungen, zum Beispiel auch autimune Lebererkrankungen.
00:47:17: Das sind aber sozusagen, ich würde sagen, für eine Häufigkeit schon tatsächlich deutlich seltener als die Erkrankungen, die wir geredet haben.
00:47:26: Es gibt auch Leberkrebs.
00:47:27: Ja.
00:47:28: Leberkrebs entsteht ... in der Mehrzahl der Fälle tatsächlich bei Patienten, die eine Lebervorerkrankung haben.
00:47:37: Am häufigsten tatsächlich als Folge der Leberzirose, also sozusagen als Folge des Endstadiums aller Lebererkrankungen prinzipiell.
00:47:51: Es gibt aber sozusagen darüber hinaus schon auch Risikogruppen, die selbst ohne die Leberzirose ein Leberkrebs entwickeln.
00:48:00: Das sind tatsächlich Patienten mit Leberverfettung und einer sehr starken, entzündlichen Aktivität in der Leber, also Patienten, bei denen die Leberwerte auch sehr hoch sind im Rahmen der Leberverfettung.
00:48:13: Jetzt gibt es seit, ich glaube mittlerweile, anderthalb bis zwei Jahren die Abnehmenspritzen.
00:48:18: die in Deutschland zugelassen worden sind, erst für Diabetiker und dann auch eben für Menschen mit starkem Übergewicht.
00:48:26: Wie blicken Sie da als Mediziner drauf?
00:48:29: Ist das ein Segen?
00:48:31: Ist das ein Fluch?
00:48:32: Ist es irgendwas dazwischen?
00:48:33: Sicher, irgendwas dazwischen.
00:48:36: Wir haben es ja über sehr viele Möglichkeiten geredet, wie wir die lieber entlasten können, damit sich erst gar keine Lieberverfettung bildet.
00:48:44: Oder ... Worüber wir sagen, wenn die Fettleber schon vorliegt, auch wieder zu einer Entlastung und Entfettung der Leber kommen.
00:48:54: Nicht immer ist das natürlich erfolgreich.
00:48:57: Oder es sind auch Patienten, bei denen schon eine fortgeschrittene Lieberschädigung vorliegt.
00:49:03: Und dann können die Medikamente schon sinnvoll sein.
00:49:07: Es gibt da aktuell zwei Gruppen von Medikamenten, speziell bei der Fettleber.
00:49:15: Das ist einmal ein Medikament, was ... letzten Sommer zugelassen wurde.
00:49:23: Das Rest mit Hirom, das ist ein Medikament, das man sich erstmal so ein bisschen herleiten muss.
00:49:27: Das greift letztlich ein an einem Rezeptor für Schilddrüsenhormone, aber spezifisch in der Leber.
00:49:35: Also wir reden jetzt nicht mehr über die Abnehmenspritzen, sondern tatsächlich, die ja auch eine Art Medikament natürlich ist, sondern wir reden jetzt über ein spezifisches Medikament, was gegen Fettleber hilft.
00:49:45: Das ist ein spezifisches Medikament bei Fettleber, genau, ist auch dafür spezifisch zugelassen.
00:49:51: Und dieses Medikament führt tatsächlich auch in Tablettenform.
00:49:56: führt tatsächlich nicht zur Gewichtsreduktion, aber führt dazu, dass sozusagen dieser entzündliche Prozess und die Vernarbung in der Leber gehemmt wird.
00:50:08: Aber dieses Medikament ist vorenthalten, Patienten, die schon deutliche Leberschädigung haben.
00:50:14: Also es kann nicht jeder einfach so einnehmen, sondern es sind Patienten, die schon eine signifikante Lebervernarbung haben, aber noch keine Zirose.
00:50:22: Also da sieht man sozusagen, es ist für eine relativ enge Patientengruppe vorenthalten.
00:50:28: Das Medikament ist auch tatsächlich relativ... teuer, also wir reden da in der Preiskruppe über dreißentausend Euro pro Jahr.
00:50:36: Daran sieht man schon sozusagen, es ist ein sehr spezifisches Medikament, das für Patienten hilfreich sein kann, die mit den Maßnahmen, Bewegungen, Diät, nicht zu nahmen.
00:50:50: Erholung der Leber kommen, aber für die breite Masse an Patienten macht das natürlich auf jeden Fall keinen Sinn.
00:50:58: Und dann sagen die zweite ganz wesentliche Gruppe ist, sind die Abnehmenspritzen.
00:51:03: Die sind aktuell nicht spezifisch für die Fettleber zugelassen.
00:51:09: Sie sind aber wirksam, wie tatsächlich auch Phase drei Studien schon gezeigt haben, also Studien, die tatsächlich auch zur spezifischen Zulassung führen können.
00:51:19: Es sind auch teilweise in den USA tatsächlich für die Fettleber schon zugelassen, in Europa noch nicht.
00:51:25: Aber auch da, wenn man sich wieder überlegt, was sind Vorteile, was sind Nachteile der Abnehmenspritzen?
00:51:31: Es macht natürlich dann Sinn, wenn man sozusagen übergewichtig ist, aber einfach das Gewicht nicht runterbekommt durch Bewegung, durch die Umstellung des Lebensstils mit der Ernährung auch.
00:51:46: kann es Sinn machen, aber sozusagen man arbeitet da natürlich letztendlich ein Stück weit nur am eigentlichen Symptom und nicht an der Ursache.
00:51:55: Dementsprechend ist es auch so, wenn man die Abnehmerspritze absetzt, dann kommt das Gewicht in aller Regel wieder.
00:52:03: Das heißt, aktueller Status aus Sicht der Lieber ist, die Abnehmerspritze macht dann Sinn, wenn Patienten entweder tatsächlich auch eine Diabetes haben.
00:52:14: Dafür sind die Abendspritzen zugelassen werden dann auch von der Krankenkasse bezahlt.
00:52:22: Sie können in einzelnen Fällen bei Übergewicht sinnvoll sein.
00:52:28: Dafür sind sie auch zugelassen.
00:52:29: Da muss in der Regel der Patient aber die Kosten selber tragen.
00:52:36: Ja, so ist aktuell die Situation.
00:52:38: Also sozusagen da mein Plädoyer eigentlich für die ... Die große Mehrzahl der betroffenen Menschen, erst mal sollte man den Lebensstil umstellen, nur wenn das nicht erfolgreich ist, dann macht eine medikamentöse Therapie, gegebenenfalls mit entsprechender ärztlicher Begleitung eben auch Sinn.
00:52:55: In Kombination dann mit einer Lebensstilumstellung am besten.
00:52:59: Aber das heißt ja, es gibt eigentlich erst seit anderthalb, zwei Jahren überhaupt etwas, was man dagegen tun kann, weil auch das Medikament, was Sie eben genannt haben, das ist jetzt noch nicht lange zugelassen.
00:53:11: Das ist doch dann aber schon auch irgendwie eine echte Revolution, oder?
00:53:15: Das ist eine Revolution, die aktuell sozusagen stattfindet.
00:53:20: Das stimmt schon, aber sozusagen nochmal die eigentliche Revolution sollte eigentlich im Lebensstil stattfinden.
00:53:27: Und ich glaube, da findet tatsächlich auch eine gewisse Revolution statt, weil sozusagen dieses Thema gesunde... Leben, gesunde Ernährung und auch Gesundheit der Leber aktuell eben doch deutlich mehr Bemerkung erhält als eine Vergangenheit.
00:53:45: Das freut Sie vermutlich ganz persönlich, oder?
00:53:47: Dass man jetzt häufiger als früher über die Leber spricht.
00:53:50: Ja, das freut mich schon sehr, weil es, glaube ich, eben auch für die gesundheit der Bevölkerung ganz relevant ist.
00:53:57: Was ist eigentlich so die häufigste Frage, die Sie beantworten müssen, wenn Sie irgendwo erzählen?
00:54:02: Ich bin übrigens das und das von Beruf.
00:54:04: So auf einer Party zum Beispiel?
00:54:06: Ja, das sind, glaube ich, schon die Fragen, die wir heute auch besprechen.
00:54:09: Wie viel Alkohol darf ich denn trinken?
00:54:11: Was ist denn da gut?
00:54:12: Was ist zu viel?
00:54:13: Das sind die häufigsten Fragen tatsächlich.
00:54:16: Sie arbeiten an der Uniklinik Köln.
00:54:18: Ich habe es eingangs gesagt.
00:54:20: Sie haben diesen komplizierten Titel.
00:54:24: Was tun Sie in Ihrer täglichen Arbeit an der Uniklinik am häufigsten?
00:54:29: Ja, also ich begrenze es mal auf den Teil der Hepatologie, also, worüber wir heute sagen reden, über die Leber.
00:54:36: Da ist die Uniklinik Köln ein großes Zentrum drin.
00:54:40: Wir behandeln eigentlich Patienten mit allen Leberkrankungen, die wir auch besprochen haben, auch mit den seltenen Leberkrankungen, um eben zu verhindern, dass tatsächlich so eine stark geschädigte Leber überhaupt erst entsteht.
00:54:56: Und da ist es ... Wir haben jetzt nur teilweise über Therapien gesprochen.
00:55:00: Wir können heutzutage eigentlich fast alle Lebererkrankungen wirklich gut behandeln, sodass die Erkrankung sozusagen nicht fortschreitet.
00:55:10: Viele Erkrankungen, wie vorhin gesagt die Hepitis C, können wir eben inzwischen auch tatsächlich heilen.
00:55:17: Das ist der eine ganz wesentliche Teil.
00:55:19: Das ist natürlich in der Regel sozusagen in unseren Ambulanzen.
00:55:24: Zuerst einen anderen.
00:55:27: Versorgen wir dann natürlich auch die Patienten, bei denen die Diagnose und die Therapie nicht rechtzeitig gestartet wurde.
00:55:34: Das sind zum Glück nicht so viele Patienten, aber die Patienten, bei denen dann doch eben die Leberzirrose entstanden ist.
00:55:41: Auch bei diesen Patienten ist es übrigens so, dass die Ursache zu behandeln weiterhin Sinn macht, also dadurch der Verlauf weiter sehr positiv beeinflusst wird.
00:55:51: Ich dachte noch vor ... Die Leberzirose ist eine Art Endstadium, das ist häufig tatsächlich zum Glück nicht so.
00:55:58: Also auch eine Leberzirose kann sie in einem gewissen Maße wieder zurückbilden.
00:56:02: Und zum anderen versuchen wir dann natürlich Komplikationen vorzubeugen.
00:56:06: Also das, was wir vorhin schon kurz erwähnt hatten, zum Beispiel das Bauchwasser, das Blutungsrisiko aus diesen Umgehungskreis laufen, zum Beispiel in der Speiseröhre.
00:56:18: oder auch das Risiko für den Lieberkrebs so gut wie möglich zu reduzieren oder wenn es dann doch eintritt, den Lieberkrebs sehr früh zu erkennen, sodass wir ihn noch gut behandeln können.
00:56:32: Am Teil der Patienten ist es am Schluss doch so, dass auch eine Lebertransplantation notwendig wird und das natürlich, was wir ja als hochspezialisiertes Zentrum da die Patienten auch entsprechend begleiten über diesen Prozess.
00:56:48: Wie haben sich Ihre Patientinnen und Patienten in den vergangenen fünfzehn Jahren verändert?
00:56:54: Also vielleicht erst mal die Patienten haben sich verändert, aber auch die Patientengruppen, was die Lebererkrankung angeht.
00:57:02: Wir hatten eben noch vor fünfzehn Jahren tatsächlich viele Patienten, die wir über viele Jahre und auch Jahrzehnte mit ihren Lebererkrankungen behandelt haben, wie die Hepatitis C, wo wir keine guten Therapien anbieten können.
00:57:17: Da sind natürlich Patientengruppen, die wir jetzt heilen können, die wir dann teilweise auch tatsächlich komplett aus unserer weiteren Betreuung entlassen.
00:57:27: Früher sind mehr gestorben.
00:57:29: Früher sind mehr Patienten gestorben, zum Beispiel in der Hepitis B und C. Das sind Patienten, die wir jetzt heilen, die, wenn die Leber noch nicht stark geschädigt ist, dann auch keine weitere Nachsorge mehr teilweise brauchen.
00:57:40: Also da sehr erfreuliche Entwicklung.
00:57:42: Und das setzt sich jetzt natürlich aktuell auch fort.
00:57:45: Durch die, sagen, neuen Medikamente, die für die Leberverfettung jetzt schon verfügbar sind oder auch in den nächsten Jahren verfügbar werden.
00:57:55: Es wird eben aktuell auch gerade sehr stark daran gearbeitet, die chronische Haptys B heilen zu können.
00:58:02: Das ist aktuell noch nicht der Fall.
00:58:03: Wir können die Erkrankungen sehr gut behandeln, aber noch nicht heilen.
00:58:06: Das heißt, da hat sich sozusagen sehr positive Effekte dargestellt.
00:58:11: Aber es ist natürlich sozusagen als Problem, dass relevanter geworden ist, tatsächlich die Leberverfettung durch die stoffwechselbedingten Probleme.
00:58:21: Das ist von der Patientenanzahl.
00:58:25: deutlich zugenommen.
00:58:28: Und da, wenn man jetzt fragt, was hat sich am Patienten tatsächlich geändert und nicht nur an den Erkrankungen, ist es glaube ich schon so, dass man sehr positiv vervorheben muss.
00:58:38: Viele Menschen sich inzwischen mit ihrem Körper, ihrer Gesundheit, aber auch ihren Erkrankungen deutlich intensiver auseinandersetzen und dann eben auch selber deutlich mehr.
00:58:50: beitragen wollen, um Krankheiten zu vermeiden oder auch möglichst abzumeldern.
00:58:58: Gibt es so ein oder zwei Fragen in Bezug auf die Leberforschung oder ein Rätsel, was die Leber betrifft, wo Sie sagen, also das wüssten wir wahnsinnig gerne, warum die Leber so und so reagiert oder warum sie so und so arbeitet, weil uns das in bestimmten Dingen helfen würde, zum Beispiel bei der Behandlung, aber wir wissen es einfach noch nicht.
00:59:18: Ja, ich glaube, wir wissen inzwischen über die Leber schon sehr viel, aber es sind schon noch offene Fragen geblieben.
00:59:24: Und ich glaube, das ist gerade, wo das Wochen schon von kurz hatten, diese Leber-Hirnachse, wie funktioniert das ganz genau, die gegenseitige Einflussnahme sozusagen.
00:59:36: Das ist, glaube ich, ein Punkt, der noch sehr interessant ist.
00:59:38: Und das andere ist auch, wenn man sich die Leber-Funktion anguckt, wie ist die Rolle der Leber bei der Immunantwort des Körpers.
00:59:49: Das ist, glaube ich, auch ein Punkt, der noch nicht ganz verstanden ist, aber sehr relevant auch ist.
00:59:55: Wir haben vorhin immer wieder von der Leberentzündung geredet.
00:59:59: Das heißt, da sind tatsächlich die Immunzellen auch mit verantwortlich, die eigentlich was Gutes machen sollen im Körper, nämlich ja, eigentlich Infekte zum Beispiel, abwehren.
01:00:10: Die haben natürlich einen sehr Positiven Einfluss, z. B. bei der Virusseparität ist, bei der PSB und C, die sie in bestimmten Fällen auch ausheilen können, aber hat teilweise auch einen schädlichen Einfluss, wie z. B. bei der Leberverfettung dann mit der entzündlichen Komponente, was natürlich auch das Immunsystem im weiteren Sinne getriggert wird.
01:00:30: Und das sind sozusagen Felder, wo wir in Köln, aber auch sonst die Kollegen weltweit gerade sehr aktiv daran arbeiten.
01:00:40: Und natürlich bei einzelnen Erkrankungen, sozusagen, wo sicher neue therapeutische Durchbrüche auch, ich sage mal, vielleicht noch nicht ganz direkt, aber schon in näherer und mittlerer Zukunft bevorstehen.
01:00:53: Wir hatten schon, sagen wir, die, möglichst die Heilung der Grundschnepptes B. Wir hoffen, dass wir in... den nächsten wenigen Jahren da Patienten in der Grundschöpfdes B das ähnlich anbieten können wie Patienten in der Grundschöpfdes C, das Problem dann sozusagen auch ein Stück weit abhaken können, aber auch bei seltenen Lebererkrankungen, die sich in den letzten Jahren auch sehr viel getan hat, gibt es jetzt sicher noch, sagen, in Bällde wichtige Entwicklungen, will da vielleicht eine Erkrankung noch herausgreifen, das ist so eine sogenannte kollistatische Lebererkrankung, also wo die, wo die Geilenwege sind und dann der geilen Abfluss nicht mehr gut funktioniert, die lieber dadurch geschädigt wird.
01:01:34: Die Patienten nehmen wir aktuell noch keinen Medikament, tatsächlich richtig anbieten können, aber auch da sozusagen war gerade eine Studie, die eigentlich zur Medikamenten Zulassung.
01:01:44: führen kann und wahrscheinlich auch wird, wo man damit in Zukunft auch schafft, dass auch diese Erkrankung vom weiteren Verlauf aufgehalten wird.
01:01:54: Also wir sehen sozusagen, wir kümmern uns jetzt um in Zukunft auch seltene Lebererkrankungen, die wir dann hoffentlich auch noch besser behandeln können.
01:02:03: Und dann dieses Szenario, das ist eine Leberzirose, Leberkrebs, auch Notwendigkeit der Lebertransplantation in der Zukunft hoffentlich weiter verringert.
01:02:13: Mit so viel Optimismus beende ich gerne einen Podcast.
01:02:17: Wir müssen leider zum Schluss kommen.
01:02:19: Es war total interessant, was ich von Ihnen in der vergangenen Stunde gelernt habe.
01:02:23: Vielleicht noch eine allerletzte Frage.
01:02:25: Gibt es so Mythen rund um die Leber, Dinge, die immer wieder kolportiert werden, jetzt nicht von Medizinern, sondern aus der Bevölkerung, wo Sie irgendwie sagen, damit würde ich gerne mal aufräumen, das ist irgendwie großer Quatsch.
01:02:37: Ich glaube, wo man immer aufpassen ... sollte, was aktuell so.
01:02:41: jeder kümmert sich vermehrt um die eigene Gesundheit und dann gibt es natürlich auch verschiedene Angebote, die teilweise auch sehr viel Geld kosten.
01:02:48: Ich glaube, da muss man immer aufpassen, wenn jetzt zum Beispiel Nahrungsergänzungsmittel oder ähnliches nicht alles, davon hilft der Leber, manches kann dann sozusagen sogar schädigen.
01:02:58: Also da immer würde ich dazu raten, sich das genau anzuschauen und zu überlegen, ob das wirklich Sinn
01:03:04: macht.
01:03:05: Vielen, vielen Dank für das Gespräch und für Ihre Zeit.
01:03:07: Sie müssen jetzt zurück an die Uniklinik.
01:03:10: Da will ich Sie auch überhaupt nicht aufhalten.
01:03:11: Aber für alle Menschen, die das Thema Lebergesundheit gerne noch vertiefen möchten, wir sehen uns ja bald live am siebenundzwanzigsten Januar, werden Sie in der Workstage des Kölner Stadtanzeiger hier in der Amsterdamer Straße in Köln einen Vortrag halten, ein Talk mit meiner Kollegin Claudia Lähnen zum Thema Lebergesundheit.
01:03:29: Da werden Sie noch vertiefende Fragen besprechen und vor allen Dingen werden Sie da auch Fragen aus dem Publikum beantworten.
01:03:35: Wer also auch eine spezifische Frage möglicherweise hat, der würde die dann auch beantwortet bekommen.
01:03:41: Ich habe alle Infos zu dieser Veranstaltung in den Show Notes verlinkt und Sie finden diese Veranstaltung auch unter ksdr.de.
01:03:49: Wir sehen uns also bald wieder.
01:03:50: Ich freue mich.
01:04:01: Ich freue mich immer über Bewertung oder Kommentare.
01:04:04: Ich freue mich natürlich auch über E-Mails mit Talkast-Vorschlägen, Fragen oder Kritik an sarah.brassacketkstarmedien.de und auch diese E-Mail-Adresse.
01:04:14: Habe ich für Sie in den Shownotes verlinkt.
01:04:16: Vielen Dank fürs Zuhören.
01:04:17: Guten Start ins neue Jahr.
01:04:19: Viel Glück mit dem Dry January, wenn Sie einen machen.
01:04:21: Und bis zur nächsten Folge.
Neuer Kommentar